Sonntag, Juni 16, 2024

Die Inseratskosten des Schramböck-Ministeriums – Boulevard profitiert

Boulevard profitiert

Der türkise Part der Bundesregierung ist bekannt für seine enormen Ausgaben für Inserate in Boulevard-Medien. Eine parlamentarische Anfrag der NEOS zeigte nun die Kosten des Schramböck(ÖVP)-Ministeriums für die “Informationskampagne” rund um Digitalisierungsmaßnahmen auf. Interessant ist vor allem, welche Medien Geld für Inserate erhielten. 

Wien, 18. Mai 2020| Nur für ein halbes Jahr in 2019 besetzte die ÖVP das Wirtschaftsministerium, bevor die türkis-blaue Regierung endete. Die Kosten für Inserate der damaligen und jetzigen Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck haben sich jedoch gewaschen. Eine parlamentarische Anfrage des NEOS-Abgeordneten Douglas Hoyos-Trauttmansdorff an die Ministerin Schramböck rund um die Digitalisierungsinitiativen bzw. -maßnahmen deckte nun die enormen Kosten für Inserate in Print- und Onlinemedien auf, und zwar für die Plattformen „Digital Austria“, die „Digitalen Aktionspläne“ und die App „Digitales Amt“ auf. Doch worum handlet es sich bei diesen Digitalisierungsprojekten des Ministeriums?

Ausbau von Digitaler Verwaltung

Schramböck erklärt in ihrer Anfragebeantwortung, dass „die Marke “Digital Austria” als langfristiges Branding für Österreich und der Etablierung der Plattform Digital Austria das Bewusstsein für die Chancen und den Nutzen der Digitalisierung in den Bereichen Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft weiter verstärkt werden soll.“ Auf der Homepage der Volkspartei ist der Plan jedoch klarer formuliert. Ein Ausbau der digitalen Verwaltung und Erweiterung des 5G-Netzes. Das größte 5G-Netz Österreichs ist in Besitz des ehemaligen Schramböck-Arbeitgebers A1.

Boulevard profitiert

Die Kosten für Inserate für die Digitalisierungsprojekte sind enorm. Interessant ist vor allem, in welchen Medien diese geschaltet wurden. Besonders eklatant sind die Kosten der Inserate für das „Digitale Amt“. Von 1. Jänner bis 2. Juni 2019 schaltete das Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Printmedien rund 870.000 Euro. 340.000 Euro kamen zudem für Onlinemedien dazu, wie aus der Auflistung der Ministerin herauszulesen ist. Ein Großteil der Inserate ging hierbei an die großen Boulevard-Medien und Gratisblätter des Landes. In der schriftlichen Anfragebeantwortung durch Ministerin Schramböck heißt es: „Bei den Kosten handle es sich nicht um Werbung, sondern Informationsarbeit.“

Ein Ausschnitt der Inserate in Printmedien von 1. Jänner bis 2. Juni 2019 des BMDW

Ein Ausschnitt der Inserate in Online-Medien von 1. Jänner bis 2. Juni 2019 des BMDW

Neben den Kosten für Inserate fielen für die Programmierung und den Betrieb der Plattform www.digitalaustria.gv.at im Jahr 2019 Kosten in Höhe von rund 135.000 Euro an. Für die Programmierung der App “Digitales Amt” und der Website www.oesterreich.gv.at kamen zudem Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro hinzu.

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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