Mittwoch, Juni 19, 2024

Tonnenweise Koks: U-Boot vor Kolumbien gestoppt

Ein U-Boot voller Kokain wurde vor Kolumbiens Pazifikküste gestoppt. Der blutige Handel mit dem Ego-Rauschgift hält das Land in Atem.

 

Wien, 03. September 2021 | Vor Kolumbien ist abermals ein U-Boot voller Kokain aufgehalten worden. Wert der 1,8 Tonnen Pulver: mehr als 60 Millionen Dollar (rund 51 Millionen Euro).

Nicht zum ersten Mal Koks-U-Boot

Die Marine fing das Boot einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge vor der Pazifikküste des Departments Nariño im Südwesten des Landes ab. Als die Besatzung des Bootes die Sicherheitskräfte bemerkt habe, seien die Männer ins Wasser gesprungen und in unwegsames Mangrovengebiet geflüchtet. Damit sei der Handel mit und der Konsum von mehr als 4,5 Millionen Dosen Rauschgift in Ländern der Region verhindert worden.

An Kolumbiens Küsten werden immer wieder U-Boote mit Drogenlieferungen beschlagnahmt. So zum Beispiel vor wenigen Wochen, als ebenfalls knapp zwei Tonnen Kokain unterhalb des Meeresspiegels transportiert worden waren. Auch in Europa werden immer wieder große Funde publik. Kolumbien gilt als größter Kokainproduzent der Welt, 70 Prozent des weißen Pulvers haben ein kolumbianisches Mascherl. Die gewalttätigen Kartelle führen erbitterte Kriege gegeneinander, immer wieder erschüttern blutige Massaker und Entführungen das Land an der Pazifikküste.

Ego-Droge mit starkem Suchtpotenzial

Der Drogenkrieg wütet auch deshalb weiter, weil der Export in reichere Weltregionen floriert. Kokain gilt gemeinhin als narzisstische Droge. Wie das „Handelsblatt“ einst in einem lesenswerten Beitrag schrieb, wird die Gefährlichkeit des Konsums vielfach unterschätzt. „Die Ego-Droge macht in kürzester Zeit extrem abhängig. Das kann in wenigen Monaten passieren“, zitiert das Blatt einen Suchtexperten.

(red/Agenturen)

Titelbild: APA Picturedesk (Bsp.-Bild von März 2021)

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