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Umfrage: Pampel-Mehrheit – Bierpartei mischt Karten völlig neu

Bierpartei mischt Karten völlig neu

Rot-Bier-Grün-Pink? Die pinke Ampel (die sogenannte “Pampel”) hätte laut neuester IFDD-Umfrage eine Mehrheit. Für die ÖVP setzt es nach den Schmid-Enthüllungen den nächsten Dämpfer.

 

Wien, 31. Oktober 2022 | Zwei Umfragen gab “Puls24” beim Institut für Demoskopie und Datenanalyse in Auftrag: eine gewöhnliche Sonntagsumfrage und eine inklusive der Bierpartei von Dominik Wlazny (Marco Pogo). Und gerade die Umfrage mit dem Drittplatzierten der Bundespräsidenten-Wahl sorgt nun für ein Umfrage-Beben.

ÖVP verliert durch Schmid-Einvernahme massiv

Bei der Umfrage ohne Bierpartei führt die SPÖ noch das Feld an. 27 Prozent erreichen die Sozialdemokraten. Dicht auf den Fersen liegt die FPÖ, die Platz 2 absichert und auf 25 Prozent kommt. Die ÖVP befindet sich hingegen wieder auf dem absteigenden Ast. Die Umfrage, die nach den neuen Enthüllungen von Thomas Schmid erhoben wurde, sieht die Volkspartei bei nur mehr 20 Prozent. In den Wochen zuvor hatte man sich erholt und erreichte teilweise bis zu 23 Prozent, das ist nun vorbei.

Der kleine Koalitionspartner, die Grünen, kommt auf elf Prozent, ebenso wie die NEOS. Die realistischen Koalitionsvarianten sind in dieser Aufstellung rar gesät. Einzig Rot-Blau würde mit 52 Prozent eine Mehrheit haben. Die aktuelle türkis-grüne Regierung kommt auf nur 31 Prozent.

BIER sorgt für Kater bei anderen Parteien

Bei der zweiten Sonntagsfrage erhob das IFDD, wie die politische Landschaft mit der Bierpartei aussehen würde. Deren Antreten würde ein gehöriges Beben in Österreich auslösen und die Karten völlig neu mischen, zumindest laut dieser Umfrage. Denn die Partei von Dominik Wlazny käme aus dem Stand auf zehn Prozent.

Alle Parteien würden zumindest einen Prozentpunkt an den Bundespräsidenten-Kandidaten verlieren. Die SPÖ liegt in dieser Umfrage zwei Prozentpunkte niedriger als in der Umfrage ohne Bierpartei und kommt auf nur mehr 25 Prozent. Die FPÖ verliert einen Prozentpunkt und 24 Prozent. Genau so viel verliert die ÖVP und liegt bei 19 Prozent. Besonders hart würde ein Antreten der gelben Bierpartei die Grünen treffen. Minus drei Prozentpunkte setzt es für den Junior-Koalitionspartner. Die NEOS verlieren einen Prozentpunkt und kommen auf zehn Prozent.

Die Pampel ist geboren

Für eine ordentliche Prise Spannung würde das BIER-Antreten bei einer Koalitionsfindung sorgen. Rein farbentechnisch gäbe es dadurch eine richtige Ampel wie in Deutschland aus Rot (SPÖ), Gelb (BIER) und Grün. Für eine Mehrheit bräuchte es allerdings noch die NEOS für die pinke Ampel. Die “Pampel” käme auf 53 Prozent und wäre die einzig realistische Koalitionsoption.

Befragt wurden 1.250 Personen. Befragungszeitraum: 26.-28. Oktober. Die Umfrage erfolgte per Online-Panel.

(bf)

Titelbild: GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com  / KLAUS TITZER / APA / picturedesk.com

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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