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Frohes Schaffen – Die Coronakrise durchtauchen

eckpunkte. – Teil 1

Weit oben im nördlichen Wien ist das Großstadtleben nicht mehr so leicht spürbar. Dort, in der Nordrandsiedlung im 21. Bezirk, liegt die Thayagasse. Eine Peripherie mit vielen Straßen, die nach österreichischen Flüssen benannt sind: Almgasse, Trisannagasse, Yspergasse, Rosannagasse und noch viele mehr. Hier, inmitten des ruhigen Siedlungsleben, liegt das Schutzhaus „Frohes Schaffen“. Die Wirtin heißt Martina Haslinger und verwöhnt ihre Gäste mit traditioneller Wiener Küche.

Covid-19 in Randlagen

Bis an diesen Rand von Wien haben es Covid-19 und seine Folgen geschafft. Jenseits des „Vorstellbaren“ war es, was da auf Martina Haslinger und ihren Familienbetrieb, die Angestellten und überhaupt die ganze Branche zugekommen ist. Unvorstellbar der Gedanke, dass man plötzlich ums wirtschaftliche Überleben kämpfen muss – und das in einem aufstrebenden Teil Wiens.

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Die wirtschaftliche und persönliche Not

Als im März die Gasthaustüren schlossen, war sich Angestellter Roman, der von der Slowakei aus täglich nach Wien pendelt, nicht sicher, ob er noch lange eine Arbeit haben würde. Die Sorgen über den Lockdown haben ihm Falten ins Gesicht geschrieben: Viele Wochen konnte er nicht über die Grenze.

Doch dann durften Martina Haslinger und ihr Team wieder aufsperren, und auch die Gäste kamen. Roman wundert und freut sich noch heute darüber. Viele kamen, um die Wiener Gastro-Gutscheine, eine Aktion des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig, einzulösen. Nicht wenige davon kamen danach immer wieder. Sie sind heute Stammgäste, was Roman sehr freut. Doch der Herbst mit der angekündigten zweiten Welle macht ihm wieder Sorgen.

Rettungsanker für Gasthaus und Team

Auch Martina Haslinger freut sich. Ohne die Gutscheine der Stadt Wien, sagt sie, hätte das Gasthaus „Frohes Schaffen“ nicht überlebt. Sie hätte ihr Team kündigen müssen. Der Lockdown war kein Honigschlecken. Und froh ist sie auch noch. Froh darüber, dass in Wien nicht schon um 22:00 Uhr Schluss mit Lustig ist. Die Sperrstunde, die dem Tourismus in Österreichs Westen viel Kopfzerbrechen und größte Schwierigkeiten bereitet, die gibt es in Wien nicht. Die Erleichterung darüber kommt tief aus dem Herzen.

Weiterhin „Frohes Schaffen“

„Danke“ sagt sie nun. Danke an die Stadt Wien und an Bürgermeister Michael Ludwig, auch einem Floridsdorfer, für die Idee mit den Gutscheinen. Vor allem aber ein großes Danke an ihre Gäste, die nun regelmäßig wiederkommen und es sich schmecken lassen. Ein Leben ohne Gastronomie, ohne Kochen und Backen, das kann sich Martina Haslinger nicht vorstellen. Und eines weiß sie ganz genau: In der Krise kann man vieles schaffen – und zwar immer mit der Unterstützung der Familie und vor allem der Gäste.

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Titelbild: APA Picturedesk

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