Dienstag, Februar 27, 2024

Überläufer: Schabl wählt Mikl-Leitner

Überraschende Unterstützung für Johanna Mikl-Leitner im Wahlkampf. Schabl wechselt die Seiten und wählt am Sonntag die Volkspartei, wie er in einem Video verkündete.

 

Wien, 24. Jänner 2023 | Für die kommende Wahl hat sich die ÖVP Unterstützung aus der SPÖ geholt. Zumindest aus der ehemaligen SPÖ: Schabl statt Schnabl.

Ehemaliger roter Landesrat für Mikl-Leitner

Denn der Pressesprecher der Volkspartei Niederösterreich teilte am Dienstag einen Clip des ehemaligen SPÖ-Landesrates Emil Schabl, der angab, bei der kommenden Wahl Johanna Mikl-Leitner zu wählen. Schabl war von 2003 bis 2008 in der Regierung Pröll III – und auch für die rote Gewerkschaftsfraktion FSG tätig.

Abtrünniger SPÖler

Doch 2010 brach Schabl mit den Sozialdemokraten. In seiner Gemeinde Hirtenberg trat er überraschend mit einer eigenen unabhängigen Liste an, und verpatzte der SPÖ somit die Absolute. Sein Verhalten bezeichneten damals die Parteigremien als “gegen die Statuten” der Sozialdemokratie und schlossen den ehemaligen Landesrat aus der Partei aus. Zwölf Jahre später wählt er nun Mikl-Leitner.

(bf)

Titelbild: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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57 Kommentare

  1. Man könnte die peinliche und irreführende Überschrift auch ausbessern. Wie kann jemand Überläufer sein, der vor vielen Jahren aus der Spö ausgeschlossen wurde.

  2. Des Foto dieser von Macht korrumpierten Monster sie sich ein ganzes Bundesland unter den Nagel gerissen haben is ja echt zum Fürchten…

  3. Zurück zum Thema….
    Im Parlament heute:
    https://orf.at/stories/3302637/

    Nehammer sagt….
    “Schließlich habe es ja auch Prognosen gegeben, dass die Österreicher im Winter frieren müssten und die Industrie nicht mehr produzieren könne. „All das ist nicht eingetreten.“”

    In NÖ sitzen Kinder bei 17 Grad im Klassenzimmer. Die Grippewelle ist so groß wie nie ausgefallen, weil so viele Leute beim Heizen sparen und sich dann erkälten…. VON DAHER KOMMT AUCH DAS WORT” “ERKÄLTUNG”!

  4. *lol* die Ratten die die Sozialisten für die Neoliberalen unterwandern sollten fliehen jetzt zurück um zu zeigen, dass der Sumpf doch nicht so sehr stinkt… ob das funktionieren wird?
    Naja, auf jeden Fall wird immer klarer wer zu diesem verlogenen Dreckspack gehört. Gut so, der Pranger wartet, möglicherweise sogar der Galgen wenn’s die Leute weiter provozieren. Ein Rechtsstaat schützt solche Leute vor Strafe nur so lange so lange noch irgendjemand glaubt es könne gut ausgehen… wenn nicht mehr, scheißen die unten auch auf Recht und Ordnung. Die sind inzwischen viele und sie sind zornig.

  5. Eine ÖVP Neigung kann man Z.Z. bestimmt nicht unterstellen. Aber irgendwie ist der Artikel etwas unglücklich geraten, weil man schon bei der Überschrift meinen könnte die ÖVP sei so super, dass sogar einer von der SPÖ abtrünnig wurde (das er allerdings von derselben vorher rausgeworfen wurde erfährt man erst weiter unten. Ein typischer Boulevard Artikel also, aber kein linker.

  6. Vor 13 Jahren hat dieser Herr die SPÖ verlassen, wir hatten 6 Bundeskanzler oder 7, hatten einen Mesias, Ibiza, eine tief korrupte ÖVP, eine Teuerung das es Kracht, 30% der Bevölkerung die kein Problem sehen Faschisten/Nazis zu wählen, und die Redaktion bringt den Artikel wie wenn es zu einer Spaltung der SPÖ käme eine lauwarme Geschichte.

  7. Ich kann es fast nicht glauben, da wählt ein ehemaliger Roter do h glatt die Fes he Hanni, nur weil seine Genossen vor Jahren ihn ausgeschlossen haben. Sehr entbehrlich der Artikel.

  8. Die FPÖ hatte auf Regierungsebene die Möglichkeit, ihre Wahlversprechen einzulösen. Das hat sie nicht getan. Zum einen, weil die FPÖ von vornherein wusste, dass dies für das EU-Mitglied Österreich nicht möglich sein wird. Zum anderen, weil sie mit den Migranten und Flüchtlingen in einer Symbiose lebt.

  9. Das ist jetzt schon sehr offensichtlich als Wahlwerbung zu verstehen! Herr Pilz, bzw. sehr geehrte Redaktion, was soll das? Diese Story impliziert, es hätte mehr Sinn für die ÖVP zu stimmen. Sehr eigenartigen, jedoch vermutlich nicht gänzlich ohne Absicht. Eine seltsame Geschichte.

  10. Interessant, der Typ war bei der SPÖ und wurde vor zehn Jahren aus dieser Partei ausgeschlossen. Wen interessiert, wen dieser Mensch wählt? Logischer Weise wählt der nicht die SPÖ, das kann sich wohl jeder denken, auch ohne SPÖ bashing und Wahlwerbung für MiLei.

  11. ZackZack wählt nun auch die ÖVP. Danke für die durchgehende Wahlwerbung für die ÖVP. Anscheinend braucht ZZ keine Unterstützung mehr.
    Ist euch der Gesamteindruck eurer Plattform noch nicht aufgefallen?

      • Es geht um das pausenlose SPÖ-Bashing. Das muss euch doch klar sein, dass solche Berichte der SPÖ Stimmen kosten.

        Andererseits deckt euer Herausgeber die grottigen Zustände in den Krankenhäusern auf und die schlechter werdende Qualität in der Krankenversorgung….
        Aber die SPÖ wird bei jeder Gelegenheit als unwählbar abgestempelt von euch! Und zwar wegen…. Nichts!

        Und die Teuerung ignoriert ihr wohl komplett, bis die Landtagswahlen vorbei sind oder?

        Wer wird denn was für die Gesundheitsversorgung tun und gegen die Teuerung???

        Die FPÖ?
        Die neoliberalen Neos?
        Die Grünen?
        Die ÖVP, Mikl-Leitner, Nehammer?

        Gehts euch noch ganz gut?

        • Wir sind ein Medium und nicht dazu da, Wahlwerbung für die SPÖ zu machen. Ein “pausenloses SPÖ-Bashing” findet nicht statt. SPÖ-Politiker kommen regelmäßig, genau wie andere, zu Wort.

        • Auch auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zu machen, möchte ich erwähnen dass die größten Raunzer – sie eventuell ausgenommen liebe Sig- oft wir SPÖ Wähler selber sind in diesem Forum. Und zwar aus Enttäuschung über die schwache Performance von PRW, Doskozil, Schnabl und co.Ist vermutlich auch schwer für zackzack dies alles schön zu färben damit die Konkurrenz von ÖVP und FPÖ gewählt wird.
          Für mich persönlich reicht es schon dass eindeutig gegen Rechts Stellung genommen wird. Finde dies in solcher Form kaum mehr bei unseren Medien wo all zu viel davon totgeschwiegen wird.

          • Die Enttäuschung über die schwache Performance der Besagten wurde meines Erachtens produziert, wie eine Hollywood-Blockbuster-Seifenopern-Serie… Und zwar über Jahre hinweg. Das hat was mit uns gemacht. Auch mit mir. Aber mir reichts jetzt. Diese Wi**er bringen uns um unseren Sozialstaat!

        • Ich weiß aus Erfahrung, dass es sinnlos ist, Ihnen jene ZackZack-Artikel zu verlinken, deren Existenz Sie negieren. Aber wenn Sie eine SPÖ-Parteizeitung wollen, dann konsumieren Sie eine solche anstatt hier ständig zu intervenieren, welche Informationen man mir auf ZackZack vorenthalten soll.

      • Herr Faast, egal wie sehr sie hier negieren, es ist eine offensichtliche Neigung Richtung ÖVP bemerkbar. Selbst mir, als “Ausländer”, fallen diese doch recht häufig manipulativ anmutenden Artikel auf.

        • Ich hätte gerne ein paar Beispiele für meine “manipulativ anmutenden Artikel” Richtung ÖVP außer diesem. Nur so als kleiner Überblick, was ich in den vergangenen Tagen über die ÖVP NÖ so geschrieben habe: “Eine Ortsgruppe verteilt Hakenkreuz-Kalender”. “Umfrage: ÖVP NÖ deutlich schlechter als 2018” “ÖVP NÖ greift einzelne Journalisten an”.

          • Herr Faast, danke für Ihre sehr freundliche und recht diplomatische Antwort. Freilich ist es ihrer Wahrnehmung nach eine objektive und demokratische Berichterstattung, die uns hier auf ansprechende Art und Weise präsentiert wird. Für mich persönlich ist genau so ein Artikel den sie ansprechen, nämlich “Umfrage: ÖVP NÖ deutlich schlechter als 2018”, ein klassisches Beispiel der umgekehrten Psychologie. Dieser Umstand ist auch in zahlreichen Studien nachgewiesen. Selbst, wenn es mir schwer fällt, versuche ich ab und zu, den Perspektivwechsel. Der hat zur Folge, ein gewisses Verständnis dem jeweiligen Gegenüber, zumindest ansatzweise, zu entwickeln. Der angesprochene Artikel, nämlich eben jener der einige doch recht deutlich zu einer Meinung kommen lässt, ist eben dieser, unter dem wir uns jetzt schriftlich austauschen. Allein das nur ein Buchstabe fehlt und aus dem Herrn Schabl einen Herrn Schnabl macht, ist äußerst wichtig zu erwähnen. Mir persönlich gefällt ihre Schreibweise und ihre Objektivität meistens, in diesem Fall, kann man sich trotzdem eines gewissen Gefühls nicht erwehren. Bitte nehmen Sie meine bzw. unsere Worte nicht allzu persönlich, wir alle sind in unseren Denkmustern, zumindest manifestiert, um nicht das Wort “gefangen” zu verwenden.

          • Zum Umfrage-Artikel: Es ist nun mal ein Faktum, dass die ÖVp schlechter dasteht in den Umfragen als 2018. Auf umgekehrte Psychologie kann ich da wenig Rücksicht nehmen (Da ich ja auch nicht wirklich glaube, dass ein wahnsinnig großer Mobilisierungseffekt für die ÖVP NÖ im ZackZack-Forum dadurch entsteht)
            Zu dem Artikel hier: Ich hatte eigentlich gedacht, dass es für den Lesenden klar ist, dass das nicht gerade ein Ruhmesblatt für die ÖVP ist, sich einen langjährig ausgeschlossenen SPÖ aus der siebten Reihe als großen Unterstützer zu holen, und das zu zelebrieren.

          • Da sich bisher nur Kritiker zu Wort melden: Ich möchte grundsätzlich alles wissen, egal ob es meine Meinung oder Hoffnungen bestätigt. Parteizeitungen gibt es ohnehin genug. Über die Formulierung einzelner Überschriften kann man ja diskutieren, aber nicht darüber, dass unliebsame Fakten gar nicht erst gebracht werden sollen. Und wenn ich Artikel für überflüssig halte, dann lese ich sie eben nicht. Aber ich verlange nicht von der Redaktion, dass man sie auch anderen Lesern vorenthält. Ich finde diese Haltung gelinde gesagt seltsam, potenziell auch überheblich.
            Und ich finde es noch seltsamer, ZackZack eine ÖVP-freundliche Berichterstattung vorzuwerfen. Diese Behauptung hält weder einem Blick auf die schon genannten Artikel stand noch einem Blick auf die “Dankbarkeit”, die die ÖVP diesem Medium entgegen bringt.
            Aus meiner Sicht daher: Man könnte manche Überschriften weniger verkürzen, aber im Prinzip bitte weiter so. Ich bin gezwungen, täglich den Kurier auf dem Küchentisch vorzufinden und der Vergleich macht mich da ganz sicher.

      • Aber vor 12 Jahren ausgetreten also was soll das? Wieviel FPÖler sind über das liberale Forum, BZÖ zur FPÖ bei den Reichsbürger, MFG um wieder bei den Blauen zu landen.

      • Sorry Herr Faast, der Artikel ist auf ” Heute” Niveau. Das habt Ihr nicht notwendig. Den Herrn als SPÖler zu umschreiben ist eher schwach.

    • Naja Wahlwerbung für die Schwarze Brut die ZZ ständig klagt….
      Zeigt nur das der ex rote einfach Rachel übt …was beide Seiten nicht gerade im guten Licht stehen lässt.

    • Glaub eher nicht dass man das als Werbung für die ÖVP bezeichnen kann. In dem Bewusstsein dass sich unter ihren Lesern so gut wie keine ÖVP Sympathisanten befinden, kann man so einen faktenorientierten -Kurzbericht- schon schalten ohne in Gefahr zu geraten hier missverstanden zu werden. Wäre ja auch nur Polemik gewesen den Schabl da großartig anzupatzen.

    • Danke für die offenen Worte. Keiner sonst sagt was dazu… Und ich frag mich wie das jemandem “nicht” auffallen kann, was hier los ist.

        • Sorry Nikita, aber diese plakativen Bilder von Mikl Leitner und co. sind in der Regel alles Andere als schmeichelhaft und können eher als Antiwerbung verstanden werden. MiLei würde jeden Wahlmanager “kreuzigen” lassen der ihr diese Art von Wahlfotos vorschlägt.

          • In meiner Wahrnehmung ist es nicht relevant ob die Bilder schmeichelhaft sind oder nicht. Alleine die andauernde Präsenz ist entscheidend. Es ist der psychologische Moment.

          • Aber wer liest schon zackzack der diesbezüglich im Wahlverhalten wankelmütig sein könnte. Und präsent war die ÖVP schon seit dem ich hier ein Abo abgschlossen hab. Und jetzt wo für die Mikl Leitner und ihr NÖ Kartell so “viel auf dem Spiel” steht muss ja auch über ihren Wahlkampf berichtet werden. Für die SPÖ gehts anscheinend um gar nix, da sie so gut wie nichts von sich hören lässt. Irgendwie kommts einem vor als wenn sie sich ihrem Schicksal, in NÖ weiterhin eine untergeordnete Geige zu spielen, bereits ergeben hat. Ja sicher, zackzack könnte Solches mehr beanstanden doch benötigen sie dafür gewisse Aufhänger, es ist aber einfach nichts da worüber seriös geschrieben werden könnte. Aber dass besagter Bericht entbehrlich war trifft wohl zu und hätte, wenn überhaupt, weiter unten gereiht werden sollen. Somit hätten die Herren D. Faast und D. Pilz auch weniger Rechtfertigungsbedarf ghabt.

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