Donnerstag, April 25, 2024

Sanofi und GSK wollen Zulassung von Impfstoff beantragen

Corona-Impfung

Der neue Impfstoff schützt laut Herstellern nach zwei Dosen zu 100 Prozent gegen schwere Verläufe und Krankenhauseinweisungen. Es wäre der sechste Impfstoff, der in der EU zugelassen wäre.

Paris/Wien, 24. Februar 2022 | Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) planen nach entscheidenden Daten zu ihrem Corona-Impfstoff einen Zulassungsantrag. Der proteinbasierte Impfstoff schützt nach zwei Dosen laut den Studiendaten zu 100 Prozent gegen schwere Verläufe und eine Krankenhauseinweisung, wie das Duo am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung mitteilte. Zu 75 Prozent könnten auch moderate bis schwere Verläufe vermieden werden und zu knapp 58 Prozent jedwede Covid-19-Symptome, hieß es.

Booster-Hoffnung

Große Hoffnungen machen laut einer Sanofi-Sprecherin die Daten zur Wirksamkeit als Booster-Impfung: Bei Personen, die zuvor bereits zwei Mal eine Impfung mit einem anderen Wirkprinzip erhalten hätten, also einen mRNA- oder Vektorimpfstoff, hatte das getestete Mittel den Angaben zufolge die Zahl der Antikörper 18- bis 30-fach erhöht. Der Impfstoff zeige eine Booster-Wirkung auch über alle Altersgruppen hinweg. Die Wirksamkeit sei ähnlich wie bei bereits zugelassenen Corona-Impfstoffen.

Die Daten sollen nun bei den zuständigen Arzneimittelbehörden eingereicht werden, darunter die FDA in den USA und die EMA in Europa. Einen genauen Zeitplan für den Zulassungsantrag gebe es noch nicht, sagte die Sanofi-Sprecherin. Geplant sei, die Zulassung für den Wirkstoff als Erst- und Boosterimpfung zu beantragen.

Comeback mit proteinbasiertem Impfstoff

Im Rennen um einen wirksamen Corona-Impfstoff am Anfang der Kampagne waren die beiden europäischen Konzerne ins Hintertreffen geraten. Derzeit dominieren mRNA-Vakzine von Pfizer/BioNTech und Moderna oftmals in den internationalen Impfkampagnen. Während Sanofi und GSK die Forschungen an einem mRNA-Impfstoff abgebrochen hatten, hatten sich die Tests an dem proteinbasierten Wirkstoff immer wieder verzögert.

Bedarf dürfte es gleichwohl geben, denn in vielen Ländern gibt es noch große Impflücken, insbesondere in Schwellenländern. Auch durch die Booster-Kampagnen steigt die Nachfrage. Inzwischen wurden weltweit mehr als zehn Milliarden Impfungen gegen Covid-19 verabreicht.

Novavax-Impfstoff ab heute in Österreich

Ende 2021 ist bereits der Proteinimpfstoff von Novavax mit dem Namen Nuvaxoid zugelassen worden, der fünfte Corona-Impfstoff in der EU.

Heute werden die ersten Impfdosen von Nuvaxoid nach Österreich geliefert. Die Hoffnung ist, dass jene, die sich nicht mit mRNA- und Vektorimpfstoffen impfen lassen wollten, Nuvaxoid nun annehmen. Für die Grundimmunisierung mit Novaxoid sind zwei Impfungen im Abstand von zwei Wochen empfohlen.

In Niederösterreich kann man sich bereits ab 2. März mit Novaxoid impfen lassen, in Oberösterreich ab 4. März, in Salzburg ab 5. März. Oberösterreich ist bundesweites Schlusslicht bei der Durchimpfungsrate. Am Wochenende haben sich nur 27 Menschen die erste Impfung geholt – der bisherige Tiefstand.

Impfpflicht Phase 2 startet Mitte März

Mit 15. März endet die erste Phase der Corona-Impfpflicht in Österreich. In Phase 2 ab 16. März soll dann die Impfpflicht im öffentlichen Raum von der Polizei kontrolliert werden, im Rahmen von Amtshandlungen. Wer keinen Impfnachweis vorweisen kann, wird bei der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt, die ein Verfahren einleitet.

Erst in Phase 3 sollen Daten abgeglichen aus dem Melderegister, dem zentralen Impfregister und dem Epidemiologischen Meldesystem abgeglichen werden. Wann Phase 3 startet, ist noch nicht klar. Mückstein will sich nach Expertenempfehlungen richten. Bis 8. März soll ein neuer Bericht der Gesamtstaatlichen Krisenkoordination (GECKO) vorliegen, in dem eventuell neue Empfehlungen zu den Startterminen enthalten sein werden.

(pma/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Pia Miller-Aichholz
Pia Miller-Aichholz
Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich
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7 Kommentare

  1. Bitte einen vernünftigen Grund nennen, warum man sich gegen diesen Schnupfen noch impfen lassen soll, wenn man weder alt, fett noch anders vulnerabel ist. Daher: Nein Danke, behaltet euch den Schmarrn!

  2. Mittlerweile ist eine Covid-Infektion wie ein besserer Schnupfen mit ein bisserl Hals-Kratzen, zumindest bei uns gesunden Ungeimpften. Unser Immunstem ist intakt, während das Immunstem der Impf-Fetischisten mit jeder Gen-Spritze immer mehr abfuckt. Das wird noch lustig wenn das alles auffliegt.

  3. Leider nein liebe Impffanatiker. Kein Impfstoff, der nicht mindestens 10 Jahre studiert und unabhängig validiert wurde, kommt mir ins Blut. Für Experimente bekommt man Geld, für Schäden daraus noch mehr. Gratis geht da bei mir gar nichts. Und kein normaler Arzt in Österreich, der Schäden ohne Entlohnung in seiner Freizeit melden müsste (was er wegen der Drohungen der Ärztekammer sowieso nicht tut), hat eine Ausbildung um solche Studien zu begleiten.

  4. Wo bleibt Valneva? Nach einem vielversprechendem Start und überzeugenden Phase III .- Ergebnissen ist jetzt die grosse Ruhe eingekehrt. Von der EMA wurde schon mehrmals auf Anfrage erklärt, dass seitens Valneva noch (zusätzliche?) Fragen zu beantworten wären, ansonsten stünde der schon lange angekündigten Zulassung nichts mehr im Wege. Im Kontext der Aktivitäten von Biontech in Afrika zur Verhinderung einer lokalen Imppfstoffherstellung stellt sich nun natürlich auch die Frage, ob es da auch einen Zusammenhang mit der unerwarteten Verzögerung der Zulassung von Valneva geben könnte. Jedenfalls sollten laut letzter Information von Valneva alle Fragen bis Ende Februar abschliessend beatwortet sein und die Zulassung dann bis Ende des 1 Quartals erfolgen.

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