Samstag, Februar 24, 2024

Johnson krallt sich Journalisten-Handy

Am Donnerstag wählt Großbritannien. Bei Premier Boris Johnson gingen jetzt knapp vor der Wahl jedoch nochmal die Nerven durch. Ein Journalist sprach Johnson auf einen kranken Buben an, doch der Briten-Trump wollte die Frage nicht hören und nahm dem Journalisten das Handy schließlich weg.

Wien, 10. Dezember 2019 / Die Auseinandersetzung entfachte, als ein Journalist des Fernsehsender ITV Premier Johnson ein Foto eines kranken Buben auf dem Boden eines Krankenhaues zeigte. Aufgrund des Bettenmangels musste der Junge sieben Stunden auf dem Boden des Wartezimmers schlafen. Der Hintergrund des Fotos: Johnsons Pläne für das britische Gesundheitssystem.

Schwupps und weg

Johnson, sichtlich genervt und peinlich berührt, brannten schlussendlich die Sicherungen durch. Er konfiszierte auf rabiate Weise das Mobiltelefon des Reporters und steckte es in seine Tasche. Später zeigte sich der konservative Politiker dann doch bereit, das Bild zu betrachten und sagte:

“Ein schreckliches, schreckliches Foto”.

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung ist ein wesentliches Wahlkampfthema vor dem Urnengang am 12. Dezember. Sowohl Johnsons konservative Tories, als auch die oppositionelle Labour-Partei haben angekündigt, mehr Geld für die Gesundheitspolitik zu investieren.

„Verkauf“ des Gesundheitssystems

Ende November warf Labour-Chef Jeremy Corbyn Johnson den “Verkauf” des Gesundheitssystems NHS vor und präsentierte ein 450 Seiten starkes Dokument, das belegen sollte, dass die Gesundheitsversorgung in Großbritannien Gegenstand von Verhandlungen mit den USA über ein Handelsabkommen ist.

Umfragen zufolge kann Johnson bei der Wahl am Donnerstag mit einer deutlichen Mehrheit rechnen. Labour liegt demnach rund zehn Prozentpunkte hinter den Tories zurück.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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