Gnadenfrist für zum Tode veruteiltes Alpaka »Geronimo«

Für das todgeweihte Alpaka “Geronimo” hat es in England zuletzt einen Funken neue Hoffnung gegeben. Das britische Umweltministerium stimmte einer Anhörung mit der Züchterin zu, wie unter anderem die BBC am Dienstag berichtete.

Wien, 17. August 2021 | Zuvor hatte die Regierung es abgelehnt, ihre Entscheidung über die Einschläferung des Tieres infrage zu stellen. Das Alpaka war zuvor zweifach positiv auf eine ansteckende Rindertuberkulose getestet worden.

Die Halterin Helen Macdonald besteht jedoch darauf, die Tests seien unverlässlich und das Tier gesund. Sie fordert einen genaueren Bluttest.

In der vergangenen Woche hatten sich etwa 30 Alpaka-Züchter, Nachbarn und Aktivisten zusammengefunden, um rund um die Uhr den Hof im westenglischen Dorf Wickwar zu bewachen, auf dem “Geronimo” lebt. Die Unterstützer wollten sich dem Tötungskommando für das Alpaka entgegenstellen – notfalls mit Straßensperren und Barrikaden.

Die Regierung erklärte, Rindertuberkulose stelle “eine der größten Bedrohungen für die Tiergesundheit heutzutage” dar und koste die Steuerzahler jährlich 100 Millionen Pfund. Allerdings soll es Berichten zufolge tatsächlich Zweifel an der Genauigkeit der Tests geben.

(apa/bf)

Titelbild: APA Picturedesk

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ManFromEarth
17. 08. 2021 17:27

Die Tuberkulose der Rinder (veraltet Perlsucht) ist eine durch Mycobacterium bovis hervorgerufene Infektionskrankheit bei Rindern. Sie ist auf den Menschen übertragbar und damit eine Zoonose; in der Praxis erfolgt die Infektion des Menschen meist durch den Konsum von Rohmilch aus infizierten Rinderbeständen.

Gegenüber Mycobacterium tuberculosis, dem Haupterreger der Tuberkulose des Menschen, sind Rinder ebenfalls empfänglich, solche Infektionen kommen allerdings sehr selten vor. Die Tuberkulose der Rinder manifestiert sich vor allem in der Lunge, bei Kälbern im Rachen und Darm. Sie ist in Deutschland eine anzeigepflichtige Tierseuche und die Bekämpfung gesetzlich geregelt. Es besteht ein Heilungs- und Impfverbot. Auch in Österreich besteht Anzeigepflicht. Durch die Bekämpfungsmaßnahmen ist die Erkrankung in Europa mittlerweile sehr selten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tuberkulose_der_Rinder