Sonntag, April 21, 2024

SPÖ: Schramböck ließ in Umfragen 19 Mal fragen, wie beliebt sie ist

SPÖ:

Mehrere Meinungsumfragen beinhalteten Fragen nach Margarete Schramböcks Beliebtheit. Die Ex-Ministerin findet das auch im Nachhinein sinnvoll. 

Wien, 14. Juli 2022 | Im ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss war am Donnerstag die ehemalige Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) als Auskunftsperson geladen. Julia Herr von der SPÖ bohrte beim Thema Umfragen besonders genau nach.

Sie hielt der Ex-Ministerin etwa vor, dass im Zeitraum von Dezember 2017 bis April 2021 in Umfragen insgesamt 19 Mal abgefragt worden sein soll, wie beliebt Margarete Schramböck als Bundesministerin sei.

Schramböck findet die Fragen sinnvoll

„Haben Sie ein gutes oder schlechtes Bild von Bundesministerin Schramböck?“, soll es da unter anderem geheißen haben. Noch dazu sollen ihre Beliebtheitswerte nach Wählergruppen abgefragt worden sein. „Wie ist das vereinbar mit dem gesetzlichen Auftrag des Ministeriums – um Steuergeld?“, fragte Herr.

Schramböck antwortete, dass sie sich an mehrere Umfragen erinnern könne, in denen auch solche Fragen enthalten waren und sagte, dass sie das schon sinnvoll finde. Die Arbeit von Ministerien stehe schließlich in der öffentlichen Wahrnehmung stark in Zusammenhang mit der Person der Ministerin und es seien doch auch andere politische Stakeholder abgefragt worden. Man könne nicht zuletzt an den Beliebtheitswerten sehen, wie bestimmte Maßnahmen angekommen seien.

Aber keine Verantwortung

Bei der Frage, wer diese Umfragen bezahlt habe, äußerte Schramböck ihren Lieblingssatz in der U-Ausschuss-Befragung: „Ich war nicht involviert.“ Für die Umfragen, die einzelnen Fragen und die Abwicklung sei ja nicht sie selbst, sondern die zuständigen Teams verantwortlich gewesen.

Welche Hoch- oder Tiefpunkte bei den Beliebtheits-Umfragen im Endeffekt herauskamen, war im Untersuchungsausschuss leider kein Thema.

(sm)

Titelbild: APA Picturedesk

Stefanie Marek
Stefanie Marek
Redakteurin für Chronik und Leben. Kulturaffin und geschichtenverliebt. Spricht für ZackZack mit spannenden Menschen und berichtet am liebsten aus Gerichtssälen.
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33 Kommentare

  1. Schramböck: “Man könne nicht zuletzt an den Beliebtheitswerten sehen, wie bestimmte Maßnahmen angekommen seien.”
    Diese Rechtfertigung ist absoluter Schwachsinn und disqualifiziert Schramböck als Wissenschaftsministerin. Im Umgang mit Steuermitteln lautet das Kriterium nicht, ob eine Aufwendung “zuletzt” oder “nicht zuletzt” nützlich ist. Steuermittel sind zielgerichtet einzusetzen.
    Wer ehrliches Interesse an der Akzeptanz “gewisser Maßnahmen” hat, der fragt unmittelbar “gewisse Maßnahmen” ab. Andernfalls müsste ich ihn schon für unglaublich dämlich, unglaublich eingeblidet oder unglaublich verschwenderisch halten.

  2. Genau, und wenn sie svhon unser geld dafür veruntreut hat, warum ist sie dann nach der 1. umfrage nich gleich zurückgetreten?
    Hat sie gehofft, dass sie nach 19 befragungen beliebter wird, diese unfähige, unsägliche?

  3. Sehr glaubwürdig die Dame. Will in Umfragen, die die eigene Beliebtheit abfragen, gar nicht involviert gewesen sein.
    Kann man all diese Regierungsmitglieder, die keine Wahrnehmungen haben was in ihren Resorts passiert, nicht auf Rückzahlung ihrer Gehälter klagen (Untreue, Arbeitsverweigerung)?

  4. Man muss sich vor Augen halten, die ist bei A1 Mangerin gewesen! Allerdings noch als die Hütte in staatlichen Händen war und nicht privatisiert.
    Irre.

    • Schramböck war von 2016 bis 2017 (leider) Leiterin von A1. Die Telekom wurde 1996 privatisiert. Seit 2014 gehören (wieder leider) 51% America Movil.
      Also nix mit staatlichen Händen.

  5. Ich hätte dieser Sympathieträgerin auch ohne Umfrage sagen können, das sie mir von Herzen unsympathisch war, ist und bleibt!

  6. Sinnvoll fürs eigene Ego….Narzissen und das zahlt der Steuerzahler….wo andere nicht wissen wie sie Schulsachen oder Essen kaufen…

  7. “Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Beliebteste im ganzen Land?”
    “Zum neunzehnten Mal, DU NICHT und jetzt lass mich in Ruhe!”

  8. “Spieglein, Spieglein an der Wand! Wer ist die Beliebteste im ganzen Land?”
    “Frau Minister”, sprach das Spiegelein,
    Hörens auf, gebns a Ruh,
    Im Lande auf, im Lande ab,
    find
    se ka greß`re blede …”
    Ich ersuche um Ergänzung…

  9. Mir fehlen die Worte du dieser Person, einfach Steuergeld rauswerfen beim Fenster das können sie diese Wappler von der ÖVP.

  10. Jetzt seits nicht immer so gemein zur Maggi!
    Sie hat ja nur gemacht was Basti gesagt hat.
    Blöd nur für sie , dass sich ihr Lieblingsbasti vorzeitig vertschüssn hat müssen.

  11. Solche Typen von Führungskräften sind in der Privatwirtschaft unbrauchbar, denn sie wissen nix, können nix, übernehmen keine Verantwortung, vergessen alles, haben keine Wahrnehmungen und sie sind das Geld nicht wert, sie sind garnichts wert.

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