Köstinger:

»Ostösterreich muss bei Impfen vorankommen« – aber Ostösterreich liegt vorn

Landwirtschaftministerin Elisabeth Köstinger stellte am Rande des Corona-Gipfels im Bundeskanzleramt eine seltsame Forderung.

Wien, 08. September 2021 | Ab 08:30 berieten am Mittwoch im Kanzleramt (größtenteils virtuell) Bundeskanzler, Landeshauptleute und Experten über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Im ORF-Sommergespräch sagte Sebastian Kurz, die Pandemie läge “hinter uns”. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig ist anderer Ansicht: “Die Pandemie ist nicht vorbei, vor allem für die Ungeimpften – und es ist zynisch, zu sagen, die soll man durchseuchen,” sagte Ludwig im Vorfeld der Beratungen.

Köstinger stiftet Verwirrung

Für Ratlosigkeit sorgte eine Forderung von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger am Rande des Treffens. Vor den versammelten Journalisten sagte Köstinger: “Ostösterreich muss beim Impfen vorankommen!” Das ist überraschend, weil Ostösterreich beim Impfen vorne liegt. Mit 61,9 Prozent Vollimunisierten liegt Ostösterreich – also Wien, Niederösterreich und das Burgenland – deutlich über dem gesamtösterreichischen Schnitt von 58,9 Prozent. Das Burgendland führt mit 66,7 Prozent Vollimunisierten die Länderstatistik an, Niederösterreich folgt mit 61,7 Prozent auf Platz 2. Wien liegt mit 57,3 Prozent praktisch gleichauf mit Tirol und vor Salzburg, Kärnten und Oberösterreich. Das Land ob der Enns, wo am 26. September gewählt wird, bildet mit 54,2 Prozent das Schlusslicht.

Bild/Daten: Gesundheitsministerium

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

Lesen Sie auch

112 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Bewertungen
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare