Montag, Februar 26, 2024

Iran-Proteste: Solidaritäts-Demo in Wien

Iran-Proteste:

Am Samstag haben sich auf dem Karlsplatz Menschen zu einer Demonstration in Solidarität mit den Frauen im Iran versammelt. 

Wien, 10. Oktober 2022 | Am Samstag sind um 14 Uhr auf dem Karlsplatz Menschen zusammengekommen, um ihre Solidarität mit der aktuellen Protestbewegung im Iran auszudrücken. Angaben dazu, wieviele Menschen sich versammelt hatten, gab es vorerst weder von der Wiener Polizei noch von den Veranstaltenden.

Die Demonstration ist unter anderem vom internationalen sozialistischen, feministischen Netzwerk ROSA organisiert worden. Der Demonstrationszug geht vom Karlsplatz aus den Rennweg entlang bis vor die Iranische Botschaft und setzt den Weg dann fort in den Schweizergarten, wo für etwa 18 Uhr die Abschlusskundgebung geplant ist.

Weltweite Solidarität

Die jüngste Protestbewegung im Iran ist vom Tod der 22-jährigen Mahsa Amini durch die iranische Sittenpolizei. Sie war festgenommen worden, nachdem ihr vorgeworfen wurde, ihren Hijab nicht entsprechend der Vorschriften getragen zu haben.

Weltweit haben in den Wochen seit Aminis Tod Menschen gegen die iranische Führung protestiert. Frauen auf der ganzen Welt haben sich öffentlichkeitswirksam ihre Haare abgeschnitten, um sich solidarisch mit den Protestierenden im Iran zu zeigen, zuletzt etwa die schwedische EU-Abgeordnete Abir Al-Sahlani.

Iranische Protestbewegung hält an

Die iranische Führung geht mit aller Härte und Gewalt gegen die Proteste vor. Dennoch protestieren die Menschen weiter. Eine Parole, die bekannt geworden ist, ist „Frauen! Leben! Freiheit!“. Sie entstammt der kurdischen Freiheitsbewegung.

Die iranische Führung verbreitet indes die Behauptung, Amini sei an einer Krankheit und nicht durch die Hand der Sittenpolizei verstorben. Es gibt für diese Erzählung keine unabhängige Bestätigung.

(pma)

Titelbild: APA Picturedesk

Pia Miller-Aichholz
Pia Miller-Aichholz
Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich
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