Samstag, Juni 22, 2024

Bezahlte Johnson renovierte Dienstwohnung mit Spenden? Neue Vorwürfe

Neue Vorwürfe

Dominic Cummings, ehemaliger Brexit-Stratege von “Briten-Trump” Boris Johnson, erhebt weiter schwere Vorwürfe gegen den konservativen Premier. Im Fokus stehen unter anderem angebliche Pläne zur heimlichen Renovierung von Johnsons Dienstsitz, finanziert durch Spenden.

Wien, 24. Wien 2021 | Die Schlammschlacht Boris Johnson vs. Ex-Berater Dominic Cummings geht in die nächste Runde. Cummings wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe vertrauliche Chats an Medien geleakt und legt sogleich nach.

Neue Vorwürfe: Missbrauchte Johnson Spenden?

Neue Vorwürfe, die Cummings gegenüber seinem Ex-Chef erhebt, wiegen vermutlich noch schwerer als die bisher erhobenen. Angeblich habe der Premier geplant, Spender heimlich für die Renovierung seiner Dienstwohnung am Regierungssitz 10 Downing Street bezahlen zu lassen. Das sei laut Cummings

“unethisch, dämlich und vielleicht sogar illegal”.

Cummings sagt, er habe sich seinerzeit gegen derartige Pläne des Premiers ausgesprochen. Seine Ausführungen würde Cummings auch unter Eid erklären. Er habe zudem private Chats, die seine Thesen belegen würden. Ein Johnson-Sprecher wies alle Vorwürfe von sich.

Cummings weist Leak-Vorwürfe von sich

Die Enthüllungen sind der nächste Teil einer kontroversen Auseinandersetzung. Er, so Cummings, sei weder “direkt noch indirekt” die Quelle einer neuen BBC-Geschichte, die Premier Boris Johnson in Bedrängnis bringt. Darin geht es um einen Blog-Artikel von Cummings, der Chats zwischen Johnson und dem Unternehmer James Dyson thematisiert. In diesem wird Johnsons Kommunikationsminister Jack Doyle vorgeworfen, “auf Wunsch des Premierministers eine Reihe von falschen Anschuldigungen gegenüber den Medien gemacht zu haben.” Hintergrund ist ein heftiger Kampf um Cummings Posten im engsten Johnson-Zirkel, in dessen Folge er den Stab verlassen musste.

Mehrere regierungsnahe Medien wie die Boulevardzeitung “Sun” nährten den Verdacht der Cummings-Leaks, die Johnson-Regierung wirft ihm einen Rachefeldzug vor. In den Chats ging es auch um mögliche Steuererleichterungen für Dysons Unternehmen. Im Zentrum stand die Produktion von Beatmungsgeräten.

“Es ist traurig, den Premierminister und sein Büro so weit unter die Integritäts- und Kompetenzstandards fallen zu sehen, die dieses Land verdient”, schrieb Cummings laut “Spiegel”. Der Ex-Berater vermutet ein Ablenkungsmanöver der Regierung.

Cummings gilt als einer der Köpfe von Johnsons Brexit-Kampagne 2016, stand immer wieder im Zentrum von internen Konflikten.

(red)

Titelbild: APA Picturedesk

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