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ZackZack am Dienstagmorgen – 22. November 2022

Seltenes Danzer-Album neu aufgelegt, EU-Parlamentarier brechen Kontakt mit iranischen Stellen ab, Handel-KV-Verhandlungen gehen weiter und Diversion für ÖVP-Bundesrat.

 

Wien, 22.November 2022 | Was am Dienstag wichtig ist:

Handel-KV-Verhandlungen gehen weiter

Wien | Am Dienstag gehen die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag im Handel bereits in die vierte Runde. Verhandlungsstart ist um 11 Uhr. Im Feilschen geht es um höhere Gehälter für rund 430.000 Angestellte und Lehrlinge im Einzel-, Groß- und Kfz-Handel. Die Arbeitgeber bieten derzeit einen Gehaltsanstieg von 4 Prozent und eine Einmalzahlung. Die Gewerkschaft lehnt Einmalzahlungen ab und fordert angesichts der hohen Inflation ein Plus von 10 Prozent.

Seltenes Danzer-Album wird neu aufgelegt

Wien | “Honigmond” war das zweite Album von Georg Danzer. Es erschien 1973, kurz vor seinem großen kommerziellen Durchbruch. Die LP mit in Hochdeutsch gesungenen Liedern ist lange Zeit vergriffen gewesen, auf Plattenbörsen wurden dafür astronomische Summen verlangt. Am 12. Dezember bringt Universal das Sammlerstück neu heraus, online wird “Honigmond” auch als limitierte Auflage (500 Stück) in weißem Vinyl angeboten.

Diversion für ÖVP-Bundesrat Himmer

Wien | Unerwartet rasch ist am Montag am Wiener Landesgericht ein Untreue-Prozess gegen den Wiener ÖVP-Bundesrat und Ex-Alcatel-Vorstand Harald Himmer zu Ende gegangen. Der demnächst 58-Jährige, der bis dahin Zahlungsflüsse zulasten der Alcatel-Lucent Austria AG von insgesamt 244.800 Euro an den Ex-Lobbyisten Peter Hochegger vehement abgestritten hatte, übernahm nach einer Mittagspause dahin gehend strafrechtliche Verantwortung. Sein Verfahren wurde darauf diversionell erledigt.

EU-Parlamentarier brechen Kontakt mit iranischen Stellen ab

Teheran/ Brüssel | Die Abgeordneten des Europaparlaments haben den offiziellen Kontakt zu iranischen Stellen abgebrochen. Mitglieder von Delegationen und Ausschüssen des Parlaments werden keinen direkten Kontakt mehr mit ihren iranischen Kollegen haben, wie Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Montagabend ankündigte. Auch Einladungen von iranischen Stellen sollen abgelehnt werden.

Mit dem Schritt reagiert das Parlament auf Sanktionen, die gegen Europaabgeordnete verhängt wurden. Mehrere Parlamentsmitglieder dürfen beispielsweise derzeit nicht in den Iran reisen. Seit Wochen dauern die Demonstrationen im Iran an, deren Auslöser der Tod von Mahsa Amini war.

(bf/apa)

Titelbild: Hans Klaus Techt / APA-Archiv / picturedesk.com

Autor

  • Benedikt Faast

    Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.

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