Sonntag, Mai 19, 2024

Mattle und sein Eis: Viel Lachen und spannende Fragen im Netz

Mattle und sein Eis:

Keine zwei Wochen vor der Landtagswahl in Tirol geht der Wahlkampf in die heiße Phase. ÖVP-Obmann Anton Mattle kämpft gegen schlechte Umfragewerte – mit Eisessen “wie ein Normaler”. Twitter zerkugelt sich.

Wien, 16. September 2022 | Glaubt man den Umfragen der vergangenen Wochen, stehen der Tiroler Volkspartei bei der Landtagswahl am 25. September empfindliche Verluste ins Haus. Der Wahlkampf ist in der heißen Phase angekommen, jetzt geht es um alles. Bei der Elefantenrunde der “Tiroler Tageszeitung” Donnerstagabend fuhr Anton “Toni” Mattle schwere Geschütze auf und damit wohl ordentlich ein.

Der Versuch, sich als Eis-Esser und damit als volksnah zu outen, sorgte unter den Anwesenden für Erheiterung im Netz.

https://twitter.com/ManfredStaniek/status/1570681743778381825

Die Geschichte warf aber auch naheliegende Fragen auf.

Natürlich kann alles eine Frage der Perspektive sein.

Um sich von den Turbulenzen in der Bundes-ÖVP zu distanzieren, tritt die Landespartei als „Liste Mattle“ an. Nach Bekanntwerden seiner Eis-Affinität lag dann auch ein neues Logo nahe.

So mancher PR-Profi wollte hinter dem Auftritt einen klugen Schachzug erkannt haben.

Ob der Auftritt sein Ziel erreicht hat?

Manche sind noch nicht endgültig überzeugt.

FPÖ-Herausforderer Markus Abwerzger fühlte sich bestätigt.

NEOS-Abgeordneter Yannick Shetty nahm die Steilvorlage gerne an:

(pma)

Titelbild: EXPA / APA / picturedesk.com/ fotografierende / Pixabay / Fotomontage: ZackZack

Pia Miller-Aichholz
Pia Miller-Aichholz
Hat sich daran gewöhnt, unangenehme Fragen zu stellen, und bemüht sich, es zumindest höflich zu tun. Diskutiert gerne – off- und online. Optimistische Realistin, Feministin und Fan der Redaktions-Naschlade. @PiaMillerAich
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29 Kommentare

  1. Trau mich gar nichts mehr unvorteilhaftes über Tirol schreiben. Sonst verklagt mich noch der Hubs. Für das Löschen von diesbezüglichen Wortmeldungen hat er ja vermutlich schon gesorgt.

  2. Normal Eisessen können als Kernkompetenz für einen Landeshauptmann. Wie genial. Ich glaube, bei den Mietpreisen in Tirol, wird diese außergewöhnliche Fähigkeit, einer alleinerziehenden Mutter, einfach nur noch scheissegal sein…..

  3. Keine Ahnung, ob dies ein originales Tiroler Sujet ist, oder nur unterirdisch mäßig kreativ gezwitscherter Nonsens. Aber wer mir weismachen will, dass diese Eistüten im Bild nicht rotzfrech fotogeshopt in seine Fäuste gestopft wurden, den heisse ich einen dreisten vaupen Schmähfiara! Sogar bei harmlosen Banalitäten wie Eisessen lügenS in unverschämt entblödeter Idiotie – grindiger geht’s jo wirklich nimma… (Volksnähe sieht anders aus, ihr reaktionären Mißgeburten)

    • Fptoshop is geil😃 da gibt es so ein Wahlplakat von den Blauen….. wo sich ganz Österreich fragt: Wer is denn das?

      • … vermutlich der erste fotogeshopt verwegen feiste Vorschlag seines plast. Chirurgen dereinst einer uralt zurückliegenden Anfrage wegen, aus dem Archiv wieder auf den Wahlplakat-Ständer gekleistert, vom blaunen BP-“Kandidaten”…

    • Also ich find das gut. Bin selber nicht auf Twitter, halte aber aufgrund des Einflusses den sozial Media auf die Gesellschaft hat, für interessant und wichtig was da geschrieben wird. Außerdem lache ich gern. Meine mich zu erinnern, das sogar Armin Wolf gelegentlich aus Twitter zitiert.

      • Ich eben auch nicht – und wenn ich mal doch auf sowas drauf klicke, dann kann ich’s genau drum meist nicht lesen.

      • Dank Nikita dürfen wir nicht – Registrierten ja das Interessanteste zu den Zack Zack Themen mitverfolgen. Das reicht mir schon bezüglich Twitter. Mit Nick in Twitter zu schreiben käme mir außerdem feige vor. Aber mit Original Namen wärs wohl etwas selbstschädigend in Zeiten wie diesen.

    • Seit einigen Jahren bedienen sich unsere PolitikerInnen wie auch der BP vermehrt diverser Social-Media-Kanäle. Ansprachen, Rücktritte usw. werden via Twitter, FB oder TikTok kommuniziert. Kocher bei der denkwürdigen Aufnahme von Edtstadler, Blümels Rücktritt oder die türkise Damenpartie im Auto, bei der selbst der Fahrer ein Sektglas in der Hand hielt, erlangten durch Twitter Berühmtheit. Als Auflockerung zwischen Pandemie, Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Sozialkrise, Bildungskrise, Krieg, Zukunftskrise, Femizide bin ich dankbar, wenn ich zwischendurch etwas zum Schmunzeln hab. Vlt geht es den ZZ-Redakteuren ähnlich, denn zu allem Überfluss will man sie zusätzlich mittels Slapp-Klagen ruinieren, Postfächer werden aufgebrochen, Hacker legen die PCs lahm, sie werden von der ÖVP bekämpft, da tut hie und da eine launige Twitter-Safari ganz gut.

      • Wäre halt interessant zu wissen WIEVIELE Österreicher (meiner Generation und älter) es sind, die überhaupt keinen Zugang zu diesen „Medien“ haben – und daher auch keine aktuellen und zeitnahen Informationen erhalten.
        Und dann die (evtl ein bisschen verschnupfte) Frage – sind wir – also die oben genannten nicht (mehr) relevant genug um informiert zu werden?

        • Die Frage ist berechtigt, müsste allerdings an die Politiker gerichtet sein. Ich selbst hab vor Jahren mal FB probiert, irgendwann ist mir dann die Überschwemmung mit Bathroom-Selfies auf die Nerven gegangen, hab damals allerdings wertvolle Reisetipps von ein paar indischen FB-Freunden erhalten, deren Familien mich sogar auf meinen Routen eingeladen haben und mit denen ich heute noch auf Whatsapp in Kontakt bin. Ansonsten ist das was für Kinder. Bin nirgends registriert außer ZZ, ein paar Journalisten-Twitter-Accounts sehe ich hin und wieder ein, dann hab ich schon gegessen. Wenn mich ein Politiker hauptsächlich auf Social Media erreichen will, fließt das selbstverständlich bei der Wahl mit ein. Lady Gaga hat vor langer Zeit richtig erkannt: Social Media ist die Toilette des Internets.

          • PS: Bei Twitter erscheint oft die Aufforderung zur Anmeldung. Dann klicke ich auf “Anmelden”, ein neues Fenster erscheint und das klicke ich beim x einfach weg. Fertig – kann jetzt alles lesen.

          • Oje, dieser bug wird beim nächsten Update wohl wieder fluchs bereinigt sein… 😉
            (solcher Art “customer experience journey” ist so gar nicht “Kundenfreundlich”…)

          • Und dann? Kommt nach dem Update der IT-Kapazunder in aller Welt die kleine Summa daher, schaut sich das an, entdeckt wieder was und gibt wieder Tipps.

          • Grüße zurück 😉. Richtens ihm doch bitte aus dass er sich wieder einklinken soll. So manche hier würdens nämlich dringend benötigen dass ihnen wieder mal wer richtig die Meinung geigt. 😀

  4. 😐gibts eigentlich irgend einen Schwachsinn denn die Tiroler ÖVP in ihrer Verzweiflung nicht bedient? Falsch Mattle, wir wollen keinen Eis essenden Volksdümmler der sich anbiedert, sondern Politiker die nicht korrupt sind und wissen was sie zu tun haben….können von mir aus auch Cyborgs sein….

  5. Von* korrupter Vielfalt* bis zur *liebenswürdigen Einfalt* findet sich im Pool der ÖVP-Reservisten ein Potpourri an individuellen Persönlichkeiten. In welche “Leistung-muss-sich-wieder-lohnen-Gruppe” ich den normalen Eisesser einordnen kann, ist mir noch nicht klar. Tendiere zur liebenswürdigen…

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