Sonntag, Mai 19, 2024

Die Wahrheit über Schokolade

Gerade in der Vorweihnachtszeit sind wir versucht, die ein oder andere „Schoki“ mehr zu vernaschen. Im Jahresdurchschnitt verputzen Österreicher rund 8 Kilogramm Schokolade. Doch wie gut oder schlecht ist Schokolade wirklich für unseren Körper?

Wien, 10. Dezember 2019 / Dass sich Schokolade gut auf unsere Laune auswirken kann, wissen wir. Essen wir Schokolade, löst das in unserem Körper ein biochemisches Feuerwerk aus. Das Resultat: Wir fühlen uns einfach gut.

Schokolade ist nicht gleich Schokolade

Durch die Weiterverarbeitung wird Schokolade erst ungesund. Die Antwort auf die Frage, wie (un-)gesund Schokolade ist, kommt also stark auf die zugesetzten Inhaltsstoffe an. Wenn auf der Verpackung Aromen, Fettersatz oder Butterreinfett ausgewiesen sind, sollte sie vermieden werden. Vor allem Milch verhindert die Aufnahme von Antioxidantien. Diese schützen uns vor negativen Umwelteinflüssen und vermindern Krankheitsrisiken. Auch weiße Schokolade ist für den Körper weniger wertvoll, da sie vorwiegend aus Kakaobutter besteht. Die sollte man sich vielleicht eher ins Gesicht streichen, denn Kakaobutter in Form von Cremes ist dafür gut für die Haut.

Ist teure Schokolade immer die bessere?

Die Stiftung Warentest ging der Frage nach, ob ein höherer Preis bei Schokolade automatisch höhere Qualität bedeutet. 15 von 25 Sorten schnitten im Test schlecht ab. Interessant: Ausgerechnet die teuerste im Test landete auf dem letzten Platz. Auch im Ökotest suchten Experten nach Mineralöl, krebsverdächtigem Acrylamid, Cadmium, Nickel und Salmonellen und prüften, ob der Kakaogehalt richtig angegeben ist. In 24 von 25 der untersuchten Tafeln wurde Mineralöl nachgewiesen. Den höchsten Mineralölgehalt stellten die Tester in der „Hachez“ Dunkle Vollmilch und „dm“ Bio Vollmilchschokolade fest.

Welche Schokolade ist nun unproblematisch?

Rohe Kakaobohnen sind nicht ungesund. Unter anderem können sie sich positiv auf Blutdruck und den Cholesterinspiegel auswirken. Es wird daher empfohlen, möglichst hochprozentige Schokolade zu essen. Je dunkler eine Schokolade ist, desto gesünder, weil mehr Kakaopulver drinnen ist. Die Kakaobohne und letztendlich auch Schokolade enthält eine beachtliche Menge an Mineralien und Spurenelementen wie Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen und Kupfer.

Der regelmäßige Verzehr von Zartbitterschokolade reduziert auch unser Stressempfinden. Sogar das Gedächtnis wird langfristig verbessert. Schokolade hat auch positiven Auswirkungen auf Demenz, Gedächtnisschwund und Alzheimer, wie ein Forschungsteam der Harvard Medical School jüngst nachweisen konnte.

Ab einem Kakaoanteil von 70 Prozent kann sich Schokolade positiv auf unsere Gesundheit auswirken. Wer aber maximal profitieren möchte, sollte auf Rohkost-Schokolade umsteigen. Schokolade mach laut Untersuchungen auch nicht dick, wenn man die richtige konsumiert.

Das eine oder andere Stück Milchschokolade tut aber bestimmt auch gut, gerade in der Weihnachstzeit.

(rc)

Titelbild: APA Picturedesk

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