Montag, März 4, 2024

»Pass Egal Wahl« – So stimmten Nicht-Staatsbürger ab

»Pass Egal Wahl«

Am Dienstag hatten auch jene, die auf dem Papier keine Österreicher sind, die Möglichkeit, für ihren Präsidentschaftskandidaten abzustimmen. Mit einem eindeutigen Ergebnis.

Wien, 05. Oktober 2022 | 8.549 Menschen haben am Dienstag bei der “Pass Egal Wahl” ihre Stimme für die Kandidaten der Bundespräsidentschaftswahl abgegeben. Die von “SOS Mitmensch” organisierte Veranstaltung soll auch Menschen ohne Staatsbürgerschaft eine symbolische Wahlgelegenheit bieten.

VdB klarer Gewinner

Dabei konnte Alexander Van der Bellen fast drei Viertel der Stimmen auf sich vereinigen. Er kam auf 73 Prozent, gefolgt von Dominik Wlazny mit 15 Prozent. Wlazny schnitt insbesondere bei Schülern gut ab. Michael Brunner und Walter Rosenkranz kamen jeweils auf 3 Prozent. Gerald Grosz, Heinrich Staudinger und Tassilo Wallentin erreichten jeweils 2 Prozent.

4.760 stimmten aus Solidarität ab

Die Stimmen wurden an Standorten in allen Bundesländern gesammelt. Tatsächlich haben aber nur 3.789 Nicht-Staatsbürger bei der Wahl abgestimmt, da von den 8.549 Teilnehmern 4.760 österreichische Staatsbürger sind, die aus Solidarität abgestimmt haben. Der Großteil dieser Solidaritätsstimmen käme von Schülern, an deren Schulen „Pass Egal Wahlen“ abgehalten wurden.

SOS Mitmensch betont in seiner Aussendung daher, dass das Ergebnis dieser Wahl nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Menschen ohne österreichische Staatsbürgerschaft sei.

Trotzdem ist die Wahl für die Veranstalter ein “Riesenerfolg”, da man eine Rekordbeteiligung verzeichnen konnte. Wie schon die Jahre zuvor wollte man ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen. “Demokratie lebt von Beteiligung, nicht von Ausschluss. Es braucht ein Umdenken der Politik, weg von Spaltung hin zu einer Demokratie, die alle hier lebenden Menschen miteinschließt, sonst steht die demokratische Legitimität auf dem Spiel“, betont SOS Mitmensch-Sprecher Pollak.

(mst)

Titelbild: ROLAND SCHLAGER, EVA MANHART, EXPA, GEORG HOCHMUTH, HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com / GEA / Montage: ZackZack

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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31 Kommentare

  1. Das Menschen aus Ländern die sich um die Menschenrechte nicht scheren sich nicht dran stören wie VdB zum Umgang mit den Menschenrechten schwieg, verwundert ja auch keinen. Gott sei Dank dürfen die nicht wählen.

    • wie was menschenrechte?
      klär mich auf. was hab i verpasst?
      zu was hat er nichts gesagt?

    • Haben sie armes Hascherl so leiden müssen, als man sie in ihrer Freiheit andere mit einer unerforschten Krankheit anzustecken beschnitten hat?
      Angemerkt sei noch, das die meisten in Ö lebenden Ausländer aus anderen EU Nationen kommen, aber da wurden in dem Zusammenhang aus ihrer Sicht sicher auch viel zu viele Egos gestutzt.

  2. Nur die allerdümmsten Kälber – wählen ihren Metzger selber
    Von den aussichtslosen Fällen – wählen alle Van der Bellen.

    • Nö, Kälber sind nicht dumm sondern können sich gegen die Bauersleute und den Schlachter nicht wehren.
      Övp und Fpö brauchen ihre Tierquäler-Wähler! Hoden ohne Narkose abgeschnitten – Ferkel egal – Hauptsache die Schweinegesichter haben am Sonntag ihr Schnitzel am Teller mit Vogerlsalat aus dem Frühbeet!

      Putin-Fans mögen es auch wenn Ukrainern die Hoden abgeschnitten werden! Kein Blatt passt zwischen rechts und imaginärer Mitte rechts. Wähler put put put!

      • Stimmt, da vergeht einem das Fleisch.
        ABER:
        Bitte ÜBER den Tellerrand hinausblicken :
        Die Arbeitsbedingungen an den bewässerungsintensiven AvocadoFarmen sollen allerdings auch eher menschenunwürdig sein.
        Vom Wassermangel, der die kleinen Bauern betrifft, ganz zu schweigen.
        Ebenso Landraub an Natives, wegen dem Grünzeug-Hype.

  3. 1,4 Millionen Menschen in Österreich dürfen nicht wählen.
    An dieser Jux-Wahl haben 3.789 Nicht-Staatsbürger und 4.760 österr. Staatsbürger teilgenommen. Von den 8.549 Teilnehmern haben sich drei Viertel für VdB entschieden. Ein Riesenerfolg!
    Und die 4.760 Wähler wählen am Sonntag nocheinmal. Ja so kommen ganz schön viele Stimmen und Erfolge zusammen.

  4. Ob ich existiere wollte ich wissen und habe damals alle Papiere verbrannt einschließlich meinen gültigen Ösel-Pass. Ich wollte es wissen, ob ich nur durch die Papiere ein “Bin” bin.
    Jetzt, Jahrzehnte danach, habe ich einen abgelaufenen Pass und einen rosa Führerschein mit einen Foto von damals (na ja, ich erkenne mich wieder und sonstige auch).
    Darf man in Ösel-Land ohne gültigen Pass wählen?

    • Ja, wenn Sie ein gültiges Personaldokument vorweisen können.
      In Ihrem Fall wohl der rosa “Lappen”.

      • … wen man dem Beisitz persönlich bekannt ist, kann man auch ohne Ausweis wählen….
        Der Führerschein ist kein amtliches Personaldokument, dieser wird auch meist nicht als solches akzeptiert, wenn ja, ist das sowas wie Kulanz und eigentlich Rechtswidrig.
        Personalausweis und/oder ein gültiger Reisepass sind solche Dokumente.
        All das durfte ich in den letzten Monaten mithilfe diverser Behörden lernen…. 🤪

  5. Man wird bei dieser Wahl erneut sehen, wieviele Menschen sich bereits von dieser Politik abgewendet und sämtliches Vertrauen in die (Wahl-)Demokratie verloren haben. In Tirol sind bereits 35% gar nicht mehr hingegangen. Die “bringt-eh-nix”-Fraktion wird größer und größer.

    • Die Demokratie wird unterwandert weil sie so zart ist wie der Tropfen auf einen Blatt im Morgentau.
      Diktatoren wie Putin, Assad, Orban und des unsympathische Nordkorea-Auswuchs usw., sind aber sicher vergänglich.
      Ja, sie haben recht, wer rechts wählt in Ösel-Land muss einen Huscher haben. Rechts san Övp, Fpö, Mfg, Wallentin…es macht keinen Unterschied weil es Mitte Rechts nie geben kann. Rein mathematisch.

    • Die Verfassung ist bei den Blaunen sicher mehr in Gefahr wie bei anderen.
      Als ob Hatschi und Gutenuss mit ihren Gedanken Einzelfälle waren, Hartholz-Keinhirn lässt die Unterlagen gleich mal verschließen etc. Schüssel I und II ist auch nicht vergessen, bleiben am Ende Straftaten und Bereicherung ohne Ende.
      Anpatzian und seine Staatsdiebe dürfen natürlich auch nicht unerwähnt bleiben.

  6. |…wollte man ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen. “Demokratie lebt von Beteiligung, nicht von Ausschluss. Es braucht ein Umdenken der Politik, weg von Spaltung hin zu einer Demokratie, die alle hier lebenden Menschen miteinschließt, sonst steht die demokratische Legitimität auf dem Spiel“, betont SOS Mitmensch-Sprecher Pollak.|

    -> Das Ergebnis manifestiert(e) sich in einer politisch leistungs(!)bezogen resilienzfördernden Liberal-Demokratie.
    -> Unser Fremdenverkehrsland entwickelt sich aber in eine ideologie(!)bezogene Wahl-Austrokratie.

    • Warum?
      Es sind sogar hier im Forum 2/3 dagegen
      Aber das ist leider das Problem hier im Land.
      Eine linke Minderheit will der ganzem Bevölkerung ihren Willen aufpressen.

      • Das sind Ihre Behauptungen und Meinung. Wo sind die Fakten dazu?
        Diese Pass-Egal-Wahl zeitigte nämlich ein genau konträres Ergebnis zu Ihrem Text…

        • Mich schockiert es, dass 3/4 der Zugezogenen einen Politversager wählen würden, der bei über 100 Verfassungsbrüchen das Maul nicht aufbringt.

          • Haben Sie echt geglaubt die würden den ” Fechter” wählen?
            Vielleicht können Sie uns ja, mal so 20 Verfassungsbrüche aufzählen.Natürlich mit Links dazu, weil Euch Blaubraunen ist nicht zu trauen.
            Wäre echt nett von Ihnen.

          • Was “die” wählen und was Sie glauben ist völlig schnurts. Wer nach Österreichischem Recht bzw. EU Recht nicht wahlberechtigt ist, ist nicht wahlberechtig. Punkt.

          • Jawoll! 😃
            Wären die wahlberechtigt , wären sie eine Gefahr fürs rechte Xsindl.
            Alleine schon deswegen würde ich die wählen lassen.

          • Was Sie würden, ist genauso schnurts. Wir haben Gesetze und eine elegante Verfassung und daran hat man sich zu halten.

          • Mir hat vor vielen Jahre einmal ein Jugo im Gasthaus gesagt: Haider hat scho recht, sind zuviel Ausländer do. Uns hats fast zerkringelt vor Lachen, der hat des nämlich ernst gmoant.

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