Anti-Teuerungs-Paket angekündigt

SPÖ: Zu 85 Prozent von Leuten selbst bezahlt

Angesichts der Rekordinflation wuchs der Druck auf die Regierung enorm. Jetzt prescht Türkis-Grün mit einem geplanten Anti-Teuerungs-Paket vor. Das erntet Lob und Kritik. Ein kompakter Überblick:

Wien, 14. Juni 2022 | Am Dienstag um 8 Uhr stellte Türkis-Grün ein Paket gegen die Teuerung vor. Der Druck von Opposition, Ländern und Gewerkschaften war in letzter Zeit enorm angewachsen. So auch vonseiten der Pensionistenvertreter Ingrid Korosec (ÖVP) und Peter Kostelka (SPÖ).

Mit den versprochenen Milliarden sollen laut Plan sowohl kurzfristige als auch langfristige Maßnahmen gesetzt werden. Was es damit auf sich hat:

Einige kleine Sofortmaßnahmen

Mit August sollen für jedes Kind zusätzlich zur Familienbeihilfe 180 Euro fließen. Im September will man 300 Euro an Menschen mit geringem Einkommen ausbezahlen. Der Klimabonus soll in diesem Jahr auf 250 Euro angehoben werden. Hinzu sollen weitere 250 Euro Inflationsabgeltung kommen. Die Erhöhungen des Familienbonus’ und des Kindermehrbetrags soll von ursprünglich 2023 auf 2022 vorgezogen werden. Auch ein Teuerungsabsetzbetrag in Höhe von 500 Euro soll eingeführt werden.

Die kurzfristigen Maßnahmen sollen in den nächsten Tagen im Parlament besprochen und durchgebracht werden. Erwartungsgemäß feierte die Regierung ihr Paket ab: „Das Volumen ist tatsächlich riesig. Das ist keine Übertreibung oder Zuspitzung, sondern faktisch“, so Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Auch der grüne Koalitionspartner schwärmte vom eigenen Paket.

Der alte Klassiker

Mittelfristig will man die sogenannte Kalte Progression (Effekt, dass von einer Gehaltserhöhung netto weniger bleibt) abschaffen. Zeitplan hierfür ist 2023. Das koste den Staat insgesamt 17 Milliarden Euro, so das Finanzministerium von Magnus Brunner (ÖVP). Dafür erntete die Regierung Lob, auch von FPÖ-Chef Herbert Kickl, der die Abschaffung der Kalten Progression als „längst überfällig“ bezeichnete. Allerdings hatte das seine türkis-blaue Regierung unter Sebastian Kurz auch schon angekündigt.

Auch NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich hinsichtlich der Abschaffungspläne grundsätzlich positiv gestimmt. Sie kritisierte die Regierung allerdings wegen fehlenden Mutes, was eine rückwirkende Steueranpassung betrifft. Die Bonuszahlungen entsprächen zudem der berühmten „Gießkanne“.

In diese Kerbe schlug auch SPÖ-Finanzpolitiker Jan Krainer. Es gäbe „dauerhafte Preiserhöhungen“, die man nicht mit einmaligen Maßnahmen bekämpfen könne. Der Entwurf sei insgesamt nicht nachhaltig. „Kein einziger Preis sinkt“, so der SPÖ-Politiker. Außerdem würden sich Pensionisten und Arbeitnehmer zu 85 Prozent selbst bezahlen, was jetzt versprochen werde. Dabei mahnte er auch Steuern auf Übergewinne etwa der OMV ein.

28 Milliarden Kosten

Sozialminister Johannes Rauch von den Grünen stellte vor allem Pläne zur Valorisierung von Sozialleistungen in den Mittelpunkt, also die Anpassung der Beträge aufgrund der Inflation. Auch die Lohnnebenkosten wolle man senken, hieß es am Dienstag. In Summe soll das Entlastungspaket 28 Milliarden Euro kosten und erst bis 2026 komplett umgesetzt werden. Grünen-Politiker Jakob Schwarz stellte auch heraus, was nicht beschlossen werden soll, zum Beispiel eine Senkung der Mineralölsteuer oder Abgaben auf fossile Energien.

Unterdessen kündigte die Stadt Wien einen Energiebonus in Höhe von 130 Millionen Euro an. Laut Finanzstadtrat Peter Hanke solle die erste Phase mit Ende Juli/Anfang August beginnen. 650.000 Wiener Haushalte sollen dann ohne Antrag 200 Euro erhalten.

(wb)

Titelbild: APA Picturedesk

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78 Kommentare
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Verdad
16. 06. 2022 11:16

Nicht einmal der Versuch eines “Anti-Teuerungs-Pakets”.

Die Menschen bekommen ein paar Gutscheine, und die Konzerne können weiterhin mit überteuerten Preisen Millionen-Gewinne machen.

Wann werden die WählerInnen endlich begreifen, dass die ÖVP die Partei (oder wie manche es sagten, die Hure) der Reichen ist.

verbo
15. 06. 2022 12:50

Gruseliger Auftritt der beiden Regierungschefs bei Armin Wolf in der ZIB2. Nehammer redete nur von der Abschaffung der kalten Progression. Die dient aber hauptsächlich dem Mittelstand und nicht den Bedürftigen, die mit Einmalzahlungen abgespeist werden. Und Kogler unterstützt das ganze. Neuwahlen sofort!!!!

norri
15. 06. 2022 11:04

Die Verarsche mit Einmalzahlungen ist ja wirklich ein Witz. Hören die nicht ins Wahlvolk hinein? Ja müssen wir jetzt wirklich auf die Straße gehen? Habt ihr Grünen jetzt komplett den Verstand verloren, und beginnt in Kärnten wieder zu zündeln.

Zuletzt bearbeitet 16 Tage zuvor von norri
Summa summarum
15. 06. 2022 6:28

“Nothing’s gonna change my love for you” -George Benson
https://pbs.twimg.com/media/FVPfuFIXoAA6HHC?format=jpg&name=medium

Zuletzt bearbeitet 17 Tage zuvor von Summa summarum
der Beobachter
15. 06. 2022 20:04
Antworte auf  Summa summarum

Liebe Summa summarum, jetzt bin ich gerade aufgestanden und Sie tun mich schon wieder mit so schiachen Bildern schockieren.
Ein anderes passendes Lied zu diesem Trauerspiel wäre vielleicht auch,
Zarah Leander – “nur nicht aus liebe weinen”;
Vielleicht wird es dann heller!

Summa summarum
16. 06. 2022 9:11
Antworte auf  der Beobachter

😊 Lieber Beobachter, als Untertitel zum Foto kann ich alternativ anbieten: “Let’s find eachother tonight” (J. Feliciano). 2,5 Jahre arbeitet dieses Dreamteam schon daran, so richtig finden sie sich nicht….

plot_in
15. 06. 2022 0:05

Wir sind im Jahr 3 von Corona und im Jahr 1 des rus Krieges. Der erste Lockdown ist 2 Jahre zurück. Die Bevölkerung wurde abgefedert (Kurzarbeit). Es sind also nur zwei Jahre ins Land gezogen. Und weite Teile der Bevölkerung sind mittlerweile so am Sand, dass Gutscheine und Gutschriften flächendeckend ausgegeben werden müssen, weil sie sich sonst ihr Leben nicht mehr leisten können. Nach zwei Jahren sind die Reserven trotz staatlicher Unterstützungen also weg. Eine Teuerung von Energie ist nach dieser kurzen Zeit nicht mehr leistbar.

Drastischer als diese Gutscheinpolitik kann man das Desaster des Verteilungssystems in Ö (und Europa) nicht zeigen. In einem der reichsten Länder der Welt ist die Mehrheit der Leute durch geringfügige Einbußen und bislang noch geringfügige Teuerungen bankrott. Dies lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Fiskalpolitik und Wirtschafts- und Sozialpolitik haben in den letzten 20 Jahren versagt und diesen Zustand vorbereitet.

Hubs
15. 06. 2022 21:55
Antworte auf  plot_in

In einem der reichten Länder der Welt? Welches Land meinen Sie?

maruh
16. 06. 2022 10:13
Antworte auf  Hubs

österreich zählt zu den reichsten ländern der welt
wir liegen sogar vor deutschland

nur weil du ka kohle hast heißt des ned das alle arm sind
😘

Lojzek
14. 06. 2022 19:18

Von den vermeintlichen Unsummen die da in Umlauf gebracht werden, sacken sich ganz andere den fetten Batzen ein, aber die Menschen kriegen grad einmal die Krümel die zu Boden fallen.
Den Menschen im Land streut man diese Alibilösungen wie Sand in die Augen, damit sie nicht sehen in welche dubiosen Kanäle der unwiederbringliche Netsch fließt.
Und die Leute spuren, wie das halt so üblich ist und fressen den VolksverTRETERn im Wahrsten Sinne des Wortes aus der Hand.

maruh
16. 06. 2022 10:14
Antworte auf  Lojzek

man vielleicht aufhören rechts-konservativ zu wählen?!

Sig
14. 06. 2022 18:57

“NEUWAHLEN!!!”

wolfi
14. 06. 2022 18:19

Angenommen sie würden an eine Firma 100,– € zahlen und sie bekommen dafür 50,–€ im Herbst zurück?
SUPER oder?

Haltungsmedienschreck
14. 06. 2022 19:26
Antworte auf  wolfi

…und der Durchschnittsösterreicher so: “Heasd die Firma is leiwaund, die scheinkt uns afoch so 50€. Do weama beim nächsten Moi wieder higehn!”.

Wolpertinger
14. 06. 2022 17:55

Wie soll die Politik die Peise beeinflussen, ich mag den Krainer, aber das scheint mir ein bissl Wunschdenken. Mehrwertsteuersenkungen kommen bei den Menschen nicht wirklich an, das kann man gerade in Deutschland gut erkennen.

Man merkt schon wieder das alle Regierungen in Europa damit überfordert sind schnelle und sofort wirksame Entscheidungen zu treffen.
Ich finde es zumindest positiv, das die Zahlungen direkt an die Menschen gehen und nicht wie bei Corona, die Hilfen direkt an die Firmen ohne das der Wirtschaftskleislauf in Gang gehalten wird.

der Beobachter
14. 06. 2022 17:13

Das Verbrechensopfer liegt schwer verletzt darnieder, ist nicht bei Bewusstsein und offene Frakturen sind für jeden ersichtlich. Der mit einiger Verspätung eintreffende Notarzt führt ein Köfferchen, vollgestopft ausschließlich mit Pflastern bei sich und beginnt mit der Behandlung…
Es muss dringend heller werden Österreich!

ManFromEarth
14. 06. 2022 20:18
Antworte auf  der Beobachter

👍 Perfekte Analyse!
In einem Notarztkoffer befinden sich keine Pflaster, in einem Notfallkoffer und Notfallschrank auch nicht.
Pflaster sind nicht zur Erstversorgung geeignet, hab ich damals bei der Ersthelferausbildung als erstes gelernt…..

der Beobachter
14. 06. 2022 21:15
Antworte auf  ManFromEarth

Lieber ManFromEarth, Sie lassen ja meine Parabel in einem noch dunkleren Licht erscheinen…
Es muss unbedingt heller werden!

ManFromEarth
14. 06. 2022 21:20
Antworte auf  der Beobachter

…. vieles ist dunkler als es scheint, anderes ist viel Heller und wir sehen es nicht.
Manches ist noch diffus, unsere Aufmerksamkeit liegt aber dennoch darauf:
https://mfe.webhop.me/forschung-wissenschaft/forschung/gibt-es-leben-auf-dem-mars/

der Beobachter
14. 06. 2022 22:05
Antworte auf  ManFromEarth

Lieber ManFromEarth, danke für den interessanten Artikel und das gute Video. Ja unser älterer Bruder birgt noch viele Geheimnisse und wäre zur Probe für längere und weitere Kosmoserkundungen, sowie quasi als Ersatzerde zur Kolonisation, das ideale Testgebiet.
Im Artikel kommen ökonomische Interessen nicht vor, ich bin jedoch sicher, das selbige einen enormen Antriebsfaktor für die Erkundung des Mars darstellen.
In einigen vom Mars stammenden Meteoriten wurden ja nicht nur Nickel und Eisen gefunden, sondern auch die auf unserem Heimatplaneten fast schon verbrauchten seltenen Erden Lanthan, Neodym und Europium waren vorhanden, sowie Lithium, Kobalt, Niob und Molybdän – extrem kostbare Rohstoffe etwa für die Herstellung von Computer- und Smartphone-Bestandteilen.
Es muss immer heller werden!

ManFromEarth
14. 06. 2022 22:54
Antworte auf  der Beobachter

Ein Interessantes Forschungsgebiet wie ich finde bester Beobachter.
Eine ökonomische Nutzung ist wohl in weiter Ferne, die Reisezeit ist zu lang, das Strahlungsproblem nicht gelöst, die (Start) Kosten zu hoch.
Alles genannte könnte man auf Asteroiden leichter schürfen, da kann man einfach andocken, am Mars ist die Landung extrem schwierig, mehr als 60% der Versuche sind bisher fehl geschlagen.
Die erde hat über 8000 verschiedene Mineralien die es anderswo nicht gibt, diese können nur in Verbindung von Geologie (Plattentektonik), fliesendes Wasser und Biologie entstehen, diese gibt es am Mars, nach derzeitigem Wissenstand, nicht.
Lithium z.B., ein Alkalimetall, ist im Periodensystem auf Nummer 3, das bedeutet 3 Protonen, 3 Neutronen und drei Elektronen…
Das bedeutet die erste (Elektronen) Schale ist voll (2), die zweite hat nur eines von acht Plätzen. Dieser Umstand birgt eine dramatische Konsequenz, nachdem jedes Atom versucht den Edelgaszustand zu erreichen (Helium z.B., bedeutet jede Schale (Orbit) befüllt), reagier dieses Atom sehr aggressiv mit allen andern (Nicht Edelgas) Atomen, kommt also nur in Verbindungen vor und die muss immer aufgetrennt werden wenn man es nutzen will, das gilt auch für Lithium aus dem All….
Jetzt aber ist meine Zeit da und ich wünsche Ihnen eine gut choreographierte gute Nacht!

der Beobachter
14. 06. 2022 23:06
Antworte auf  ManFromEarth

Lieber ManFromEarth, danke für die interessanten Zusatzinformationen. Und wieder holt uns die Quantenmechanik und ihre Kleinen ein. Ich wäre ja für die einfachste Lösung. Hören wir auf unsere so einzigartige Mutter Erde und alle ihre Hervorbringungen zu quälen und zu zerstören. Es liegt in unseren eigenen Händen…
Ich wünsche Ihnen eine erholsame gute Nacht, damit Sie für den darauffolgenden Tag gestärkt in der Lage sin, Ihre sinnvollen Tätigkeiten zu vollbringen. Ich fange jetzt an, auf dass es morgen wieder ein Stück heller werden möge!

der Beobachter
14. 06. 2022 23:08
Antworte auf  der Beobachter

-korr- sind…
Es muss heller werden!

der Beobachter
15. 06. 2022 2:52
Antworte auf  der Beobachter

Mein heutiges Lied für Vangelis Reise ins Licht,
The Manhattan Transfer – “Birdland”; (1992)
Da wird es gleich heller!

ManFromEarth
15. 06. 2022 6:41
Antworte auf  der Beobachter

Unsere Welt braucht Vielfalt, Verständnis, Akzeptanz und Licht:
Auch eine Reise: https://www.youtube.com/watch?v=qkrrqTEH_zg

der Beobachter
15. 06. 2022 21:10
Antworte auf  ManFromEarth

Lieber ManFromEarth, Sie sagen es. Auch selbige wussten es,
The Beatles – “Real Love”;
Da wird es heller!

plot_in
14. 06. 2022 16:37

Da gibts einen Strombonus für die nächste Jahresabrechnung: Muss man fristgerecht einreichen (150 €). Wien gibt einen Energiebonus von 200 €, muss man im 4. Quartal einreichen. Die Kinderbeihilfe wird ohne Antrag entgegengenommen, Mindestpensionist:innen und Arbeitslose kriegen 300 € mehr oder so. Und irgendwann ab Herbst gibt es den Klimabonus von nun 250 € oder so. Frei Haus oder mit Antrag? Wer die Anträge richtig ausfüllen kann, kriegt mehr. Wer mehr verdient, kriegt auch mehr, wenn Kinder da sind. Aber 100.000 darf das Familieneinkommen nicht überschreiten, wenn man Energieboni kriegen will. Da kann man jetzt schon exel-Listen anfertigen, wenn man sich einen Computer leisten kann, um das alles im Überblick zu behalten.

Was hat das mit Wirtschaftspolitik zu tun? Was hat das mit Finanzpolitik zu tun? Das ist in Ratlosigkeit hinausgeworfenes Geld. So weit sind wir schon, dass niemand mehr die marktpolitischen Hebel kennt und Ratlosigkeit als Leistung verkauft wird.

Summa summarum
15. 06. 2022 6:19
Antworte auf  plot_in

Es wird wie bei den Corona-Geldern darauf hinauslaufen, dass die Reichen die Anträge über ihren Steuerberater abwickeln können, der Pöbel muss schauen, wo er bleibt. Allein die Tatsache, dass die Bevölkerung einen Antrag einreichen muss, damit die -ohne Antragstellung- aufoktroyierte Inflation von 8 % (!) (Frankreich Inflation kaum spürbar, eigene Erfahrung, Schweden, Spanien detto laut Bekannten) mit einem Einmal”bonus” für einen Monat – mehr wird es eh nicht sein, da zwischenzeitlich Schulden zur Existenzsicherung angelaufen sind – abgefedert werden kann, ist eine Farce. Generell sind Einmalzahlungen lediglich ein Wahlzuckerl, vergleichbar mit Werbegeschenken und stellen ohne Gegenfinanzierung keine Strategie für die Zukunft dar, sondern verschlimmern die Situation langfristig. Die Gelder, die Kurz als Außenminister schei&%en konnte, dürften nicht mehr vorhanden sein, vlt kann sich auch darum der Rechnungshof kümmern. Das Werbebudget in Höhe von 210 Mio wird vermutlich auch nicht herangezogen. Somit wird die Bevölkerung genau diese jetzt zugesagten Boni in einem Jahr über höhere Steuern, Wegfall von Medikamenten usw. selbst tragen müssen. Da kommt noch was Großes auf uns zu…

plot_in
15. 06. 2022 11:09
Antworte auf  Summa summarum

Seh ich auch so. Ein Griff in die Schatulle. Und sie setzen sich in die Kutsche und werfen die Goldtaler unters Volk. Hier ist kein Strukturwandel angesetzt. Wenn sie denn wirklich die kalte Progression abschaffen, dann wird diese Maßnahme ohne Strukturänderung auch wieder den Reichen nützen.

Die Frage muss lauten: Wie kann es sein, dass das halbe Land nach nur 2 Jahren relativ geringer Einschränkungen quasi bankrott ist?

Summa summarum
15. 06. 2022 14:19
Antworte auf  plot_in

Bin langsam müde. 20 Jahre haben wir benötigt, um die Schüssel/Grasser-Ära auch kriminaltechnisch aufzuarbeiten, dann kommt Kurz daher, schei?% Geld, jetzt regnet es wieder Sterntaler vom Himmel und keiner weiß woher… Wie lange wird die ÖVP ihre schmutzige Spiele zum Schaden Österreichs und Nutzen der schwarzen Großspender mit uns noch treiben können? Mehr als bankrott geht ja nicht mehr!

Pat
14. 06. 2022 14:56

Weit haben wir es gebracht, dass wir Arbeitslose fürs daheim bleiben entlohnen und ihnen ein Leben in Sorglosigkeit finanzieren, während in der Gastronomie und in der Hotellerie händeringend nach Arbeitskräften gesucht wird. Ich muss einen festen Klescher haben, dass ich noch arbeiten gehe und dieses durch und durch verlogene System noch mitfinanziere.

Oarscherkoarl
14. 06. 2022 18:59
Antworte auf  Pat

Fest auf Arbeitslose eindreschen.
Ist ja das einfachste, auf die los zu gehen, die es ohnehin schon schwer haben.

Gehen sie auf die Huren der Reichen los!
Die schädigen den Staat mehr als
die Arbeitslosen.

accurate_pineapple
15. 06. 2022 14:18
Antworte auf  Oarscherkoarl

👍👍👍

Lojzek
14. 06. 2022 19:09
Antworte auf  Oarscherkoarl

Die Hurn Machenschaften die die Parallelgesellschaft der Politiker, irgendwo in irgendan Dunst treiben, kosten a x-Faches mehr ois die Versorgung der Erwerbsarbeitssuchenden.

14. 06. 2022 19:06
Antworte auf  Oarscherkoarl

Gonz deina Meinung!
XINDL elendichs!

Lojzek
14. 06. 2022 18:48
Antworte auf  Pat

So wie ich das sehe, sind Sie bestens mit jenen Softskills gesegnet um in der Gastronomie Karriere zu machen …
Ja wirklich, ich bin überzeugt, wenn Sie diese Gschichtln als Wirt unter de Leit bringen, dann sind Sie bestimmt der große Renner.
Beim Wirtn stehn die Leute auf solchen Tratsch und Klatsch und honorieren diesen garantiert mit an fetten Schmattes.

14. 06. 2022 18:19
Antworte auf  Pat

Si tacuisses….

Wolpertinger
14. 06. 2022 17:50
Antworte auf  Pat

Wer will Angestellte die keine Lust haben in dieser Branche zu arbeiten, weder dem AG noch dem Gast ist geholfen, die Zeiten wo Zwangverpflichtet wurde sind lange vorbei.

Pat
14. 06. 2022 22:14
Antworte auf  Wolpertinger

Ich will auch nicht arbeiten und muss. Gäbe es den Zwang nicht, sähen wir schön aus, mein Lieber! Dann säßen wir alle daheim, mit den Händen im Schoß. Woher kommt dein Strom, wenn ihn niemand erzeugt? Woher deine Kleidung, wenn niemand sie anfertigt? Du siehst, die Arbeit muss gemacht werden. Und es gibt mehr als genug davon. Man muss sie nur annehmen, wenn man denn will. Wer sich zu gut ist, darf sich nicht wundern, wenn er nichts hat.

Lojzek
15. 06. 2022 10:41
Antworte auf  Pat

So spricht nur, wer in diesem verstaubten Gedankengut von Klischees und Stereotypen feststeckt und die Gschicht mit der Erwerbsarbeitslosigkeit ned differenzierter betrachtet. Würden Sie das tun, würden Sie merken, dass die Wirtschaft und ihre Treibenden mittlerweile sehr wählerisch geworden sind. Was zu einer Verfestigung der Zahl an Erwerbsarbeitssuchenden geführt hat. Menschen die sich um Jobs bewerben, beweisen das Tag für Tag, indem sie sich abfuhren am laufenden Band holen. Des führt auch zu der tragischen Erkenntnis, dass die Wirtschaft offenbar schon soweit ist, zu sagen ‘wir brauchen gar nicht alle Menschen die am Arbeitsmarkt vorhanden sind.’ Und so wie es scheint, sind diese Menschen, die auf dieser Sandbank gestrandet sind, ein gefundenes Fressen für Gestalten wie Sie (was ja nix Neues is). Aber wenns eines Tages so weit kommt wie Sie es sich herbeisehnen, dann wünsche ich Ihnen, dass sich so ein ‘Gestrandeter’, als erstes Ihr Hab und Gut vorknöpft.

Wolpertinger
15. 06. 2022 10:32
Antworte auf  Pat

Ziemlich schlicht ihr Weltbild.
Aber man sollte einer Arbeit nachgehen die einem Spaß macht, wer nur arbeiten des arbeiten wegen geht, tut mir leid bzw. wird diese nicht lange oder zufriedenstellend für die Firma machen.
Wenigstens 5 % Prozent der Bevölkerung werden sie nie in Arbeit bringen, denn die sind entweder krank oder es reicht ihnen von der Mindestsicherung zu leben und nicht an dem Konsumoverkill teil zu nehmen.

Wer den Sinn seines Lebens durch seine Arbeit definiert tut mir leid.

Zuletzt bearbeitet 16 Tage zuvor von Wolpertinger
Summa summarum
14. 06. 2022 17:35
Antworte auf  Pat

Arbeitslose sind Menschen, die bereits jahrelang in das System eingezahlt und plötzlich den Job verloren haben. Diese Menschen werden mit dem Geld, das sie im vorhinein der Regierung geschenkt haben, zu einem Bruchteil unterstützt. Nach der neuesten Erfindung der Regierung – Einmalzahlung an Arbeitslose – wird Kocher umgehend die Arbeitslosenunterstützung kürzen und die Notstandshilfe streichen oder beides derart herabsetzen, dass binnen 3 Monaten die nächste Armut in Österreich bemerkbar wird. Seien Sie daher gscheit und gehen Sie auch mit dem festen Klescher arbeiten, so lange es noch geht…

Pat
14. 06. 2022 22:26
Antworte auf  Summa summarum

Jeder, der einen Job will, findet einen. Man muss ihnen nur Feuer unter dem Hintern machen.

Lojzek
15. 06. 2022 11:00
Antworte auf  Pat

‘Jeder, der einen Job will, findet einen.’

Des hat vermutlich Ihna UrUrstrumpfoma und Ihna Urstrumpfoma ah scho so gsagt und des mim Feuer vermutlich ah …
Wos hätt aus Ihna oiso gescheiteres werden können, wenn Ihna von Anfang an mit sowas die Ohren abgekaut wurden.

plot_in
15. 06. 2022 0:28
Antworte auf  Pat

Das ist ein Gewaltaufruf. Ich bitte den Post zu löschen.

ManFromEarth
15. 06. 2022 6:44
Antworte auf  plot_in

…. national Befindliche leben in einer sehr kleinen Welt. 😟

verbo
14. 06. 2022 16:33
Antworte auf  Pat

Samma a bisserl neidig?

Pat
14. 06. 2022 16:46
Antworte auf  verbo

Blieben wir alle daheim, sähe unser Land traurig aus. Und es liegt eben nicht an zu wenigen Jobs oder schlechter Bezahlung. Es liegt daran, dass man heute fürs Daheim bleiben bezahlt wird, ohne einen einzigen Finger zu rühren. Alles wird kompensiert. Für die Menschen ist alles zur Selbstverständlichkeit geworden und daher ist es an der Zeit, den Geldhahn zuzudrehen und wieder was zu arbeiten!

Oarscherkoarl
14. 06. 2022 20:27
Antworte auf  Pat

Wenn das BGE kommt, was machen sie dann erst?

Sie klingen wie ein Wirt der sein Versagen sich nicht eingestehen kann und auf die losgeht, die bei solchen Häusln nicht arbeiten wollen, die 1100.- brutto bezahlen und da noch glauben die Leute über zu bezahlen.
Was ich von ihnen halte, schreibe ich lieber nicht, sonst bekomme ich wieder von der Forenmoderation eine auf die Finger…

Pat
15. 06. 2022 10:21
Antworte auf  Oarscherkoarl

Wenn das bedingungslose Grundeinkommen kommt, bleiben wir alle daheim und niemand geht mehr arbeiten. Legen wir die Hände in den Schoß und schauen, woher die Lebensmittel kommen oder wer im Niedriglohnsektor dann noch arbeiten wird. Oder stellen Sie sich dann am Wochenende hin für uns? Na eben. A bissi Hirn einschalten, auch wenn es Ihnen schwer fällt.

Lojzek
15. 06. 2022 10:55
Antworte auf  Pat

‘Oder stellen Sie sich dann am Wochenende hin für uns? Na eben.’

Na eben, da ham wir schon einen ambitionierten Freiwilligen, ders tun wird.
Sie!
Wieder wos gschehn.

Pat
15. 06. 2022 11:51
Antworte auf  Lojzek

I werd aber ebenfalls zuhaus bleiben. Dann schau mer mal, wer dann noch die Arbeitslose zahlt, wenn keiner mehr arbeitet.

Lojzek
15. 06. 2022 12:30
Antworte auf  Pat

‘Dann schau mer mal, wer dann noch die Arbeitslose zahlt, wenn keiner mehr arbeitet.’

Na jetzt hams aber a bissi den Überblick verloren, wenn wir alle is BGE kriegen braucht keiner mehr ALG …

Lojzek
14. 06. 2022 18:54
Antworte auf  Pat

‘Blieben wir alle daheim, sähe unser Land traurig aus.’

Genau das Gegenteil wäre der Fall …
Wegen dem Netsch, wegen der Baraberei, wegen diesen ganzen Ellenbogenpartien, werden wir mehr und mehr entmenschlicht.
Nur, wem sag i des, Ihnan.
Des is, ois obst im Woid an Schaas lossast.

plot_in
14. 06. 2022 16:23
Antworte auf  Pat

Wenn Sie meinen, dass Sie dann mehr davon haben, nur zu!

Buntspecht
14. 06. 2022 14:25

Damit die Masse beim Entlastungspaket auch mitschneiden kann, wird von der Regierung festgelegt:
1. Alle Massenanträge werden zuerst von der WKO samt Grossabgreifer penibel geprüft und genehmigt.
2. Genehmigte Anträge werden dann von den OÖ ÖVP-Seniorenbünden und weiteren ÖVP-Vereinen endgeprüft.
3. Da ohnehin nicht viele positiv bewertete Anträge übrig bleiben, werden zuerst die in Punkt 1 und 2 angeführten Organisationen bedient.
4. Alle genehmigten Anträge werden in die Warteschleife entsorgt.
5. Ironie off.

Nightwolf
14. 06. 2022 14:22

Das schreibt die kleine Zeitung:

Maßnahmen für Einzelpersonen

Der “Klimabonus”, der im Oktober allen Hauptwohnsitzern in Österreich ausgezahlt wird, wird auf 250 Euro erhöht, unabhängig vom Wohnort. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 250 Euro – in Summe werden also 500 Euro überwiesen (Kinder bekommen die Hälfte).

Besonders betroffene Gruppen wie Arbeitslose und Mindestpensionisten bekommen 300 Euro extra
Im August wird eine zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro pro Kind ausgezahlt.

Die Erhöhung des Familienbonus von 1500 auf 2000 Euro sowie des Kindermehrbetrags wird vorgezogen

baer
14. 06. 2022 13:49

Super damit sind die hohen Preise einzementiert, die Gießkanne ausgepackt und der Steuerzahler zahlt sich seine Teuerungsabgeltung selber während andere Rekordgewinne scheffeln. Soll das ein Witz sein?

Zuletzt bearbeitet 17 Tage zuvor von baer
14. 06. 2022 18:21
Antworte auf  baer

Rhetorische Frage?

plot_in
14. 06. 2022 16:37
Antworte auf  baer

Das sind Schildbürgerstreiche. Um ein Haus zu bauen, reißen wir ein anderes ab.

Lojzek
14. 06. 2022 13:55
Antworte auf  baer

Gut des hams uns ja scho prophezeit die Herrn und Damen Experten, dass wir von dem hohen Preisniveau nimmer runter kommen werden.
Die Effekte der Einmalalmosen werden im Nu verpuffen und nachher trennt sich eben die Spreu vom Weizen …
… also frei nach dem Motto – wer sich die ‘neue Normalität’ leisten kann, is gut und
wer ned, is ah gut …

Zuletzt bearbeitet 17 Tage zuvor von Lojzek
Pat
14. 06. 2022 15:00
Antworte auf  Lojzek

Lacht Ihr nur, aber es passiert gerade genau das, was Irlmaier prophezeit hat.

hagerhard
14. 06. 2022 13:36

auf den ersten blick:
das ist ein ziemlich phantasieloses paket.
zum kritisieren gibts jede menge.
(werd ich mir über den feiertag vornehmen und detaillierter kritisieren)
ich seh da nur sehr viel populismus und keine echte zukunftsgerichtete reform bzw. hilfe.
nur als ablenkung von den övp-problemen gedacht und konzipiert.

war aber eh nicht anders zu erwarten.

14. 06. 2022 18:22
Antworte auf  hagerhard

Au point monsieur!

Toni
14. 06. 2022 13:22

Was jetzt hilft, ist einfach festzustellen: 1. Mieterhöhungen stoppen 2. Löhne rückwirkend an die Inflation + 2 % anpassen 3. Pensionen rückwirkend an die Inflation + 2 % anpassen 4. Grundnahrungsmittel von der Mehrwertsteuer befreien 5. eine unabhängige Preisüberwachungsstelle einrichten, die unbegründete Preiserhöhungen stoppen kann 6. Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer 7. Transaktionssteuer.

Lojzek
14. 06. 2022 13:36
Antworte auf  Toni

8. Alle anderen sollen sich dersteßn
9. Oder wie …

Kurt Knurrt
14. 06. 2022 13:13

Wenn viele Menschen 700 – 800 Euro Nachzahlung in Wien haben, was sind dann 200 Euro. Nichts anderes als ein Eingständnis, dass man die Menschen schröpft.

norri
14. 06. 2022 13:08

Hab nichts anderes von diesen unfähigen Typen erwartet. Abspeisung mit Einmalzahlungen Die Preisspirale geht weiter in die Höhe. Die verarschen den Steuerzahler wo es nur geht. Für wie blöd schauen die denn uns an?

Lojzek
14. 06. 2022 12:56

Wiss ma eh …
Des ziagns uns jahrzehntelang (und zwar durch die Bank jede Partie, die am Ruder is) ausm Taschl und enthalten es uns (ebenso über die Jahrzehnte) vor.
Und des is der Grund, warum wir mim Rotz herumraufen und die die den Schlüssel fürs Kassenladl haben sich die Hosentaschen bequem polstern können.

14. 06. 2022 18:23
Antworte auf  Lojzek

Da liegt fast so etwas wie Poesie drin…in deinem Post.