Freitag, Februar 23, 2024

Not a Bot – Die Krise kommt nach der Krise

Jeden Samstag kommentiert Schriftsteller Daniel Wisser an dieser Stelle das politische Geschehen. Dabei kann es durchaus menscheln – it’s a feature, not a bug!

 

von Daniel Wisser

Wien, 25. September 2021 | Der stille Jubel über die Pandemie in den Reihen der rechten Regierungen ist kaum zu überhören. Wie Kautsky richtig sagte, führt der Kapitalismus zu einer immer schnelleren Abfolge von Krisen. Der Kapitalismus nutzt diese Krisen, um die Umverteilung von unten nach oben effizienter zu organisieren und bestimmte Produktionszweige ausfallen zu lassen oder wie wir heute sagen einzusparen.

Meist sind die Krisen vom kapitalistischen Markt selbst erzeugt. Das sind die Finanzkrisen oder Börsencrashes. Und auch die sogenannten Flüchtlingskrisen sind Krisen des Kapitalismus, denn Flucht und Migration sind nichts anderes als die Folge wirtschaftlicher und militärischer Bedrohung, die durch Ausbeutung oder Instrumentalisierung einer Region für Stellvertreterkriege entstanden ist. Die Covid-Pandemie aber hat der Kapitalismus gewissermaßen geschenkt bekommen.

Desolidarisierte Gesellschaft

Er bedankt sich dafür abermals bei seinen Geldgebern und nicht beim Volk. Geduldig nimmt das Volk diese Ungerechtigkeit entgegen, denn es ist damit beschäftigt, den eigenen Nachbarn, den eigenen Familienangehörigen und letztlich sich selbst zu bekämpfen. Eine desolidarisierte Gesellschaft, in der die größte Gruppe, deren sozialer und wirtschaftlicher Status durch die Regierung weiter und weiter untergraben wird, sich in Debatten über Impfungen und das Tragen von Mund-Nasen-Schutz zerkracht, ist Wasser auf die Mühlen der rechten Vorherrschaft.

Was in diesem Zuge noch verloren geht und mittelfristig viel schlimmer ist, ist ein Verlust der Position und Utopien, die das demokratische Spektrum in Balance halten. Hier gehen jene Ansätze verloren, aus denen die Gesellschaft die Kraft politischen Eingreifens schöpfen könnten. Mitte-Rechts-Parteien (und inzwischen muss man die österreichischen Grünen in diese Reihe einordnen) verschieben den Diskurs immer weiter nach rechts. Ihnen geht es aber nicht um politisches Eingreifen, sondern sie überlassen das Handeln Großkonzernen und Großkapitalisten.

Natürlich können wir

Natürlich ist in der Bewältigung der ökologischen Krisen unserer Zeit Verzicht notwendig. Dass Sebastian Kurz das leugnet, ist sonnenklar. Dass Werner Kogler ihm recht gibt, ist eine Katastrophe. Wenn fünfundfünfzig Prozent aller Lkw, die durch unser Land fahren und es verschmutzen auf Leerfahrten unterwegs sind, dann gibt es keine andere Konsequenz, als diese fünfundfünfzig Prozent der Lkw gar nicht erst losfahren zu lassen. Womit ein riesiger Beitrag geleistet wäre.

Natürlich können wir den Verbrauch fossiler Brennstoffe durch Verzicht (Verzicht auch auf den überbordenden Konsum von Kunststoffen) auf zwanzig Prozent des jetzigen Verbrauchs senken und damit von Erdöllieferanten in Unrechtsstaaten unabhängig werden. Natürlich können wir auch den Privatverkehr ganz locker um die Hälfte reduzieren. Mobilität im Zeitalter der Vernetzung ist hohem Maße unnotwendig.

Verzicht

Natürlich können wir etwas gegen den Wahnsinn des Internetbestellwesens tun. Diese Pakete die Tausende Kilometer Irrwege zurücklegen, von Sklaven geliefert werden, gratis zurückgesandt werden können (wieder Tausende Kilometer) und die aus einer Riesenschachtel bestehen, in der eine viel kleinere Schachtel versteckt ist, in der wieder eine kleine Schachtel steckt, in der sich der bestellte Hosenknopf befindet. Und natürlich ist Widerstand des Konsumenten wichtig, vor allem durch sein Nicht-Bestellen und damit seinen Verzicht.

Doch ausschließlich konsumentenseitige Maßnahmen sind (in gutem Wienerisch gesagt) ein Pflanz. Hier ist staatlicher Eingriff nötig und letztendlich transnationaler Eingriff. Dazu kommt, dass man auch endlich jene Internetplattformen verbieten muss, die Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und letztlich die Bedrohung ganzer Wirtschaftszweige betreiben: die Airbnbs und Ubers.

Die Krise kommt nach der Krise

Die Pandemie zeigt auch, zu welchen Hilfeleistungen der Staat befähigt ist. Hätte man nicht fünfundneunzig Prozent der Hilfsgelder den Pierers, Leitners, Benkos und Swarovskis gegeben, damit sie sich damit selbst Dividenden auszahlen und Personal abbauen können, dann hätten wir damit das Personal in Gesundheitswesen und Pflege aufstocken und besser bezahlen können. Das sind nämlich jene, die nicht nur in der Pandemie gefordert sind, sondern auch danach, wenn verschobene Krankenhausaufenthalte und Eingriffe durchgeführt werden müssen. Die Krise kommt nach der Krise.

Und auch wirtschaftlich kommt die wahre Krise nach der Krise. Das hat sich 2008 deutlich gezeigt. Nach der Pandemie wird es schlimmer werden. Einer nie dagewesene Anzahl Arbeitsloser und Armutsgefährdeter wird nicht nur nicht geholfen, sondern es wird darüber diskutiert, wie man ihnen die Daumenschrauben ansetzen kann.

Natürlich wäre eine Arbeitszeit von 20 bis 25 Stunden für unsere Gesellschaft völlig ausreichend. Sie würde den Druck auf Erziehende mindern und somit die Lebensqualität wesentlich erhöhen. Und sie würde auch den Weg zur Vollbeschäftigung möglich machen.

Die Sklavengesellschaft

Natürlich muss sich die Lohnschere zwischen den Berufen wieder schließen, denn eine Gesellschaft, die nur aus Chief Executive Officers, Senior Consultants und Aufsichtsratsvorsitzenden besteht, wird sich schwer tun, die Infrastruktur eines Landes aufrechtzuerhalten. Sie erwartet sich dann Sklaven, die den Spargel, der in den Nobelrestaurants um dreißig Euro serviert wird, für einen Stundenlohn von drei Euro ernten. Gleichzeitig sind diese Sklaven dann die Hassobjekte rechter Parteien, auf deren Wahlplakaten sie zu jenen gemacht werden, die uns die Arbeitsplätze wegnehmen. (Wer auch immer mit wir gemeint ist.)

Natürlich müssen die großen infrastrukturellen Einrichtungen wieder vom Staat betrieben werden: Postwesen, Verkehrswesen, Fluglinien und Banken. Und damit meine ich eine Fluglinie und eine Bank. Denn kein Land der Welt braucht zwei Fluglinien, wenn es eine Fluglinie hat, die mit Kostenwahrheit betrieben wird und nach Bedarf anbietet und nicht eine Fluglinie, die um 125 Euro von Wien nach Innsbruck fliegt.

Die Standpunkte, die wir in der Politik brauchen, sind nicht neu. Und es hat wenig sind, die Sachbuchwühlkiste durchzuackern, um die siebenhunderste Analyse unserer Misère zu lesen. Es geht darum, es jetzt zu fordern. Und es jetzt umzusetzen, wo es politisch möglich ist. Wenn es mehrere Parteien gibt, die bereit sind, nur eines dieser großen Probleme wirklich anzugehen, müssen sie den Weg der Zusammenarbeit finden und dürfen sich nicht von einer Ein-Drittel-Minderheit erdrücken lassen.

Titelbild: APA Picturedesk

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57 Kommentare

  1. Das Wort zum Sonntag.

    Diesmal nicht aus der Heiligen Schrift … (Kein weiterer Kommentar von mir zur Heiligen Schrift. Habe ja keine Lust auf eine Anzeige wegen § 188 StGB und dann 6 Monate im Gefängnis zu sitzen. Das hätte mal Hermann Nitsch berücksichtigen sollen!)

    Zurück zum Thema. Selten eine so prägnante und genaue Analyse unserer Zeit gelesen. Danke und Nicht-Danke zugleich.

    Das Nicht-Danke, weil ich eigentlich keine Lust mehr habe, über unsere Lebensrealität nachzudenken. Mir fallen so viele Unmenschlichkeiten ein, die vermutlich mehrheitsfähig sind, dass ich kein Licht am Ende des Tunnels mehr sehe. Sehr bezeichnend finde ich den Hinweis auf die “Masken- und Impfdebatte” als spaltenden Keim von ansonsten Gleichgesinnten.

    Und ich habe es hier im Forum ja schon oft gesagt, die Grünen sind für mich persönlich mittlerweile weit schlimmer als die FPÖ.

    Warum sind die Rechten und Grünen so erfolgreich? Herr Wisser, ich verstehe Sie so: Hass auf Andere = Stellvertreterkriege

  2. So prägnant und kurz die Zusammenhänge dargestellt , danke Herr Rabensteiner.
    Auf diesen Text habe ich lange gewartet.
    Die soziale Ungerechtigkeit und die Klimakrise sind die aktuellen Themen.
    Die jetztige Regierung wird nichts zur Lösung beitragen.

    • Sie sind hier aber “beim” Wisser…..;)))

      Und was die Klimakrise betrifft, so wird man damit dasselbe anrichten wie bei Corona: man agitiert populistisch & panisch – und das eigentliche Problem wird gar nicht angegangen. Man erfindet lieber ein Narrativ, als die wirklichen Probleme zu betrachten. Wir werden uns das Leben schwer machen um CO2 zu reduzieren, ohne, dass wir damit etwas verändern oder das Klima beeinflussen. Das Klima wird so wie Corona seinen Weg nehmen, und auf die Folgen sind wir nicht vorbereitet, weil wir uns nur aufs “Verhindern” konzentrieren. Das Narrativ wird uns einreden wollen, dass alles super funktioniert – auch wie bei C – und irgendwann kommt dann das große Erwachen, weil es ein Selbstbetrug ist. Wie bei C.

  3. “Die Covid-Pandemie aber hat der Kapitalismus gewissermaßen geschenkt bekommen.”

    Nix Neues beim Wisser. Immer noch derselbe Blödsinn…..

    Corona fällt nur in der Weise aus der Reihe, dass es eigentlich gar keine Krise war. Reine Instrumentalisierung und Panikmache. Aus verschiedenen Gründen – auch aus monetären.

    • Prokastrinator spricht von Panikmache. Lachhaft. Was verbreiten Sie denn hier, ohne Ende?
      Nur weil Sie mit Ihrem Dasein scheinbar nicht zufrieden sind.
      Erbärmlich

  4. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist kritiklos einer mutmaßlich korrupten und gesichert unfähigen Regierung in Lockdown, Massenarbeitslosigkeit, Isolation, Grundrechtsabbau, Geldverschwendung und Spaltung gefolgt. Eine breite Debatte war nicht gewünscht und wurde von allen Medien, seien sie nun regierungsnah oder regierungskritisch, unterbunden. Alle, auch ZZ und der FALTER, übernahmen das allgemeine Framing, dass pauschal alle Kritiker und Skeptiker zu Rechten, Verschwörungstheoretikern, Impfverweigerern usw. erklärte. Etwas zu diskutieren, in Frage zu stellen und auch abzulehnen wurde, obwohl einstmals höchste Qualität des mündigen Staatsbürgers, nun zu etwas fürchterlichem, häretischen, unsolidarischen erklärt. Eine Todsünde. Der Rechtsruck ist dieses Unterlassen und Dulden. Dieses Zulassen totalitaristischer Tendenzen, die drohen sich dauerhaft zu manifestieren. Dazu brauchte es aber nicht AfD, FPÖ oder FN – das haben die Sozialdemokraten und Bürgerliche alleine geschafft.

  5. Hm, Rechts…….???

    Mittlerweile ordne ich die türkise övp nicht mehr Rechts ein, sondern ganz links. Das Vorgehen der Regierung, incl. der Grünen erinnert mehr und mehr an den Kommunismus. Ich warte, nachdem sich diese türkise övp die relevante Posten bei Polizei, Geheimdienst usw., sowie die meisten Medien gekauft und gesichert hat, nur noch darauf, dass die ersten Umerziehungslager ala Stalin eröffnet werden.
    Wir sind doch heute schon so weit, dass Kritik an der Regierung aufs schärfste verfolgt wird.

    Wenn wir nicht aufpassen, dann wird eines Tages die Geheimpolizei vor der Türe stehen und Menschen einsammlen, um sie in Lager verbringen zu lassen.

    • Ma bitte, ich denke Sie haben ein “Ordnungsproblem”, weil noch rechter als die Kurz-Partei kann, außer die Rechtsextremen und Fpö, keiner mehr stehen.
      Und wie meinen Sie das: “Wenn wir nicht aufpassen…….um sie in Lager bringen zu lassen” >> Wer ist das wir, das aufpassen sollte? Sie gehören zu dem Wir?

      • Ich denke Prokastrinator weiß selbst nicht , was er eigentlich will.
        Hauptsache dagegen sein und seinen persönlichen Frust, über seine eigene Situation, hier abladen.

      • Auch das Stalin-Regime fällt unter Faschismus. Faschismus kommt ohne polit. Ideologie aus. Es ist schlicht der Versuch, das Individuum auszuschalten und die Masse gleichzuschalten. Wie bei der “Impfung” gibt es dann nur noch ein “Richtig” für alle Menschen. Auf individuelle Biologie wird keine Rücksicht mehr genommen, auf individuelle Sorgen auch nicht – nur die Panik vor C ist erlaubt, sogar geboten.

        Lesen Sie nach unter Fasces. Die Zweige, die zum Rutenbündel verschnürt werden sind in dieser “Metapher” die Menschen. Dem Faschismus geht es um die Gleichrichtung der Menschen, keiner darf ausscheren. Egal ob aus “linken” oder “rechten” Ideologien heraus.

  6. Irgendwie sehr düster aber leider wahr. Aber hat es diese Zustände die Wisser beschreibt nicht eh immer gegeben? In der modernen Welt sind sie nur besser getarnt, kommen zivilisierter rüber und laufen unter dem Deckmäntelchen der sogenannten Demokratie die uns suggeriert alle Menschen könnten mitbestimmen. Aber im Grunde bestimmen genau jene die das schon immer getan haben. Die Leute mit viel Geld.

    • Nein, immer unverhohlener zeigen sie ihre Fratze, aber wir sind schon so dumb und abgestumpft, dass wir die permanente Manipulation gar nicht mehr bemerken.
      Eines der schlimmsten Übel ist die dumm dreiste Werbung in allen Medien, auch hier in ZZ, die uns tagtäglich umspült.

      • Sorry, ich bin nicht abgestumpft, und bemerke ziemlich schnell jede permanente Manipulation.
        Ein Übel, und eine der schlimmsten Manipulationen, so ganz nett und sanft, ständig Gift oder negative Gedanken zu verbreiten, umspült mit einer tagtäglichen Fratze, ist, ihre Art in Worten verfasst, eine rechte Ideologie zu übermitteln.

  7. Gefällt mir sehr gut. Aber bei “Die Covid-Pandemie aber hat der Kapitalismus gewissermaßen geschenkt bekommen.” und
    bei der Aussage eines Christian Sewing (Chef der Deutschen Bank) zur Corona Krise “Der Staat solle lieber Pleiten akzeptieren.”, fällt es mir schon schwer zu glauben, dass man hier kein Öl in die Flammen gegossen hat….

    https://t3n.de/news/zerstoerung-mehr-pleiten-gewuenscht-1338203/

  8. Ab sofort kann man auch bei mir wieder kommentieren. Ich freue mich drauf.

  9. Für manche stellen auch meine Texte ein Ärgernis dar. Und das ist gut so.

      • An der Behebung des Schadens wird gearbeitet 😉 Sollte bald wieder funktionieren.

    • “Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar”, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken. “Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig”.

  10. Desolidarisierung der Gesellschaft mit Hilfe von Schreiberlingen wie Wisser, die nach besten Kräften mithelfen, die Gesellschaft zu spalten in die braven, angepassen Impflinge und die bösen “Impfverweigerer”. Jetzt das Maul noch gross aufreissen passt dazu.

    • Man merkt dass sie von dem Text nur sehr wenig verstanden haben, falls sie ihn überhaupt ausreichend durchglesen haben. Aber auch Hrn.
      Wisser wird klar sein dass er mit seinen ambitionierten Texten einen großen Teil der User intellektuell überfordert. Trotzdem ist es wichtig dass er die Leser (die ihm folgen können – und noch ist es die Mehrheit) an seinen Gedanken teilhaben lässt. Das Format wertet es auch allemal auf und sorgt für Qualität, die zugegebenermaßen nicht immer am höchsten Stand ist.

      • Danke auch für Deine Worte.👍
        Für manche hier, reicht das Hirn leider nur aus, um dubiose Links zu verbreiten oder abstruse Gschichterln zu erzählen.
        Das diese Leute Wisser nicht verstehen, überrascht mich gar nicht.

    • Na schau her wer da groß das Maul aufreißt. Die magischen “Denker” und Impfverweigerer.

    • Sie haben leider nicht die Möglichkeit wirklich einen Text verstehen zu können, da Ihr Gedankensystem einer gezielten Manipulation von rechts gesteuerter Auswahl an Infos indoktriniert ist.
      Tipp: Versuchen Sie es im Wochenblick, Krone, Kurier……..kommentieren!

  11. Mir wird schlecht. Die situation ist nicht mehr auszuhalten
    Wie wird das enden?

    • Der Trost ist dass alle Menschen schlussendlich ihre Rechnung begleichen müssen bzw. dass es alle Ar…löcher mal einholt. Doch manifestierte Systeme zum Einsturz zu bringen? Dazu bedarf es meist höhere Gewalt. Eine Pandemie wie Corona reicht da merklich nicht aus. Vielleicht hat aber unser Schöpfer noch ein As im Ärmel? Ich tippe da z.B. auf Interventionen aus dem All 😉

  12. Es kann nur noch mit direkter Demokratie funktionieren, die Parteien haben in der Krise Ihr wahres Gesicht gezeigt……alles keine Demokraten!

    • Zeigrn sie uns vor, wie das gehen soll. Gibt es beispiele anderer gut funktionierender demokratien?

        • Zugegeben erfolgreich im pragmatischen Sinne. Ist aber nicht auch Menschlichkeit eine tragende Säule einer funktionierenden Demokratie?

          • Aber bezüglich Chauvinismus ist Schweiz natürlich ein (zweifelhaftes) Vorbild.

          • Die Schweizer leben mit einer langen Tradition direkter Demokratie und sie haben zb mit der NZZ Medien, um die wir sie nur beneiden können. Unabhängige ausgewogene Information ist eine wesentliche Grundlage der Demokratie.

            Ein Eckpfeiler der Demokratie ist sicher weiters die EMRK, in der sich die von ihnen angesprochene Menschlichkeit widerspiegeln sollte.

            Deren Inhalte wurden von der Politik in den letzten zwei Jahren schwerstens! missachtet und ad absurdum geführt. Und zwar gegenüber jedermann.

            Und wenn hier jeder, der das kritisiert als ‘deppert’ und ‘rechts’abqualifiziert wird, dann spricht das auch für sich.

          • Ja, bin da voll bei Ihnen, und ich wundere mich das manche “Rechtsschreiber”, nicht mal in diesem Medium, gar nichts verstehen.

          • Die Schweizer die ich kenne, haben genug von laufenden Volksabstimmungen… die meinen: Für was werden Politiker gewählt?
            Schauen Sie sich mal die Beteiligung an Volksabstimmungen an….. eher mau

          • Das wurde mir anders geschildert.

            Und was passiert, wenn man Entscheidungen ausschließlich den Politikern überlässt – herzlichen Dank!

    • Oh Goad, nein! So weit sind wir auf Grund der Bildung im Ösel-Land noch nicht.
      Vorerst die Demokratie begreifen, wäre angesagt, und die rechten Parteien haben in der Anwendung ziemlich viel “nachholbedarf”.

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