Nichtrauchertag: WHO warnt vor Umweltschäden

Anlässlich des Weltnichtrauchertags hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Bericht über die Schäden von Zigarettenkonsum und deren Herstellung veröffentlicht. Die Auswirkungen sowohl auf die Gesundheit als auch auf die Umwelt sind enorm.  

Wien, 31. Mai 2022 | Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai warnen Experten erneut vor den Schäden von Zigarettenkonsum und deren Herstellung. Dieses Jahr steht die Belastung der Umwelt besonders im Fokus. Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt neben gesundheitlichen Folgen auch die umweltschädlichen Folgen der schlechten Angewohnheit.

Land der Raucher

Die Anzahl der Raucher ist in Österreich im europaweiten Vergleich hoch. Laut dem Gesundheitsministerium raucht jeder fünfte Österreicher sogar täglich. Die Zahl ist in den letzten Jahren zwar deutlich gesunken, aber liegt immer noch weit über dem EU-Durchschnitt. Laut Zahlen von „eurostat“ aus 2019 belegt Österreich mit knapp 20 Prozent täglichen Rauchern den zweiten Platz in der EU. Nur Ungarn verzeichnete mit 26.3 Prozent eine höhere Anzahl an täglichen Rauchern.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat anlässlich des Nichtrauchertags in einer Aussendung einige Zahlen präsentiert. Demnach sollen Männer zwischen 30 und 45 Jahren den größten Anteil an Rauchern (32 Prozent) ausmachen. An den direkten Folgen des Zigarettenkonsums sterben jährlich 3.200 Menschen, während 30.000 Menschen an tabakassoziierten Krankheiten leiden. Allerdings sollen laut ÖGK bis 2019 mehr als die Hälfte der Raucher die Angewohnheit abgelegt haben. Auch die Zahl jugendlicher Raucher geht stark zurück.

Erhebliche Umweltschäden

Neben gesundheitlichen Folgen verursachen die Glimmstängel auch zahlreiche Umweltschäden. Laut dem WHO-Bericht kostete die Herstellung von Tabak sechs Millionen Bäume, 200.000 Hektar Land und 22 Milliarden Tonnen Wasser pro Jahr. Als Gegenleistung wurden 84 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid freigesetzt und rund 4,5 Billionen Zigarettenfilter landen jährlich in Ozeanen und Flüssen, auf Gehsteigen und Böden und an Stränden. Zudem enthalten Tabakprodukte 7.000 giftige Chemikalien, die beim Wegwerfen in Luft, Wasser und Boden gelangen. Die ÖGK hat Anfang Mai eine Initiative mit österreichischen Influencern unter dem Titel „Schick ohne Tschick“ gegen Zigarettenabfälle gestartet.

Außerdem bietet die ÖGK das Rauchfrei-Telefon unter 0800/810013 und eine kostenfreie App an, um Menschen auf dem Weg der Abstinenz zu begleiten. 2021 haben 140.000 Menschen die Website der ÖGK namens www.rauchfrei.at aufgerufen und über 3.000 Menschen haben telefonische Beratung in Anspruch genommen. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) hat für den kommenden Herbst eine „Nationale Tabak- und Nikotinstrategie“ angekündigt, die Maßnahmen zur Minderung der Raucher schaffen soll. Diese sollen auch Nikotinbeutel (Snus), die von der letzten grundlegende Novelle des „Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetzes” aus dem Jahr 2016 nicht umfasst sind und daher anderen Bedingungen unterliegen, betreffen.

(nb)

Titelbild: APA Picturedesk

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8 Kommentare
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dieWahrheitistvielmehr..
1. 06. 2022 15:23

Zigarettenstummel in meinem Vorgarten – da wünsche ich mir Strafen wie in den USA oder in Singapur. 1000 USD – und Ruhe ist. Und das Gesundheits- /Sozialsystem könnten wir mit einem Malus für die Giftler auch entlasten. Da traut sich aber sicher kein heimischer Weichei-Politiker drüber.

Samui
31. 05. 2022 18:23

Ich sags lieber gleich….bin Raucher.

soschautsaus
31. 05. 2022 18:48
Antworte auf  Samui

Also weisst, schön langsam aber sicher musst aufpassen, Fliegen ohne Scham, SUV fahren ohne Scham, nix arbeiten in der Pension, in Spanien die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, VdB wählen und rauchen auch noch tztztztzt Samui, Samui, Dein Sündenregister wird immer länger 🙂

Aber scheiß Dir nix, vergönn Dir was, bis auf Spanien ist mein Sündenregister auch solange 🙂

Samui
1. 06. 2022 10:29
Antworte auf  soschautsaus

😃🥂

soschautsaus
31. 05. 2022 18:38
Antworte auf  Samui

So und nun will ich aber auch Neuwahlen und das sofort und pronto, weil wer weiß, was dem Rauch im Herbst einfällt, wer weiß was „Nationale Tabak- und Nikotinstrategie“ bedeutet.

Also so nicht, nicht mit mir, ich will Neuwahlen, weil ich laß mir von einem Rauch nicht meine Zigis schlecht machen.

Ach so, jetzt les ich es nochmal genauer, er kündigt an……… na ja, passt schon, ich will doch keine Neuwahlen, denn wenn ein grüner erst mal ankündigt, dann passt es eh, kommt eh nix dabei heraus, also ganz gemütlich zurücklehnen, Zigi greif, anzünden und genießen!

Amberg
31. 05. 2022 18:27
Antworte auf  Samui

Ich sags auch lieber gleich…Warum darf ich mir keine eine Tabakstaude legal anbauen?

soschautsaus
31. 05. 2022 18:45
Antworte auf  Amberg

Weil dann der Staat an uns bösen Raucher nichts mehr verdient? Könnte das eine Antwort auf die Frage sein.

Befürchte ja, so wird es sein. Irgendwie sind Politiker schon komische Menschen, verdienen sich dumm und dämlich an uns Rauchern, aber wir sind des Teufels, also irgendwie hat da jeder Dealer wohl mehr Respekt vor seinen Abnehmern als die Politiker vor uns Rauchern.

Aja, darf man nicht vergessen, auf die Autofahrer haben sie es auch abgesehen, weil die zahlen sich auch dumm und dämlich, aber sind ja auch böse.

Also lauter böse Menschen, Raucher, Autofahrer, eh klar, nur die Alkis die lassen wir noch in Ruhe, weil da wissen sie schon, wo die Weinbauern ihr Kreuzerl machen.

Amberg
31. 05. 2022 18:54
Antworte auf  soschautsaus

Ich rauche eh nur Tabak. Aber von der selbstgezogenen Staude wo ich damals ein wenig abgekriegt habe, habe ich nur mehr drei gewuzelte am Tag geraucht.