Sonntag, Juni 16, 2024

So zeigt sich Österreich solidarisch mit der Ukraine

Seit der russischen Invasion ist in Österreichs Städten kein Tag ohne Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Solidaritätsbekundungen für die Ukraine vergangen. Seit Sonntagabend erstrahlt mit dem Heldentor das erste Bundesgebäude in den ukrainischen Nationalfarben, Blau und Gelb.

Wien, 28. Februar 2022 | Seit der Invasion Russlands haben sich Tausende Menschen in Österreich auf Demonstrationen solidarisch mit der Ukraine gezeigt. Bereits Donnerstagabend, am Tag der Invasion Russlands, fanden sich in Wien auf dem Minoritenplatz etwa 200 für eine Solidaritätskundgebung ein. In Salzburg organisierte die Katholische Aktion der Erzdiözese eine nächtliche Mahnwache vor der Markuskirche, die mit einem Friedensgebet begann. Seitdem ist kein Tag vergangen, an dem sich nicht Hunderte oder Tausende Menschen in österreichischen Städten versammelt hätten, um gegen den Krieg zu demonstrieren.

Großes Lichtermeer auf dem Wiener Heldenplatz

Nach einer Kundgebung mit etwa 3.000 Menschen auf dem Platz der Menschenrechte in Wien und einem Lichtermeer vor dem Grazer Rathaus am Samstag, kamen am Sonntagabend auf dem Wiener Heldenplatz laut Polizei 7.000 Menschen für ein Lichtermeer zusammen. Die Aktion war von der Initiative #YesWeCare organisiert worden, hinter der der Künstler und Aktivist Daniel Landau steht. Landau hatte zuletzt vor Weihnachten zu einem stillen Lichtermeer entlang der Wiener Ringstraße aufgerufen, in Gedenken an die Corona-Opfer und in Opposition zu den lauten Anti-Corona-Maßnahmen-Demos.

Gebäude und Denkmäler erstrahlen in Gelb und Blau

Im Rahmen des Lichtermeers wurde auch das Äußere Burgtor mit den ukrainischen Landesfarben, Blau und Gelb bestrahlt. Das Tor ist das erste Bundesgebäude in Wien, das in Solidarität mit der Ukraine eingefärbt wurde. Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) twitterte: „Wir setzen heute ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung.“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen stellte eine Kerze ins Fenster der Präsidentschaftskanzlei und dankte all jenen, die „gegen Präsident Putins kriegerischen und völkerrechtswidrigen Angriff auf die Ukraine aufstehen“.

„Das ist ein unglaublich starkes Symbol der Unterstützung für die Ukraine!“, äußerte sich dazu Olexander Scherba, der ukrainische Ex-Botschafter in Wien, am Montag im Ö1-Mittagsjournal. Das Heldentor soll von nun an täglich von 20 bis 22 Uhr und am Wochenende bis 24 Uhr Blau-Gelb werden.

Donnerstagabend war schon die französische Botschaft am Schwarzenbergplatz in Blau und Gelb erstrahlt. Auch der Klagenfurter Lindwurm und das Befreiungsdenkmal in Innsbruck wurden blau-gelb eingefärbt.

Das Wiener Rathaus, das Amt der Kärntner Landesregierung und Schloss Mirabell hatten am Freitag die ukrainische Flagge gehisst. Und aus den Fenstern des Linzer Schlossmuseums strahlen seit Donnerstagabend ebenfalls die ukrainischen Nationalfarben.

(pma)

Titelbild: APA Picturedesk

Autor

  • Pia Miller-Aichholz

    Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich

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