Samstag, Juni 22, 2024

Kurz stürzt in Polit-Ranking ab – Zustimmungseinbruch für Bundeskanzler

Zustimmungseinbruch für Bundeskanzler

73 Pressekonferenzen während der Coronakrise scheinen ihre Wirkung gezeitigt zu haben – jedenfalls eine negative für Kanzler Kurz. 22 Prozent verliert dieser laut einer „Heute“-Umfrage in nur einem Monat. Die Kritik an dem Vorgehen der Bundesregierung wird indes immer lauter.

Wien, 11. Mai 2020 | Fake News-Skandale, Überwachungsfantasien, die Reizüberflutung per Pressekonferenzen: all das sorgt in den letzten Wochen für einen massiven Vertrauensverlust für den türkisen Part der Bundesregierung.

Eine „Heute“-Umfrage von heute Montag zeigt den Absturz des Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) auf. Ein sattes Minus von 22 Prozent und ein Saldo von minus 36 Prozent fuhr der Bundeskanzler im Vergleich zum letzten Monat ein. Auf das Umfragehoch während der Coronakrise von 77 Prozent Zustimmung in der letzten Umfrage für Sebastian Kurz folgt nun der Boden der Realität: nur noch knapp die Hälfte der Befragten stimmen dem Krisenmanagement zu.

Ein großer Faktor könnte das geleakte Protokoll aus dem Krisenstab sein, in dem hervorgeht, dass Kurz mit der Angst in der Bevölkerung spielen wollte, um die harten Maßnahmen zu rechtfertigen.

Harte Kritik von Innsbrucker Bürgermeister

Die Kritik an den für viele zu lang anhaltenden, strikten Ausgangsbeschränkungen nahm in den letzten Tagen massiv zu. Neuester Kritiker ist ausgerechnet der Grüne Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi. Er plädierte im Gespräche mit der “Presse” (Online) für schnellere Lockerungen, weil “mittlerweile jeder die beiden wichtigsten Maßnahmen, nämlich einen Meter Abstand zu anderen zu halten und auf Händehygiene zu achten, verstanden hat”.

“Solange die Menschen diese Regeln befolgen, ist es für das Virus so gut wie unmöglich, sich auszubreiten”, meinte Willi weiter. Er stellte auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zumindest teilweise infrage. In geschlossenen Räumen habe dies zwar durchaus seine Sinnhaftigkeit, im Freien sei die Wirkung von Masken aber vernachlässigbar. “Sie zu tragen ist sinnlos”, so das Urteil des Innsbrucker Bürgermeisters.

Plus für Anschober

Ein Umfrageplus im Gegensatz zu Kurz gab es hingegen für Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Dieser Umstand ist insofern erstaunlich, da Anschober mit massivem Gegenwind von ÖVP-Ministern in der Corona-Zeit umgehen musste. Dass der Oberösterreicher während der Coronakrise massiv an Zustimmung in der Bevölkerung zugelegt hat, dürfte dem ein oder anderen in der türkisen Ministerriege nicht zusagen. Ein saftiges Minus setzte es auch für Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek, die sich am Wochenende von Kabarettlegende Lukas Resetarits ordentlich Kritik anhören musste.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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