Missbrauchsvorwürfe

Queen entzieht Prinz Andrew militärische Titel

Der Sohn von Königin Elizabeth konnte die US-Klage wegen Missbrauchsvorwürfen gegen ihn nicht stoppen. Nun werden ihm alle militärischen Dienstgrade entzogen und er muss sich als Privatperson vor Gericht verteidigen.

London/New York, 14. Jänner 2022 | Es wird eng für Prinz Andrew. Seine Mutter, die britische Königin Elizabeth II. entzog ihrem jüngsten Sohn am Donnerstag alle militärischen Dienstgrade und royale Schirmherrschaften. Auch die Anrede „His Royal Highness“ soll der 61-jährige laut Guardian nicht mehr verwenden dürfen. Andrew werde sich in dem US-Prozess als privater Bürger verteidigen, öffentliche royale Aufgaben werde er weiterhin nicht wahrnehmen. Diese hat er bereits nach dem Aufkommen der Vorwürfe 2019 nicht mehr ausgeübt.

Missbrauch von Minderjährigen

Klägerin Virginia Giuffre wirft Andrew vor, sie als Minderjährige vor rund 20 Jahren mehrmals sexuell missbraucht zu haben. Ein Foto zeigt die 16-jährige Guiffre mit dem Prinzen, der seinen Arm um ihre Hüfte legt. Sie gibt an, zuvor Opfer eines von dem mit Andrew befreundeten US-Multimillionärs Jeffrey Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell aufgebauten Missbrauchsrings geworden zu sein. Andrew streitet alle Vorwürfe kategorisch ab, war aber mit Epstein und Maxwell jahrelang eng befreundet. Maxwell wurde vergangene Woche wegen Menschenhandels und Missbrauch von Minderjährigen verurteilt, ihr drohen mehrere Jahrzehnte Haft. Epstein nahm sich nach seiner Inhaftierung das Leben.

Prinz Andrew mit der damals nach eigenen Angaben minderjährigen Guiffre (Bild AFP)

Militärveteranen gegen Andrew

Mehr als 150 britische Militär-Veteranen hatten die Königin am Donnerstag in einem offenen Brief aufgefordert, Prinz Andrew von seinen Rollen im Militär zu entbinden, da er den damit verbundenen hohen Standards an ehrenhaftem Verhalten nicht gerecht geworden sei. „Wäre dies irgendein anderer ranghoher Militäroffizier, wäre es indiskutabel, dass er noch im Amt wäre“, hieß es in dem Schreiben. Wie schnell die Queen darauf reagieren würde, hatten wohl die wenigsten erwartet.

Außergerichtliche Einigung

Eine Millionenzahlung an Giuffre um ein skandalöses Gerichtsverfahren zu verhindern wäre eine letzte Option für den Prinzen, scheint aber unwahrscheinlich.  „Es ist Virginia Giuffre sehr wichtig, dass diese Angelegenheit auf eine Weise gelöst wird, dass sie und die anderen Opfer Gerechtigkeit erfahren“ ließ der Anwalt der jungen Frau via BBC verlautbaren.

(bp)

Titelbild: APA Picturedesk

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12 Kommentare
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Drachenelfe
14. 01. 2022 20:37

Eine Millionenzahlung an Giuffre um ein skandalöses Gerichtsverfahren zu verhindern wäre eine letzte Option für den Prinzen

Naja, die Steuerzahler in GB sind „not amused“ wenn mit ihrem Steuergeld diese Entschädigungszahlungen abgewickelt werden würden.
Dann wird auch die Queen mit reingezogen.

By the way: es gab 2009 schon eine Vereinbarung zwischen Epstein, dem Prinzen und Giuffre in dem Geld geflossen ist und sie von weiteren Klagen hätte absehen sollen.
Und es gefällt den Herrschaften nicht, dass sie nicht mehr zu ihrer Zusage steht.

Zackenbarsch
14. 01. 2022 14:27

Weiss man wie alt Giuffre ist? Vor 20 Jahren…
Dann könnte man einen Mathematiker das ausrechnen lassen.
(Buchstabendreher? Guiffre Giuffre)

Tschoena
14. 01. 2022 14:12

Ich gestehe, wenn er schuldig gesprochen würde, ich wäre für ihn und gennerell für die Todesstrafe bei KinderschänderInnen, wenn nachgewiesen, sorry, freie Meinung, besonders nach Kirchenaustritt darf i das wieder sein, meinungsfrei (ohne Beichte;-)

Amberg
14. 01. 2022 17:52
Antworte auf  Tschoena

Ganz ehrlich, dein Kirchenaustritt hat keinen besseren Menschen aus dir gemacht!
Damals, nach Konstantin (4 Jahrhundert) als die Primaten schön langsam aber sicher den Stuhl im Besitz nahmen um in Prunk, Protz und Macht mit ihrer “Erkenntnis” die Menschen untertan machten, ihr altes Testament kanonisiert war, was heißt aus der “Heilige Schrift” der Juden wurde mit einigen Anordnungsänderungen das alte Testament…aus Jeschua den Juden wurden die Päpste.
Im ca. 4 Jahrhundert wurde im römischen Reich die Kirche zur Staatsreligion. In den ersten Gesetzen, neben anderer Schlechtigkeiten, war es erlaubt und jeder der konnte durfte sich weiterhin Sklaven halten…das war erst der Anfang von Nächstenliebe, du sollst nicht töten……….

ManFromEarth
14. 01. 2022 16:47
Antworte auf  Tschoena

„Du sollst nicht töten sprach der Denker, nicht nur zum Mörder, auch zum Henker.“
―Arnold Zweig

Schoerky
14. 01. 2022 18:07
Antworte auf  ManFromEarth

Wenn ich mir erlauben darf, ich würde auch den Gesetzgeber hinzufügen.

ManFromEarth
14. 01. 2022 18:10
Antworte auf  Schoerky

… selbstverständlich, ich nahm an das der “Henker” bereits die Staatlich Macht impliziert.

soschautsaus
14. 01. 2022 14:26
Antworte auf  Tschoena

Tut mir leid,aber der Tod ist keine Strafe,denn sterben müssen wir alle,wegsperren lebenslang und lebenslang muß lebenslang bleiben,ja das ist eine Strafe,aber Tod ist keine Strafe,wie gesagt,alleine schon aus dem Grund,weil wir alle sterben müssen.

Drachenelfe
14. 01. 2022 20:12
Antworte auf  soschautsaus

Epstein hat sich im Gefängnis umgebracht.
Wenn es auch beim Hochwohlgeborenen so sein soll und wir wieder auf die Kirche zurückkommen, ist das eine Todsünde und bedeutet ewige Verdammnis. Das wäre wenigstens gerecht.

nikita
14. 01. 2022 14:56
Antworte auf  soschautsaus

👍

Bastelfan
14. 01. 2022 13:05

der queen wie aus dem gesicht geschnitten, der bub.

Bastelfan
14. 01. 2022 12:51

zeit wirds.
kurier, krone, etc pecken dauernd auf meghan und harry hin.
die fade kate wird täglich hochgejubelt.
über randy andy wird über seine verfehlungen geschwiegen.
zum speibm.