Sonntag, Juni 16, 2024

Anfragenflut über Affäre Kleinwalsertal – Wo intervenierte Kurz noch?

Wo intervenierte Kurz noch?

Die Affäre rund um den Auftritt des Bundeskanzlers im Kleinwalsertal erregt weiterhin die Gemüter. Diese Woche folgte förmlich eine Anfragenflut der Oppositionsparteien an den Bundeskanzler und den Innenminister. Es geht auch darum, bei wie vielen Chefredakteuren Sebastian Kurz Interventionen startete, um die Berichterstattung für sich zurechtzurücken.

Wien, 20. Mai 2020 | Sämtliche Oppositionsparteien wenden sich nun mittels parlamentarischer Anfragen an den Bundeskanzler, um Aufklärung über sein Nichteinhalten des Abstandes sowie über eine mögliche illegale Veranstaltung zu bekommen. Besonders im Fokus stehen dabei die Ankündigungen der Gemeinde Mittelberg, die das Dorf zur „Beflaggung“ aufrief.

Teile der NEOS-Anfrage

Teile der SPÖ-Anfrage

Interventionsversuch aufgeflogen

Für Brisanz sorgt eine weitere Anfrage der NEOS, nachdem in einem Newsletter des Chefredakteurs der „Kleinen Zeitung“, Hubert Patterer ein Interventionsversuch aufgeflogen war. Patterer schrieb, dass

„Kurz sich mehrmals am Telefon gemeldet hat, um energisch darzulegen, wie er den entglittenen Besuch im Kleinwalsertal wahrnahm, und dass die kritische Kommentierung und mediale Darstellung Zerrbilder seien. Zur Untermauerung schickte Sebastian Kurz Fotos aus seinem Blickwinkel“.

Wo intervenierte Kurz noch?

In der Anfrage wollen die NEOS wissen: “Wie oft und bei welchen Medien haben Sie sich persönlich seit Beginn der Corona-Krise bei ChefredakteurInnen aufgrund der Berichterstattung gemeldet?” Auch über mögliche Interventionen von Medienbeauftragten Gerald Fleischmann möchten sie Aufklärung: “Hat Gerald Fleischmann ChefredakteurInnen von österreichischen Medien bezüglich der Berichterstattung über das Kleinwalsertal kontaktiert?”

Auch der aufgeblasene Meidenapparat des Kanzlers ist Thema, wie der “Standard” berichtet: “Haben Sie mit EigentümerInnen der österreichischen Medienhäuser seit Beginn der Corona-Krise über die Lage der Medien in Österreich gesprochen? Wie viele MitarbeiterInnen Ihrer 59 Medienleute sind mit Mediamonitoring – sowohl online, als auch im Print – beauftragt?”

(bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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