Sonntag, Mai 19, 2024

»Reiner Populismus« – Analyserunde kritisiert Kurz hart

Analyserunde kritisiert Kurz hart

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz gab der “Bild” am Mittwoch ein Interview zu Afghanistan. In der Nachbesprechung wurden seine Aussagen zerrissen.

 

Wien, 03. September 2021 | Der “Knallhart-Kanzler”, wie die “Bild” Sebastian Kurz nennt, war am Mittwoch zum Interview geladen. Dort wiederholte Kurz den für Österreicher bereits bekannten Standpunkt der ÖVP: “Wir setzen auf humanitäre Hilfe vor Ort, aber wir sind NICHT bereit, freiwillig Afghanen in Österreich aufzunehmen.” Für die deutschen Politbeobachter dürften die Aussagen jedoch für Verwunderung gesorgt haben.

In der Nachbesprechung des Interviews wurden die Aussagen des Kanzlers auseinandergenommen. In der “Bild”-Sendung “Viertel nach acht” waren die stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Katja Suding, der Vize-Chefredakteur der WELT, Robin Alexander, Ex-Regierungssprecher Béla Anda, BILD-Politik-Chef Jan-Wolf Schäfer und BILD-Moderatorin Nena Schink eingeladen, um über den “Knallhart-Kanzler” zu diskutieren.

“Reiner Populismus”

Schink machte den Auftakt: „Die Worte von Sebastian Kurz haben mich nicht nur nachdenklich, sondern auch wütend gemacht. Das ist eine zutiefst unseriöse und inhumane Botschaft.“ Österreich wird nämlich wohl trotzdem Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen müssen. Denn politisches Asyl hat Österreich trotzdem zu gewähren, wenn es Afghanen bis nach Österreich schaffen. Das, was Kurz mache, sei für Schink „reiner Populismus und gegen den europäischen Wertekanon“.

Zudem fehle es ihm an Verantwortung in der politischen Kommunikation. Ähnlich argumentierte der ehemalige Sprecher der deutschen Regierung, Béla Anda. „Populismus ist nichts Neues für Kurz“. Er hob auch die Rolle der Grünen hervor, die wie beim Flüchtlingslager Moria nicht gegen die ÖVP stimmen durften.

„Starke Worte sind in der Politik meist ein Zeichen von Schwäche“

“WELT”-Vize Alexander sagte zu den Aussagen des österreichischen Kanzlers: „Starke Worte sind in der Politik meist ein Zeichen von Schwäche“. Auch, weil Kurz innenpolitisch unter Druck stehe. Kurz würde sich durch sein Nein zur Aufnahme außenpolitische Chancen verbauen. Als Grund nannte er, dass Kurz Innenpolitik über Außenpolitik stelle. „Das sollte ein Bundeskanzler nicht tun“, ist die Meinung der Runde. Ebenfalls mit scharfen Worten kritisierte die FDP-Politikerin Suding den Kanzler: „Wenn das eine PR-Aktion ist, dann ist die gehörig misslungen.“

Auch Kurz-Biograph mit Kritik

Auf Twitter äußerte sich auch “Bild”-Vize Paul Ronzheimer zum Kanzlerinterview. Ronzheimer, der sogar eine Biographie über Sebastian Kurz verfasst hat, kommentierte das Interview so: „1. Natürlich MUSS Österreich Afghanen aufnehmen, wenn sie kommen und Asyl beantragen (was eh weiterhin passiert). 2. Abschiebungen nach Afghanistan werden gerichtlich verboten sein, Nachbarländer kaum bereit zur Extra-Aufnahme. 3. Unrealistischer Plan.“

(bf)

Titelbild: screenshot/bild.de

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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142 Kommentare

  1. “Bild” … die Zeitung für die größten und dümmsten Proleten Dschörmoneys … also klassische Zielgruppe von “Familie” … leider kriegen die Sozen bei uns nicht mit, dass sie mit “Open Border” sogar noch halbwegs Intelligente in die Arme der Rattenfänger treiben …

    • PamJoy will alle einsperren bis zum St. Nimmerleinstag – so blöd muss man mal sein, als Opposition.

  2. Schön, wenn „das politische Talent“ auch im Ausland entzaubert wird. Bitte weiter so, das nährt eine gewisse Hoffnung…

  3. Ein deutscher Politiker der ersten Reihe hat den Kanzler in einem inoffiziellen Gespräch mit Christian Rainer als “ohne Substanz“ bezeichnet. Eine treffende Aussage, schlimm nur dass dieser Ruf auf Österreich zurückfällt.

  4. Rendi-Wagner für Impf-Hunderter als Anreiz?
    Selbst mit “30 Silberlingen” kann sie sich nicht freikaufen und aus der Verantwortung stehlen; die Folgen dieses Tuns sind noch völlig offen!

    • 100 Euro? Da werden sich schon einige melden.
      Geld vertreibt oft Skepsis…..

      • Gemein, ich hätte mit dem impfen auch warten sollen. Für den Hunderter wäre ich dann zum Ho gegangen 😉

  5. “nicht freiwillig” kann Kurzastian je nach Bedarf interpretieren. “Aber die Verfassung zwingt uns, die EU zwingt uns…”

    PS: “Popolismus” als Vorwurf wirkt etwas eigen, wenn er von der BILD kommt. Auch als Headline in einem Online-Medium, das die Menschen in Österreich nicht dem Boulevard überlassen will, der auf das große Geld setzt

    • Grün für den ersten Absatz.
      Zum PS: Gerade wenn der Populismusvorwurf von einem Medium wie der BILD kommt, wiegt er schwerer.

  6. Na ja, das so genannte “zerlegen” war anscheinend eher nur ein Gesuddere … mit der FPÖ eine Absolute, die Gutmenschkasperleien raus aus dem Verfassungsrang, und aussetzen von EMRK u. GFK bis völkerwanderungskonforme Anpassungen gemacht sind. Es wird sonst auf lange Sicht kein Ende der politischen Islamisierung des reichen Westens durch Schafereiter wie Talibananas geben ..

    • Geht’s eh noch?
      Nur keine Panik….ganz ruhig bleiben.
      Notarzt wurde informiert. …

      • Irgendwanneinmal wird auch der letzte Gutmensch seine Schuldigkeit gegenüber Sozialsystemzerstörern, Demokratieverdrehern und Sklavenhändlern getan haben … bloss kapieren werden die das auch dann noch nicht, selbst wenn ihre Frauen und Töchter nur mehr wie Zuvht-Viecher behandelt werden …

        • Leider. Dummerweise sitzt mindestens die Hälfte davon in der Gierung.

  7. Doch er hat schon stark ausgeprägtes Mitgefühl, aber nur mit sich selbst und seinem Freundeskreis. Milliarden Steuergelder in die Wirtschaft pumpen Corona, das geht? Aber bei den Armen der Ärmsten den Rotstift ansetzen, Arbeitslose usw. da ist kein Geld vorhanden.

  8. Das Übelste an Kurz ist die Tatsache, dass er seine Selbst Inszenierung verwendet,um die Fakten zu verbiegen.

    • Mir auch.

      Doch: das macht er schon lange Zeit und hierzulande bemerken es die meisten nichtmal.

  9. Sorry, bin kein Kurz Freund, aber Österreich hat im Verhältnis zur Einwohnerzahl, wesentlich mehr Afghanen als Deutschland aufgenommen. Es kommen täglich weitere (100 -400) über die grüne ungarische Grenze. Bei uns befinden sich derzeit ca. 46.000 Afghanen, davon alleine in Wien über 20.000. 10% davon sind straffällig geworden und können nicht abgeschoben werden! Österreich hat nicht wie Deutschland in Afghanistan Krieg geführt und hat dort ein Chaos hinterlassen! Die Deutschen spielen gerne die Guten, aber bei uns untersucht kein UN-Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung, die polizeilichen Maßnahmen, wie in Berlin! Der Grenzzaun der Ungarn an der serbischen Grenze war schlecht, aber jetzt ein Grenzzaun an der weißrussischen Grenze (Litauen/Polen) ist gut? Die Deutsche sollten vor ihrer eigenen Türe kehren, dort ist mehr als genug Mist!

    • Sie sind auch Realist,
      andere halten mittlerweile eine Talkshow in der seriösesten Zeitung Deutschlands für die Realität.
      Das geopolitische Interessen im Spiel sind, und Deutschland eine Hauptschuld an dem Desaster im ganzen nahen Osten trägt und Milliarden damit verdient (Rüstungsindustrie) das wäre egal. Die Deutschen waren schon immer die größten Kriegstreiber und Profiteure neben den Amis.

      • Ich bin da zwar nicht so bewandert, aber GB und Frankreich sind in punkto Kriege führen, glaube ich, vor Deutschland zu reihen.

      • Das mit den Interessen des Kapitals und dessen Heuchelei mag vielfach stimmen. Mit bestimmten Staaten hat das mE, wenn, dann eher zufällig zu tun.

    • Ja, das sagte Kurz auch in dem Interview und das sagte Nehammer wochenlang usw. Das hat sich also bei Ihnen verfangen. Dementgegen stehen mehrere Gegebenheiten: (1) Wir haben uns via Menschenrechtskonvention verpflichtet (!!) von Gewalt, Mord und Totschlag Bedrohte aufzunehmen. Da auszusteigen heißt einen Status von Nordkorea in der Weltgemeinschaft zu kriegen. (2) Kurz stellt die europäische Solidarität in den Keller = Abkehr von der Solidarunion. Die haben wir unterschrieben. Also schon der zweite Vertragsbruch. (3) Österreich war militärisch ebenso präsent wie D und hatte HELFER, wir Charakterschweine aus Österreich lassen unsere Helfer jetzt in Folter und Tod laufen.

    • “Es kommen täglich weitere (100 -400) über die grüne ungarische Grenze”

      Laut BMI wurden im 1. Halbjahr 2021 exakt 2514 Asylanträge von Afghanen gestellt, das sind im Schnitt knapp 14 Anträge pro Tag.

      Die Behauptung 100 – 400 erscheint mir daher deutlich zu hoch gegriffen, woher haben Sie diese Zahl?

      • Ihre (Art der) Zahlenangabe wirkt seriöser – wenngleich ebenfalls ohne genaue Quellenangabe.

    • Also “Deutsche” sollen Kurzastian nicht kritisieren, weil Ö vergleichsweise mehr afghanische Flüchtlinge aufgenommen hat und Menschen besser behandelt als D (zumindest Corona-Demonstranten)*?

      Können Sie wenigstens Ihr erstes Argument mit genauen Quellenangaben belegen (würden immer noch bevorzugen Online-Ressourcen von Ministerien, statistischen Zentralämter, Universitäten)?

      *Konkret überprüfbare Belege für die anderen Anmerkungen wären auch wünschenswert, aber scheinen mir argumentativ nicht berücksichtigungswürdig (absolute Zahl, Anzahl in Wien, Prozentsatz strafrechtlich rk Verurteilte, rechtliche/faktische Nichtrückführbarkeit, Zäune in Ungarn und Polen plus unterschiedliche Beurteilung derselben durch Teilnehmer der Talkshow).

  10. International ist er einfach nur ein wiener würstchen.
    Seit wochen sagt er, “freiwillig” würde er keine flüchtlinge aufnehmen.
    So kann er seinen wählerinnen sagen, er würde gezwungen. Er ist wieder einmal das selbsternannte opfa.

    • Ja genau so sagt er. Er wird gezwungen, wo er doch herrschen will. Und am Ende steht der Öxit. Und wir in einer faschistischen Republik.

  11. Wo sind eigentlich unsere Grünen? Gibt es die noch? Hat man die schon türkis angemalt?

  12. Ein Haufen narzisstischer Populisten gerät sich anscheinend (lt Artikel, es gilt die Unschuldsvermutung, ich hab’s nicht gesehen und werde es auch nicht) in einer TalkSHOW gegenseitig in die Haare… da aus 2 verschiedenen Ländern mit jeweils eigenen geopolitischen Interessen

    Tja, there is no business like show business

    Wie hieß noch schnell mal die „Talkshow“ im Volksempfänger in der Hitler und Mussolini „wetteiferten“ wer das kaputtere Land führt?

  13. Viele Konsumenten von der Bild Zeitung wie Bild TV können es wahrscheinlich nur schwer verstehen dass die politische Kultur und deren Regeln in Österreich so extrem abweicht vom gewöhnten westlichen Standard. In jedem Hollywood Film oder Serien Soap mit politischer Thematik geht jeder Politiker davon aus dass er Skandale unbedingt vermeiden muss da ansonsten ein Rücktritt oder Ende der politischen Karriere unausweichlich scheint. Egal ob in den USA, Frankreich, Italien, Deutschland etc. Nur in Österreich gibt es hochrangige Volksvertreter die sich um so was nicht mehr scheren müssen da ihnen alle wichtigen Medien und 40%Wähler so und so alles nachsehen. Man braucht nur Kurz oder Blümel heißen. Kein Wunder dass außerhalb von Österreich darüber gerätselt wird.

  14. “Wir, die Türkisen tun so und so was wir wollen und keiner kann uns was. Warum? Weil wir ein Drittel der Wähler hinter uns haben. Die fühlen sich gut vertreten. Da wären einmal die Wohlhabenden, denen es mehrheitlich zusagt wenn sozialen Minderheiten Schikanen auferlegt werden und die auf dem internationalen Bankett der Reichen und der Schönen beneidet werden um unseren smarten feschen Kanzler. Weiters bedienen wir die Leute, die mit Fremden nur wenig zu tun haben wollen und deren Ängste vor dem Islam und generell dunkelhäutigen Menschen ausreichend geschürt worden sind. Und drittens gibts da noch eine Menge Stamm – ÖVP Wähler, die es einfach genießen dass wir, die Volkspartei, in Österreich den Ton angeben. Das Trauma nach vielen Jahren SPÖ Kanzlerschaft sitzt eben noch immer tief”.

    • Das gibt einen guten Überblick. Ich würde aber noch etwas ergänzen:

      “So wie bisher geht es nicht weiter. Wir sind hier einfach zu liberal. Wie man hier regelmäßig die Regierung in den Dreck zieht, das ist ja nicht zum Aushalten. Den ewigen Kritikastern und Hetzern müssen engere Grenzen gesetzt werden. Die Regierung muss sich auch gegen die unfaire Justiz besser wehren können. Unsere Regierung braucht mehr Macht.”

      Also, ich glaube, das Modell Orban spielt inzwischen schon auch eine Rolle.
      In Ungarn gibt es dank Orban – ähem – keine Korruption mehr, und die Regierung macht eigentlich auch nix mehr falsch. Nur noch Ungarn zählt, und das Ungarische. – Da kann man sich endlich wieder ein bisschen politisch daheim fühlen – als normaler patriotischer tüchtiger Ungar.

      Dieses Modell hat durchaus eine gewisse Attraktion für einen Teil der österreichischen Wähler. Noch lange nicht für die Mehrheit, aber man arbeitet dran.
      Auch Kickl ist dabei und würde gern selber der Orban Österreichs werden. Ich seh diese Konkurrenz der beiden Alpha-Tiere gern.

      • Ja danke, wir sehen sie meinen es gut mit uns. Zum Dank gibt es einen türkisen Kugelschreiber und ein Bild vom Gesalbten.

      • Oh danke für die Wiederbelebung des Vokabels “Kritikaster”, welches ja Goebbels Lieblingswort war in deren Anfangszeit.

    • Der ist weder smart noch fesch, mit seinen seitenfliegern.
      Er ist rotzfrech, gewissen- und herzlos.
      Ein typ zum vergessen.

  15. Witzig, dass ich über MS schreiben kann und Ihr mir schreibt, dass ich meine Mitgliedschaft gekündet habe. Obwohl ich früher über Firefox schreiben konnte.

    • Danke für den Artikel mit der Rückkehr der Faschisten!
      Und: ich schätze Adorno sehr.

      • Ich weiß nicht ob Kurz überhaupt politisch so gebildet ist, dass er weiß was Faschismus an sich bedeutet. Ich denke, dass Faschisten wie Mussolini, Franco, Salazar, Hitler, Antonescu, Pavelic und auch Dollfuss ihm da Lichtjahre voraus waren. Ich wette, dass er noch wie was d’Annunzio gehört hat.
        M.A. will Kurz ein autoritäres Regime, aber nicht der Ideologie wegen, sondern um sich und andere in aller Ruhe aus Steuergeldern zu bedienen. Um Korruption, Steuerdiebstahl und Postenschacher ungeniert und in aller Ruhe betreiben zu können. Dazu wird ein Netz aus Manipulation, Lüge, Bildungsverweigerung und Dummheit über dieses Land gezogen.

          • Die Abwesenheit von Ideologie und die reine Fähigkeit zur Manipulation der Macht macht ihn ja so gefährlich! Salopp gesagt, macht seine Unbildung und Dummheit auch einen Teil seiner Skrupellosigkeit aus.

          • Ja, weil er total steuerbar ist. Die wirkliche Macht hält sich im Hintergrund

          • Weiß nicht, weiß nicht. Er scheint mit sehr protegiert, ist aber nicht nur Marionette. Man darf ihn nicht unterschätzen, nur weil er einen anwidert. Ich sehe ihn eher als lang aufgebauten Wunderknaben, der sich jetzt selbständig gemacht hat.

          • So selbstständig wie er sich gerne gibt is er nicht. Denken Sie an den Hintergrund. MeiMei zb und die Big Spender.Die darf er nicht verärgern.
            Ich bleib dabei, er is nur die Sprechpuppe

          • Das ist so deppert wie die Aussage der Kommunisten, die gemeint haben, Hitler sei bloß eine Sprechpuppe des Kapitals.

            Ich versteh solche offensichtlich falschen Qualifizierungen nicht – es sei denn, es sind Versuche, sich das” Monster” klein zu reden. Ach, die Kobra ist ja doch bloß ein etwas dick und lang gewordenes Würmchen!

          • Meine Ansicht ist deppert?
            Bravo Leo, Sie verstehen es vortrefflich Sympathien zu verspielen.
            Sie werden jetzt gleich schreiben Sie wären nicht hier um Sympathien zu erhalten.
            Und genau deswegen sind Sie nicht fähig Österreich zu verstehen.

          • Das merkt man!
            Zum Beispiel jetzt gerade.

            Aber kann nicht anders, er ist wie gefangen von meinen Beiträgen, der Bastelfan. Warum nur? Wo sie doch immer sooo lang und langweilig sind!

          • Man könnte auch sagen: Ich bin ehrlich. Ich schmeichle nicht herum. Ich schleime nicht.

            Soll man in Österreich – im Rahmen einer politischen Debatte – unehrlich sein? Soll man – im Rahmen einer politischen Debatte – schmeicheln?

            Sie, Samui, üben heftig Kritik. An Kurz&Co zum Beispiel.
            Also müssen Sie auch selber Kritik aushalten. Wenn Sie keine Kritik vertragen, müssen Sie eben leiden.

            Im übrigen: Schauen Sie sich die “Beiträge” an, die wie die Ihren ausschauen: Bastelfan, Beltane, nikita zum Beispiel gleich hier. Was könnten Sie da erkennen?

            Nur Hologram schafft es zu argumentieren.

            Ist es nicht eine Schande, wenn man in einem Diskussionsforum immer bloß mal einen Satz oder einen halben oder gar nur ein Smiley anzubringen hat – trotzdem aber auftritt wie einer, der was zu sagen hat?

            Ein Diskussionsforum ist eigentlich keine Stadions-Fankurve.

          • Nur wer so eine hohle tasse ist, hat platz für einflüsterungen.

          • Ich wär mir nicht so sicher bezüglich eines Mangels an Bildung im Kurz-Team. Oder dass die den Dollfuß und den Schuschnigg nicht studiert hätten.

            Worum es heute geht, ist nicht mehr ein halber oder ganzer Faschismus à la 1930er Jahre, sondern eine moderne, eine zeitgemäße Form der autoritären oder wenigstens halb-autoritären Herrschaft. Orban liefert ein Vorbild, das Polen, Tschechien, Österreich wohl gern nachahmen würden; auch Frankreich (Le Pen) und Italien (Salvini u. a.) könnten das Projekt weiter entwickeln.

            Warum wird dieses “soft-autoritäre” Modell so relativ attraktiv? – Big Money kann sich absichern, konservative Nostalgiker bekommen Placebos und sind dankbar dafür – und man schiebt der zunehmenden Zahl von politischen Hysterikern einigermaßen regulieren. Was in einer liberalen Demokratie immer schwerer zu schaffen ist. Europa wird barbarischer – weil die Bürger sich immer schrecklicher überfordert fühlen und drum autoritäre Lösungen suchen.

            Auch im Forum merkt man, wie sehr von der Regierung Göttlichkeit, Unfehlbarkeit, Reinheit gefordert wird. Der Umgang mit den natürlichen Schwächen, Unklarheiten, Kompromissen des wirklichen Lebens fällt den Menschen immer schwerer.

        • D’annunzio war zumindest ein ähnlicher geck. Und sein haus am gardasee ist was für psychologen.
          Bastel war ja vor kurzem in rovinj. Vielleicht will er dort vorfühlen für seine zukunft, wenn die show in ö für ihn vorbei ist.
          Der westbalkan hat es ihm jetzt angetan, wie pula dem gabriele d’annunzio?

    • hagerhard,
      das ist zu billig.
      Und es ist hysterisch.

      Mit so einer hetzerischen Art treiben Sie den Türkisen die Wähler zu.
      Und mich zwingen Sie, dass ich mich deutlich von Ihnen distanzieren muss.

      Im übrigen sollte man den Faschismus nicht so verharmlosen, wie Sie das implizit tun.

      Ungarn ist de facto eine Diktatur, aber deshalb noch nicht faschistisch. Dito die Türkei oder Russland.

      • Nein nein das passt schon so. Harte Worte braucht der Österreicher. Leider lesen den Blog von Hagerhard viel zu wenige.
        Da ist bissi Geschrei sehr gut

        • Ihr Problem, Samui, ist, dass Sie sich nicht vorstellen können und nicht vorstellen wollen, wie Leute reagieren, die Türkis wählen oder sich überlegen, Türkis zu wählen.

          Dieses Geschrei ist ganz einfach kontraproduktiv.
          Es ist reine Selbstbefriedigung, politische Onanie.

          Aber so geht das eben, wenn man Politik nicht auch mit dem Kopf macht.

          • Manchmal tu ich mir echt schwer mit Ihnen Leo. Immer wieder denke ich , es geht Ihnen nur ums Zurechtweisen…. oder um uns hier zu zeigen, wie dumm wir, Ihrer Meinung nach sind.
            Das finde ich sehr schade. Lassen Sie andere Meinungen doch zu. Oder geht’s Ihnen nur um Ihr persönliches Wohlbefinden?
            Ist dieses Forum, so eine Art Spass für Sie?
            Oder, was ich nicht hoffe, wollen Sie uns Ösis zeigen wie gut Ihr Deutschen seid?

          • Ich reagiere auf die Meinungen der anderen – so, wie die anderen (manchmal) auf meine Meinungen reagieren.
            Wie kommen Sie zur Behauptung, ich würde Ihre oder andere Meinungen nicht zulassen?
            Also, nur weil ich ein Posting von Ihnen oder von anderen für kritisierenswert halte, zensiere ich? Das ist doch ein ziemlich problematischer Standpunkt, Samui. Kritik ist also Zensur und der Versuch, die Meinung des anderen nicht gelten zu lassen? Wollen Sie also jetzt Kritik von Foristen an Foristen abschaffen?

            Ich hab weder die Macht noch den Willen, Ihre oder sonstige Meinungen im Forum NICHT zuzulassen.
            Das wissen Sie.
            Bitte erklären Sie mir, wieso Sie trotzdem behaupten, ich würde durch meine Kritik die Meinung anderer nicht zulassen?

          • Ich denke mein Post hat alles gesagt. Wenn Sie es nicht verstehen oder verstehen wollen, ok.

          • Ja, Ihr Post hat wirklich alles gesagt, aber so mancher kann halt sein kinskieskes Wesen nicht verleugnen…. 😉

          • Für Bastelfan sind die ZackZack-Artikel zu lang.
            Drum liest er nur die Überschrift.
            Das reicht ihm.

          • Ich denke, mein Posting hat alles gesagt. Wenn Sie es nicht verstehen oder verstehen wollen, ok.

            Ich reagiere auf die Meinungen der anderen – so, wie die anderen (manchmal) auf meine Meinungen reagieren.
            Wie kommen Sie zur Behauptung, ich würde Ihre oder andere Meinungen nicht zulassen?
            Also, nur weil ich ein Posting von Ihnen oder von anderen für kritisierenswert halte, zensiere ich? Das ist doch ein ziemlich problematischer Standpunkt, Samui. Kritik ist also Zensur und der Versuch, die Meinung des anderen nicht gelten zu lassen? Wollen Sie also jetzt Kritik von Foristen an Foristen abschaffen?

            Ich hab weder die Macht noch den Willen, Ihre oder sonstige Meinungen im Forum NICHT zuzulassen.
            Das wissen Sie.
            Bitte erklären Sie mir, wieso Sie trotzdem behaupten, ich würde durch meine Kritik die Meinung anderer nicht zulassen?

            — Darauf haben Sie mal wieder keine Antwort, Samui.

      • Geh ham, leo. Schlaf dich aus. Das wochenende steht vor der tür.

      • Ich empfehle die Lektüre von

        Madeleine Albright (2018): Faschismus. Eine Warnung.

        Komisch, dass Orban ebenso vorkommt wie Erdogan und Franco und Kurz. Doch. Es gibt einen Zusammenhang. Faschismus ist formal eine Republik. Immer. Auch in der Türkei gibt es Wahlen. Unter Franco gab es Wahlen.

      • du hast eine sehr eingeschränkte sicht auf den faschismus.

        aber ich sag dir was:
        des is ma wuaschd.

    • Diese Zeilen sind 5 Jahre alt, aber immer noch so aktuell wie damals. Obwohl Kurz sein Ziel erreichte, Kanzler dieses Landes zu werden, an Würde als Staatenlenker hat er nicht ein Gramm zugenommen. Man denke nur an die infantilen Chats als Bundeskanzler. Von den anderen ungustiösen Umständen ganz zu schweigen.

    • Wer es sehen wollte, konnte es sehen!
      Genau das ist es. Er ist leicht zu durchschauen, aber Österreicher glauben es erst wenn es ihnen persönlich an den Kragen geht.

      • Den “guten” Österreichern wird es ja nicht an den Kragen gehen. Siehe Ungarn. Da geht es den “guten” Ungarn ja auch nicht an den Kragen.
        Außerdem gibt es in einem Regime wie dem von Orban KEINE Korruption mehr, und die Regierung macht KEINE Fehler mehr!
        Also, den “guten” Österreichern würde es in einem orbanisierten Österreich wunderbar gehen.

        • In heygeshalom gibts anscheinend keine guten. Das sind dort keine straßen, das ist ein labyrinth von schlaglöchern

        • Nein, würde es nicht!
          Manchmal verstehen sie die österreichische Ausdrucksweise wirklich nicht.
          Außerdem habe ich nicht von guten ÖsterreicherIn gesprochen.

          • Den “guten” Ungarn geht’s in Ungarn doch auch gut, oder?
            Das Materielle ist dabei nicht so wichtig. Ein gutes Gefüüühl muss man kriegen. Dafür sorgt die populistische soft-diktatorische Regierung.

            Österreich steuert auch darauf zu – unter Mitwirkung der linksradikalen Hysteriker-Truppe. (Nun ja, es ist ja nur eine sehr kleine Truppe. Ich sollte also schreiben: unter dem Versuch einer Mitwirkung der linksradikalen Hysteriker-Truppe.)

            nikita, wie viel Prozent würdet ihr Faschismus-Schreier in die Wahlurne bekommen? 1%? Oder vielleicht sogar 2 oder 3%?

            Ihr glaubt ja doch, Österreich sei jetzt schon faschistisch. Dann wär es auch egal, ob Österreich Türkis&BlauBraun tatsächlich ungarische Verhältnisse schafft. Die bestehen ja doch schon, eurer überdrehten Polemik nach.

            https://zackzack.at/2021/09/04/not-a-bot-wie-wir-mit-einer-kaputten-maschine-weiterarbeiten-mussen/#comment-99510

          • Was unterstellen sie mir da, wie kommens da drauf? Entweder könnens nicht sinnerfassend lesen,
            sind schizophren oder sie wollen wieder stänkern, oder sie haben ein Tourette Syndrom.

          • Freut mich, Ihrem Posting entnehmen zu dürfen, dass Sie Österreich noch nicht für faschistisch halten – wie so einige Ihrer Freunde im Forum unter dem von mir verlinkten Beitrag.

            Ich rechne Sie halt immer zum üblichen Forums-Mob dazu. Könnte an Ihren Beiträgen liegen, nikita. Sie distanzieren sich ja auch nie von den hysterischen oder hetzenden Postings, die man hier nicht nur gelegentlich zu lesen bekommt.

    • zur vervollständigung und weil es diskussionen gab, ob das schon faschismus ist oder nicht.
      die ideologie dahinter liefert frau mei-pochtler – und sie nennt es diktokratie.

      und erinnern wir uns an ihre aussage:
      Die europäischen Länder müssten sich an Tools gewöhnen, die „am Rand des demokratischen Modells“ seien.

      noch fragen?

      https://www.hagerhard.at/echt-rot/2020/05/4414/

  16. Es geht nicht um die Flüchtlinge, die sind nur Ablenkung, türkis baut einen autoritären Staat auf und wird bald wie die Ukraine in lassiver Korruption versinken…
    Die plündern den Staat und brauchen Ablenkung von ihrer kriminellen Politik…

    • Natürlich geht es den österreichischen Bürgern um die Flüchtlinge. Um die Migranten. Man fühlt sich zunehmend fremd im Lande.
      Ich finde, dass wir dieses Gefühl ernst nehmen sollten.
      Auch wenn unsere Antwort dann nicht xenophob ausfällt.

  17. In den Flüchtlingslagern werden unbegleitete Kleinkinder, Kinder und Jugendliche regelmäßig sexuell mißbraucht, ohne Schutz, ohne Hilfe. Viele verstümmeln sich in ihrer Ohnmacht selbst.
    Ein Mittdreißiger aufgewachsen im warmen Nest Österreich der selber bald Vater (?) wird, haut in die Kerbe der Fremdenfeindlichkeit, nicht weil er überzeugter Rechter ist, nein, weil er Wahltaktik betreibt. Weil er ein guter Verkäufer ist, der sich selbst und sein System ständig den Leuten andrehen will. Er ist dafür hinabgestiegen in den tiefsten Schlamm der Lüge und Niedertracht. Der wird für immer an ihm haften bleiben. Ich hoffe, dass er den Bogen nunmehr überspannt hat. Vielleicht schickt Gott einen Blitz.

    • Da es nach Meinung von Hologram (so nehme ich an) aber keinen Gott gibt, wird es auch keinen von diesem geschleuderten Blitz geben – und der bösewichtige Bundeskanzler wird weitere 30 Jahre im Amt bleiben.

      Ich würde mir lieber eine politisch praktikable Strategie und Taktik überlegen, wie man das verhindern könnte. Oder wie man den Kanzler, wenn man ihn schon nicht verhindern kann, wenigstens “einhegen” könnte.

      Ich rechne außerdem damit, dass die Türkisen noch sehr viel schlimmer werden können, als sie es bis jetzt sind. Es gibt nach rechts und zum Autoritären hin noch sehr viel Spielraum. Im Moment verlaufen die Dinge noch relativ (!) harmlos.

      Der Kampf wird in der politischen Mitte gewonnen – und verloren.

      Was könnten die ZackZack-Foristen zu diesem Kampf beitragen?

        • Ich weiß es nicht. Ich verstehe ja nicht einmal Kurzens Wähler. Wie soll mir da was einfallen, wie er zu bekämpfen ist. Häupl meinte einst sinngemäß, dass Kurz sich irgendwann selbst erledigt. Vielleicht wird das so sein. Vielleicht nicht.

          • Aber leider nur vielleicht. Ich fürchte wir werden Ihn noch einige Zeit erdulden müssen.
            Die Opposition ist erschreckend schwach.

          • Das ist leider so, ja!
            Gestern erst habe ich wieder über Enrico Berlinguer gelesen. Der hat die Reformkommunisten in Italien 1976 auf 34,4% geführt! Das muss man sich mal vorstellen. Das war ein starker, kluger und wendiger Parteiführer. So etwas gibt es heute einfach nicht mehr (oder gerade eben nicht). Die momentane Stärke des kindlichen Verkäufers ist auch die Schwäche seiner Gegner. Man hat oft das Gefühl, die wollen irgendwie nicht. Kein Boxer stiege mit dieser Einstellung in den Ring.

          • Ich als Roter, war enttäuscht über PRW im Sommergespräch. Kein Angriff, nichts.
            Ein bissi Meinl Reisinger in Rot würde ihr nicht schaden.

          • Chruschtschow würde sagen: “Wenn Du gegen einen Gegner nichts ausrichten kannst, sei geduldig und warte, bis er einen Fehler macht.” So hat er Berija und Malenkow nach Stalins Tod matt gesetzt. Kurz ist Narzist und als solcher macht er irgendwann schlimme Fehler. Schlimm genug dass man ihn stürzen kann.

          • Ein schönes Beispiel für linke Nostalgie.
            Die Welt von 1976 ist nicht mehr da. Die Menschen sind heute anders, die Verhältnisse sind heute anders – die politischen Antworten müssen auch anders sein.

            Zur Schwäche der Gegner gehört auch die linke Nostalgie. Die Unfähigkeit, sich auf die neuen (!), auf die aktuellen Herausforderungen einzulassen; die aktuellen Handlungsmöglichkeiten und Handlungsgrenzen nüchtern zu erkennen und zu berücksichtigen.

            Ich sage: “Liebe Linke, der Kampf wird in der Mitte ausgetragen und in der Mitte gewonnen oder verloren. Nicht links außen. Und rechts außen ist im Vorteil und wird allmählich stark genug, die Mitte zu erobern.”

          • Und genau das hatte ein Berlinguer begriffen und auch danach gehandelt. Er hat nach vorne geschaut und sich nicht gestriges aus Moskau diktieren lassen. Er hat die PCI zur Mitte hin geöffnet, die PSI und die DC unterstützt. Also ist etwas von 1976 auch jetzt aktuell. Nostalgie heißt wehmütiges Favorisieren der Vergangenheit. Aus der Vergangenheit lernen ist keine Nostalgie.

          • Nun, dann werden Sie mal Berlinguer2021, oder zeigen Sie auf, mit welcher Agenda und welchem Auftreten ein Berlinguer2021 oder Kreisky2021 die Österreicher von heute überzeugen könnte?

            Da haben wir dann das Problem: Es gibt eine solche Agenda für die Linke heute nicht. Die Verhältnisse haben sich radikal zu Ungunsten der Linken verändert. Eine Utopie ist nicht mehr glaubhaft. Was noch bleibt ist der Versuch, dass Schlimmste zu verhindern. Alle ahnen, dass es nun Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt bergab gehen wird.

            Das war zu Berlinguers Zeit anders. Da hatten man linkerseits noch Utopien, Vorstellungen einer besseren Welt.

            Ich gebe zu: Ich hab keine Idee für einen Berlinguer2021. Ich tendiere eher zu Churchill1940: “I have nothing to offer but blood, toil, tears and sweat.”
            Das wär ja mal einen Versuch wert …

          • Churchill ist auch ein guter Ausgangspunkt. Er hat sich ’45 total verschätzt, die Leute, die fürs UK Blut, Schweiß und Tränen gegeben haben, als Kommunisten beschimpft und wurde promt abgewählt. Später wurde er freilich wieder ins Amt gewählt. Da schien Demokratie noch zu funktionieren. Auch ein Kriegsgewinner Churchill konnte sich nicht alles leisten und wurde an der Urne für blöde Aussagen bestraft. Ansonsten warum nicht: er hatte Ausdauer, Humor, Zähigkeit, Fantasie, Ausstrahlung und konnte sehr gut mit den Medien umgehen, war umfassend gebildet, als Autor erfolgreich und als Maler dilettierend.

          • Sie sagen doch selber, dass wir nichts tun können, Samui.
            Aber es ist eigentlich so, dass die meisten NICHTS TUN WOLLEN.

            Denn dann müsste man sich ja mal in die Türkis-Wähler hineinversetzen.
            Und das ist zu viel verlangt.
            Aber ist es nicht eigentlich ein Aspekt politischer Dummheit, wenn man sich nicht in seine Gegner hineinversetzen will? Wie will man denn einen Kampf gewinnen, wenn man sich nicht in seinen Gegner hineinversetzt und dadurch antizipiert, was er tun könnte und wo seine Schwächen liegen könnten?

          • Sorry Leo…. das ist jetzt graue Theorie. Im seinen Gegner hinein versetzen…….
            Glauben Sie echt, daß das die Opposition nicht tut?
            Wenn die Opposition aber von den meisten Medien nicht beachtet wird, nützt das gar nichts.
            Da seid ihr in Deutschland besser unterwegs

          • Es nützt immer, sich in seinen Gegner hineinzuversetzen.
            Es erspart einem zumindest den Frust, den Zynismus oder das permanente Enttäuschtwerden.

            Ich glaube sehr wohl, dass sich Leute wie Rendi-Wagner, Kogler oder Meinl-Reisinger in die Türkiswähler hineinversetzen und begreifen, was in denen vorgeht. Aber es reicht nicht, wenn das ein paar Politprofis machen – die Wähler selber müssen es machen: versuchen, sich gegenseitig zu verstehen. Nicht aus moralischen Gründen, sondern weil es nützlich ist, wenn man die anderen versteht, und weil es darum klug ist zu lernen, sich in seine Gegner hineinzuversetzen.

          • Warum sollte es so schwer sein, die Wähler der Türkisen zu verstehen?
            Man braucht sich doch nur in sie hineinzuversetzen!
            Man trifft sie im realen Leben, trifft sie aber auch via Krone und ORF1 u. a. – ich finde, die Leute sind nicht schwer zu verstehen.

            Wie will man denn eigentlich Politik gegen Türkis machen, wenn man deren Wähler (also die Österreicher) nicht versteht? (Ich rechne zu den Türkisen alle diejenigen dazu, die zwar noch nicht Türkis wählen, aber unter Umständen auch mal Türkis wählen könnten oder es jedenfalls überlegen, auch wenn sie es dann doch nicht tun.)

        • Nichts – weil die Foristen die politische Mitte so verabscheuen, dass sie nichts mit ihr zu tun haben wollen.

          So verkriecht man sich dann in ein Eckchen und jammert und schimpft – und macht sich selbst politik-unfähig. Kein Wunder, dass Kurz so relativ gut dasteht – trotz aller Schwierigkeiten, in die ihn die Grünen (per Justiz) und der UA gebracht haben.

    • So sehr wir bei Corona Themen uns nicht einig sind, schätze ich diese ‘Ihre Zeilen sehr👍

  18. Für die Dorfdeppen und für die OÖ Wahl reichts. Keine Macht den Doofen.

    • “Keine Macht den Doofen.” Sagt Strongsafety.
      Dürfen wir das so verstehen, dass man nach seiner Meinung einen Test machen und bestehen muss, um wählen zu dürfen? (Die Kriterien bestimmt dann Strongsafety.)
      Oder meint er es wie die Kommunisten: Das Ergebnis muss von vorn herein feststehen?

      Ich nehme an, dass Strongsafety darauf eintweder gar keine Antwort findet – oder nur eine doofe. Ich bin dann aber trotzdem der Meinung, dass Strongsafety wählen darf. Die österreichische Verfassung schreibt das vor, ganz in meinem Sinne.

      Man könnte Strongsafetys Posting aber auch anders verstehen: als agent provocateur Aktion der türkisen Troll-Zentrale. Mit dem Ziel, das ZackZack-Forum als Hort linksradikaler Idiotie abzuwerten.

  19. Kein Wort über die Österreicher?
    Für die (die Mehrheit) betreibt der Kurz doch seinen Flüchtlingspopulismus!
    Das Volk darf nicht kritisiert werden?

    Zur Kritik würde aber auch gehören, nach dem WARUM zu fragen. Warum reagieren die Österreicher so anders als die Deutschen (mehrheitlich)? So anders, dass sogar ein rechtspopulistisch tendierendes Boulevardblatt wie BILD (= “unsere Krone”) sich wundert und den Sprecher der Österreicher attackiert.

    Hat die österreichische Presse auf den Kurz-Auftritt bei BILD und die Nachbesprechung reagiert?

    • Nein , weil Sie nicht ” dürfen” . Ich erinnere an Blumerls Streichungen von Inseraten, als ein Artikel nicht genehm war

  20. Was ist los mit dem österreichischen Journalismus? Weshalb hören wir diese klaren Worte immer aus Deutschland (Stichwort: Böhmermann)?

    Bei uns: Wenn diskutiert wird, werden Strategien diskutiert. Was bringt das für die kommende Wahl? Was bedeutet das für die Koalition? Wie kommt das bei den jeweiligen WählerInnen an?

    Das sind doch die völlig falschen Fragen! Ich sehe hier die österreichischen Journalisten viel mehr in der Pflicht. Wollen sie die 4. Macht im Staat sein, genügt es nicht, ein politisches »Let’s play« zu veranstalten. (Stichwort: Runde der Chefredakteure)

    Strategie-Nabelschau, völliges Fehlen von weltbürgerlichem Weitblick, von jedweder moralischer Dimension und ebensolchen Standpunken ist kein Rezept gegen Populisten, sondern deren Ritterschlag. Die Journaille in Ö hat zu liefern. Und vor allem viel mehr auf Youtube und anderen aktuellen Plattformen.

    • Erstens gehören strategische Fragen zentral zur Politik, zur Debatte. Was ja kein Grund ist, andere Fragen, die auch zentral zur Politik gehören, zu debattieren – etwa das Thema Flüchtlinge.

      Zweitens sind Journalisten grundsätzlich nicht frei, das zu schreiben oder zu sagen, was sie möchten. Frei sind die Eigentümer des Mediums. Der Eigentümer bestimmt den Kurs und den Rahmen des Erlaubten und Gewünschten. Der Journalist bzw. Redakteur (auch der Chefredakteur) hat die Freiheit, dies zu akzeptieren – oder sich ein anderes Medium, einen anderen Boss zu suchen. Wie die Besitzlage in Österreich aussieht, wissen wir. Das Geld steht hinter Kurz. Aber: Warum eigentlich ziehen die Österreicher die Krone (etc.) vor? Versuchen Sie mal, auf diese Frage eine Antwort zu finden!

      Drittens: Das Fehlen des weltbürgerlichen Blicks fällt mir besonders auf – in diesem Punkt stimme ich Ihnen zu, Si et non. Aber das charakterisiert ja nun leider die Österreicher generell, oder? Auch hier im Forum herrscht der rein nationale Blick in einem Maße vor, dass man sich nur wundern kann.

      Viertens: Die moralische Dimension fehlt in Österreich NIE. Im Gegenteil, es wird von links und Mitte und rechts moralisiert, dass man geradezu in Moral ersäuft. Immer wird dem jeweiligen Gegner wütend dessen Mangel an Moral vorgeworfen. Von außen betrachtet: Dieses einseitige (selbstgerechte) Moralisieren ist in der Tat unmoralisch. (Nietzsche könnte sich bestätigt fühlen: “Moral macht unmoralisch.”) Ein Anfang zur Genesung von dieser Krankheit wäre es, dem Gegner (!) zuzugestehen, dass ER sich moralisch völlig im Recht füüühlt – so wie ich auch. Und dass wir beide das genau dann (und nur dann) dürfen, wenn wir es auch dem anderen zugestehen. Fairness setzt gleiche Augenhöhe voraus.

      Fünftens: Was können die Journalisten auf YouTube verdienen?

      • Der öster. Journalismus ist am Ende, weil gekauft. Mehrheitlich.
        Danke Zackzack

        • Die Türkisen würden sagen:
          Nö, Samui, der österreichische Journalismus ist seriös, anständig, volksnah, patriotisch. Und ZackZack, Falter und Standard dürfen ja motzen, wenn sie wollen. Der Wolf im ORFII darf auch mal ein bisschen bissig sein.

          Wo auf der Welt ist “der Journalismus” nicht gekauft?
          Trotzdem gibt es noch einen Unterschied zwischen den Medien in Ländern wie Ungarn oder der Türkei einerseits, Österreich andererseits. In der Krone wurde zB über die Benko-Klage gegen ZackZack immerhin berichtet, mit allerlei kritischen Zitaten. In Ungarn und der Türkei gäb es das nicht mehr.

          Lassen wir also mal die Kirche im Dorf.

          • Ich war mal Kurier Leser…… lange.
            Nur um eine Zeitung zu nennen.
            Seit Salomon ist der Kurier das für die türkisen, was mal die Arbeiterzeitung für Rot war. Zum Unterschied zum Kurier hat sich aber die AZ ehrlich zu Rot bekannt.
            Das meine ich

      • Es ist schon klar , daß der jeweilige Journalist der Blattlinie folgen muss.
        Aber so wird eben der Herausgeber( Inhaber) bezahlt um ” richtige” Berichte zu schreiben.
        Aber vor der Message Control der Türkisen, gab es immer auch kritische Stimmen zur Regierung. Faymann zb wurden auch nicht alle Wünsche erfüllt.
        Heute ist der öster. Journalismus mehrheitlich wie gelähmt wenn es um Kritik an der Regierung geht. Scheinbar scheut Türkis hier keine Summen um die Kontrolle zu behalten.
        Und das ist mehr als traurig, da es sich um Steuergeld, also meins, handelt

      • Danke für die ausführliche Replik. In vielem stimme ich Ihnen zu, auch wenn Ihre Ausführungen (zB Eigentümerverhältnisse) meine Kritik eher bestärken als abschwächen. Es ist klar, dass Eigentümerverhältnisse zu schwierigen Zielkonflikten führt. Und genau das ist das Dilemma, in dem viele österr. Medien stecken. Gerade vorhin habe ich den ersten Podcast von Lanz und Precht angehört. Da habe ich mir gedacht: genau sowas fehlt bei uns extrem. Reflexion, große Sachkenntnis, historische Einordnung, ethische Sauberkeit.

        Das weitere, was Sie ansprechen, kann ich nur unterschreiben. Die Verwechslung von Moral und Moralisieren ist eine allgegenwärtige Problematik. Wird das vermischt, verliert immer die Moral. Ihr Ausweg, der hegelianisch anmutet, finde ich richtig.

    • Lauter Hosenscheißer die nach Millionen Werbegelder lechzen…
      Wer das unterstütz ist korrupt…

  21. Knittergesicht und Dackelblick sind der Hintergrund, um Ungeheuerlichkeiten von sich zu geben. Im Prinzip hat er angekündigt die Menschenrechtskonvention außer Kraft zu setzen. Das ist der Skandal. Unfassbar.

    Ja, das macht wütend. Und ein europäisches Herz hatte er nie. Es sind immer nur Lippenbekenntnisse. Das ist ein weiterer Schritt für den Öxit. Mich schaudert.

    Danke für die Darstellung.

    • Ein Erfüllungsgehilfe. Unsicher im Auftreten.
      Oft krächzend nah am Stimmbruch.
      Ich würde ihn gerne öfter hören wenn er nicht vorbereitet wurde ( zb. Zib2 bei Wolf).
      Das ist der wahre Bub. Da ist nichts dahinter, ausser tägliche Schulungen, auswendig lernen. Ein Produkt wie aus der Retorte.
      Aber viele durchschauen es nicht.

      • Wie eric clapton 8 stunden an seinem gitarrespiel feilt, feilt basti am verrenken seiner gliedmaßen haare schön machrn lassen.

      • Das hat Hitler genauso gemacht: Weinerliche Stimme mit Blick in den Himmel. Kann man bei Viktor Klemperer nachlesen. Das war Hitlers Hauptrhetorik, bevor er sein Ermächtigungsgesetz erhielt. Erst ab dann begann der Stakkato-Ton die Oberhand zu gewinnen.

        Und ehrlich gesagt: Das beängstigt mich. Und hinter diesem Kalkül einen Buben zu vermuten, halte ich nicht für klug.

  22. nur gut so wenn auch von aussen immer mehr druck kommt, das schlimme ist nur, dass an “Mr. Teflon” schlichtweg alles abperlt

    • An den wählerinnen über 60 mit geringer schulbildung haperts in dem fall.

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