Dienstag, Juni 25, 2024

Ukrainekrieg: Putin soll China um Hilfe gebeten haben

Ukrainekrieg:

Russland soll einen Hilferuf an China abgesetzt haben. Das Putin-Regime brauche Unterstützung im Ukrainekrieg. China bestreitet das.

Moskau/Peking, 14. März 2022 | Putin soll China um Hilfe im Krieg gegen die Ukraine gebeten haben. Das sagten anonyme Quellen aus US-Behörden zur “Financial Times”. China sollte Waffen und andere Unterstützung leisten – worum es genau geht, bleibt unklar. Offiziell wollte das Weiße Haus keinen Kommentar abgegeben. Vertreter von US-Behörden glauben, dass Russland Schwierigkeiten hat, die Materialverluste in der Ukraine zu erstzen.

China bestreitet nach Bekanntwerden des Hilferufs die Richtigkeit der Informationen: Die USA würden “falsche Informationen” verbreiten – mit “finsteren Absichten” gegenüber China, sagte ein Sprecher.

China hat sich in Sachen überfall auf die Ukraine bisher strikt neutral verhalten. Das Regime in Peking befindet sich wegen des Ukrainekriegs in einen schwierigen Situation. Um US-amerikanischen Einfluss im Pazifik zu bekämpfen, hatte Peking die staatliche Souveränität zum höchsten Gut seiner Außenpolitik erklärt. China kann also nicht den russischen Überfall auf die Ukraine unterstützen, ohne seine diplomatische Glaubwürdigkeit zu verlieren. Peking hat bisher außer rhetorischen Floskeln keine Anstalten gezeigt, dem Putin-Regime zu helfen. Andererseits hat China aber auch keine Maßnahmen ergriffen, um Druck auf Russland auszuüben, die Invasion zu beenden.

Die USA möchten, dass China wenigstens seinen neutralen Status beibehält. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan warnte China am Sonntag bei einem Fernsehauftritt unverblümt davor, Russland “aus der Patsche zu helfen”. Sullivan demonstrierte die Entschlossenheit der USA, Sanktionen gegen das Putin-Regime durchzusetzen: “Wir werden sicherstellen, dass weder China noch sonst jemand Russland seine Verluste ersetzt,” sagte Sullivan.

Vergangene Woche hatte Russland begonnen, Soldaten der syrischen Armee als Söldner anzuwerben. Bis zu 16.000 syrische Armeeangehörige sollen für Russland in der Ukraine kämpfen und dafür monatlich 3.000 Euro erhalten. Das ist das 50-fache des üblichen Solds syrischer Soldaten. Zuvor hatte Russland erfolglos versucht, seinen Verbündeten Belarus dazu zu bewegen, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Laut belarussischen Überläufern sei das Militär des Landes nicht in der Lage, Russland aktiv zu helfen. Nach einer Scheinwahl 2020 war es im ganzen Land zu Protesten gegen die Herrschaft Alexander Lukaschenkos gekommen. Das Regime hatte die Proteste gewaltsam niedergeschlagen. Soldaten und Offiziere der belarussischen Armee wollen nicht für das Regime kämpfen. Es soll zu massenhaften Desertionen kommen. Viele Offiziere seien offiziell erkrankt oder hätten ihren Dienst quittiert.

(tw)

Titelbild: APA Picturedesk

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