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    Ukrainisches Militär meldet schwere Gefechte im Osten

    Russland gewinnt Gelände in der Region Donbas. Die Ukraine setzt ihre Gegenoffensive im Raum Charkiw fort und hat wohl mehrere Städte und Dörfer zurückerobert.

    Kiew/Moskau/Charkiw, 12. Mai 2022 | Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ihre Angriffe im Osten des Landes verstärkt und dabei teilweise in der Region Donbas Geländegewinne erzielt. “Der Feind führt seine Angriffsbemühungen in der Operationszone Ost weiter fort mit dem Ziel, die volle Kontrolle über die Gebiete Donezk, Luhansk und Cherson herzustellen und den Landkorridor zur vorübergehend besetzten Krim aufrecht zu erhalten”, so der ukrainische Generalstab am Donnerstag im Lagebericht.

    Die russischen Attacken im Donbas zielen demnach auf die Städte Sewerodonezk, Liman, Bachmut, Awdijiwka und Kurachowe sowie das großteils schon von russischen Kräften besetzte Rubischne. Der Feind habe dabei teilweise Erfolg, räumte die ukrainische Militärführung ein. Wenig Veränderungen gibt es dem Lagebericht nach hingegen in Mariupol. Dort würden die im Stahlwerk verschanzten Verteidiger weiterhin bombardiert. Artilleriegefechte werden aus dem Süden der Ukraine gemeldet, sowohl aus dem Gebiet Saporischja als auch Richtung Mykolajiw und Kriwyj Rih.

    Gefechte im Süden der Ukraine

    Im Süden der Ukraine lieferten sich russische und ukrainische Truppen erneut erbitterte Gefechte. Dabei gaben die Verteidiger den russischen Angreifern “keine Gelegenheit zum Vordringen”, wie die ukrainische Militärführung in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Im Verlauf der Kämpfe seien mindestens 23 russische Soldaten getötet und zwei Panzer zerstört worden, ebenso wie ein Munitionslager, zitierte die Agentur Unian aus der Mitteilung. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

    Ukraine erobert teils Gebiete zurück

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen unterdessen laut britischen Angaben ihren Gegenangriff nördlich der Großstadt Charkiw fort. Sie hätten mehrere Städte und Dörfer in Richtung der russischen Grenze zurückerobert, wie das britische Verteidigungsministerium in einem Lagebericht über Twitter mitteilt.

    Es gebe Berichte, wonach Russland Einheiten aus dem Gebiet abgezogen habe. Die russischen Truppen müssten demnach wohl zunächst ihre Verluste ersetzen und sich auf das Ostufer des Donez-Flusses zurückziehen.

    Russland beklagt angeblichen Beschuss russischer Grenzgebiete

    Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, wirft ukrainischen Einheiten unterdessen den Beschuss des Dorfes Soloti nahe der Grenze vor. Dabei seien angeblich ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden. Auch diese Angaben konnten nicht überprüft werden. Die russischen Behörden in der Grenzregion haben der Ukraine wiederholt den Beschuss russischen Territoriums vorgeworfen. Die Regierung in Kiew hat nicht erklärt, dass für solche Angriffe ukrainische Einheiten verantwortlich seien.

    (apa/pma)

    Titelbild: APA Picturedesk

    Autor

    • Pia Miller-Aichholz

      Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade.

      @PiaMillerAich

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