Sonntag, Mai 19, 2024

So lang wie ein Auto: Das ist das größte Tausendfüßler-Fossil der Welt

So lang wie ein Auto:

Ein Tausendfüßler im wahrsten Sinne des Wortes: Geologen haben das Fossil eines Tausendfüßlers entdeckt, das bisherige Größenrekorde bricht: Schätzungsweise war das wirbellose Tier 2,6 Meter lang und 55 Zentimeter breit.

Cambridge, 21. Dezember 2021 |  Erst vergangene Woche berichteten Forschende, den ersten echten Tausendfüßler entdeckt zu haben. Im Westen Australiens fanden sie in 60 Metern Tiefe in einem Bohrloch Exemplare mit rund 1.300 Beinen.

Nun wurde ein neuer Tausendfüßler-Rekord geknackt: An einem Strand in Nordengland stieß ein Team um Neil Davis von der Universität Cambridge auf das bisher größte Fossil eines Tausendfüßlers. Gelebt habe das rund 50 Kilogramm schwere Tier vor etwa 326 Millionen Jahren in offenen Waldgebieten in Küstennähe, wie die Forscher im Fachmagazin “Journal of the Geological Society” berichten.

Rekonstruktion des Tausendfüßlers. / Quelle: Journal of Geological Society/Neil Davis

Entdeckung durch Zufall

Entdeckt wurde das Fossil – die Überreste eines Lebewesens namens Arthropleura – aus purem Zufall: Es war eingeschlossen in einem großen Sandsteinblock, der von der Klippe auf den Strand gedonnert war. “Die Art und Weise, wie der Felsbrocken gefallen war, hatte ihn aufgebrochen und das Fossil perfekt freigelegt”, erinnert sich Davis gemäß einer Mitteilung seiner Hochschule. Ein ehemaliger Doktorand sei ganz zufällig auf das Relikt gestoßen, als er an dem zerlegten Brocken vorbeilief. “Man hat schon einmal Fragmente von Skeletten gefunden, einzelne Beine oder einzelne Skelettteile, aber noch nicht so etwas”, erklärt Davis.

Bereits früher wurden zwei Arthropleura-Fossilien entdeckt, beide in Deutschland, und beide sind viel kleiner als das nun beschriebene Exemplar. Der Fund zeigt den Forschenden zufolge, dass Arthropleura das größte bekannte wirbellose Tier aller Zeiten war, größer als die alten Seeskorpione, die den bisherigen Rekord hielten.

(apa/jz)

Titelbild: Journal of Geological Society/Neil Davis

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11 Kommentare

      • 😉 👍 Danke, kannte ich schon….
        Wenn eine Anakonda ein 120 kg Wasserschwein (Capybara) fressen kann, ist ja ein Mensch auch nicht weniger gefährdet, nur das Wasserschweine keine Waffen haben…
        So eine “Mahlzeit ist aber für die Schlange auch gefährlich, die kann auch mal ein halbes Jahr dauern. Da muss das Verdauungssystem der Schlange schneller Sein als die Darmbakterien der Beute, sonst stirbt die an einer Vergiftung.
        Kinder werden öfter mal Opfer, Pythons sind da schon groß genug…

        • Manche sind daran auch schon erstickt an zu großen Brocken.
          Zu gierig sollte man dann eben auch nicht sein.

          • manchmal sind die Augen grösser als der Magen – hat meine Oma oft gesagt…
            Schlangen können auch bei grosser Beute im Maul noch recht gut atmen, die haben sowas wie “druckfeste” Röhren durch den Kopf und bei manchen Arten geht die Lunge durch den ganzen Körper. Die Luftröhre(auch Glottis genannt) der Schlangen liegt im Unterkiefer, eigentlich gut sichtbar wenn die Schlange nach dem Fressvorgang gähnt. Wenn die Schlange ein großes Beutetier verschlingen will, kann sie die Luftröhre hinausschieben und so atmen….

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