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ZackZack am Mittwochmorgen – 16. November 2022

16. November 2022

In Polen herrscht seit einem Raketeneinschlag in einem Dorf nahe der ukrainischen Grenze am Dienstagnachmittag Alarmstimmung. Außerdem: Tote nach Protesten im Iran, Trump tritt wieder an und viel Kritik nach Attacke auf Klimt-Bild.

Wien, 16. November 2022 | Was am Mittwoch wichtig ist:

Zwei Tote nach Raketeneinschlag in Polen

Warschau | Die Explosion in einem polnischen Dorf im Grenzgebiet zur Ukraine ist nach Angaben der Regierung in Warschau von einer Rakete aus russischer Produktion ausgelöst worden. Konkrete Beweise, wer die Rakete abgefeuert hat, gebe es aber noch keine. Der Einschlag in dem Dorf Przewodów habe sich am Dienstag um 15.40 Uhr ereignet, dabei seien zwei Menschen getötet worden, teilte das Außenministerium am Mittwoch mit. US-Präsident Joe Biden soll von einer ukrainischen Flugabwehrrakete gesprochen haben.

Das Land versetzte einen Teil seiner Streitkräfte in erhöhte Bereitschaft, dies gelte auch für andere uniformierte Dienste, erklärte ein Regierungssprecher am Dienstagabend in Warschau. Es gehe dabei um bestimmte militärische Kampfeinheiten sowie die Kampfbereitschaft von Einheiten der uniformierten Dienste.

Massive Angriffe auf ukrainische Städte

Kiew | Russland hat nach Angaben aus Kiew am Dienstag massive Raketenangriffe auf verschiedene ukrainische Städte geflogen und dabei große Teile der Energie-Infrastruktur beschädigt. Betroffen waren unter anderem Kiew, Lwiw und Charkiw. Den ukrainischen Angaben zufolge fiel in mehr als sieben Millionen Haushalten im Land der Strom aus. Am Nachmittag ertönten laut einer Luftabwehr-App in der gesamten Ukraine Sirenen, kurz darauf waren Explosionen in Kiew, Lwiw und Charkiw zu hören.

G20 verurteilen Angriffskrieg auf Ukraine

Nusa Dua | Die G20-Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer hat bei ihrem Gipfel auf Bali trotz großer Meinungsunterschiede zum Ukraine-Krieg eine gemeinsame Abschlusserklärung angenommen. Das bestätigten mehrere Teilnehmer auf der indonesischen Ferieninsel am Mittwoch der dpa. In der Erklärung verurteilte die große Mehrheit der Staats- und Regierungschefs der G20 den seit mehr als acht Monaten dauernden russischen Angriffskrieg aufs Schärfste.

Auch Russlands abweichende Haltung wurde zu Protokoll genommen. Moskau war beim Gipfel nur mit der zweiten Reihe vertreten. Präsident Wladimir Putin verzichtete von vornherein auf den Flug nach Bali, sondern ließ sich von Außenminister Sergej Lawrow vertreten. Lawrow verließ den Gipfel aber schon am Dienstag vorzeitig – viele Stunden, bevor die Erklärung verabschiedet wurde. Vor dem Gipfel war unsicher gewesen, ob ein gemeinsames Abschlusspapier geben würde. Seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine ist die G20-Runde gespalten.

Tote nach Protesten im Iran

Teheran | Bei landesweiten Protesten im Iran sind Berichten zufolge mehrere Menschen getötet worden. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete am Dienstag, dass ein Offizier der Revolutionsgarden im Nordwesten getötet worden sei. In der Provinz Kurdistan gab es Berichten von Aktivisten zufolge Tote aufseiten von Protestteilnehmern und Sicherheitskräften. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Fix: Trump will wieder antreten

Washington | Der frühere US-Präsident Donald Trump will bei der Präsidentenwahl 2024 erneut für die Republikaner antreten. Das kündigte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) bei einem Auftritt in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Staat Florida an. “Amerikas Comeback beginnt genau jetzt”, sagte der 76-Jährige vor geladenen Gästen in einem Saal. Trump hatte die Wahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Seine Wahlniederlage hat Trump bis heute nicht eingeräumt.

Kritik nach Schütt-Aktion

Die Aufregung ist groß, seit Aktivisten ein Klimt-Bild am Dienstag im Wiener Leopold Museum mit Farbe beschüttet haben. Kritik kommt etwa von Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler:”Aktionismus gegen Kunst und Wissenschaft ist der falsche Weg.” Die Aktivisten würden sich mit den “Wurf- und Klebeattacken” letztlich selbst schaden. Die Kulturstadträtin möchte mit dem Bund und mit Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) Kontakt aufnehmen, “um darüber zu sprechen, wie man zukünftig mit solchen Vorkommnissen umgehen und sie idealerweise verhindern kann”.

(red/apa)

Titelbild: JANEK SKARZYNSKI / AFP / picturedesk.com

Autor

  • Markus Steurer

    Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.

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