Montag, Februar 26, 2024

»Österreichweit einzigartige Schwangerschaft« in Tirol geglückt

Nach 15 Jahren und einer schweren Krebserkrankung bekam eine Patientin aus Tirol ihr zuvor eingefrorenes Eierstockgewebe wieder eingesetzt. Das Wunder gelang: Sie wurde schwanger und hat jetzt eine Tochter geboren.

Innsbruck, 14. Juni 2022 | Vor 15 Jahren wurde einer Tirolerin nach ihrer Krebsdiagnose Eierstockgewebe entfernt. Voriges Jahr wurde es ihr wieder eingesetzt, nun hat sie eine Tochter zur Welt gebracht. Die “tirol kliniken” sprachen in einer Aussendung von einer “österreichweit einzigartigen Schwangerschaft”. Damals sei es noch eine experimentelle Vorgehensweise gewesen, Eierstockgewebe zu entnehmen und für eine mögliche spätere Schwangerschaft einzufrieren.

Die Frau hatte an einer Krebserkrankung des Lymph-Systems gelitten, die häufig mit einer “sehr aggressiven Form der Chemotherapie” behandelt wird. In der Folge können Frauen oft nicht mehr schwanger werden. Daher war es damals üblich, Eizellen einzufrieren. Doch bei der Diagnose der Tirolerin drängte die Zeit. Eine für die Eizellen-Entnahme notwendige hormonelle Stimulation war nicht mehr möglich, die Chemotherapie musste sofort gestartet werden.

Einfrier-Methode inzwischen gängig

Das Team an der Innsbrucker Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin entschied daher, das Eierstockgewebe einzufrieren. Inzwischen sei die Methode “weltweit etabliert und es wurden schon über 200 Kinder gesund geboren”, so die “tirol kliniken”.

Die Patientin wurde schließlich wieder gesund. Im Vorjahr entwickelte sie bereits wenige Wochen nach der Transplantation ihres Gewebes einen eigenen Zyklus und wurde auf natürlichem Wege schwanger.

(apa/red)

Titelbild: Pixabay

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3 Kommentare

  1. Ich werde mir immer mehr unsicher, was das überhaupt ist dieser Krebs.

    Mehr und mehr komme ich zur Erkenntnis, dass hier meist große Mängel vorliegen, da die Ernährung einfach immer noch schlechter wird und es vor allem so schwierig ist Kinder und junge Menschen überhaupt zu einer ausgewogenen Ernährung zu erziehen, auch da sehr viele auch noch sehr heikl sind.
    Die Ärtzt und die Pharma verdienen aber mit der Symptombekämpfung einfach viel mehr als mit der Ursachenbehebung!

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