Freitag, April 12, 2024

In der Heimat kritisiert – In Cannes ausgezeichnet – »Linz ist Linz« – Werbung

»Linz ist Linz« – Werbung

Jener Tourismus-Werbespot für Linz, welcher nach der Veröffentlichung im August vor allem von offizieller Seite vielfach kritisiert wurde und vielleicht auch deshalb viral gegangen ist, hat bei den “Cannes Corporate Media & TV Awards 2021” einen “Goldenen Delphin” erhalten.

Wien, 19. November 2021 | Zudem ist der knapp dreiminütige Film für den österreichischen Staatspreis Wirtschaftsfilm nominiert, wie Linz Tourismus in einer Aussendung am Freitag mitteilte.

In der Heimat kritisiert – In Cannes ausgezeichnet

Bei den “Cannes Corporate Media & TV Awards” werden die besten Wirtschaftsfilme, Dokumentationen sowie Produktionen für TV und Onlinemedien in 39 Kategorien mit einem Goldenen bzw. Silbernen Delphin ausgezeichnet. Aus allen Produktionen, die den Goldenen Delphin erhalten, wird der Gewinner des “Grand Prix” ausgewählt, der heuer an eine Produktion über den Pflegenotstand in Deutschland ging. Die Linzer Produktion ging in Cannes als eine von 900 Einsendungen als Preisträger hervor. Auf Youtube hat der Spot mehr als 500.000 Klicks und war damit heuer im dritten Quartal auf Platz eins der meistgeklickten Werbevideos auf Youtube in Österreich, dem “YouTube Ads Leaderboard Österreich Q3 2021”.

Die selbstironische Imagekampagne verärgerte im August den Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger und seinen blauen Stellvertreter Markus Hein. Luger hielt die Kampagne damals für “total misslungen”. Hein urteilte über das nun prämierte Video, es sei eine “Farce” und forderte gar dessen Rücknahme. Laut Linz Tourismus seien auf den unterschiedlichen Plattformen, auf denen die Kampagne ausgespielt wurde, aber “80 bis 90 Prozent” der Kommentare positiv gewesen.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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5 Kommentare

  1. Dieser Spot spricht den Durchschnitt jener Leute, die Linz besuchen wollen, sicher nicht an. Ein paar Trendsetter, die auf der obercoolen Welle mit schwimmen und sich als Kunstverständige ausgeben vielleicht. Aber ein Anreiz, Linz zu besuchen, ist dieser Werbespot mit Sicherheit nicht. Aber die obercoolen Werber haben dafür ihren Preis. Ob die Buchungen für die Linzer Tourismusbetriebe zurückgehen, kümmert sie nicht. Die reelle Wirtschaft ist nicht ihr Anliegen, die Eigenvermarktung zählt für die Werbeagenturen viel mehr.

  2. Ich finde den Spot super. Warum soll man mit Dirndl, Lederhose und schöner blauer Donau werben wenn es nicht den Tatsachen entspricht. Linz ist eine Industriestadt. Und wenns in Linz nichts anderes zu sehen gibt sollte man sich einmal fragen warum. Alles dicht verbaut, ein Verkehrschaos wie man es kaum wo anders sieht, massive Feinstaubbelastung und kein Fleckchen grün dazu Öffis die diesen Namen nicht einmal verdienen. Ein Haufen pseudointellektuelle Leute die auf einen Trend erst aufspringen wenn er anderswo schon vergessen ist. Was soll man sagen, das Video zeigt Linz um vieles besser als es ist und ist dabei extrem gut gemacht.

  3. Man sieht in diesem Spot tatsächlich nichts, aber auch gar nichts, das einen Linz-Besuch begründen könnte. Ein Armutszeugnis, auch von Regie und Aufnahmetechnik her schlecht.
    Aber wenn der Kurz einen Award für seine Verdienste um die Freiheit der Medien bekommen konnte, und die Medien dies ohne Protest hinnahmen, dann kann man diesem Werbespot der Tourismuswerbung den Anspruch auf eine Auszeichnung nicht ganz absprechen.
    Das müßen Experten sein bei der Tourismuswerbung Linz.

    • “Man sieht in diesem Spot tatsächlich nichts, aber auch gar nichts, das einen Linz-Besuch begründen könnte.”
      Ist halt kein Fantasy-Film. Ars Electronica, das Lentos – und das war’s auch schon.

      • Das Ars Electronica mag Ihnen ein Begriff sein, und Sie sind nicht der einzige, aber dieser Werbespot bringt auch zu diesem Event keinen Impuls.

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