Dienstag, Juni 25, 2024

ZackZack am Montagmorgen – 31. Oktober 2022

31. Oktober 2022

Am Montagmorgen wichtig: Lula da Silva gewinnt nach Wahlkrimi in Brasilien, Anzahl der Toten nach Brückeneinsturz in Indien steigt, wie die südkoreanische Regierung nach der Halloween-Massenpanik reagiert sowie eine Woche ganz im Zeichen von Thomas Schmids Auftritt im U-Ausschuss.

Wien, 31. Oktober 2022 | Es wurde ein knapper Sieg. Nun gibt es in einem der größten Länder der Welt, Brasilien, ein Ergebnis: Herausforderer Lula da Silva hat sich mit nicht einmal zwei Prozent Unterschied gegen den derzeitigen Amtsinhaber Jair Bolsonaro, der Sonntagabend noch vorne lag, durchgesetzt. Das und weitere Meldungen jetzt im Nachrichtenüberblick.

Sozialdemokrat Lula da Silva gewinnt Stichwahl in Brasilien

Brasilia | Nach einem erbittert geführten Wahlkampf hat Herausforderer und Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva die Präsidentenwahl in Brasilien knapp in der Stichwahl gewonnen. Der frühere Staatschef kam in der Stichwahl auf 50,90 Prozent der Stimmen. Der rechtsextreme Amtsinhaber Jair Bolsonaro erhielt demnach 49,10 Prozent. “Ich werde für 215 Millionen Brasilianer regieren”, sagte Lula in seiner ersten Rede nach der Wahl in São Paulo. “Es gibt keine zwei Brasilien, nur ein Volk.” Er ist der erste demokratisch gewählte Präsident Brasiliens, der in eine dritte Amtszeit geht. Lula sprach von einer “Richtungsentscheidung”.

Tausende Anhänger des Kandidaten der sozialdemokratischen Arbeiterpartei feierten Lulas Sieg auf der Prachtstraße Avenida Paulista in der Millionenmetropole São Paulo. Bolsonaro hat sich bis dato nicht zu seiner Niederlage geäußert. Er sei am Sonntagabend früh schlafen gegangen, hieß es in Medienberichten. Gewaltvolle Ausschreitungen wurden zunächst nicht gemeldet.

120 Tote bei Brückeneinsturz in Indien

Ahmedabat | Die Anzahl der Toten nach dem Einsturz einer Fußgängerbrücke im Westen Indiens ist auf mindestens 120 gestiegen. Der Polizeichef der Stadt Morbi im Bundesstaat Gujarat, in der sich das Unglück ereignete, ging in der Nacht auf Montag davon aus, dass die Zahl mit Fortschreiten der Rettungsaktion weiter steigt. Seinen Angaben zufolge sind mehr als 130 weitere Menschen gerettet worden. Tragkabel der kürzlich erst sanierten Brücke gaben nach, als sich rund 500 Menschen zu religiösen Ritualen auf der Brücke befanden.

Nach Massenpanik in Südkorea: Untersuchung eingeleitet

Seoul | Zwei Tage nach der Massenpanik mit mehr als 150 Toten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul hat die Regierung eine gründliche Untersuchung zur Katastrophe angekündigt. Die Regierung wolle die Ursache des Unfalls herausfinden und die nötigen Maßnahmen ergreifen, damit sich solch eine Tragödie nicht wiederhole, sagte Premierminister Han Duck Soo am Montag laut Berichten südkoreanischer Sender bei einer Sitzung im zentralen Hauptquartier für Katastrophenschutz.

Das Unglück in der Millionenmetropole ereignete sich Samstagnacht (Ortszeit) in dem beliebten Ausgehviertel Itaewon, als dort Zehntausende zu Halloween-Feiern zusammenkamen. Im extremen Gedränge in einer schmalen Seitengasse wurden zahlreiche Menschen laut Augenzeugen und nach Angaben der Rettungskräfte eingeklemmt. Viele erstickten demnach, wurden zerquetscht oder totgetreten. Es kamen dabei nach Angaben des Innenministeriums mindestens 154 Menschen ums Leben, darunter auch ein Österreicher.

Thomas Schmid-Auftritt mit Spannung erwartet

Wien | Im ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschuss dreht sich diese Woche alles um Thomas Schmid. Der ehemalige Generalsekretär im Finanzministerium und Ex-ÖBAG-Chef wird nach mehrmaligem Ignorieren von Ladungen am Donnerstag nun doch als Auskunftsperson im ÖVP-U-Ausschuss erscheinen. Schmids Aussagen bei der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), durch die er mehrere prominente ÖVP-Politiker belastet hatte, werden im Zentrum der Befragung stehen.

Es wird auch um die Rolle von Sebastian Kurz gehen: inwieweit er vom Beinschab-Österreich-Tool” gewusst beziehungsweise es selbst in Auftrag gegeben habe, dessen Rolle bei Postenbesetzungen sowie angebliche Steuererleichterungen für Investoren wie Siegfried Wolf, René Benko oder ÖVP-nahe Stiftungen. ZackZack wird natürlich dabei sein und laufend weiter zur Causa berichten.

(red/apa)

Titelbild: CARL DE SOUZA / AFP / picturedesk.com

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