Samstag, Juli 20, 2024

Russischer Großangriff im Westen von Kiew

Großes russisches Bombardement am Sonntagabend in Kiew, es gibt mehrere Tote. Nach Angaben von Bürgermeister Klitschko wurden mehrere Wohnhäuser und ein Einkaufszentrum angegriffen.

 

Kiew, 21. März 2022 | Beim Beschuss von mehreren Gebäuden im Westen der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind am Sonntagabend mindestens vier Menschen getötet worden. Das teilte der örtliche Zivilschutz Montagfrüh auf Facebook mit. Ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP berichtete allerdings, er habe sechs Leichen in der Nähe eines zerbombten Einkaufszentrums registriert.

Einkaufszentrum ging in Flammen auf

Das Einkaufszentrum sei Medienberichten zufolge mit voller Wucht getroffen worden, es sei ebenso wie eine Reihe davor geparkter Autos in Flammen aufgegangen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden bei dem russischen Angriff mehrere Wohnhäuser im Stadtteil Podil beschädigt und in Brand gesetzt.

Das Ausmaß der Zerstörung in Kiew. Bild: APA Picturedesk.

Auf Aufnahmen, die von ukrainischer Behördenseite veröffentlicht wurden, war eine große Explosion sowie kleinere Detonationen zu sehen, wie die ARD-“Tagesschau” berichtet. Im Boden klaffte laut “BILD” ein mehrere Meter großer Krater. In den Trümmern wird dem Bericht zufolge weiter nach Opfern gesucht. Vor nicht explodierter Munition wurde gewarnt, der Ort ist abgesperrt.

Augenzeugen sprechen von einem mobilen Raketenwerfer, der zuvor gesichtet worden war. Jedoch sei der Großteil der russischen Truppen weiter etwa 25 km von der Hauptstadt entfernt. Der Großangriff war im Vorfeld erwartet worden.

Entwarnung nach Ammoniak-Vorfall in Sumy

Der staatliche Zivilschutz sprach Montagfrüh bei Telegram von einem “leichten Ammoniak-Austritt”. Es bestehe aber keine Bedrohung für die Bevölkerung, hieß es. Durch Beschuss sei ein Tank beschädigt worden. Die betroffene Stelle sei abgedichtet worden. Den Angaben zufolge wurde ein Mitarbeiter des Unternehmens verletzt. Laut Zivilschutz arbeiten Spezialisten daran, die Ammoniakwolke im Nordosten der Ukraine unschädlich zu machen. Eine unabhängige Klärung vor Ort war nicht möglich.

Das russische Militär hatte in der vergangenen Woche der Ukraine vorgeworfen, unter falscher Flagge einen Chemiewaffenangriff auf Zivilisten vorzubereiten.

Unterdessen wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj knapp 25 Tage nach Kriegsbeginn die russischen Soldaten auf vermeintlich falsche Vorstellungen vom Verlauf ihrer Invasion hin. “Sie suchen weiterhin nach den imaginären Nazis, vor denen sie angeblich unsere Leute schützen wollten und sie können noch immer keine Ukrainer finden, die sie mit Blumen empfangen”, meinte Selenskyj in einer Videoansprache Montagfrüh.

“Die russischen Militärs können den Weg nach Hause nicht finden, und deshalb helfen ihnen unsere Militärs auf dem Weg zum Gericht Gottes, vor dem sie alle nur die eine Strafe erhalten – den ewigen Keller, ewig im Bombenhagel, ewig ohne Nahrung, Wasser uns Heizung.” Dies sei die Strafe “für alles, was sie unseren Leuten angetan haben”, fügte Selenskyj hinzu.

(red/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

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