Peinlich-TV-Auftritt von Köstinger

Kurzarbeit bringt Ministerin zum Stottern

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Mittwoch einen guten Einblick in die Verfehlungen der Corona-Planung seitens der türkis-grünen Regierung gegeben. In einer Puls24-Sendung kam Köstinger gehörig ins Stottern.

Wien, 30. April 2020 | Rund 600.000 Menschen sind derzeit in Österreich arbeitslos, weitere 1,1 Millionen Menschen sind in Kurzarbeit. Angesprochen von Puls24-Journalistin Corinna Millborn auf die enorm hohen Zahlen, zeigte Köstinger, wie wenig Österreich auf die sich seit Jänner anbahnende Krise vorbereitet war.

Für Köstinger sind die Zahlen von 1,1 Millionen Menschen in Kurzarbeit „etwas Unvorstellbares“. Das Instrument Kurzarbeit sei für Köstinger „nicht darauf ausgelegt“. „Kurzarbeit kommt ja aus der letzten Wirtschaftskrise und war eigentlich auf die Industrie ausgerichtet.“ Besonders erschreckend: Köstinger gab zu, dass die Regierung derzeit nur auf Sicht fahre, was ihr SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bereits öfter vorhielt. Die Regierung arbeite sich Woche für Woche vor, wie Köstinger zugab:

„Wir können uns da auch nur Woche für Woche vorarbeiten und bessere Lösungen für die Unternehmen anbieten.“

Ähm, Äh, Ähm

Auf Nachfrage von Millborn, ob Köstinger nie mit diesen Zahlen gerechnet habe, startete die Landwirtschaftsministerin den Stottermotor:

„Also ähm, ich glaube niemand hat, ähm, mit diesen Zahlen, äh gerechnet, äh, das hat uns durchaus, äh, sehr schwer getroffen.“

Dass Experten bereits vor dem Shutdown vor einem enormen Anstieg an Kurzarbeit und Arbeitslosen gewarnt haben, dürfte Köstinger entgangen sein. Das Expertenignorieren, wie es bereits bei Bundeskanzler Kurz der Fall war, dürfte auch auf Köstinger zutreffen. Häme in den sozialen Netzwerken kassierte die Ministerin jedenfalls zur Genüge. Rücktrittsforderungen inkludiert.

(bf)

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Titelbild: APA Picturedesk

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