Sonntag, Mai 19, 2024

Projekt »Eco-Teppiche«: Für mehr Selbstbestimmung afghanischer Frauen

Für mehr Selbstbestimmung afghanischer Frauen

Frauen, die in Afghanistan leben, haben es aktuell besonders schwer. Das feministische Unternehmertum “Hadia” will mit dem Projekt “Eco-Teppiche” afghanischen Frauen ihre Selbstbestimmung und Arbeit zurückgeben. ZackZack hat die Gründer Anna Lauda und Mirwais Wakil getroffen.

Wien, 18. Dezember 2021 | Die Lage in Afghanistan ist seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban äußerst kompliziert. Besonders verheerend ist die systematische Unterdrückung der Frauen. Teilweise dürfen sie nicht mal mehr alleine auf die Straße, um etwa einkaufen oder zur Bank zu gehen. Nach dem Sieg der Taliban konnten viele Frauen auch nicht mehr zurück an ihre Arbeitsplätze.

„Direktbezug von Premium-Orientteppichen mit Social Impact“

Der  gemeinnützige Verein „Hadia“ möchte dem entgegensteuern und Frauen in Afghanistan dabei helfen, ihre Selbstbestimmung zurückzugewinnen. Der Verein steht für feministisches Unternehmertum in Afghanistan. Mit dem Projekt „Eco Teppiche“ soll zum einem das besondere Kunst-Handwerk afghanischer Frauen sichtbar gemacht und zum anderen eine nachhaltige, wirtschaftliche und ethische Zusammenarbeit mit afghanischen Frauen aufgebaut werden. Der Erlös der Teppiche geht direkt an die Weberinnen in Afghanistan, die oft alleine für den Lebensunterhalt ihrer ganzen Familie aufkommen müssen.

Doch wie funktioniert das? Und wie ist es möglich, eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Frauen in Afghanistan von Wien aus aufrecht zu halten? ZackZack hat das Gründungsteam getroffen und sich das Projekt genauer angeschaut.

(mst/jz)

Titelbild: Andrea Klem

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22 Kommentare

    • Lesen/hören – Denken – posten

      Waren Sie dort, oder warum glauben Sie die Situation beurteilen zu können.

    • Hallo,

      als GF des Vereins Hadia nehme ich dazu gerne Stellung: Mirwais Wakil hat seine Jugend im ländlichen Afghanistan verbracht und ist seitdem nach wie vor regelmäßig in Afghanistan. Wir erklären das im Video genauer, ich darf diesbezüglich also darauf verweisen (long story short: wir arbeiten seit über 3 Jahren intensiv am Projekt EcoTeppiche). Ich persönlich werde die nächsten Monate ebenso Afghanistan reisen.

      Grundsätzlich stört es uns ja nicht, Träumerinnen genannt zu werden (welche Visionäre werden denn nicht als Träumer bezeichnet :-), aber wieso nicht einfach das Video anschauen und/oder Mirwais Wakil googeln bzw. diesen weiterführenden Artikel lesen: https://brutkasten.com/hadia-wiener-verein-foerdert-weibliches-unternehmertum-in-afghanistan/

      Bei seriösen Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.

      Freundliche Grüße!
      Anna Lauda

  1. warum zeigt man dabei nicht die wirklichkeit mit vollverschleierten frauen? würde die realität eher treffen.was tut man gegen die unterdrückung der frauen hier in muslimischen familien?… das hinterfragt der feminismus hier komischerweise überhhaupt nicht.

  2. ZackZack hat die Gründer Anna Lauda und Mirwais Wakil getroffen?
    Scheingefechte, um den Pöbel (Pöbelinnen) von wirklichen Problemen abzulenken; es sollte nicht Standard werden!

  3. “… Nach dem Sieg der Taliban…”
    Die Taliban haben nicht “gesiegt”, sie wurden von einer großen Mehrheit der afghanischen Bevölkerung freudig empfangen.
    Wer wissen will wie weit Afghanistan gesellschaftlich bereits war, soll sich das Bild im Link ansehen:
    https://media.diepresse.com/images/uploads/9/a/2/5388706/women-kabul_152103584511997.jpg
    Aufgenommen von der französischen Fotografin Laurence Brun in Kabul vor 49 Jahren.
    Das war bevor die USA begann die damals noch unbedeutenden Gotteskrieger mit Geld, Waffen und Geheimdienstinfos zu unterstützen um im Grenzgebiet zu RU Stress zu machen.
    Rambo 3 aus dem Jahre 1988 gilt hier als cineastischer Beweis. Da kämpft John Rambo Seite an Seite mit den überaus heldenhaft dargestellten Mudschaheddin gegen den bösen Ivan.

  4. Ich wünsche den beiden und Ihrem Projekt alles Gute, bezweifle aber stark dass es an der Situation der Frauen etwas ändern wird. Es ist zwar sehr lobenswert und hoffe wirklich erfolgreich, aber für mich ist es sehr naiv und blauäugig.
    Ich habe etwas Einblick in diese Branche, mehr will ich gar nicht sagen. Schwierig!

    • Sehe ich auch so,hab zwar keinen Einblick in die Branche,aber ich weiß wie das bei so Sachen läuft,klar,ein wenig was bekommen sie verkauft,weil es gibt immer irgendwie ein bissi Zwang im Umfeld und so mancher sagt,ja o.k. nehm einen. Aber das war es vermutlich dann auch schon.

      Aber wünschen wir ihnen Glück,sie werden viel davon brauchen.

    • Lieber Nikita,

      danke für die guten Wünsche! Seit mehr als 3 Jahren arbeiten wir intensiv am Projekt und sind dafür regelmäßig in Afghanistan. Ich gebe Ihnen Recht – es ist kein leichtes Unterfangen, aber wir betreiben dieses Projekt bereits erfolgreich und wachsen stetig – mittlerweile arbeiten über 100 Weberinnen für uns.

      Herzliche Grüße!

    • …. das liegt dann Wohl im Auge des Betrachters 🙂 Ps.: Ich beneide Sie ums Glasdach! Bei einem Glasdach kommen helle Teppiche ersten Grades nämlich besonders gut zur Geltung, da das direkte Licht wunderbar mit den Facetten der Naturfarben spielt. Liebe Grüße!

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