Freitag, April 12, 2024

Klebe-Aktivisten planten Protest bei Neujahrskonzert

Das ist eine Unterüberschrift

Mitglieder der “Letzten Generation” planten am Sonntag einen Protest beim Neujahrskonzert. Doch die Aktivisten wurden erkannt und angehalten.

Wien, 02. Jänner 2023 | Klimaaktivisten der Letzten Generation wollten am Sonntag beim Wiener Neujahrskonzert mit einer Störaktion auf den Klimawandel aufmerksam machen. Sechs Personen wurden von Beamten erkannt und noch vor einer möglichen Aktion angehalten, bestätigte eine Sprecherin der APA. Die Aktivisten hatten Kleber bei sich, die Aktion war vermutlich während der Pause geplant. Die Demonstranten befanden sich laut Sprecherin offenbar im Gebäude und sogar auf Sitzplätzen.

Sechs Aktivisten erkannt und angehalten

Unterdessen bekannte sich die Organisation Letzte Generation als Urheber. Man habe geplant, im Goldenen Saal Alarm zu schlagen und den versammelten Politikern ein Banner mit der Aufschrift “Zwei Jahre noch” als Appell an sofortiges Handeln vorzuhalten, heißt es in einer Aussendung. In einem Video auf Twitter meldeten sich die Aktivisten aus dem Gefangenentransport an ihre Follower.

Man haben die sechs Aktivisten – österreichische bzw. deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 26 und 67 Jahren – noch vor Beginn des Konzertes wiedererkannt und am Betreten der Räumlichkeiten respektive im Goldenen Saal anhalten können, so die Landespolizeidirektion Wien in einer Aussendung. Es wurden Transparente und Superkleber bei den Aktivisten gefunden. Es gab verwaltungsrechtliche Anzeigen.

Philharmoniker bedankten sich bei Sicherheitsbehörden

Die Wiener Philharmoniker bedankten sich in einem Statement gemeinsam mit dem Musikverein bei den Sicherheitsbehörden “für ihren großartigen Einsatz”: “Durch ihr Einschreiten konnten 6 Aktivist*innen ausfindig gemacht und dadurch eine Störung des Konzerts, das für Verbundenheit, Hoffnung und Frieden steht, verhindert werden.” Gegenüber der APA betonte man, dass man selbstredend die Ziele des Klimaschutzes teile. Zugleich wäre das Neujahrskonzert jedoch der falsche Ort für einen Protest gewesen.

(red/apa)

Titelbild: APA/WIENER PHILHARMONIKER/DIETER NAGL

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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13 Kommentare

  1. Ich find´s nur seltsam, daß bei den “Großkopferten & innen” die Sicherheit wie am Schnürchen klappt.
    Der kleine Bürger hat oft nicht so ein Glück.

  2. Aha, jetzt wird man in Österreich schon verhaftet, wenn man eine Protestaktion plant? Darauf sinds stolz auch noch ?
    Sehr bedenklich!

  3. Vielleicht heiligt der Zweck nicht immer das Mittel, aber in Sachen “Klimakleber” gelingt ihm das mühelos. Diese Menschen haben recht , und wer das nicht begreift, bei dem ist etwas ganz ohne Zutun dieser Menschen verklebt.

  4. Anscheinend war man noch sehr stolz darauf. Na ja ein Großteil der Leute die da drinnen hockt wird nicht mehr großartig unter dem Klimawandel zu leiden haben und die Jungen, na denen gehts doch eh sooo gut…🙄

    • Anscheinend hatten die Aktivisten gültige Karten (sind ja nicht so leicht zu bekommen, sind ja nicht so billig) ich denke das ist schon problematisch, die Leute anzuhalten bevor noch eine Aktion stattfand. Und selbst dann im Falle einer Aktion gälte die Verhältnismäßigkeit. Wenn also die Aktion zum Pausenapplaus stattgefunden hätte, wäre noch nicht einmal der Musikgenuß gestört und trotzdem evtl. die Agenda im TV gewesen. Es ist anzunehmen, daß das Neujahrskonzert wegen der Reichweite ausgewählt wurde, also ja Hr. Froschauer, der richtige Ort.

  5. Könnte den Klimaaktivisten mal wer verraten, wo in Österreich Politik gemacht wird? Ein schönes Ziel, sich anzukleben wäre dieser goldene Klavierflügel – da kommt sicher gleich Stimmung auf.

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