Samstag, Juli 20, 2024

Vom Berg Athos: Kritik an Impfverweigerern in eigenen Reihen

Vom Berg Athos:

Heftige Kritik an Impfverweigerern in den eigenen Reihen hat der Abt des orthodoxen Klosters Esfigmenou auf dem Berg Athos geübt. 40 Athos-Mönche seien bereits an Covid gestorben, sagte Abt Bartholomaios dem griechischen Sender ERT-News laut Kathpress.

Athos, 20. Jänner 2022 | Trotzdem gebe es immer noch Mönche, die Corona leugnen würden und andere dazu verleiteten, sich nicht impfen zu lassen, so der Abt. Nicht selten führe das zu schwerwiegenden Krankheitsverläufen und auch Todesfällen.

Hart fiel das Urteil des Abts über die Spiritualität der Covid-Leugner aus: “Sie haben unseren Glauben in eine Religion verwandelt, die von einem strengen Gott dominiert wird, der straft. Sie lehren, dass unsere Kirche verfolgt wird und schaffen damit nichts anderes als Fanatismus.” Es gehe diesen Mönchen nicht um den christlichen Glauben, sondern darum, eine Gefolgschaft um sich zu sammeln. Sie würden Kirche und Gesellschaft spalten. Der Abt bezeichnete das Phänomen auch als “Krebs” im Körper der Kirche.

Staatsanwaltschaft stellt Untersuchungen in Aussicht

Abt Bartholomaios bekräftigte mit seinem Interview die jüngsten Aussagen eines anderen Athos-Mönchs. Die Staatsanwaltschaft in Thessaloniki hat daraufhin Untersuchungen in Aussicht gestellt, wie das Infoportal “OrthodoxTimes” am Dienstag berichtete.

Der Abt des Klosters Esfigmenou hatte schon im November “intolerante Fanatiker” auf dem “Kieker” und die Staatsanwaltschaft aufgefordert, einzuschreiten. Im November waren laut dem Abt erst 40 Prozent aller Mönche des Athos geimpft.

(bf/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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