Samstag, Februar 24, 2024

ÖVP-Großspender nach saftiger Dividende: »Vier-Tage-Woche wird’s nicht spielen«

ÖVP-Großspender nach saftiger Dividende:

ÖVP-Großspender Pierer, der während der Corona-Krise 11 Mio Staatshilfen für sein Unternehmen kassiert und sich infolge selbst eine 7-Mio-Dividende ausgeschüttet haben soll, machte in einem Interview seinen Standpunkt zu einer Arbeitszeitverkürzung klar.

Mattighofen, 01. Juli 2022 | Der Chef des oberösterreichischen Motorradherstellers und nunmehrige Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich, Stefan Pierer, hat sich in den letzten Jahren vor allem als ÖVP-Großspender einen Namen gemacht. Allein 2017 hat er die Kurz-ÖVP mit fast einer halben Million Euro unterstützt.

Rekorddividende während Krise

Sein Konzern, der auch in Krisen-Zeiten Milliardenumsätze schreibt, bekam dabei immer wieder üppige Finanzhilfen vom Staat. Der Konzern erhielt für seine “Motohall”, ein als Museum verkauftes Marketing-Projekt des Weltkonzerns, im Jahr 2019 Subventionen vom Land Oberösterreich in der Höhe von saftigen 5,2 Millionen Euro, davon 1,8 Millionen Euro an Kulturförderung.

Auch satte 11 Millionen Euro an Corona-Hilfen soll der KTM-Mutterkonzern Pierer Mobility AG erhalten haben, wie Recherchen von “kontrast.at” im Jahr 2021 ergaben. Während der Unternehmer über 3.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schickte, schüttete er sich und den anderen Aktionären eine Rekorddividende in ähnlicher Höhe wie die Corona-Hilfen selbst aus. Er selbst kassierte demnach 7 Millionen.

Keine Vier-Tage-Woche, Menschen sollen noch mehr arbeiten

Jetzt machte Pierer in Interviews mit “Krone” und “Kleine Zeitung” klar, was er von einer Arbeitszeitverkürzung, die in immer mehr Pilotprojekten schrittweise eingeführt wird, hält. Nämlich nichts: “Vier Tage arbeiten und für fünf verdienen, das wird’s nicht spielen.”

“Der Wohlstand, den zwei Generationen nach dem Krieg aufgebaut haben, ist durch Leistung entstanden. Und Leistung ist Arbeit pro Zeit. Wir müssen jungen Leuten Freude an der Leistung vermitteln, und das muss sich auch im Entgelt niederschlagen. Es muss sich auch steuerlich auszahlen, mehr zu arbeiten”, so der 65-jährige Pierer, der auch Bedarf bei der Pensionsregelung sieht: “Wir haben den frühesten Pensionsantritt mit 62 Jahren. Schauen Sie mich an, laut Statistik bin ich seit drei Jahren in Pension.”

Pierer will mehr steuerliche Arbeitsanreize für Junge und Alte, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten. So sollten “junge Leute bis 30 nur den halben Steuersatz zahlen”, so Pierer. Alte Menschen sollen hingegen länger arbeiten. “Wenn jemand mit 65 eine neue Vereinbarung macht, keine Pension bezieht, dafür aber keine Lohnsteuer zahlt, entlastet er das Pensionssystem und verdient netto gut. Grundsätzlich muss es sich rechnen, mehr zu arbeiten.” Ein Anreiz für mehr Arbeit könnte auch, so Pierer, die Steuerfreistellung von 20 Überstunden im Monat sein.

Pierer gegen Vermögenssteuern und Aus für Verbrennungsmotoren

Der ÖVP-Großspender spricht sich im Interview auch gegen das Ende von Verbrennungsmotoren aus. Zu deren Aus ab dem Jahr 2035, wie von den EU-Umweltministern vorgestern beschlossen, hat Pierer eine klare Meinung: “Das wird nicht so kommen. Als gelernter Europäer weiß ich, dass die Überschriften der europäischen Kommission nicht viel wert sind.”

Befürchtungen, das bei den Lohnrunden im Herbst eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt werden könnte, teilt er nicht. “Das wird übertrieben. Alle sitzen in einem Boot und werden eine vernünftige Lösung erreichen. Die Maßnahme der Regierung, dass bis zu 3.000 Euro steuerfrei bezahlt werden können, ist ein gutes Instrument für einen Ausgleich”, erklärte Pierer.

Zum Thema Vermögens- oder Erbschaftssteuer hält er fest: “Ich bin ein Fan der Finanztransaktionssteuer und einer Besteuerung der Finanzindustrie und von Krypto-Assets. Da sage ich: Her mit den Steuern! Vermögen, das in Familienunternehmen gebunden ist, zu besteuern, zerstört unweigerlich Arbeitsplätze.”

Zu den zuletzt stetig steigenden Corona-Fallzahlen sagte Pierer: ” Wir brauchen Lösungen mit Hausverstand, daher sollte man auch die Quarantäne abschaffen.” Ob denn ein Lockdown wieder eine Option sei? “Völlig sinnlos, ich sage ja, wir müssen mit Hausverstand vorgehen”, so Pierer.

(mst/apa)

Titelbild: APA Picturedesk

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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93 Kommentare

  1. Erwartungsgemäß. Wer sich zeitgerecht für das System Kapitalismus entschieden hat, gehört aktuell zu den Gewinnern. Jednefalls finanziell. Es bleibt dem Proletariat zur Zeit nur ein einziger Ausweg. Solange wir noch wählen dürfen, müssen wir das tun! Notfalls das kleinere der wählbaren Übel. Wenn ein Staat eben Schulden machen muss weil er sich aus eigener Kraft nicht erhalten kann — oder weil vielleicht die Zuwendungen an Parteien und Politiker zu hoch sind? — dann soll er dieses Schuldengeld auch an die breite Bevölkerung weitergeben und nicht in Form von Förderungen wieder an die Unternehmer – die ihre Gewinne dann ins Ausland schaffen….Jetzt müssen wir einmal alle weit links wählen! Auch keine Lösung auf Dauer. Aber der “schwarze” Sumpf gehört ausgetrocknet. Sonst verschluckt er gleich den nächsten Koalitions”partner” wie gerade eben die Grünen.

  2. Wir haben eh Meinungsfreiheit und jeder kann seinen Senf daherpiepsen.

    Was “es spielt” und was nicht, sagt kein Korrumpiertheitskasper. Nicht mehr und nicht weniger als andere Wähler.

    Klar, kleiner Rotzer?

  3. Selbst Dividende kassieren und Saatshilfe anfordern geht gar nicht! Es ist zum Grausen in diesem Land. Wo bleiben die echten Unternehmer? Nicht die die nur schauen in welchen Säckel sie als nächstes hineinlangen können.

  4. Ich vertraiue einen Pierer in wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Fragen 10x mehr als als dem ganzen dilettantischen Polithaufen zusammen. Die breite Masse macht vollkommen unnötige gehypte Personen, Musiker, Fussballer etc., zu Milliardären, aber wenn dann ein weltweit erfolgreicher Unternehmer der Atbeitsplätze schafft Geld verdient, dann sind es ihm alle neidig und würden ihn am liebsten aus Östereich hinauswerfen. Seltsame verkehrte Welt.

  5. “Es muss sich auch steuerlich auszahlen, mehr zu arbeiten”, ..also ganz viel Geld vom Steuerzahler und noch mehr Leistung vom Steuerzahler.
    Traummännlein!

  6. Was is bitteschön an den aktuellen Überlegungen zu einer 4-Tage-Woche, eine Arbeitszeitverkürzung.
    Vielmehr gehts doch dabei nur um eine Art Komprimierung.
    Es soll doch bloß die gleiche Zeit in 4 Tage gepfercht werden, mehr is es doch ned und darüber hinaus kann des eh ned in jeder Branche umgesetzt werden.
    Und dass eine ‘echte’ 4-Tage-Woche so nie kommen wird, woa eh kloa (immerhin gingen die letzten Errungenschaften genau in die entgegengesetzte Richtung, zB. Legalisierung des 12-Std. Arbeitstages, für die perfekte Work-Life-Balance).
    Schau ma liaba, dass is 13te und 14te oder die Zahl der Urlaubstage ned als nächstes dran glauben …

    Addendum fette Dividende – dafür halten nicht selten oft jene Arbeitnehmer her, die man um ihre geleisteten Überstunden prellt.

    • übrigens – weil ja arbeitszeitverkürzung im header vorkommt.
      wir haben schon lange eine “kalte arbeitszeitverkürzung”.
      dh, ohne lohnausgleich.
      und das ist im gegensatz zur kalten progression ein echtes problem, nur spricht niemand darüber.

      “Arbeitszeitverkürzung war schon immer eine Verteilungsfrage und ist normalerweise eine Massnahme zur Umverteilung der gemeinsam erwirtschafteten Gewinne.
      Und diese Verteilung erfolgt neoliberalen Wünschen zufolge gegen die Interessen der lohnabhängigen Menschen.”

      https://www.hagerhard.at/blog/2020/01/die-kalte-arbeitszeitverkuerzung/

      • Des fällt unter die Rubrik ‘derfs a bissl mehr sein’.
        Grundlegende Formel des Kapitalismus – von Tag zu Tag immer etwas mehr erbringen ohne für sich selbst einen nennenswerten Zugewinn zu erzielen.
        Am Schluss stehst mit ana leeren Briaftoschn und jeder Menge sinnlos investierter Zeit da.

    • Da kann man sagen, was man will. Aber das Geschäft versteht er, der Herr Pierer.
      500.000 Wahlkampfspende für Kurz, 11,000.000 Corona Unterstützung retour durch die unkontrollierten ÖVP Gremien Finanzministerium und Wirtschaftkammer.
      Das nenne ich ein Geschäft!

      Noch dazu, da Herr Pierer die Unterstützung überhaupt nicht nötig hatte. Er hat ja damit großteils sich und die Hauptaktionäre beschenkt.

      Dank an die ÖVP für die großzügige und so “treffsichere” Spende an ein Unternehmen, dass selbst in der Coronazeit prächtige Gewinne eingefahren hat. Aber es sind ja nur Steuergelder!

  7. Ich habe mich über diesen Artikel gefreut, wie es mich erschaudern ließ. Zur Freude: So lange ist es her, dass jemand so klar und offen ausspricht, wie er denkt. Er versteckt sich nicht hinter Schönsprech, sondern sagt unumwunden raus, was er denkt. Beinhart, wie Oligarchen sich die Welt vorstellen. Zum Erschauern: Ein Hohn gegen seine Arbeiter, deren Bandscheiben schon abgenutzt und die Lungen verätzt sind, dass sie mit 60 in Pension müssen, er hingegen triumphiert nach einem körperlich nicht herausfordernden Leben noch kein Pensionär zu sein. Er bestimmt (in seiner Wertewelt), was es spielt, und was nicht. Er weiß, was gut ist: Hackeln für seinen Reichtum, Krankheit (Corona) ist nur Tachniererei. Und dann noch das stupide physikalische Gesetz: Leistung = Arbeit/Zeit, um Ausbeutung zu legitimieren. Denn in der Physik gibt es keine Entlohnung, da passiert Leistung ohne. Eine Sklavenhalterphilosophie, damits dem Herrn Pierer gut geht.

      • Wenn Ihnen schlecht wird, isses gut. Nicht weil ich ein Sadist bin. Das ist genau der Moment, an dem sie überdeutlich sagen, was sie von der Welt halten, wenn sie ehrlich sind: Andere taugen nur als Sklaven fürs eigene Wohlergehen.

        Bevor uns nicht übel wird, nehmen wir es hin. Was sind wir? Seelenlose Wesen, die sich morgens und abends ihr SOMA abholen und alles mit uns geschehen lassen?

        • Mir ist schon länger kotzübel, vor allem, wenn ich an die HdR denke, brauche ich sofort einen Kübel.

        • Ja, sie könnens eben nicht erwarten es in dieser Form umzusetzen. Der Sebastian hat halt in seinem jugendlichen Ungestüm glaubt dass aktuell auch schon reingeht, weil er so ein “Unvergleichlichler” ist. “Autsch…doch a bisserl z’fruah gwes’n, Ui,ui ”
          Aber wer weiß, wenn wir noch mehr abglenkt werden von unserer Realität.?

          • Ich möchte an dieser Stelle -danke für Ihre inspirierende Überlegung, den Begriff “postmoderner Faschismus” einführen. Der “postmoderne Faschismus” hat keine Ideologie, er hat ein Gesellschaftssystem vor Augen, das faschistisch ist: dirigistisch, die Partei steht über dem Staat, alles muss sich der Partei und ihrem Führer unterordnen. Postmodern ist dieser Faschismus, weil er sich alle erdenklichen Versatzsstücke nimmt, um seine Position zu legitimieren/verkaufen: Von “Leistung muss sich wieder lohnen” über “in wahrer christlicher Tradition” bis “wir sind der Nachfolger des Byzantinischen Reichs” werden beliebig irgendwelche historischen Begebenheiten zusammengestoppelt. Situativ, wie es gerade passt. Es ist egal, ob das konsistent ist, Hauptsache, es transportiert ein Gefühl für den Moment. Morgen kann der “Führer” das Gegenteil von heute sagen, aber wenn es stimmig ist und mitreißt, ist es recht (nicht: Recht).

            Der postmoderne Faschismus: RU hat ihn, Trump verkörpert ihn ebenso wie Kurz, HU hat ihn, PL hat ihn und versucht sich gerade loszusagen.

            Ich befürchte, dass unsere Exi ja nichtmal eine Idee dafür hatte, WAS er verkörperte. Das ist wirkliche Armut. Ich würde spenden.

          • Sie fassen das wirklich sehr adäquat zusammen, Respekt! Es stellt sich die Frage wie wir in unserer degenerierten Gesellschaft die Mittel dafür aufbringen sollen diesem Trend etwas entgegenzusetzen. Sie können es oft ja nicht einmal selber fassen dass ihr Billigrezept so durchgeht. Dadurch sind sie oft noch etwas zu leichtsinnig, erfüllt von ihrem stetig an Potenz gesteigerten Narzissmus. Doch muss uns und besonders den Bürgern der USA rasch was einfallen um diese Bedrohungen kaltzustellen.

          • Für Europa bin ich seit dem rus Krieg in der Ukraine optimistsch. Es wird jeden Tag klarer, wie sich die gesellschaftspolitischen Ziele Putins mit denen in westlichen Parteien decken. Sie alle geraten jeden Tag mehr in Verruf. Man beginnt jetzt, die rus Gesellschaft anzusehen, man kommt nicht umhin zu vergleichen. Und je mehr Überschneidungen es gibt, desto klarer wird es.

            In dieser Situation heißt es warten. USA: Die sind voll an der Kippe. Europa muss sich an allen Flanken wappnen. Der postmoderne Faschismus kann auch in den USA Wirklichkeit werden.

          • Ja stimmt, Putins kompromissloses Handeln hat den Rechtspopulisten nicht wirklich in die Karten gespielt. Doch auch Corona nur bedingt. Siehe Slowenien, Italien und Frankreich. Auch bei uns und in Deutschland müssen sich die Rechtsdemagogen noch mehr von der Mitte entfernen um ein Alleinstellungsmerkmal zu setzen – momentan nur eine reichlich ungünstige Flüchtlingsdebatte – aber diese Krise, anders als sonst, spricht gegen ihre Rechtsparolen.

          • Seehofer war der einzige westliche Politiker (damals Ministerpräsident Bayerns), den Putin nicht warten ließ. Die Queen musst 11 Minuten warten. Merkel einmal 7 Stunden (und sie hat gewartet!). Seehofer hat Maaßen gehalten. Merkel nahm die BND-Agenda ins Kanzleramt. Maaßen musste gehen. Und nun ist die AfD ein Verdachtsfall.

            Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam. Aber sie mahlen. Das ist in I, F, SL nicht anders. Jetzt wird aufgeräumt. Die rus Oligarchen versuchen ihre Immobilien abzustoßen, überall. Weil sie sich ausrechnen, dass ihnen nichts bleiben wird, wenn sie nicht schnell gehen. Die Sanktionen sind harmlos, aber alle Oligachen wissen, dass es das war.

            Die putineske Strategie hielt sich an die Politikwissenschaft der Demokratien: Von den Rändern zur Mitte. Im Norden am rechten Rand, im Süden am linken Rand. Von dort weg sollten die Agenten in die Mitte der Gesellschaft vorstoßen. Und dann entbrennt ein Kampf Nord gegen Süd in Europa. So war es geplant, so wird es weiter versucht. Aber es ist durchschaut.

        • ‘Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.’

          John Maynard Keynes

          • Danke für das Zitat. Damit es zum Gemeinwohl wird, braucht es Regulierungen und eine Politik, die sich drüber traut.

          • ‘[…] eine Politik, die sich drüber traut.’

            Diesbezüglich ist die Politik eh wie losgelöst …
            Bei jeder Gelegenheit, steigns über die Leit drüber.

    • Ein User berichtete mal von einem Gespräch mit einem österr. Opernsänger, dessen Ansicht war: Man wird als Herr oder Diener geboren….. Ö ist leider ein verrufener Operettenstadl mit den von Motten zerfressenen billigen Kulissen, dem modrigen Geruch Habsburgischer Samtvorhänge und eben der ÖVP und ihren Auswüchsen, die wie sie lustig sind auf zweckfremde staatliche “Kulturförderungen” und Steuererlässe bauen können.

  8. Herr Pierer ein Tipp für Sie,
    lesens doch vor dem schlafengehen das Buch.
    “Die Weber” v. Gerhart Hauptmann
    Ist nach Ihrem Geschmack.

  9. Schon ein ganz “spezieller” Charakter, dieser Herr Pierer.

    Sich selbst in der Coronazeit auf Steuerkosten bereichern, aber bei den arbeitenden Menschen nur ja keine Erleichterungen zulassen.

  10. Es wird Zeit für eine Revolution, aber es gibt keine.

    Wenn man Brave New World liest, versteht man warum es keine Revolution gibt. Wir sind zu konditioniert, dass wir akzeptieren, dass uns sogar das Denken vorgeschrieben wird.

    Es müssten die Bauern rebellieren, doch die werden von der ÖVP stillgehalten.

    Rebell Farmers! Rebell!

    Gott mit uns.
    (Nein, nicht die Nazi Phrase, sondern die Bibelstelle.)

    • Eine Revolution gibt es nur dann, wenn Menschen eine Idee haben, wohin sie wollen. Wohin wollen wir? Wir haben/hatten Demokratie. Wir wollen sie wieder. Wir wollen den Rechtsstaat wieder. Das ist kein revolutionärer Weg, wir wollen zurückgewinnen.

      Die französische Revolution fand statt, als die Menschen eine Idee hatten, dass Gesellschaft möglich ist, ohne beherrscht zu werden. Ohne dass man nicht gezwungen sein muss, Dinge zu tun, die man nicht tun will. Das träfe auf unsere Gesellschaft im Prinzip ja (noch) zu.

    • Ja, stimmt,aber leider haben die geschaut, daß es nicht mehr viele starke Arme gibt :(.

  11. Na des geht goa ned, wo kumm ma denn da hi …
    Sollen leicht de Gstopftn am Hungertiachl nagen.
    Oder sollen die Hackla wos von dem Zirkus Namens Barabern unterm Strich hobn …
    Da lob ich mir die Piefgonen, die ja bereits ganz unverhohlen so hübsche Sachen wie
    längere Wochenarbeitszeit oder
    späteres Rentenantrittsalter
    vorschlagen, um die Schuldenlöcher zu stopfen.

  12. Ja doch Herr Pierer, sie haben wirklich großartige Ideen.
    Sie sind ein Schlitzohr!
    Steuergeld unrechtmäßig kassieren, den Steuerzahler ausquetschen bis er direkt in den Blechpyjama hüpft. Vermögenssteuer, wo kommen wir da hin, es könnte vllt auch anderen einmal besser gehen, wie unerträglich muss das für Sie doch sein. Sie bedenken nur eines nicht, ohne die Mitarbeiter geht auch für Sie nichts. Ihre Partei und Sie sollten sich warm anziehen, wenn der Pöbel genug hat von den reaktionären Ansichten und Auswüchsen. Geschichte wiederholt sich oft.
    Streik z.B. wäre ein guter Anfang.

  13. wäre der nächste dem man vor die tür scheißen könnte

    nur so als anregung

  14. Der Typ hat eine Investition getätigt. Bei der Övp. Das wars…..und er hat profitiert. So ging das unter Kurz.
    Und er war nicht der Einzige.
    Man könnte jetzt ganz böse Xsindl sagen…. aber das mach ich nicht.

  15. Diese Herren Wirtschaftsmagnaten und Grossspender der ÖVP bilden sich wohl ein dass unser Geschick in ihren Händen liegt und sie bestimmen wo es politisch langgeht in Österreich. 4Tageswoche wirds nicht spielen und alle sollen noch mehr und länger hackeln meint der Pierer und geht davon aus dass dies nun gleich in Stein gemeißelt wird da er dies soeben abgesegnet hat…. Ja gehts noch ein wenig größenwahnsinniger? Wer fragt eigentlich diesen Vollhonk was für dieses Land am Besten wäre, außer seine Spendenempfänger von Türkis? Höchste Zeit dass über Neuwahlen diesen gstopften Herren beigebracht wird dass sie sich gefälligst nur um ihren eigen Scheiß kümmern sollen. Und wenn sich Pierer mit seinem Werkl in den Osten vertschüsst, wird unser Land auch nicht gleich vollends den Bach runtergehen. Auch wenn sich dann gleich mehrere beleidigt anschließen

  16. Also sprach der Pierer: ” Liebt eure Unternehmer. Habt Freude daran, für sie um ein Butterbrot arbeiten zu dürfen und sich dabei kaputt zu schuften, denn so nicht, werden sie dorthin gehen, wo man diese Freude hat. Und während Pierer und Konsorten so sprechen, ist die sogenannte Linke mit Gendergrammatik und Regenbogenparaden zugange, und, beinahe hätte ich es vergessen, mit der Jagd nach neofaschistischen Impfverweigerern. Woraus folgt: Es ist ein Paradies, was der Arbeiterklasse harret. Was sonst?

    • Hättest die Impfverweigerer weg gelassen….hättest ein + von mir bekommen.😉

  17. Es wäre schade wenn ein Paradebetrieb wie KTM abwandern würde (von der Wiener Börse ist er bereits abgewandert – und halbherzig wieder zurückgekommen), aber ich würde es verstehen und dann sicher nicht ihn kritisieren. Wenn dann einmal alle Topbetriebe weg sind, dann bleiben nur die trotzigen Kinder mit ihrer zum Selbstzweck überbordenden öffentlichen Verwaltung zurück.

    • Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Topbetrieb, naja 2600 Mitarbeiter, ist so groß auch nicht.

      Bei den Steuern wirft er natürlich gleich die Unternehmenskeule, die interessiert doch gar nicht, sondern die Millionen auf seinem Konto die ihn nur durchs rumliegen reicher machen, die gehören ordentlich besteuert. Der lertzte Vorschlag den ich gelesen habe wollte ab EUR 500.000 Vermögen besteuern, wo ist da das Problem?

      Motorräder sind mit die größten Dreckschleudern die es gibt, Verbrauch höher oder wie ein PKW und wird zu 90% nur zum Vergnügen bewegt, 300 km pro Tag sind da keine Seltenheit.
      Die Lärmbelastung, gruß aus einem engen Tal, sowie das nervige Lückenspringen, überholen trotz durchgezogener Linie und Gestank machen sie für mich neben LKW zu den unbeliebtesten Verkehrsteilnehmern.

      Ich arbeite um zu leben, lebe aber sicher nicht um zu arbeiten.

      • 👍 Ich kann sie voll verstehen. Es gab Zeiten da war bei uns ein solcher Hotspot für “Motorradfreunde” aus nah und fern. Das Ergebnis war, dass auf wenigen Kilometern Straße jedes Wochenende ein Toter oder schwerverletzter Motorradfahrer war. Das ganze Donautal hallte wider von dem Lärm und kilometerweit entfernt konnten die Menschen ihre Gärten nicht mehr nützen. Die freiwilligen Rettungsfahrer beim Roten Kreuz hatten Albträume weil sie teilweise die abgetrennten Gliedmaßen der Verunfallten suchen mussten. Der örtliche Gemeindearzt hat mit der Drohung er würde einfach nicht mehr ausrücken dem Treiben schließlich ein Ende gesetzt. Jetzt gibts eine Geschwindigkeitsbeschränkung für Motorradfahrer auf diesem Straßenstück und trotzdem schaffen es jedes Jahr einige dort ihr Leben zu verlieren. Aber Hauptsache einer verdient sich damit eine goldene Nase die Kosten für Reha und Berufsunfähigkeit zahlen eh die anderen.

    • Die Zeiten wo man sich ständig erpressen lassen musste unter dem Motto, wenn ich die Arbeiter nicht ausbeuten darf wie ich will und die Natur schädigen wie ich will dann gehe ich halt wo anders hin, diese Zeiten gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.

      • Stimmt, ich glaube nicht, dass es viele Länder gibt wo die Coronahilfen und Investitionsprämien für die Unternehmen so üppig geflossen sind wie in Österreich.

  18. Jener Herr Pierer der großzügig “Kulturförderung” kassiert hat für einen Ausstellungsraum den er als “Museum” bezeichnet. Umgeleitet hat die Kulturförderung Alt-Landeshauptmann Pühringer der ja wie wir alle mittlerweile wissen sehr kreativ ist in der Beschaffung von öffentlichen Geldern für ÖVP nahe Vereine. Jetzt ist der Herr Pierer lt. einem Interview von Radio OÖ “sehr enttäuscht” von der ÖVP. No na, immerhin hat er 300.000,– an die Partei gespendet. Jetzt ist der Sebastian weg und der mutmaßliche Deal, Spende gegen industriefreundliche Gesetze geplatzt. Der arme Herr Pierer. Und dann noch eine grüne Umweltministerin die ihm das Geschäft mit den Verbrennungsmotoren madig macht. Man hats nicht leicht als Großindustrieller in diesen Zeiten, echt arm der Mann kein Wunder, dass er sich da ein bisschen was extra gegönnt hat.

    • Nicht zu vergessen, daß der kleine Pepi, auch noch schaut, daß der Mariendom so schön wird. Wie hat mir eine sehr nette “Führerin” im Dom gesagt, ich mag den nicht, ich habe ihn nie gewählt, ich würde ihn nie wählen, ABER ich liebe unseren Dom und was er dafür macht, ist eine Sensation.

      Ich habe ihr recht gegeben, die war einfach so eine nette Person, die liebt den Dom, sehr, ich wollte ihr nicht weh tun, also keinen Streit, aber eines habe ich ihr schon gesagt, na ja, er weiß wenn er anzapfen muß und ich möchte nicht wissen, was die dafür verlangen.

      Da hat sie mich angeschaut und gesagt, ja stimmt, aber der Dom ist einfach für alle das Wichtigste.

      Ist ein kleines Beispiel, aber da dachte ich mir, eine nette Person, sicher ehrlich bis zum Geht nicht mehr, aber wenn es um das geht, was ihr “Leben” ist, wird genommen, ohne lange zu fragen.

      Und solche Sachen wird es mehr geben, wo eben dann viele sagen, ja eh, alles nicht koscher, oba i wüs ned wissen, ich bin glücklich und alle andere……..

  19. Dieser Typ von Herren Pierer sollte man zwangsläufig auf den Bau schicken bei 30 Grad und dort muß er den ganzen Tag Ziegel schleppen dieses A…. Gesicht. Entschuldigung für meinen Kraftausdruck aber jetzt ist mir leichter.

  20. Was will man von Mitgliedern der christlich-asozialen Familie anderes erwarten? Länger arbeiten, weniger vierdienen, dann bleibt für die Reichen mehr übrig.

  21. Der Herr spricht unverblümt und ungeschönt die Politik bzw. ideologie der ÖVP und der Grünen aus.

    Zum Punkt Verbrennungsmotor denke ich ähnlich. Wird wahrscheinlich so ausgehen, wie mit dem österr. Impfpflichtgesetz.

    • Der Grünen?
      Haben sie wirklich erwartet das der Schwanz mit dem Hund wedelt als die Koalition geschlossen wurde, die Grünen würden sicher mehr machen, aber nicht als Junior mit diesem menschenfeindlichen Partner.

          • Und was sollen sie tun, in Katar oder SA Flüssiggas kaufen, obwohl man dafür keine Speicher oder Umschlagplätze hat?
            Natürlich muß man handeln, aber vor dem Problem stehen wir im Moment nicht alleine, sondern die ganze EU.
            Anschauen heißt für mich die Lage beurteilen, was bekomme ich als Ersatz, wie schnell etc. In einer Firma holen sie auch Angebote ein und kaufen nicht beim erst Besten.
            Der Krieg wird noch länger dauern, also braucht man eine Lösung die langfristig hilft, aber relativ kurzfristig umsetzbar ist.
            Würde es ihnen reichen wenn sie einfach etwas ankündigen?

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