Montag, Februar 6, 2023
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Subproleten und Genosse Hofrat

Die arbeitnehmerfeindlichen Scheindebatten über Migration und Zuzug.

Daniel Wisser

Wien, 02. Dezember 2022 | Wer in den Qualitätsmedien von »ZIB2« bis Der Standard die Berichterstattung über den Kampf um höhere Löhne verfolgt, bemerkt sofort die arbeitnehmerfeindliche Stimmung. Die Befürchtung, dass seit 2017 nicht nur die Spitzen der konservativen und vormals bürgerlichen Parteien nach rechts gerückt sind, sondern auch das Gros ihrer Anhänger, ist eingetreten. Wir befinden uns in einer Phase der Desolidarisierung.

Das ist unlogisch. Einerseits deckt die Lohnerhöhung die Teuerung und erhält die Kaufkraft; andererseits kommen gerade Lohnerhöhungen in Niedriglohnbereichen der Wirtschaft zugute. Die betroffenen Menschen werden – nein, sie müssen – ihr Geld ausgeben, um zu überleben, es landet also wieder in der Wirtschaft bzw. beim Finanzminister. Eine Verkäuferin im Einzelfachhandel macht nicht wie ein Hotelier aus dem Zillertal Golfurlaub in einem Luxushotel in Südafrika.

Ohne Zuwanderung kein Wachstum

Zweitens ist die Absicherung der Löhne wichtig, wenn es darum geht, Zuzug quantitativ und qualitativ zu definieren. Wenn bestimmte Tätigkeiten sich regulären Lohn- und Arbeitsbedingungen entziehen, sucht die Wirtschaft Arbeitskräfte aus Billiglohnländern. Viele Konsumenten wollen zwar die 24-Stunden-Pflegekraft aus Rumänien, von ukrainischen Sklav*innen geernteten Bio-Spargel und das Schnitzel, das ein Bangladeschi zubereitet und ein Slowake serviert, aber sie wollen nicht, dass diese Arbeitskräfte sich in Österreich ansässig machen, ihre Familie zu sich holen und ihre Kinder als Österreicher aufwachsen. Man lügt sich dabei in den Sack, denn es geht längst nicht mehr ohne diese Arbeitskräfte. Eine kapitalistische Gesellschaft, die an ständiges Wirtschaftswachstum glaubt, braucht sie.

Moderne Sklaverei

Von diesen Arbeitenden ist im zunehmend menschenfeindlichen Zuwanderungsgeschrei der Medien kaum die Rede. Die spärlichen Artikel, die über diese Formen der modernen Sklaverei berichten, sprechen vom Subproletariat.

Unserer Gesellschaft ist nichts zuträglicher, als die Löhne der kollektivvertraglich Angestellten durch vollen Inflations- und Teuerungsabgleich abzusichern. (Nicht nur das: Tatsächlich sind die Löhne bei uns in vielen Bereichen, z.B. im Gesundheitswesen, viel zu niedrig; Probleme sind vorprogrammiert). Und unserer Gesellschaft wäre nichts zuträglicher, als die prekären, sklavenähnlichen Dienstverhältnisse und die Scheinselbstständigkeit abzuschaffen und Betroffene in gesetzeskonforme Anstellungsverhältnisse zu überführen.

Antikapitalistische Politik

Es ist verlogen, dass konservative und rechte Medien von der SPÖ verlangen, sie solle sich in der »Asyldebatte« positionieren. Die SPÖ ist die einzige Partei, die sich in dieser Frage jemals positioniert hat. Von Grünen und NEOS ist nichts zu hören, und wenn man die Postings ihrer Sympathisant*innen in Online-Foren liest, erkennt man, dass sie längst Position und Populismus der FPÖ teilen. ÖVP und FPÖ provozieren nur und gehen mit dem Thema auf Stimmenfang – ein politisch gangbarer Vorschlag fehlt bis heute.

Nein, die SPÖ muss sich wie alle sozialdemokratische Parteien in Westeuropa zu einer antikapitalistischen Politik durchringen. Das ist das Bekenntnis, das sie braucht. Tut sie es nicht, wird sich die Vergangenheit wiederholen: Man kann mit Kapitalismus light regieren, wird aber – wenn Reiche und Großkonzerne sich als »Spender« in die Politik einmischen wie 2017 – von Rechtspopulisten überrannt. Klar könnte man mit einem starken Mann, der Mindestlöhne fordert, sich aber in Fragen der Einwanderung nicht von rechtspopulistischen Parteien unterscheidet, hie und da einen Landeshauptmann oder sogar den Bundeskanzler stellen. Dann würde man sich aber von der jetzigen Regierung nicht unterscheiden und das eigene Parteiprogramm verraten.

Wer reinigt die Toiletten?

Für eine Bewegung, deren wichtigste Grundsätze Gleichheit und Solidarität sind, darf es kein Subproletariat geben. Allein das Wort – eine contradiction in se. Ich erinnere mich immer daran, wie wir gelacht haben, als mein Vater erzählt hat, dass in den Fünfzigerjahren ein roter Beamter in einem Ministerium als Genosse Hofrat angesprochen werden wollte.

Die Sozialdemokratie muss für alle Arbeitenden da sein. Der in diesbezüglichen Debatten immer wieder auftauchende Satz, es gäbe keine Arbeiterklasse mehr, erstaunt mich. Ich frage mich: Wer kocht das Essen in Restaurants? Wer serviert es? Wer stellt es Haushalten zu? Wer pflegt Kranke und ältere Menschen? Wer transportiert Menschen und Pakete? Wer reinigt Häuser, Gehsteige, Büros und Toiletten?

Verrat an der Mittelschicht

Und ich kann diese Fragen auf Ärzte, Beamte, Richter, Lehrer und andere ausweiten, die man als Mittelstand oder oberen Mittelstand eher dem bürgerlichen Lager zurechnet. Aber eines ist klar: Die konservativen Parteien haben die Mittelschicht im Stich gelassen. Die Mittelschicht soll heute alleine die Gesellschaft stützen, denn die Unterschicht kann und die Oberschicht will nichts beitragen. Konservative Parteien sind nicht mehr konservativ: Sie erhalten weder Kultur, Bildung und Wissenschaft noch Lebensqualität und -standard. Was sie erhalten, ist die jährliche Steigerung der Gewinne für Reiche und Großunternehmer – in Österreich mit Milliarden aus Steuergeldern.

Der Kampf gegen die kleine Oberschicht muss Unter- und Mittelschicht einen. Dann wird es ein Leichtes sein, sich gegen kapitalistische und totalitäre Interessen zu verteidigen. Dann braucht man keine Medien mehr, die einen eintägigen Warnstreik der Bahnbediensteten zur Tragödie erklären, während ein Großunternehmer, der zuerst staatliche Covid-Hilfen kassiert und dann Hunderte Arbeitnehmer*innen auf die Straße setzt, für sie völlig in Ordnung ist.

Gleichheit und Solidarität

Die Oligarchie, auf die wir zusteuern, wird von vormals Konservativen errichtet, die (so der immer noch gültige Befund von Bert Brecht) »sich aller, auch der letzten Hemmungen entledigen und alle eigenen Begriffe, wie Freiheit, Gerechtigkeit, Persönlichkeit, selbst Konkurrenz, einem nach dem anderen über Bord werfen«. So weit ist ja es schon gekommen, indem sich Konservative gegen Menschenrechte (August Wöginger), Demokratie (Alexander Schallenberg) und Wettbewerb (Peter Thiel) ausgesprochen haben.

Der gegenwärtige Kampf um gerechte Entlohnung zeigt uns, wo die Medien mehrheitlich stehen. Das darf niemanden entmutigen. Es wird für die Sache der Gleichheit und der Solidarität nicht darauf ankommen, wie die Bewegung heißt, die für die Arbeitenden kämpft. Es wird darauf ankommen, dass die Mehrheit sich ihr anschließt und sich nicht durch medienbefeuerte Scheindebatten und Partikularinteressen fraktionieren lässt.

Titelbild: ZackZack / Miriam Mone

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81 Kommentare

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Tintenfass
3. 12. 2022 15:46

Und auch noch dieses: Mittelschicht und Mittelstand sind nicht ein und dasselbe. Die Mittelschicht ist in aller Regel ärmer als der Mittelstand. Sie besteht aus besser entlohnten Lohnabhängigen. Der Mittelstand hingegen setzt sich aus kleineren Unternehmern zusammen, aber eben aus Unternehmern. Er hat bereits die Peitsche in der Hand. Und er schwingt sie auch in Richtung der Mittelschicht. Somit kann er kein Teil der Linken sein. Und in Gegensatz zu einem Teil der Linken weiß er das. Ja, ich adressiere hier die SPÖ. Notwendigerweise…

Tintenfass
3. 12. 2022 15:23

Ich sage es auch so: Das Kapital will an der Macht bleiben. Wenn es mit Kompromissen nicht mehr geht, dann eben ohne Kompromisse. Das sollte die Linke begreifen, anstatt weiterhin an den Kompromiss zu glauben. Die Ressourcen gehen zur Neige. Entweder werden den Rest einige Wenige zu Lasten aller Übrigen haben, oder aber alle zu Lasten der Wenigen. Wenn die Wurst um ein Drittel geschrumpft ist, kann nicht der eine die üblichen zwei und der andere das übliche eine Drittel haben. So einfach ist das.

Helmut1931
3. 12. 2022 15:33
Antworte auf  Tintenfass

Die Butter auf dem Brot, zählt!
Da täuschen sich viele gerne darüber hinweg, daß sie schon jetzt mehr als das Doppelte dafür bezahlen. Dazu ist die Butter auch noch von 250 auf 200 Gramm geschrumpft.
Und auch dem Bauern bleiben weder mehr Butter, noch mehr Einnahmen!
Sowohl der „Mittelstand“ als auch die mittelständischen Betriebe werden sich in Zukunft ihre Zähne am harten Brot aus Brüssel ruinieren!

Danielle Durand
3. 12. 2022 19:14
Antworte auf  Helmut1931

2000/1 so etwa war Abel Paz, der Durruti Biograph zu Gast in der grünen Bildungswerkstatt. Heute unvorstellbar oder? (abgesehen davon, daß es die Werkstatt nicht mehr gibt)

Helmut1931
3. 12. 2022 20:13
Antworte auf  Danielle Durand

Damals waren die Grünen noch kämpferisch!
Heute sind sie ohne Vision!
Die Grünen waren gerade mal 15 Jahre alt, also noch in ihrer anarchischen Pubertät, es war legitim einen Freiheitskämpfer zu laden.
Nenning und Meissner-Blau konnten im anschließenden Dezennium, bis zu ihrem Tod, noch mit Genugtuung auf die Ersten 20 Jahre der Grünen zurückblicken!
Ihnen folgten die korrumpierten, selbstverliebten ideologisch entwurzelten, skrupellosen Phrasendrescher. Ohne Rückgrat und ohne Grüne DNA, dafür steht Kogler, mit ihm und der gesamten Koalition stehen sie geschlossen vor dem Schwarzen Abgrund!

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Helmut1931
Dealer
3. 12. 2022 22:16
Antworte auf  Helmut1931

Gute Analyse und sehe ich auch ganz genau so.
Aber ich glaube, dass dass es kein Zufall war wie es dann gekommen ist und wurden hier entsprechende Personen dort extra dafür eingeschleußt.
Verdächtig dafür ist für mich der Herr Professoer aus Innsbruck, der dann eng mit dem Tiroler LH kooperierte, oder auch der Herr BP, die Frau Glawischnig und ich bin sicher, da gibt es noch mehrere andere.
Plötzlich wurde dort mächtig mit wirklichen und vor allem sehr linken Urgrünen ausgemistet und ich kann mich sogar erinnern gelesen zu haben, dass die Grünen eigentlich sogar ÖVP´ler wären, sozusagen die Kinder von ehemaligen solchen Stammwählern der ÖVP… – vermutlich von den gekauften Medien die entsprechende Begleitmusik dazu und wirklich hoch professionell so weiter gemacht bis heute.
So kann ich mir auch nicht vorstellen, wenn der Herr Milliardär sogar Massanzüge an den Herrn Schmid für eine Beeinflussung schenkt, dass er seinen Schwager nicht versucht hat entsprechend zu beeinflussen und wohl mit allen aktuell schon gekannten kritisch anstehenden Entscheidungen oder Nichtentscheidungen, Unterlassungen, usw. gerade auch jetzt noch immer beeinflusst?
Ja “die Familie” ist und bleibt auch weiterhin die mächtigeste Organisation in diesem Lande…

Helmut1931
3. 12. 2022 22:39
Antworte auf  Dealer

Bezüglich Kogler war uns der Herr ( Milliardär ) gnädig, aber sicher nur in der Tatsache daß dem Grünen Wegscheider-Kogler nicht einmal Maßanzüge passen!

Dealer
4. 12. 2022 8:46
Antworte auf  Helmut1931

Leider sprechen sie hier zumindest für mich mit einem Rätsel?

Tintenfass
3. 12. 2022 14:49

Herr Wisser: Die Bürgerlichen hatten stets eine Tendenz zum Faschismus. Hitler war die letzte Zuflucht von Krupp. Und das Kapital wird nicht fett durch die Löhne, die es zahlt; sondern durch jene, die es nicht zahlt. Schlag nach bei Marx. Eine Verbrüderung der Mitte mit allem was darunter ist gegen alles, was über beiden schwebt , ist illusorisch . Und als Linker sollte man sich Besseres wissen, als einem Wirtschaftswachstum das Wort zu reden und das Phänomen des sich für einen Hungerlohn im wahrsten Sinne des Wortes krumm schuftenden rumänischen Spargelstechers abzufeiern. Ich könnte Ihnen nun noch Vieles sagen, aber ich belasse es wie stets beim Wesentlichen.

hr.lehmann
3. 12. 2022 16:28
Antworte auf  Tintenfass

Es wird an der Zeit dass der Anarchismus wieder als das begriffen wird was er eigentlich darstellt. Nämlich als legitime Notwehr des Volkes gegen den außer Rand und Band geratenen Kapitalismus, der dem Normalbürger immer mehr die Luft um Atmen abschnürt. Unsere Erziehung war aus naheliegenden Gründen immer sehr darauf bedacht das Narrativ, Anarchismus = Terrorismus= Verbrechen, mühsam hochzuhalten, damit wir nicht auf dumme Gedanken kommen. Es drängen sich jedoch peu au peu immer mehr dementsprechende Ideen auf, die genau genommen alles andere als dumm sind. Sollen sie ruhig zittern die vermeintlich Unantastbaren.

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von hr.lehmann
Toni
4. 12. 2022 13:16
Antworte auf  hr.lehmann

Herr Lehmann überrascht mit Flexibilität. Vor nicht allzu langer Zeit noch die Interessen der grosskapitalistischen Pharmakonzerne unterstützt und jetzt für Anarchismus ? Hat der Wind gedreht ?

Danielle Durand
3. 12. 2022 19:07
Antworte auf  hr.lehmann

Anarchismus ist schon ein bisserl mehr als Notwehr. Es ist libertärer Kommunismus (Malatesta) also mit der Betonung auf die Freiheit (von Herrschaft). Ricardo Flores Magon hat sich von bürgerlich Liberalen zum Anarchisten entwickelt, interessant in seinen Schriften nachzuverfolgen.

Danilo
3. 12. 2022 17:15
Antworte auf  hr.lehmann

Habe hier, an anderer Stelle, an den heutigen 80. Geburtstag von Alice Schwarzer, verwiesen! Sie war und ist für mich eine immer bewunderte Anarchistin! Ohne ihren unerschütterlichen anarchistischen Kampf für die Emanzipation hätte sie nicht so viel bewegen können!
Leider sind die Österreicher nicht zum Anarchismus geboren!
Der Devotismus scheint genetisch verankert!

Toni
4. 12. 2022 13:18
Antworte auf  Danilo

Gar nichts von politischen Überzeugungen ist genetisch verankert.

DaSchauHer
3. 12. 2022 14:08

!! A u f w a c h e n !!

Passend zur Vorweihnachtszeit “bastelte” ich einen Adventkalender 2022 für die lieben Kinder und Junggebliebenen im Vaupen Paralleluniversum. Er ist nicht mit Leckereien gefüllt, sondern mit offenen Baustellen in sanierungsbedürftig gesetzgebender Verwaltung, um sich jeden einzelnen Tag bis zum Friedensfest ein wenig an parteipolitisch schwarzer Verweigerungsarbeit, bzw. staatschädigender Korruptionsperformance im Selbstbedienungsladen Österreich erfreuen können:

DaSchauHer
3. 12. 2022 14:25
Antworte auf  DaSchauHer

((1)) Glücksspielgesetz (im Casag-Dilemma)
||2|| Parteienfinanzierungsgesetz
((3)) BVG Medienförderung- und Kooperationsgesetz
||4|| Whistleblower-Richtlinie (Hinweisgeberschutzgesetz)
((5)) Erneuerbaren Wärmegesetz
||6|| ORF-Gesetz (zur Entpolitisierung)
((7)) DSVO Transparenzgesetz
||8|| Klimaschutzgesetz
((9)) Arbeitslosenversicherungsgesetz
||10|| Antikorruptionsgesetz (BAK-G)
((11)) Entgelterhöhungs-Zweckzuschussgesetz (in der Pflegereform)
||12|| Schulunterrrichtsgesetz (betreffs Bildungsreform)
((13)) Energieversorgungs- und Energielenkungsgesetz(e) (Strom-Gas-Preisentkopplung)
||14|| Bundesvergabegesetz Verteidigung und Sicherheit (Stw. Eurofighter)
((15)) Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz (Lehrermangel)
||16|| Fremdenpolizeigesetz Durchführungsverordnung (willkürl. Beurteilungen im BMI wegen)
((17)) Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz (Hypo Alpe Adria, Commerzialbank… ~50Mrd)
||18|| Pflegefondsgesetz
((19)) Transparenzdatenbankverordnung und -Gesetz (Wer wird wofür im Agrarsektor gefördert)
||20|| Erbschafts- und Schenkungsgesetz (Reichensteuer)
((21)) Maklergesetz
||22|| Pflanzenschutz- und Düngemittelverordnung (Glyphosat und Pesti- / Herbizide)
((23)) Tierschutzgesetz (Vollspaltenbödenverordnung)
||24|| 98(!) Ermittlungen im Vaupen Sumpf betreffs vermuteter Schweinereien…

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von DaSchauHer
Dealer
3. 12. 2022 18:59
Antworte auf  DaSchauHer

Wichtige Auflistung.

Eine Aufgabe welche eigentlich die Qualitätsmedien in diesem Land schon lange dauerhaft zu leisten hätten.
Mir fehlt hier aber noch die Aufhebung des Immunitätserlasses, welcher schon sehr oft von der Ankündigungsjustizministerin zwar angekündigt und sogar schon als bestehend verkündet, aber trotzdem nie umgesetzt wurde.

Aber noch mehr fehlt mir der Punkt bei dieser Auflistung, dass beim Massnahmenvollzug es nun zwwar zu einer Reform kommt, welche aber das Wort dafür nicht wert ist.
Hier geht also die unfassbare Grund- und Menschenrechtsverletzung in diesem Land, trotz offizieller Bekanntgabe, einfach trotzdem weiter und es fällt weiter kaum auf
Für mich erneut nur mehr zu fremdschämen und würde ich mir schon lange wünschen, dass der Herr Resetarits mit der Volksanwaltsschaft diesen Menschenopfern endlich auch ein Gesicht gibt und deren Story erzählt und wenigstens einmal damit beginnt darüber zu berichten.
Ich werde jedenfalls nicht müde werden das weiter aufzuzeigen und hoffe sehr, dass man den Menschen nun endlich dort Milderung und vielleicht eine Art weihnachtlicher Hoffnung endlich spendet, vor allem den noch sehr Jungen dort?

Toni
4. 12. 2022 13:19
Antworte auf  Dealer

Qualitätsmedien in diesem Land ??? Habe ich da was übersehen ?

nikita
3. 12. 2022 22:25
Antworte auf  Dealer

👍

Danilo
3. 12. 2022 15:17
Antworte auf  DaSchauHer

Auf die „Schöne Bescherung“ würde ich mich ja freuen, wenn sie denn käme!
Pilatus wird uns nicht erscheinen, unsere Grüne Justiz Stadthalterin Zadic dürfte sich weiter mit Pilatus-Übungen begnügen!

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Danilo
DaSchauHer
3. 12. 2022 15:22
Antworte auf  Danilo

(klar – sie bekommt ja auch nichts “Unterschriebenes” vom “Partner” zurück, was sie weiterbeackern könnte…) 😉

ZackZack-Leser
3. 12. 2022 15:01
Antworte auf  DaSchauHer

👍👍👍

Bastelfan
3. 12. 2022 14:54
Antworte auf  DaSchauHer

👍👍👍

ZackZack-Leser
3. 12. 2022 15:02
Antworte auf  Bastelfan

👍

nikita
3. 12. 2022 13:36

Merci, Daniel Wisser!
Meine Rede, ich pflichte Ihnen zu 100% bei. 👏

Amberg
3. 12. 2022 13:55
Antworte auf  nikita
Sinclai
3. 12. 2022 13:31

Im Gerangel mit der ÖVP um den Machterhalt, hat die SPÖ in den vergangenen Jahren schon lange ihre sozialdemokratischen Prinzipien aufgegeben. Das letzte Verständnis für diese Partei ist mir in der Pandemie abhandengekommen, als auch die SPÖ die Begriffe Demokratie und Bürgerrecht zu Gunsten absurder covid Massnahmen opferten. Vielleicht ist die SPÖ doch zu nahe an einem Großkonzerne gebaut. Da kann man schon mal das Proletariat aus den Augen verlieren…..

hr.lehmann
3. 12. 2022 13:19

Nichts scheint leichter für die ÖVP als die Mittel und Unterschicht gegeneinander auszuspielen. So lange ihnen der Mittelständler glaubt dass der Niedriglohnbezieher selber schuld sei an seinem Schicksal und jede sein Maß übersteigende Forderung dem Mittelstand das Wasser abgräbt, wird es keine Solidarität geben. Die gleiche Spaltungsstrategie wird natürlich auch bei Einheimischen und Fremdarbeitern angewendet. Der ÖVP ist zwar sehr wohl bewusst dass die Wirtschaft auf eine hohe Zahl an Arbeitsmigranten angewiesen ist, doch müssen sie den Spagat schaffen dessen Arbeitsbedingungen und Entlohnung auf niedrigem Niveau zu halten (damit ihre fremdenfeindliche Politik nicht im Widerspruch dazu steht), aber trotzdem dafür zu sorgen dass sie in ihren Jobs bleiben. Das gelingt nur wenn sie einheimische Arbeitnehmer ebenso schlecht behandeln, diesen jedoch suggerieren dass sie sich bei der ausländischen Konkurrenz bedanken dürfen. Die machen dass dann auch und wählen brav ihre Sklaventreiber.

ZackZack-Leser
3. 12. 2022 15:04
Antworte auf  hr.lehmann

sehr richtig.

Bastelfan
3. 12. 2022 14:55
Antworte auf  hr.lehmann

das volk liest die gratiszeitungen.
wo ist die linke gratiszeitung?

nikita
3. 12. 2022 15:15
Antworte auf  Bastelfan

Die SPÖ hat nicht die Mittel, sie hat keine Pierer, Glock, Schütz etc.. Ausserdem ist sie nicht in der Regierung und verteilt Fördergelder von unserem Steuergeld an die passende Klientel. Standard und Falter haben sich inzwischen auch kaufen lassen. Die Neue Zeit ist genauso wie ZackZack auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen usw. usf…..

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von nikita
hr.lehmann
3. 12. 2022 15:39
Antworte auf  nikita

Ich weiß ja nicht wie das läuft mit den Zulassungen. Aber wäre es möglich dass z.B. die Bierpartei über Spendenfinanzierung eine Solidaritätszeitung herausgibt und sie über Ständer oder Parteimitarbeiter/Freiwillige unters Volk bringt? In Wien könnte diese mMn. sogar einen kleinen Kultstatus erlangen.

nikita
3. 12. 2022 22:38
Antworte auf  hr.lehmann

Sorry, aber wie das abläuft weiß ich leider nicht.🤷🏼‍♀️

Helmut1931
3. 12. 2022 17:34
Antworte auf  hr.lehmann

Ihre Idee und Optimismus in Ehren, auf der Suche, einer neuen politischen Kraft eine Bewegung durch ein Medium zu begründen, wäre ein sehr positiver Ansatz! Genau so eine Bewegung brauchen wir!
ZackZack hätte durchaus das Potential, eine Plattform für eine neue Bewegung zu begründen! Wäre Peter Pilz bereit, sich wieder politisch zu engagieren, wäre es möglich.
Bis dahin werden hier viele ihre Posts und ihren Frust abladen, ZackZack als Schwarzes Loch, welches nach außen keine Strahlkraft hat!

DaSchauHer
3. 12. 2022 15:30
Antworte auf  nikita

Naaaja, Ihre Auffassung teile ich hier nur bedingt. Sei’ns net gaaar so streng:

https://www.derstandard.at/story/2000141471586/neue-schmid-protokolle-von-nudeldruckern-halbnackten-managern-und-massanzuegen

nikita
3. 12. 2022 22:36
Antworte auf  DaSchauHer

😉
Im Standard sind nur mehr marginale Ansätze zu spüren, in paar Alte halten dagegen. Viel zu viele tanzen nach dem geklimper von Money.
Und Klenk, ist inzwischen schon jenseitig, der spürt sich zum Teil nicht mehr.
Thurnher steht außer Frage.

nikita
3. 12. 2022 23:39
Antworte auf  DaSchauHer

Jössas, Fabian Schmid

hr.lehmann
3. 12. 2022 15:02
Antworte auf  Bastelfan

Das ist wirklich eine sehr berechtigte Frage. Und eine die viel zu selten im Raum steht.

nikita
3. 12. 2022 13:38
Antworte auf  hr.lehmann

hr. lehmann in Bestform. Es ist nichts hinzuzufügen.👍

Amberg
3. 12. 2022 13:24
Antworte auf  hr.lehmann

“Das gelingt nur wenn sie einheimische Arbeitnehmer ebenso schlecht behandeln, diesen jedoch suggerieren dass sie sich bei der ausländischen Konkurrenz bedanken dürfen”
Danke, ich danke für diese Worte. Ihr Amberg.

ManFromEarth
3. 12. 2022 12:52

i.V. der heutiger Tierartikel: – Gleichheit und Solidarität geht verloren, Wirtschaft und Arbeiterschaft verhalten sich so wie Frosch und Beute, aber wie schluckt ein Frosch seine Beute
https://mfe.webhop.me/umwelt-natur/tiere/wie-froesche-ihre-beute-schlucken/

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von ManFromEarth
nikita
3. 12. 2022 13:58
Antworte auf  ManFromEarth

Hihihi, a poschata Frosch mit Schluckauf.🤣

ManFromEarth
3. 12. 2022 16:06
Antworte auf  nikita

…. genau wie jedes andere Wirbeltier auch Schluckauf haben kann, sogar Fische…. 😉

Amberg
3. 12. 2022 13:11
Antworte auf  ManFromEarth

ja, eine Löwin bleibt dem Frosch im Hals stecken. Weiß er das?

ManFromEarth
3. 12. 2022 16:05
Antworte auf  Amberg

…ja, der hat ein Beuteschema, da ist eine Löwin nicht mit drauf… 😂

nikita
3. 12. 2022 23:28
Antworte auf  ManFromEarth

Das können Sie nicht wissen. Wenn er schlecht geträumt hat z.B.😁

ManFromEarth
4. 12. 2022 1:34
Antworte auf  nikita

… 😅 sicher, einen Ameisenlöwen schaff er schon… 😂

Bastelfan
3. 12. 2022 11:04

Der standard rückt seit kurz immer mehr nach rechts, seit er an der presseförderung bevorzugt mitnaschen darf, und tritt mit samtpfoten ihm gegenüber auf.
Völker, frey und andere agitierten immer schon im sinne von neoliberal.
Nehmen wir es einfach zur kenntnis: die rechten arbeitgeber vergönnen den arbeitnehmern nicht einmal das schwarze unter den fingernägeln. Schellhorn zb.
Die neos sind in dieser hinsicht noch ärger als die schwarzen, die zumindest so tun müssen, als ob ihnen der öaab in irgendeiner weise wichtig wäre. Allerdings nur als stimmvieh.
Für kurz war der öaab uninteressant.
Seit schüssel wurde der öaab völlig entmachtet (was die mitglieder betrifft).
Die politiker, wie sobotka u konsorten, johanna her mit dem zaster-her mit der marie, nehammer, etc, stammen zwar von dort, tun aber null für die arbeitnehmerbundmitglieder.
Es gibt nur mehr wirtschaftsbund und bauern, die bestens bedient werden.
Arbeitnemer =a xindl.

Helmut1931
3. 12. 2022 11:58
Antworte auf  Bastelfan

Solange sich das xindl, jeder Einzelne in Social Media zum anonymen Egomanen sozialisierte, nicht solidarisiert, werden die Marionetten des Kapitals weiterhin ihrem Schmarotzertum frönen!

Bastelfan
3. 12. 2022 15:00
Antworte auf  Helmut1931

viele arbeitnehmer lesen nur die gratiszeitungen.
ich wiederhole mich, wer soll den v kapital gelinkten mitbürgern einen aufruf nahebringen ohne rote gratiszeitung.
das “heute” blattl ist ja eher ein faymanneinfahrer.

Amberg
3. 12. 2022 13:29
Antworte auf  Helmut1931

Ich hoffe nur das Sie kein etwas Leninist sind.

Helmut1931
3. 12. 2022 14:00
Antworte auf  Amberg

Worin begründet sich ihre Sorge?

Amberg
3. 12. 2022 14:11
Antworte auf  Helmut1931

…in der Aussage von “die Marionetten des Kapitals” könnte für manche irreführend wirkend sein besonders in Anbetracht mit Marxismus im Gegenteil von Leninismus, Stalinismus zu verwechseln oder sowas wie im Augenblick das komische China in Namen des Kommunismus.

Helmut1931
3. 12. 2022 15:04
Antworte auf  Amberg

Demokratietheater
Marionetten bewegen sich einerseits im Schönbrunner Marionettentheater, ihr einziges Manko ist übrigens das fehlende Kapital, gemeint waren unsere durch Brüssel entmachteten Parlamentarier, die am seidenen Faden mit viel Schmiergeld in Bewegung gehalten werden!
Erstere können leider eher selten, Freitag bis Sonntag, bewundert werden. Zweitere drangsalieren uns leider täglich, mit dem immer Gleichen Stück, welches sich Demokratie nennt!

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Helmut1931
ralph
3. 12. 2022 10:42

“kein Subproletariat geben”… nein, es darf auch kein Proletariat und schon gar keinen Finanzadel geben. Wir leben in keiner Liberalen Demokratie, wir leben in einer auf Kasten basierenden Autokratie und lauter Lemmingen darin. Die da oben scheißen nach unten? Kein Problem, mit dem Subproletariat kann selbst der Proletarier weiter runter scheißen und ist auch noch stolz drauf.

diinzs
3. 12. 2022 9:55

Respekt, eine wirklich gute und äußerst deprimierende Beschreibung. Ich stimme Ihnen zu 99% zu.

Was Sie noch vergessen haben, ist der Hinweis auf die Geschichte. Fremdenhass, geschürt durch Rechte, und das bewusste Verarmen Lassen großer Teile der Bevölkerung sind einer der Grundbausteine für Faschismus. Neofaschismus bedient sich nicht mehr der Konzentrationslager. Aber er schürt Fremdenhass und erklärt Allen, dass wir uns vor den Fremden schützen müssen. Die Masse glaubt das und vergisst, wer die wahren Schuldigen ihrer eigenen Misere sind.

Gut zu beobachten in USA und Italien und … . Ich wollte schon sagen, dass es Ö mit dem Kurz-Abgang erspart bleibt. Aber das ist eher nicht so.

Mein 1% Widerspruch ergibt sich daraus, dass ich nicht sehe, wie die Rechten gebremst werden sollen. Ö, D, USA, Ungarn, Polen und viele andere Staaten haben einen rechten Bodensatz. Ich glaube, der wird immer größer.

Toni
3. 12. 2022 9:54

1. ZIB 2 mit dem Wolf im Schafspelz und Standard wurden doch von ZZ immer wieder sehr positiv erwähnt. Seid ihr plötzlich aufgewacht und seht auf welcher Seite die stehen ?
2. Sozialdemokratie muss nicht “für alle Arbeitenden” da sein, wie der Schreiber meint, Sozialdemokratie muss für alle Menschen da sein, ob sie arbeiten oder nicht, pensioniert oder Kind und Jugendliche, krank oder arbeitslos, von Sozialhilfe abhängig, einfach für alle ausser der Bourgoisie.
Aber antikapiltalistisch mit Millionären an der Spitze wie Rendi, Ludwig, Vranitzkys, Lacinas, Scholtens, Zeilers und last but certainly not least, der Freund Rene Benkos, Alfred Gusi Gusenbauer. Mit solchen Leuten an der Spitze Antikapitalismus fordern ? Das könnte keinem Kabarettisten einfallen. Weil es dermassen lächerlich ist.

Tintenfass
3. 12. 2022 16:05
Antworte auf  Toni

Ich danke Ihnen für diese Worte!

Dealer
3. 12. 2022 8:24

Menschenwürdige Gehälter, vor allem in der Höhe, dass man sich nicht als Sklave fühlen muss, sind vor allem dieser neuen Spendenkulturmasche aus Amerika vorzuziehen.
Gerade diese Spenderei und das harte Arbeiten für den angeblich so guten Zweck ist an Heuchelei, Opportunismus und vor allem von “oben herab”, schon lange nicht mehr zu überbieten.
Gebt uns unser altes Österreich wieder zurück, wie ich ein paar Mal schon lesen konnte…

Lojzek
3. 12. 2022 8:39
Antworte auf  Dealer

‘Gebt uns unser altes Österreich wieder zurück, wie ich ein paar Mal schon lesen konnte…’

Selbst wenn Sie drum gebeten hätten, würden Ihnen die Hochstapler die kalte Schulter zeigen – Pech gehabt, selber schuld, wenn wir nicht aufpassen, während die Herrenmenschen:innen mit uns solange Hösche spielen bis wir den Überblick verlieren.

Dealer
3. 12. 2022 8:42
Antworte auf  Lojzek

Die wie eine ÖVP Bürgermeisterin sagte, nur so gefühlte Inflation, betrifft vermutlich vor allem die Inflation der Demokratie und des Rechtsstaats, aber auch die der Gewerkschaften und der Interessensgemeinsaschaften?

Bastelfan
3. 12. 2022 11:06
Antworte auf  Dealer

Wieso stammen eigentlich die größten schwarzen trumpeln aus dem weinviertel?

Lojzek
3. 12. 2022 8:51
Antworte auf  Dealer

‘Der neue Faschismus wird nicht sagen, ich bin der Faschismus.
Er wird sagen
Ich bin die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit’

Toni
3. 12. 2022 9:55
Antworte auf  Lojzek

Und er sagt “ich muss euch leider einschränken und euch alles wegnehmen und verbieten wegen dem Klima”.

Bastelfan
3. 12. 2022 11:06
Antworte auf  Toni

Kkar, das klima ist schuld.

Lojzek
3. 12. 2022 10:02
Antworte auf  Toni

… ned nur wengan Klima, sondern aus bloßer Willkür, je nachdem wie es gerade beliebt.

ZackZack-Leser
3. 12. 2022 9:16
Antworte auf  Lojzek

Sehr richtig.

DieHausfrau
3. 12. 2022 8:38
Antworte auf  Dealer

menschenwürdige gehälter? nix da – humankapital ist ja pöhse und daher wirds als human resource tituliert. natürlich politisch viel superer. als ich maturierte war das know-how des wertvollen personals im immaterillen betriebsvermögen verbrieft. in den 80ern/90ern wars ja üblich, dass diese humanresourcemänätscha den wertvollen satz kund taten: SIE sind überqualifiziert. so das habens jetzt davon. das qualifizierte personal wandert ab = braindrain und in KLOburg wirst zum gespött, wennst KEIN schwarzgeld im ladl liegen hast. unpackbar in wahrheit…. die WASP hat die alte österr. schule der ökonomie schon lange abgelöst und es wird pseudoenglisch geredet, das ned amoi amtssprache ist… oarg

Bastelfan
3. 12. 2022 11:07
Antworte auf  DieHausfrau

Wasp, in welcher hinsicht?

Dealer
3. 12. 2022 8:46
Antworte auf  DieHausfrau

Vor über 40 Jahren kriegte eine gute Zahlkellnerin netto an die ATS 40.000 und gutes Trinkgeld noch dazu.
Wenn die Gäste nach Hause fuhren nochmals und der Wirt hortete neben seiner Zinszahlung an die 10 Prozent trotzdem noch sehr viel Schwarzgeld
Diese Kellnerin baute sich auch rasch ein schmuckes Häusschen, usw. ich könnte hier noch lange fortfahren.
Bitte rechnen sie sich diese ATS 40.000 in EURO um und dann mit einer durchschnittlichen Inflationsrate mit 3 Prozent weiter hoch und dann wissen sie, was man heute NETTO verdienen müsste, um den gleichen Standard wie vor 40 Jahren zu haben…

Lojzek
3. 12. 2022 9:09
Antworte auf  Dealer

Sehr großzügig mit nur 3% durchschnittlich rechnen zu lassen, da müssen sich die heut Verantwortlichen nicht gar so in Grund und Boden schämen …
Aber selbst wenn man die 40k ATS über 40 Jahre mit durchschnittlich 3% rechnet, tätt des zu einer utopischen Summe führen, die da natürlich sofort a jeder Wirt gerne zahlen würde, ja ja (Schweizerhaus oder Plachutta, ganz heiße Aktien um mit derartigen Beträgen und Sichtweisen zu argumentieren) …

Zuletzt bearbeitet 2 Monate zuvor von Lojzek
Dealer
3. 12. 2022 14:12
Antworte auf  Lojzek

Dieses Geld damals hat eine Zahlkellnerin netto bekommen!
Natürlich hat sie dazu noch gestempelt ist aber auch in den Urlaub gefahren und hat noch bei Festen ausgeholfen.

So müsste diese heute mindestens EURO 9.500 netto verdienen, damit sie das Gleich wie damals hätte. Wenn ich das Trinkgeld noch dazu zähle, welches es heute kaum noch gibt, dann wäre der Gehalt schon weit jenseits der 10.000
Natürlich gilt das auch für den Wirten.

Bleibt der Frosch sitzen.
Ja bisher ist er sitzen geblieben und vermutlich wird er so lange weiter sitzen bleiben, bis er zumindest nicht mehr sitzten kann… (Ein Bravo an die Politik, auch wenn die Kolateralschäden daraus noch immer keine Rolle spielen…)

Dealer
3. 12. 2022 18:52
Antworte auf  nikita

Guter Beitrag
Ich glaube aber, dass das nur die Auswirkung einer harten Geldpolitik war und ist, welche uns aber auch noch gegenteilig verkauft wurde, was die Frau hier beschreibt.
So gibt es eben die grausam schlechte und die schöne Inflation!
Nunmehr aber durch diese jahrzehntelangen Grausamkeiten haben wir aktuell die “SCHÖNE” und das zumindest ist gut zu wissen und auch die beste und wichtigste Basis für ein nun hoffentlich sehr bald neu anbrechendes Zeitalter!

DieHausfrau
3. 12. 2022 9:06
Antworte auf  Dealer

ich hab in den end80ern in der gastro gearbeitet – vor allem in KLOburg. in jedem lokal war die schwarzgeldumsatzrate bei 50% sic! ich war die einzige angemeldete – weil ich eine krankenhausrechnung aus den USA hatte und dachte ich könne nicht mit schwarzgeld den kredit bei der raika tilgen. die zinsen waren damals bei 19% und ned wie heute. als ich bei der länderbank anfing, verdiente ich im monat soviel – wie im nachtgschäft in einer nacht höhö…. mein vater (der begnadete unileverrationalisierungmänätscha) muss ich schon erinnern, dass er mit 58 in pense gschickt wurde – der GD auf övp-NR-mandat hat für diese armen mänätscha ein sozialpaket ausschnapste – von dem kann heute ein mittlerer angestellter, in der arbeitslosen nur träumen…. (es gab auch ös 15.000,– für meine geburt als startgeld – heute wird ein kind als last im säckl xehn….).

Dealer
3. 12. 2022 14:15
Antworte auf  DieHausfrau

Ja ja, das waren noch andere Zeiten
Der gute alte Bruno Kreisky…

Bastelfan
3. 12. 2022 11:09
Antworte auf  DieHausfrau

Ich bin über 70, 12% zinsen war das höchste, das ich je bezahlt habe

Dealer
3. 12. 2022 14:14
Antworte auf  Bastelfan

Ja an höhere Zinsen als 12% kann ich mich auch nicht erinnern.
Aber dazu kam noch die Kreditsperre in dieser Hochkonjunktur, da man sonst wohl volkswirtschaftlich das aufgenommene Geld vernichtet hätte… – ein Wahnsinn, dass es so etwas bereits gab. Aber es zeigt, dass es möglich war und deshalb auch ist und vor allem was mögilch ist, wenn man politisch will.

Helmut1931
3. 12. 2022 12:04
Antworte auf  Bastelfan

Ich habe nie Zinsen bezahlt, Anfang der 80er hat mir der Staat 8,5 Prozent Zinsen bezahlt!

Bastelfan
3. 12. 2022 15:03
Antworte auf  Helmut1931

sie glücklicher.

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