Samstag, Juni 22, 2024

Belgische Sportlerin nicht in Olympia-Dorf zurückgebracht

Video sorgt für Aufregung

Skeleton-Fahrerin Kim Meylemans berichtete unter Tränen, dass sie nach überstandener Corona-Infektion und Isolation nicht ins olympische Dorf zurückgebracht wurde. Internationales Olympisches Komitee musste einschreiten.  

Yangqing, 03. Februar 2022 | Die Belgierin Kim Meylemans wurde bei ihrer Ankunft in Peking positiv auf Corona getestet und musste sich für zehn Tage in Isolation begeben. Nach mehreren negativen Tests und einem CT-Wert von über 35 hätte sie laut den Covid-19-Bestimmungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am gestrigen Mittwoch in das olympische Dorf Yangqing zurückkehren und für weitere sieben Tage isoliert von ihren Mitstreitern trainieren dürfen.

Der Krankenwagen, der Meylemans abholte, brachte sie jedoch ohne Erklärung in eine zweite staatliche Einrichtung. Daraufhin veröffentlichte die Sportlerin ein Video auf Instagram, in dem sie unter Tränen von den Geschehnissen berichtet: „Ich muss hierbleiben für weitere sieben Tage mit zwei weiteren PCR-Tests pro Tag ohne Kontakt zu sonst jemandem“, so die Athletin, die angeblich bereits zu Beginn des Jahres eine Infektion durchgemacht hatte.

Komitees intervenierten

Meylemans bestätigte auf Instagram, dass sie nun  im olympischen Dorf sei und sich dort “sicher” fühle. Nachdem das belgische olympische Komitee und das IOC erfuhren, dass sie fälschlicherweise mit einem Krankenwagen in eine zweite Einrichtung gebracht worden war. Ihr Zwischenaufenthalt wurde mit mangelnden Einbettzimmern begründet. „Es scheint, als hätten sich das Video und die Bemühungen meines Olympischen Komitees wirklich gelohnt.“, so Meylemans.

„Wir können Kims Reaktion voll und ganz verstehen. Unser Hauptanliegen war es, Kim so schnell wie möglich in das olympische Dorf in Yanqing zu bringen.“, so das Komitee in einem Statement. Zuvor hatte Rob Koehler, der Generaldirektor der Interessensvertretung „Global Athlete“, den Umgang mit Meyleman als „völlig inakzeptabel“ bezeichnet. Das IOC würde die Rechte der Athleten im Stich lassen, kritisierte er.

(nb)

Titelbild: APA Picturedesk

Autor

  • Nura Wagner

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