Sonntag, Juni 16, 2024

TikTok statt Bunga Bunga: Berlusconi startet Social-Media-Wahlkampf

TikTok statt Bunga Bunga:

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi startet anlässlich der anstehenden Parlamentswahlen seine TikTok-Karriere. Mit Reels und Co. will er Punkte für seine Forza Italia sammeln.

Rom, 30. August 2022 | Ex-Premier Silvio Berlusconi hat angekündigt, künftig auf TikTok unterwegs zu sein. Damit will er der Mitte-Rechts-Allianz aus seiner rechtskonservativen Forza Italia, der rechten Lega und der faschistoiden Fratelli d‘Italia bei den anstehenden Parlamentswahlen am 25. September zum Sieg verhelfen.

“Von jetzt an werde ich auf TikTok mit Inhalten präsent sein, die diesem besonderen Medium gewidmet sind”, kündigte der Vorsitzende der Forza Italia laut Medienangaben vom Dienstag an. Er wolle die Sozialen Medien nützen, um „den Dialog mit Millionen von Italienern offen zu halten.“ Berlusconis erster TikTok-Tanz lässt bisher aber noch auf sich warten.

Reels statt realer Auftritte

Viele Italiener würden sich durch Online-Medien eine politische Meinung bilden, meinte Berlusconi. Auf Wahlkampfauftritte in den Städten will der gesundheitlich angeschlagene Berlusconi mit seinen fast 86 Jahren verzichten. Exzessive Wahlkampfversprechen, für die der Medienunternehmer bekannt ist, will er allerdings nicht auslassen. So versprach er kürzlich die Verdoppelung der Mindestpensionen auf 1.000 Euro monatlich, sollte er die Wahl gewinnen. Außerdem sollten Pensionisten mit Mindestpensionen kostenlose Zahnarztbehandlungen erhalten.

Dank seines persönlichen Engagements im Wahlkampf hoffe er, seine Partei auf 20 Prozent der Stimmen zu bringen. Derzeit liegt die Forza Italia laut Umfragen bei zehn Prozent.

Will bei Regierungschef-Wahl mitmischen

Berlusconi dementierte wiederholt Medienberichte, wonach er den Posten des Senatspräsidenten im neugewählten Parlament anstrebe. Er wolle jedoch bei der Wahl des Regierungschefs im Fall eines Wahlsieges seiner Koalition mitreden, sagt er.

Erwartet wird, dass Fratelli d’Italia als stärkste Einzelpartei abschneiden, womit deren Parteichefin Giorgia Meloni Anspruch auf den Premierminister-Posten hätte.

(apa/red)

Titelbild: FILIPPO MONTEFORTE / AFP / picturedesk.com

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