Donnerstag, Mai 23, 2024

Umfrage: Mehrheit vertraut Kurz nicht – Rücktritt bei Anklage gefordert

Rücktritt bei Anklage gefordert

Schaden die Chatprotokolle der ÖVP? Eine überwiegende Mehrheit, auch der ÖVP-Wähler, bejaht diese Frage in einer neuen Umfrage von Puls24. Auch in der Kanzler-Rücktrittsfrage gibt es eine Mehrheit.

 

Wien, 03. Juli 2021 | Eine neue Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag von Puls24 fragte 800 Personen rund um den Kanzler Sebastian Kurz. Eigentlich hätte dieser am Montag auf Puls24 sein Sommergespräch gehabt, aufgrund einer Krankheit musste das TV-Interview abgesagt werden. Abgefragt wurde über den Kanzler trotzdem. Wirklich erfreulich dürften die Ergebnisse für den ÖVP-Chef nicht sein.

Chatprotokolle schadeten ÖVP massiv

Auf die Frage, ob die Chatprotokolle und die damit verbundenen Postenschachervorwürfe zwischen hochrangigen Volkspartei-Funktionären der ÖVP geschadet hätten, bejahte eine überwältigende Mehrheit die Frage. 74 Prozent sprechen sich aus, dass die Skandale der ÖVP geschadet hätten. Nur 13 Prozent finden dies nicht. Auch explizit bei ÖVP-Wählern abgefragt, gibt es eine deutliche Mehrheit die einen Schaden für die ÖVP durch die Chatprotokolle sieht. 70 Prozent der Volksparteiwähler sagen Ja. 21 Prozent finden, dass diese nicht geschadet haben.

Mehrheit für Rücktritt bei Anklage

Im Falle einer Anklage des Bundeskanzler, nachdem gegen ihn derzeit wegen einer mutmaßlichen Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss ermittelt wird, fordern laut der Umfrage 60 Prozent den Rücktritt von Sebastian Kurz. Der Kanzler selbst rechnet mit einer Anklage gegen sich selbst, einen Rücktritt bei einer Anklage schloss er aus. Gerade einmal 27 Prozent sehen, es wie der Kanzler, dass er nicht zurücktreten solle im Falle einer Anklage. Unter den ÖVP-Wählern hält man Sebastian Kurz noch eher die Stange. Für 30 Prozent ist eine Anklage ein Rücktrittsgrund, 56 Prozent finden nicht.

Bei Verurteilung selbst ÖVP-Wähler für Rücktritt

Sollte es jedoch tatsächlich zu einer Verurteilung gegen Sebastian Kurz kommen, dürfte er sich nicht auf den Rückhalt seiner Wähler verlassen. Denn im Falle eines verurteilten Bundeskanzlers würden 53 Prozent der türkisen Wähler seinen Rücktritt fordern. 36 Prozent würden auch bei einer Verurteilung noch hinter ihm stehen. In der Gesamtbevölkerung hingegen ist ein verurteilter Bundeskanzler Sebastian Kurz ein absolutes No-Go. 75 Prozent würden seinen Rückzug fordern, gerade einmal 15 Prozent würden das nicht als Rücktrittsgrund sehen.

Mehrheit vertraut Kurz nicht

Generell vertrauen momentan mehr als die Hälfte der Österreicher nicht dem Bundeskanzler. 51 Prozent vertrauen Sebastian Kurz nicht, 35 Prozent tun dies schon. ÖVP-Wähler vertrauen zu 75 Prozent ihrem Parteiobmann, 17 vertrauen Sebastian Kurz nicht.

Die Schwankungsbreite der Umfrage beträgt 3,5 Prozentpunkte.

(bf)

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Titelbild: APA Picturedesk

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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112 Kommentare

  1. Zeigt recht gut die Einstellung der ÖVP Wähler zum Rechtsstaat. Wenn eine klare Mehrheit einen verurteilten Verbrecher als Bundeskanzler akzeptieren dann zeigt das ja wirklich von Toleranz für Gestrauchelte.

    • Der ÖVP gelingt es bei ihren Kernwählern halt, glaubhaft zu machen, dass Kurz nur zu Unrecht angeklagt / verurteilt werden könnte. Märtyrereffekt sozusagen.
      Diese ÖVP-Wähler werden Kurz sicher nicht als moralisch gestrauchelt ansehen, sondern als Hero, den man “jetzt erst recht” unterstützen muss.

      Und unsere wichtigste Aufgabe ist, das glaubhaft in Frage zu stellen. Möglichst auch für ÖVP-Sympathisanten.

      • Das denke ich auch. Er wird bei seinen Wählern die Mitleidstour ausspielen und gleichzeitig sein Asylanten/Migrantenprogramm abspielen.

  2. „Mit einem Regierungsmitglied, gegen das ermittelt wird, kann ich nicht länger zusammenarbeiten.“
    Wie war das damals Herr Kurz?
    RÜCKTRITT JETZT !

      • Kommt immer drauf an wem er es zustecken will, am liebsten wahrscheinlich dem Thomas.

  3. Rücktritt bei Anklage gefordert? Menschen mit Charakter kämen der Forderung zuvor!

  4. I tua jetzt wieda über den Kurz schimpfen, weil do sanma uns jo olle einig.

    Ta ta taha … Ta ta taha… Kurz muss weheg .. ah, das entspannt 🙂

  5. Wenn der Bub nicht angeklagt wird, was ich vermute, werden wir weitere Jahre mit ihm leben müssen. Die linke Opposition, besonders die SPÖ, ist derzeit zu schwach .
    Ich denke die FPÖ wird , leider, wieder weiter wachsen.
    In Österreich gibt es (zu) viele rechtskonservative Menschen. Wenn Kurz das Ausländerthema wieder thematisiert ( und das wird er ) folgen ihm.wieder viele Österreicher.
    Ich fürchte PRW wird sich in Ihrer ( meiner ) Partei nicht durchsetzen können. Kommt Dosko ans Ruder wirds ganz unfreundlich.
    Kurz… Kickl… Doskozil.
    Gute Nacht Österreich

    • Auf das alles sollten wir gefasst sein, dass es wahrscheinlich so kommen wird.
      Aber trotzdem nicht die Flinte ins Korn werfen.

      Und SPÖ muss endlich Opposition lernen.

      • Ich dagegen glaube nicht, dass diese Partei noch zum Positiven reformierfähig ist. Gerade Rendi schimpft zwar immer auf die Regierung, hat aber das allermeiste der Regierungsbeschlüsse mitbeschlossen. Und sogar Julia Herr hat Fragen zu Corona auf Facebook einfach unbeantwortet gelassen. So geht”s halt auch nicht. Vom Dornauer, der Impfpflicht befürwortet wie Rendi, mal gar nicht zu reden. Hauptsache, ein schnelles Auto. Die Gusenbauers sind die typischen Roten von heute.

        • Krainer gibt mir Hoffnung, aber sonst sehe ich leider auch nicht viel.

    • Das ganze ist natürlich paradox, da ich stark vermute, dass Kurz aus Österreich am liebsten ein Billiglohn-Land mit eingeweichten Gewerkschaften inkl. Hartz IV Analog machen will, was zumindest vorerst ohne EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht gehen wird, später dann ohne noch billigere internationale Arbeitskräfte auch nicht mehr. Alles nur Show und die Rechtskonservativen werden damit in ihren Interessen auch wie immer hinters Licht geführt. Als Indiz für eine derartige Vermutung nenne ich mal die aktuelle Arbeits und Sozialpolitik unter Kocher. Unternehmer möchten Arbeiter und Gewerkschaften so schwächen, dass diese sich gegenseitig in die Haare bekommen und gegenseitig für miserable Jobs raufen. Oder siehe: https://www.arbeitslosengeld-rauf.at/forderungen/

      • Früher hatte da die ÖVP ein inneres Problem (Spannungen zwischen ÖAAB-Arbeitnehmerinteressen und Wirtschaftsbund).
        Jetzt scheint es mir diesbezüglich eher die SPÖ zu zersprageln (Wirtschaft am Laufen halten; in manchen Bereichen ist nicht klar, wen alle sie als Arbeitnehmer vertreten soll (z.B. EPUs)…)

        • Der SPÖ mag es schon an überzeugender Innovation und PR ihres eigentlichen Kernthemas fehlen, allerdings haben sie seit gut 4 Jahren auch nichts mehr zu melden und der Wettbewerb für Informationsvermittlung an die Bevölkerung hat sich zu einen ungerechten Monopol auf der Seite von türkis verschoben.
          Ps: Anscheinend hat die ÖVP ihr inneres Problem eindeutig überwunden ^^

    • Wenn das mit den Eltern, die die Kinder von der Schule abmelden wegen der Corona-Maßnahmen so weitergeht, wenn die Untersuchungen um die Chats und Ibiza ins Laufen kommen, wird Kurz zu einer lame duck werden, dann ist es mir wurscht, wie lange er Kanzlerdarsteller spielt…

    • Sie sind SPÖ-ler und in Pension. Da müssten Sie sich doch an Politiker*innen wie Kreisky, Broda, Dallinger, Firnberg und Dohnal erinnern. Wenn Sie an diese Leute zurückdenken und dann die heutigen “roten” Politiker*nnen anschauen, hat sich da nicht Wesentliches zum Negativen verändert? Ist diese Partei vor dem Hintergrund der früheren Vertreter*innen überhaupt noch wiederzuerkennen? Ist sie noch reformierbar um wieder das zu werden, was sie einmal war?

      • Reformierbar ist alles, mit den richtigen Personen.
        Und da gibt es derzeit, leider, nur wenige in der SPÖ.
        Aber das ist scheinbar ein Dilemma linker Parteien. Schaun Sie sich mal die früheren Grünen an.
        Wenn ich mir aber die ” Reform ” der Schwarzen ansehe……. 😉

    • Eine Koalition Kurz / Kickl kannst vergessen, wird es niemals geben.
      Kurz / Dosko hingegen wäre möglich sollte Kurz politisch überleben.

  6. Aufschlussreich, dass selbst ein VERURTEILTER Bundeskanzler FÜNFZEHN Prozent der Befragten nicht stört. Ob das die Schnittmenge derer ist, die sich für unsere Demokratie(!) einen “starken Mann” wünschen – und einen solchen in Kurz glauben gefunden zu haben?

    Doch sooo schlimm isses um die Schwarzen nicht bestellt:
    Immerhin vertrauen ihm nach dieser Umfrage ganze SIEBZEHN Prozent seiner eigenen WählerInnen NICHT!
    Was allerdings gewisse Zweifel am Geisteszustand jener aufkommen lassen muss, oder NICHT?

    Österreich am Nottropf der Demokratie.

    • Naja, Lagerdenken ist ja nicht wirklich was Neues und zum Glück im Lauf der Jahrzehnte zurückgegangen.

  7. Kaum zu fassen, dass immerhin 35% diesem unfähigen Blender noch immer vertrauen.

    Wer sind diese Leute? Und was muss noch alles passieren, bis der Rest auch endlich draufkommt, dass Kurz um viele Millionen ihres eigenen Steuergeldes die Boulevardmedien anfüttert und ein Heer von PR-Mitarbeitern unterhält, um ihnen eine Märchengeschichte vorzugaukeln, wie toll er doch ist?

    • Woran Sie doch sehen, dass Kurz eben nicht unfähig ist.
      Und eben kein Blender.
      Das Pferd, auf dem er sitzt, bäumt sich grade auf – aber der Reiter sitzt gut im Sattel. Bisher.

      Es sind Konservative, die Kurz schätzen.
      Sie, j4711, sollten Ihre Landsleute doch kennen.
      Glauben Sie etwa, in Österreich leben keine Konservativen?

      Die lesen Krone etc. auch deshalb, weil ihnen dieses Medium gefällt. Die wählen es freiwillig, und die Krone liefert, was die Leser lesen wollen.

      Ich wundere mich darüber, dass Sie sich über Ihre Landsleute so wundern. Und frage mich, wie das kommt. Wie geht es in Ihrem Kopf zu, wenn Sie sich nicht vorstellen können, dass ziemlich viele Österreicher den Kurz Sebastian schätzen. Und ihm seine Lüge vor dem UA und die ganze Freunderlwirtschaft letztlich verzeihen.

      • Selbstverständlich ist er unfähig, außer wenn es um Selbstvermarktung geht. Diesbezüglich ist er top, aber das haben alle Narzissten gemeinsam. Bei Trump war es nicht anders, ein guter Selbstvermarkter, aber sonst bloß G’schichtln und heiße Luft. Wenn Ihnen die gute Selbstdarstellung reicht, dann gehören Sie ja zu den 35%, gratuliere. Kurz ist unser Trump.

        Natürlich kenne ich meine Landsleute – und auch gar nicht so wenige Konservative. Aber die, die ich kenne, haben Kurz mittlerweile ziemlich satt und wollen künftig Neos oder Grüne wählen, falls er nicht abtritt. Es gibt bei diesen Parteien ebenfalls genügend Politiker, die bürgerlich-konservative Werte vertreten. Aber konservativ sein heißt ja nicht, dass man die Leute permanent täuschen muss.

        Immerhin rechne ich Ihnen an, dass Sie seine Aussage vor den UA klar als Lüge einstufen. Damit sind Sie wenigstens näher an der Realität als Kurz selbst. Also nichts für ungut.

        • Ich halte es für brandgefährlich, ihn (bzw. seinen Rückhalt) zu unterschätzen.
          Und das auch dann, wenn es nur um seine Fähigkeiten im Blenden und Täuschen ginge.

          • Am Rückhalt gibt’s nichts zu unterschätzen, der liegt bei den genannten 35%. Aber der ist eben nicht seinen Fähigkeiten als Regierungschef geschuldet (Kleiner Test: googeln Sie mal “Kurz verspricht” und schauen Sie, was davon gehalten hat ;-), sondern eben seiner intensiven und extrem teuren Selbstvermarktung auf Steuerzahlerkosten. Und natürlich der Ausländerthematik, deshalb wird ja das Thema von den Türkisen mit stets neuen Inszenierungen am Köcheln gehalten.

            Aber sonst ist da nichts, außer heiße Luft – und viele haben das (nicht zuletzt auch durch die Chats) bereits erkannt. Würden die Sozialdemokraten bei uns einen Ausländerkurs wie in Dänemark fahren, so wäre Kurz wohl binnen kürzester Zeit Geschichte.

        • Da wär ich vorsichtig, die werten des sonst noch als Kriegserklärung …
          Nein, den können wir niemandem anderen unterjubeln.

          • Kurz würde nach Neuwahlen wieder – mit Einverständnis der Österreicher – Bundeskanzler in einer Koalitionsregierung. Wieso sollte er da emigrieren?

            Er sitzt sicher im Sattel und ist ein guter Reiter. Sein Pferd bäumt sich im Moment heftig auf, aber ein guter Reiter kommt damit zurecht.

            Warum ist er grade in Schwierigkeiten? – Dank der Grünen. Dank Zadic. Wenn Kurz einen kulanten Justizminister hätte, hätte es die Ermittlungen gegen Türkis gar nicht ergeben, bzw. wären sie rasch eingestellt worden. Statt dessen muss sich Kurz mit der nett lächelnden, aber politisch ziemlich hartnäckigen Zadic herumärgern.

    • Ich hab versucht, das in meinen Beiträgen hier zu erklären, hagerhard.

      Warum sollten ÖVP-Wähler nicht ÖVP-treu sein?
      Warum sollten sie den Kritikern alles aufs Wort glauben?
      Warum sollten sie dem Kurz seine “kleine Lüge” vor dem feindlichen UA wirklich übel nehmen? Warum sollten sie ihm diese Lüge vor dem Feind nicht verzeihen?

      Diese Leute sind loyal.
      Ist Loyalität denn keine Tugend für Sie, hagerhard?

      • Ich vermute, Sie haben die Anspielung auf die sexuelle Komponente der ganzen Geschichte nicht verstanden?

        • Diese Dimension ignoriere ich grundsätzlich.
          Und sicher nicht aus Puritanismus.

          • nur weil du das ignorierst, heusst das nicht, dass es diese sexuelle komponente nicht gibt.
            ganz im gegenteil. das ist das “dark horse” dass dem basti noch grosse schwierigkeiten bereiten wird.
            weil eben seine wählerschicht so ist wie sie ist.
            nämlich stockkonservativ, homophop und ziemlich bigott.
            auf die dauer geht das alles nicht gut.

  8. Bei Fussfesseln soll er im Amt bleiben, bei Häfn geht eh nix. Ausser der Hänger schickt per Knastpost ein Handy. Wegen Candy Crush.

    • Bleibts realistisch, Leute. Er wird nicht in den Häfen gehen, vielleicht nicht einmal verurteilt oder angeklagt. Es passieren keine Wunder.

      • Das lässt sich schon mit Sicherheit sagen: Selbst wenn er verurteilt werden sollte – selbstverständlich gilt weiterhin die Unschuldsvermutung – wird eine mögliche Freiheitsstrafe unter Setzung einer Probezeit bedingt nachgesehen werden. Eine Verurteilung eines amtierenden Bundeskanzlers wäre aber doch ziemlich einmalig. Zurücktreten wird Kurz dann wohl trotzdem nicht, außer der „alten“ ÖVP reicht es dann endgültig und sie zwingt ihn dazu.

  9. Er hat eh schon das Grasserfieber, welches jene befällt, die vor Gericht erscheinen müssen.

  10. Woher soll denn das Misstrauen, gegen den Hohepriester, plötzlich herrühren …

    • Es soll auch bei der ÖVP Leute geben, die es nicht für gut finden, wenn ihr Champion vor dem UA lügt, und die es auch nicht gut finden, wenn er die Justiz angreift, bloß weil sie ihrer Aufgabe nachgeht.

      Aber Sie haben trotzdem recht, Lojzek – wär ich ein Kurz-Fan, würde ich die Lüge zwar erkennen und offen zugeben (Ehrlichkeit ist meistens eine gute Strategie), aber ich würde sie meinem Meister auch verzeihen. Auch der darf mal einen Fehler machen. Und seine Feinde anzulügen – kann zwar mal ein Fehler sein, ist aber etwa das, was ein (unnötiges) Foul meiner Mannschaft auf dem Fußballfeld ist: Ich nehm’s nicht tragisch, dreh meinem Mann keinen Strick draus.

      Die Türkisen sind eben loyal.
      Und das ist doch auch für Sie eine Tugend, oder?

    • … jedenfalls glaub ich es erst, wenn er einen Flurschaden verursacht.

  11. Ein zweiter Beitrag dazu:

    Wie geht die Sache aus?
    Wahrscheinlich kommt Kurz davon. So pervers das sein mag, irgendwie wird man seine Lüge so hindrehen, dass sie juristisch grade mal durchflutscht.

    Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich auch die Umfragen: Viele von denen, die sagen, im Falle einer Anklage oder einer Verurteilung müsse Kurz zurücktreten, denken: Es wird ja gar nicht dazu kommen.

    Dass man Kurz bezüglich seiner Lüge nicht glaubt, liegt für jeden normaltickenden Österreicher nahe. Auch wenn ich Kurz-Fan wäre, würde ich wissen und offen zugeben, dass er da gelogen hat. Und dass es halt ein Fehler war. Ein blöder Fehler. Aber sowas passiert halt mal. Schwamm drüber!

    Ich hab Juristenexpertisen gelesen, die sagen: Kurz kann sich auf das Fehlen einer Absicht berufen und damit an einer Verurteilung vorbeischrammen. – Das ist ein Punkt, den ich nicht verstehe. Die Absicht ist doch überdeutlich. Natürlich hat er BEWUSST gelogen. Wo kein “in dubio”, da auch kein “pro reo”.

    • Zitat: „Ich hab Juristenexpertisen gelesen, die sagen: Kurz kann sich auf das Fehlen einer Absicht berufen und damit an einer Verurteilung vorbeischrammen.“ Ich weiß nicht, was das für Juristen sein sollen, die keine Ahnung haben, dass es nicht auf die fehlende Absicht drauf ankommt, sondern bedingter Vorsatz genügt. Nachdem Kurz bei seiner zweiten Befragung vor dem Untersuchungsausschuss eingeräumt hat, beim ersten Mal zu schnell geantwortet zu haben und daher einige Dinge nicht ganz korrekt dargestellt worden sein könnten, hat er den Tatverdacht sogar noch erhärtet. Im Fall einer Anklage – selbstverständlich gilt weiterhin die Unschuldsvermutung – sehe ich nur sehr geringe Chancen auf einen Freispruch.

      • Diese juristischen Meinungen gab es damals. Wie hochkarätig die waren weiß ich nicht. Gewundert habe ich mich auch.

  12. Wer oder was ist dran schuld, dass es Kurz im Moment nicht so gut in den Umfragen geht – und dass er ein Lügenproblem hat?

    1. die korrupte “Ausschreibung auf Österreichisch” für “Familienmitglied” Schmid.
    2. die Lüge von Kurz vor dem UA, er habe damit nichts zu tun gehabt.
    3. die Chats von Schmid, die die Lüge von Kurz offensichtlich machen.
    4. die WKStA, die die Vorgänge ermittelt hat.
    5. Zadic, die der WKStA die Ermittlungs-Weisung erteilt hat, einschließlich der Chats. Gegen den Widerstand der Türkisen.

    Verhält sich das alles so, kann man sagen: Die Grünen im Verein mit der Justiz haben Kurz in Schwierigkeiten und an den Rand des Sturzes gebracht.

    Die Grünen haben den Rechtsstaat verteidigt, die Gewaltenteilung.
    Welche andere Partei hätte das ebenso hartnäckig gemacht – gegen den KoalitionsPARTNER?!
    Gibt es einen vergleichbaren Vorgang in Europa? (Partner pflegen kulant zu sein zueinander. Die Grünen waren und sind es nicht.)

    Auf die Grünen kann man sich verlassen.

    • Zadic ist keine gute Rednerin, kann sich und ihre Pläne etc. schlecht darstellen.
      Das ist möglicherweise ein Vorteil, den Regierungspartner nicht zur Heißglut zu bringen. Aber natürlich ein Nachteil gegenüber den Wählern.
      Mir ist da eine Frau der Taten jedenfalls lieber als eine großer Sprüche.

    • Die Grünen haben vielmehr dafür gesorgt, dass der Kurz die von ihm gewünschte Sonderbehandlung mit der Befragung durch den Richter bekommt. Die WKStA wird jedoch hoffentlich ebenfalls bei dieser Beschuldigtenvernehmung anwesend sein und Kurz befragen. Die Grünen könnten Kurz höchstens beim „Daschlogen“ des Verfahrens behilflich sein. Wenn sie das tun sollten, fliegen sie bei den nächsten Nationalratswahlen aber vermutlich wieder aus dem Nationalrat.

      • ich gehe davon aus, dass sie – egal was sie tun oder nicht tun – wieder rausfliegen, dafür wird basti-fantasti schon sorgen, denn er wird ordentlich schmutzwäsche waschen

        • Wie genau soll das gehen, bmtwins?
          Oder sind Sie hier nur einfach Opfer eines hemmungslosen Wunschdenkens?

          Oder hab ich da was nicht mitbekommen? – Nämlich, dass man in Österreich seine Wünsche immer sprachlich in die Form kleidet, dass es auch genau so kommen wird.
          Also zB:
          “Ich wünsche mir, dass Kurz stürzt.” = “Kurz wird stürzen!”
          Wenn das so ist, wie drückt man dann aus, dass man etwas tatsächlich und mit guten Gründen erwartet? Wenn ich sage: “Red Bull Salzburg wird wieder Meister.” – drücke ich keinen Wunsch aus, im Gegenteil, ich wünsche es mir nicht, aber ich erwarte es realistischerweise.
          Diesen Unterschied kann man dann nicht mehr machen, bmtwins.

          • weit gefehlt und weit weg von wunschdenken, vielmehr realistische einschätzung dass basti-fantasti alles daran setzen wird, dass die grünen an allem schuld sind, hat er ja mit anschober perfekt bewiesen

          • abwarten, die PR maschinerie ist noch nicht warmgelaufen, nicht mal lauwarm

          • Ja, aber die Grünen können dann sicher auch einiges aus dem Nähkästchen plaudern….

          • Hat die Anschober-Sache den Grünen geschadet?
            Eher nicht.

            Warum sollten die Grün-Wähler dem Kurz glauben, wenn er meint, die Grünen seien “an allem schuld”? – Im Grunde sind die Grün-Wähler ja alle Gegner der Türkisen. Ich zum Beispiel.
            Ich wähle Grün (allerdings in Deutschland),
            würde Grün wählen in Österreich
            + bin für die Koalition mit den Türkisen und dass die Grünen an ihr festhalten
            + bin ein entschiedener Gegner der Türkisen und wünsche mir, dass Kurz stürzt.

            Dass die Grünen schwer verlieren würden, wenn Kurz sie angreift, ist ganz einfach Unsinn. Es würde die Grünen eher bestätigen und stärken.

      • Sie diskreditieren Ihre eigene Argumentation damit, dass Sie das Offensichtliche und Wesentliche einfach ignorieren: dass die Grünen die Ermittlungen erlaubt haben, verteidigt haben, und dies bis zum Ausgraben und Verwerten der Chats hin.

        Das ist eine einmalige politische Leistung.
        Die bei Ihnen im Nörgeln untergeht.

        Zwei Topjuristen (Heinz Mayer hier bei ZackZack, Meinhard Lukas im Standard) haben deutlich gemacht: Sie hätten bezüglich der Richtervernehmung so gehandelt wie Zadic.

        Was das “Daschlogn” angeht – warum sollten die Grünen etwas tun, was sie von 12% auf unter 4% drücken würde? Bisher haben sie es richtig gemacht – und ihre Wähler sind ihnen treu geblieben.

    • Interessant.
      Doch ich vermute, dass sie auch nur Mutmaßungen anstellen?
      Sowie Theoretische Physik….Theoretische Politik?

      • Meinen Sie jetzt meine 5 Punkte?
        Wenn die zutreffen, ist dann meine Schlussfolgerung falsch?

        Meinen Sie meine zwei anschließenden Fragen?

        Das alles ist ja nun keine Theorie, sondern praktisch-politisch.

        • Grundsätzlich meinte ich alles was hier so philosophiert wird.
          Ich übe nicht Kritik an ihren Thesen, sondern das es eben auch nur Theorie ist. Egal ob pro Grün oder sonst.
          Also, Annahmen.

          • Annahmen sind nicht Theorie.
            Wenn ich annehme, dass es morgen regnet, oder wenn der Wetterbericht das macht, dann ist das keine Theorie.
            Eine Annahme ist noch keine Theorie.

            Bedeutungen

            [1] Wissenschaft: Gedankenmodell zum Erklären von Erscheinungen oder zur Konstruktion neuer Welten
            [2] Gesamtheit eines gedanklich konstruierten Bildes, im Gegensatz zur Praxis

            Aber wenn Sie “Theorie” so verstehen wollen, wie Sie es hier versuchen:
            Dass morgen die Sonne wieder aufgeht, ist dann für Sie auch “nur” Theorie?

            Dass Kurz vor dem UA gelogen hat, ist für Sie auch “nur” Theorie – und die Richter werden Kurz also freisprechen müssen, weil es ja “nur Theorie” ist, dass er gelogen hat und dass er es absichtlich gemacht hat?

            Alles “nur Theorie” – und Sie, Nordicman, sind dann frei, einfach mal anzunehmen, was Ihnen so passt, es gibt ja nun keine Fakten mehr.

            Klar, Nordicman spricht Kurz frei!
            Denn wenn Nordicman so verfahren darf mit den Fakten, dann darf ich und dann darf Kurz und dann dürfen die Richter das auch. Alles “nur Theorie”.

          • Schade das sie wieder in die Kerbe schlagen. Leider gehen sie immer zuweit und extremisieren, sie merken das noch immer nicht. “Klar, Nordicman spricht Kurz frei!”….haben sie solche Verleumdung Notwendig? Sie sind der Tod ihrer eigenen Diskussion, weil sie es anscheinend noch immer nicht verstehen oder gelernt haben, mit anderen Meinungen, die auch einfacher ausfallen können, besser umzugehen?
            Sie armer Geist!
            Und nun auf, hauen sie wieder in die Tasten und zeigen sie der Welt, was für ein Ass sie sind und Verunglimpfen sie weiter. Schade sie Armes Wesen.

          • Aber wenn man nichts als Tatsache nehmen muss, weil ja doch alles “Theorie” ist, Nordicman, dann sprechen Sie damit Kurz frei.

            Das ist ein logischer Schluss und keine Verleumdung.

            Ich weiß schon, dass Sie Kurz nicht freisprechen – aber das widerspricht dann Ihrer Theorie. Nach der ist doch alles bloß Theorie, man kann nichts wirklich behaupten.

            Ich hab Sie nur beim Wort genommen, Nordicman.

            Also, WENN Sie behaupten, das, was ich in meinem Ausgangsposting an Fakten gebracht habe, sei alles “bloß Theorie”, dann ist es auch “bloße Theorie”, dass Kurz gelogen hat – und dann muss das Gericht ihn freisprechen – und Sie müssen zugeben, dass das dann ok und eigentlich auch zwingend ist.

          • Mir scheint, hier “trennt uns Ö von den D die gemeinsame Sprache”, wie es quasi sprichwörtlich heißt.
            Herr Brux ist sich seiner Ausdrucksweise und Begriffsverwendung sehr sicher.
            Aber nicht immer gleich verständlich, wenn man anderen Sprachgebrauch gewohnt ist. (Zumindest geht es mir oft so.)

    • Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Artikelthema lautete, ob LeoBrux, den österreichischen Grünen, noch immer zu 100% traut?

  13. Ich traue dem Bundeskanzler Kurz auch nicht. Ich hab überhaupt noch nie einem von den schwarz Türkisen getraut. Und mein Misstrauen wurde noch nie enttäuscht.

    • Das ist immer so. Wenn man von vorn herein misstraut, bestätigt sich das immer. IMMER.

      Was ist es wert, wenn einer, der sowieso schon immer rabiat gegen die Türkisen war, in einer konkreten Situation sagt, er traue Kurz nicht? Es geht dann ja nicht darum, ob man selber ihm traut, sondern darum, inwieweit andere das tun. Dann könnte man sagen: Gut, dass auch andere anfangen zu zweifeln.

      Also, bei der Umfrage ist interessant und erfreulich, dass es auch unter den ÖVP-Anhängern Zweifler gibt. Sogar ziemlich viele.
      17% sagen, sie vertrauen Kurz nicht. Meinen diese Leute das jetzt nur in Bezug auf sein Lügenproblem – oder generell?

      Bei den 30% ÖVPlern, die sagen, bei einer Anklage solle Kurz zurücktreten, frage ich:
      Wie viele von ihnen meinen, es werde gar nicht zur Anklage kommen?
      Wie viele von diesen würden, wenn es hart auf hart kommt, dann doch sagen: Es ist ok, wenn er nicht zurücktritt?
      Wie viele von denen, die befürchten, dass die Anklage kommt, würden am Ende dann doch akzeptieren, dass er nicht zurücktritt?
      Ich nehme also an, dass sich diese 30% sozusagen in Luft auflösen werden, falls es zu einer Anklage kommt. Dass sie nicht mehr zu ihrem Wort stehen.

    • Tschuldigung aber, wie deppat muss man da sein so einem Menschen zu vertrauen?

      Wenn mich privat mein Partner so verarschen würde – geh, und mach die Tür von außen zu!

      anscheinend sind diese Wähler genauso gestrickt wie ihr “Hero”!

      • Wär ich Kurz-Fan, würde ich ihm natürlich vertrauen.
        Ich würde dann schon auch sehen, dass er vor dem UA gelogen hat. Na und, würde ich dann sagen. “Seit wann darf man seinen Feind nicht mehr anlügen? Und die andern – die lügen nie? Hahaha! Klar, es war ein Fehler. Kann mal passieren.”

        Wie verhält sich das unter den Foristen? Wird da nicht gelegentlich gelogen? Und wird das Lügen nicht akzeptiert, wenn es nur die richtige Richtung hat?

      • Ich würde eher damit rechnen, dass Kurz – sobald er die Lügengeschichte überstanden hat – wieder an Vertrauen gewinnt.

        Mir scheint, dass Kurz – obwohl das Pferd sich schon recht heftig aufbäumt – noch sicher im Sattel sitzt. Er ist ein guter Reiter.
        Aber ich fiebere mit vielen anderen mit, dass es ihn schmeißt.

        Das hat dann aber wiederum den Nachteil, dass er sich mit Kickl verbünden wird. Und der wird – entgegen seiner Aussagen – bereit sein, an die Macht bzw. ins Innenministerium zurückzukehren. Kurz kann dann die Justiz an die Leine nehmen.

        • Wäre auch eine Möglichkeit!
          Ich bezweifle eine zweite Ehe dieser beiden. Die politischen Narben sind zu tief?
          Aber, ist Koalition: die Kunst, den Partner mit einem Kaktus zu streicheln 😉

          • Politik ist auch Psychologie – aber eben Macht-Psychologie. Vor allem will und braucht man Macht. Da darf man nicht kleinlich und beleidigt sein.

            Ich nehme nicht an, dass Kickl ein so schlechter Politiker ist und eine Machtchance ausschlägt, bloß weil er vielleicht beleidigt sein könnte.

  14. Für mich ist Kurz mit und ohne Anklage, mit und ohne Verurteilung schon seit Monaten mehr als rücktrittsreif! Kurz hat einen „neuen Stil“ versprochen, vielmehr aber den „alten Stil“ auf eine noch nie dagewesene Spitze getrieben.

    • Ich nehme an, wenn es nach Ihnen geht, hätte er 2019 gar nicht mehr antreten dürfen.

      Einen “neuen Stil” sehe ich bei Kurz schon. Das mit der “Familie” zum Beispiel. Die geschickte Art der Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Die Attacken auf die Justiz.

      Dass Kurz jetzt in Schwierigkeiten ist, hat mit einem Fehler bei den Koalitionsverhandlungen zu tun. Er hätte gegenüber den Grünen drauf bestehen müssen, dass gegen Türkis nicht ermittelt wird. Er hat die Angelegenheit unterschätzt. Dieser Fehler wird ihm nicht noch einmal passieren.

  15. Dass die ÖVP-Anhänger sich schwer tun, den Kurz aufzugeben, versteh ich irgendwie…
    ist er doch ihr aller letztes, mit viel Geld und PR aufgepumptes Aufgebot….

    • Es könnte auch sein, dass Kurz zu einem Modell wird für die Konservativen in anderen europäischen Ländern. Nicht so krass wie Orban und Kaczynski, ein bisschen demokratie-kompatibler, aber schon auch illiberal, sozusagen soft-autoritär. Die Gewaltenteilung wird nicht ganz abgeschafft (wie in Ungarn und Polen), aber doch – sagen wir mal vorsichtig – eingeschränkt, die Macht entschieden auf die Exekutive konzentriert.

      • Die türkise Expertise im Aufrichten von Fassaden fasziniert sicher viele, die an der Macht bleiben wollen.

        • Soweit ich das beurteilen kann, hat die Firma Kurz&Familie durchaus ein politisches Projekt. Siehe mein voriges Posting.

          Es wird von denen übersehen oder unterschätzt, die Politik nur psychologisch oder gefühlsmäßig nehmen. Die meinen dann, der Kurz sei irgendwie “leer”, bloß “Fassade”, bloß “ein Bub”, “ein Maturant”, ein “NLP-Typ” …

  16. Der Bundeskanzler rechnet nicht mit einer Verurteilung, ich tue das auch nicht.
    Stürzt der Kanzler, ist “die Familie” wie man es nennt verloren.

  17. Dieser Mensch, der sich „Kanzler“ nennt, hat alles (Vertrauen) und alle („rechte Hassprediger“) übertroffen. Ab mit ihm durch die Mitte! Und er sollte von Glück reden können, wenn sich die Mitte als Rettungsgasse erweist. Kein Politiker in meinem langen Leben hat jemals derartige Gefühle in mir geweckt! Keiner!

    Aber: die Macht in diesen Händen ist brandgefährlich für uns alle!

      • Sollte sein Plan scheitern, so brauch er qihl ein schnelles Pferd?

    • Dass kein Politiker in Ihrem langen Leben jemals derartige Hassgefühle geweckt hat, Huabngast, könnte für diejenigen, die eher in der Mitte stehen, ein Grund sein, Kurz besonders hoch zu schätzen.

      Ist die Macht in den Händen von Kurz auch gefährlich für die Kurz-Wähler? Und für die Kickl-Wähler? Das wären dann ja schon ungefähr 50%, für die es vielleicht nicht so gefährlich wäre, wenn Österreich den Weg zur illiberalen “Demokratie” geht.

      Wie könnten Sie genau diesen Leuten deutlich machen, dass es auch für sie gefährlich wäre, diesen Weg zu gehen?

  18. Basti braucht sich keine Sorgen machen! Alma wird schon für Recht und Ordnung sorgen.

    • Wieso hat sie es nicht längst getan?
      Sie hätte längst dem Wunsch der ÖVP nachgeben und die WKStA per Weisung bremsen oder sogar von den Ermittlungen abziehen können.
      Es ist also tatsächlich so: Zadic sorgt – soweit sie zuständig ist und soweit sie kann – für Recht und Ordnung.

      • Womit begründen sie das?
        Haben sich ihre angeführten Gründe tatsächlich so abgespielt? Natürlich könnte man es annehmen, doch dann könnte man auch annehmen, Blau wäre noch die einzige Oppositionspartei? Man weiß einfach garnichts, außer was wir wissen dürfen.
        Auch wenn es ein schmerzlicher Gedanke wäre.

        • Das aber wissen wir: dass die WKStA gegen die türkise Korruption ermittelt und dabei einiges ausgegraben hat.
          Bestreiten Sie das jetzt?

          Das aber wissen wir auch: dass die WKStA weisungsgebunden ist; dass die Oberstaatsanwaltschaft per Weisung die WKStA an den Ermittlungen hindern wollte; dass Zadic als Justizministerin das Weisungsrecht an sich gezogen hat und die WKStA voll hat ermitteln lassen; dass die Türkisen darüber höchst unglücklich sind, es aber nicht verhindern können.

          Das alles wissen wir, oder?

          Und so wissen wir eben auch, dass Kurz vor dem UA gelogen hat.

          Aber es scheint so, als ob Sie bestreiten, dass wir das wissen.

          BlauBraun wäre die einzige Oppositionspartei? – Gegen was? Gewiss nicht im Sinne der Gewaltenteilung. Die FPÖ findet Orban gut. Also auch sein Regime, seine Abschaffung der Gewaltenteilung, seine “illiberale Demokratie”. Ist DAS auch Ihre Vorstellung von Opposition?

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