Dienstag, Februar 27, 2024

FPÖ echauffiert sich über Wien Energie-Weihnachtsfeier

Das ist eine Unterüberschrift

Dass sich die Wien Energie in einer Zeit massiver Preissteigerungen eine Weihnachtsfeier um rund 350.000 Euro leistet, stößt der FPÖ besonders sauer auf.

Wien, 5. Dezember 2022 | In der Marx-Halle in Erdberg findet am Dienstag nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder eine Weihnachtsfeier für die 2.500 Mitarbeiter der Wien Energie statt. Einen Tag später feiert die nächste Stadtwerke-Tochter, die Wiener Netze, in der selben Location.

Weihnachtsfeier um 350.000 Euro

350.000 Euro sollen laut Kronen Zeitung für beide Tage dafür locker gemacht werden. Unter anderem für 100 Kilogramm Hirschfleisch und 80 Kilogramm Lachs, wie ein Insider dem Boulevardblatt erzählte. Laut einer Sprecherin der Wien Energie habe man sparsam kalkuliert, etwa 80-90 Euro pro Mitarbeiter. Man wolle diesen nach den Jahren ein Stück Normalität zurückgeben, heißt es. Die Wiener Netze argumentieren ähnlich. Man feiere extra einen Tag später um den Logistikaufwand klein zu halten.

Nepp: “Pure Dekadenz”

Die “pure Dekadenz” nannte der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp das Fest in einer Aussendung. „350.000 Euro für eine Weihnachtsfeier auszugeben, während sich die Strom- und Gaspreise laufend erhöhen und viele Wiener in die Zahlungsunfähigkeit treiben, ist ein Luxus der Wien Energie, für den ich kein Verständnis habe“, zeigt Nepp nur wenig Verständnis für die Feier der Wien Energie, zu der am vergangenen Freitag eine Untersuchungskommission ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie soll die Vorgänge rund um die von Stadt und Bund gewährte Milliardenunterstützung – die allerdings bereits zurückgezahlt wurde, beziehungsweise noch nicht angerührt wurde – für den Energieversorger unter die Lupe nehmen.

(mst)

Titelbild: ZackZack/Christopher Glanzl

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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30 Kommentare

  1. pah 350 k für eine mitarbeiterweihnachtsfeier – wird ja wohl drinnen sein. ich find überhaupt, eine mitarbeiterweihnachtsfeier muss mindestens 1 jahresgage vom chef kosten hehe ausserdem sic! wenn da eventuell zufallsgewinne abgeschöpft werden sollten, kann man schon auf gewinnmindernde aktionen kommen UND die mitarbeiter haben auch noch was davon. die selbe location für 2 aufeinanderfolgende tage zu buchen – machts schon kostengünstiger. jedoch im rechnungswesen gelten aufwände und nicht kosten. die frage: was bringts? daher die frage des tages: wenn die weihnachtsfeier so viel kosten soll wie die jahresgage des chefs – wie hoch darf dann zb die weihnachtsfeier einer ÖBB kosten? (pöhse)

  2. “in derselben Location”: in der deutschen Übersetzung synonym für die Lage, den Standort oder die Position verwendet?
    Warum der Fremdsprech explizit von den heimattreuen Freiheitlichen?

  3. Weihnachtsfeier um 350.000 Euronen – nicht schlecht. Ein Roter müsste man sein, dann fehlt’s dir an nichts.

  4. Schon die Quarantäneschichten vergessen, die die Versorgung gewährleistet haben. Jetzt gönnt man den Angestellten die Weihnachtsfeier nicht. Glaubt Nepp die Angestellten von WE und WL haben keine Energiekosten zu schultern? Glaubt er die können das alle als Spesen verrechnen? Was stellt Nepp sich vor?

    • Und wer hat die sinnlosen Lockdownmaßnahmen angeordnet? Vielleicht sollten die hysterischen Politiker die Feiern aus eigener Tasch bezahlen. Und wie lange wird von diesen “Quarantäneschichten” noch gelebt, 5 Jahre, 10 Jahre? Zur Erinnerung, das Pflegepersonal, das ins hochgefährliche Experiment gezwungen und mit noch mehr Maßnahmenterror überzogen wurde, hat einen feuchten Sch… bekommen.

  5. Na, sowas, die partei des kleinen mannes gönnt diesem nichts?
    Ja, man sackelt lieber sporttaschen voller geld selber ein.

    • Dabei würden diverse Kohlekraftwerke in Rumänien die angekauft wurden völlig ohne Nutzung sicher geeigneter. Auch die zahlreichen Einsparungen im Netzausbau und der Irrsinn Gasometerumzug (das Gebäude in der Mariannengasse 1090 Wien
      war Eigentum und völlig Schuldenfrei) wären wesentlich bessere Zielscheiben. Ist vermutlich aber weniger plakativ. Aber grundsätzlich gebe ich ihnen natürlich recht!

  6. Graz FPÖ: Mutmaßlich über 500.000,- Parteigelder von 3 Personen veruntreut – STA ermittelt…
    Wien FPÖ: Mutmaßlicher Mißbrauch über 581.000,- Spesengelder von einer einzigen Person – STA stellte Ermittlungen ein… (FPÖ selbst schluckte, um ihr Gesicht halbwegs zu wahren, diese Krot – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – von wegen denunzierter Dekadenz)

    Da sind mir oppulente Weihnachtsfeiern (nach Zwangspausen) à 140,- / Person als solidarische Geste “alter Schule” irgendwie sympathischer.

    Vielleicht hätte die FPÖ stattdessen Rückstellungen für zB. Personal-Weihnachtsfeiern hinterlegen sollen??? Aber Neid und Zwietracht sähen kommt offenbar günstiger – in Aussendungen aus dem Steueraufkommen finanziert. “Geh’ sch(m)eissn, Neppi!” (Schmisse schmeissen nämlich…)

  7. Veräppelung auf allen Seiten ! Corona-Lüge, Klimakrise-Lüge, Energiekrise-Lüge, Medien-Lügen, Preis-Lügen, so weit das Auge nur reicht und sie heizen, fressen und saufen einfach weiter. Ihr könnt euch bitte die neue Weltordnung, insbesondere das WEF, in den Allerwertesten schieben. Pfui!

      • Auch wenn die FPÖ lügt und auch wenn man die genannte “Klimakrise-Lüge” wohl differnzierter betrachten muss, so hat Frank doch im Wesentlichen Recht mit seinem Zorn.
        Wenn man darauf nur sagen kann, die Blauen lügen aber auch, ist das doch eine eher kindliche Reaktion.

        • Es ist doch so daß die FPÖ unter anderem Corona-Lügen, Medien-Lügen … hat, wie aufgeführt. Natürlich ist die Aufzählung unvollständig. Beinahe wäre man versucht zu fragen – wann lügt die FPÖ nicht?

          • …. sogar das “F” ist ein iniuriam dicitur, von wegen Freiheit, erinnert man sich an die Reden des BIMaZ, muss JEDER Bürger überwacht werden, nicht nur die “Eingefallenen” von Außen. Der “Bundestrojaner” war ein besonders gefordertes Werkzeug von ihm, Pferde das Mittel zum überrennen von Demos…., “Sicherungshaft” für jeden frei und unkompliziert verfügbar. Wäre ein richtig guter Politiker, er hat sich nur im Jahrhundert vertan….

          • Ewald Stadler, der den “überbordenden Liberalismus” gegeißelt hat. Eine Freiheit ist ihnen wichtig vor allen, deswegen die wiederholten Vorstösse das Wiederbetätigungsgesetz abzuschaffen.

          • die sehn sich überhaupt nicht im WIEDERbetätigungsgesetzt. weil WIEDER ja eine unterbrechung der machenschaften darstellt und daher? ausserdem wird da manchem rechtsverdreher oder winkeladvokaten schon noch irgendein hintertürl einfalln…. zaaaach

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