Samstag, Juni 15, 2024

Stärkster Sturm seit Jahrzehnten

In England und Wales bereitet man sich auf einen der schlimmsten Stürme seit Jahrzehnten vor. Der britische Wetterdienst hat die Menschen dazu aufgerufen zu Hause zu bleiben. Ähnliche Zustände werden an der deutschen Nordseeküste erwartet.

Wien, 18. Februar 2022 | Mit einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern handelt es sich laut BBC bei dem von den Briten „Eunice“ getauften Sturmtief um einen der schwersten Stürme seit Jahrzehnten. Die britische Armee wurde in Alarmbereitschaft gesetzt.

Lebensgefährliche Bedingungen

Der britische Wetterdienst „Met Office“ hat die selten ausgesprochene rote Warnstufe über weite Teile des Landes von zehn Uhr morgens bis 15 Uhr verhängt. Sie gehen von starken Schäden an Häusern und lebensgefährlichen Situationen durch herumfliegende Trümmer aus. Britischen Medienberichten zufolge planen Minister und Beamte im Laufe des Nachmittags eine „Cobra-Notfallsitzung“ in der Vorgehensweisen besprochen werden, um gegen den Sturm gewappnet zu sein. In den heutigen Morgensendungen der Medien warnte der Sicherheitsminister Damian Hinds die Menschen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. „Das Wetter ist unberechenbar, und es ist wirklich wichtig, dass wir alle weiterhin Vorsichtsmaßnahmen treffen und versuchen, jeden in Sicherheit zu bringen“, sagte er gegenüber „Sky News“. Die rote Wetterwarnung deute auf ein „Risiko für Leib und Leben“ hin.

Die Menschen wurden gewarnt Gärten zu evakuieren und Gegenstände festzubinden: „Befolgen Sie unbedingt die Ratschläge der örtlichen Behörden und Stadtverwaltungen, schließen Sie heute Abend und morgen früh Türen und Fenster und halten Sie Ihre Autos in Garagen oder von Bäumen und Mauern fern“, appellierte Annie Shuttleworth vom Wetterdienst. Auf sozialen Medien kursieren bereits Videos von Gegenständen, die vom Wind durch die Luft gewirbelt werden.

Zwei Opfer durch „Ylenia“

Nachdem der gestrige Sturm „Ylenia“ in Deutschland Bäume umgestürzt und zu Straßen- und Zugsperren geführt hat, wird schon der nächste Orkan mit dem Namen „Zeynep“ von den Britischen Inseln mit stärkeren Böen vor allem im Norden erwartet.

Am Donnerstag erlagen zwei Menschen den durch den Sturm verursachten Baumstürzen auf Autos. Auch in Tschechien, Großbritannien und Polen verursachte das Sturmtief Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen. Mehr als 300.000 Haushalte waren am Donnerstag in Tschechien wegen beschädigter Leitungen ohne Elektrizität. Im Norden Englands waren Tausende Haushalte zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. In Krakau ist bei starkem Wind ein Kran auf einer Baustelle umgekippt und hat vier Bauarbeiter verletzt. Zwei der Männer seien im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit.

(nb/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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  • Nura Wagner

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