Freitag, April 12, 2024

Schnabl-Zukunft hängt an dieser Sitzung

Nach dem desaströsen Ergebnis für die SPÖ bei der Landtagswahl in Niederösterreich tagt am Montag der Landesparteivorstand.

St.Pölten, 30. Jänner 2023 | Dabei wird es auch um die Zukunft des Spitzenkandidaten und Landesparteivorsitzenden Franz Schnabl gehen. Schnabl selbst sah am Wahlabend keinen Grund für Konsequenzen, auch Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar wollte vorerst nicht über Personelles sprechen, sondern zunächst das Ergebnis analysieren.

Das macht die SP-Landesspitze um 17.00 Uhr in der Landesgeschäftsstelle. Die SPÖ war laut dem vorläufigen Endergebnis (inkl. fast aller Wahlkarten) auf 20,66 Prozent (zuletzt 23,92) abgestürzt, was das schlechteste Ergebnis aller Zeiten bedeutet (bisher 21,57 Prozent im Jahr 2013). Dadurch büßten die Roten einen Sitz im Landtag ein. Künftig stellen die Sozialdemokraten nur noch zwölf Mandatarinnen und Mandatare. Immerhin konnten die zwei Sitze in der Landesregierung gerettet werden, der Landesvize steht ihnen jedoch nicht mehr zu.

“NÖ Mix’ und ‘Rote Hanni’ keine Botschaften in Zeiten der Krise”

Bereits am Wahlabend wurden kritische Stimmen laut. Der bisherige Mödlinger Landtagsabgeordnete Hannes Weninger meinte zu den “Niederösterreichischen Nachrichten” (NÖN) im Hinblick auf die Kampagne, “‘NÖ Mix’ und ,Rote Hanni’ sind keine Botschaften, mit denen man in Zeiten der sozialen Krise politisch punkten kann”. Auch Landtagsabgeordnete Karin Scheele aus dem Bezirk Baden will “nicht einfach zur Tagesordnung übergehen”. Der Korneuburger SPÖ-Chef Martin Peterl bezeichnete die Lage gegenüber den NÖN gar als “dramatisch”.

Im Landesparteivorstand werde es auch ein Thema sein, “über eine Neuaufstellung und die künftige Ausrichtung zu diskutieren”, sagte ein SPÖ-Amtsträger am Montag. Es gehe darum, “den Ernst der Lage zu erkennen”, man könne “nicht so weitertun”. Bis zum Nachmittag würden wohl “viele und intensive Gespräche” geführt, mutmaßte der Funktionär.

(bf/apa)

Titelbild: EVA MANHART / APA / picturedesk.com

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78 Kommentare

  1. Schnell den Spitzenkandidaten austauschen und der Weg ist frei zu einer Koalition mit der ÖVP. Es steht Viel auf dem Spiel – auch für die Sozen !

  2. Gestern hat er sich noch so über das Wahlergebnis gefreut! Und dann tritt er zurück,weil “einen Tag später alles anders aussieht”.

    Ich bin nur fassungslos. Welch eine Verblendetheit man an den Tag legen darf, wenn man in der Politik ist.

  3. Jö, da simma aber froh dass sich die Doris wieder durchgesetzt hat. Die Wiener ziehen jetzt nach NÖ, weil die NÖ Spö kein eigenes Personal hat. Und der Andi muß im Bundesrat verstaut werden. Könnte ja gefährlich werden, gell Doris, passt nicht in dein Konzept. Du machst das prima, hast noch nicht genug zerstört. Es ist zum Kotzen.

  4. Hoffentlich haben die älteren Semester nicht recht mit der flächendeckenden Annahme dass “nix bessers nachkimmt”.

  5. Do schau her! Der ÖVP Seniorenbund OÖ muss aller Voraussicht nach ergaunerte Corona Millionen zurückzahlen. Da hilft auch nicht dass die Vorsitzende meint dass die Finanzspritzen, für die gewiss sehr notleidenden schwarzen PensionistInnen, einen “gemeinnützigen” Charakter hatten.

  6. “Fehlalarm meine Genossinen und Genossen! Es wird euch doch nicht entgangen sein dass ich nach der Wahl beschloss keine Personalveränderungen vorzunehmen. Also kriegts euch wieder ein.”

    • Von Würfelspielen bei Sitzungen kann man nur abraten. Das vorbücken während man auf dem Lokus eine Sitzung hat, von der alles abhängt, kann gefährlich werden.

      #Lumbagodurchdiejohannitischeerbhexe

      • #machsfensteraufderwitzklemmt oder #witzkommherausdubistumzingelt kann ich als Antwort anbieten. Das Thema Rubikon nehmen wir nächste Woche durch.

        • Ich habe Jahre gebraucht, um “die Sitzung” in diesem Kontext zu verstehen! Ich glaube es war im dritten Semester, meine österreichisch Kenntnisse auf des Messers Schneide, ein Professor an der Fakultät verriet mir dankenswerterweise, die Finesse die dahinter steckt. Wenn auch nur wenige Menschen Cäsaren sind, womit wir zufrieden sein wollen, so steht doch jeder einmal an seinem Rubikon. So verzeihen Sie, werte Summe aller Summen, meine Unverfrorenheit bezüglich dieses Wortspiel. Factum fieri infectum non potest….

  7. Die SPÖ ist am Ende. Kein Konzept, kein Ziel und vor allem keine funktionierende Führungsriege. Das mit PRW wird nichts mehr und der Schnabl soll endlich in pension gehen.

  8. Schnabl hätte die Wahl – nachdem die Wahlslogans in SP-Kreisen bekannt wurden – gar nicht mehr antreten dürfen, hätte er nix gesagt, und keine Plakate auf den Straßen aufstellen lassen, hätte er vermutlich mehr % gemacht. Nun aber ist es Fr Rendi-Wagner, die FÜR IHN Verantwortung trägt und tragen muss – ist er den nicht mündig genug, um Verantwortung als Erwachsener, Mann zu tragen? Wenn Doskozil sich so großartig hält, warum steht er seinem Nachbar NOE nicht zur Seite (vor der Wahl) ? ” Wäre für Babla, der würde sich gegen Peter Doskozil auch bewähren können, er ist stark in seiner Ausdrucksraft.
    Warum hat sich Doskozil noch nicht in einer eigenen Partei verselbständigt.. ? Jetzt kriegt er Aufwind.. , schade, hat sich Rendi-Wagner trotzdem nicht verdient
    zu Schnabl: hat vielleicht was mit mangelndem Einführungsvermögen für Bürger/Bewohner zu tun..

    • Schnabl ist ein Agent der anderen. Wie auch immer das genau im Hintergrund abläuft und für wen genau er solche Auftritte und Aussagen wirklich machte, werden wir vielleicht nie erfahren. Aber es ist sicher – und nun kann es auch Schnabl nicht mehr schönreden – dass er für Andere einen Nutzen generiert hat, nicht für die eigene Partei.

      Großreinemachen steht jetzt an.

      Im Standard steht, dass Hergovich die Nachfolge antreten soll. Man wird sehen.

      • Ein noch fungierender AMS Chef? Weiß nicht…Ist nicht gerade die Ecke aus der ich mir einen profunden Sozialdemokraten vorstelle. Und jüngeres Alter muss keinesfalls für höhere Kompetenz sprechen.

      • weißt, du solltest deinen scha.s.s im Standard schreiben, wenn eine Meinung keine Geltung haben kann, bist bei zack zack falsch,

      • FRUST IN DER FIRMA?
        Musst nicht an (anderen) Lesern ablassen!
        FIND ICH UNANGEMESSEN!

        also, das du was sonst noch bei ZACKZACK postest.. ist inhaltsleer .. KRITISCH bei ANDEREN aber selbst.. Nonsens schreiben

        gebe Dimitri recht, geh BITTE zum STANDARD..

        P Pilz hat die Zeitung nicht für Personen wie für dich aufgebaut, die Leute beleidigen müssen

      • Stimmt, ist zumindest unhöflich, nnd für einen politiker, wie man sieht, am wahlergebnis, grad nicht stimmenfangend.

      • Jo, ich hatte ihn sogar öfter gefragt, warum er meine fragen nicht beantwortet. Funkstille.
        Seine tweets waren wie kurze presseaussendungen, antworten darauf uninteressant.
        Weiters, die roten twitteranten brüsten sich mit ihrer kimawandelverleugung. Jenseitig.

        • Und dann wundern sich die Politiker, warum dieses Ergebnis und schieben alles auf multiple Krisen…

      • Es zegit mir, dass ihm die anliegen (es ging in meinen tweets um die haltung der sp zu klimafragen) von potenziellen wählern nicht einmal einen huster wert sind.
        Nau, daunn..

        • Bürgeranfragen werden bei der ÖVP besser beantwortet…. Liste Postenschacher zB

  9. Deshalb hab ich so lang gedacht, dass der Großteil von euch Foristen hier in Wirklichkeit von der FPÖ und von der ÖVP seid…. Weil ihr es euch dauernd selbst verkackt und es euch mit der ewigen Zerfranzerei und auch Haarspalterei… schlechter macht als es sein müsste.

    Das wirkt dann irgendwann einfach nicht mehr glaubwürdig…..sondern nur mehr strange….

    Mit solchen iloyalen “Roten” wie ihr es seid….implodiert die SPÖ, bevor ihr “Brauch einen Termin in der Ambulanz” sagen könnt.

  10. Eine “Zukunftshoffnung” sieht anders aus. Hat mit Alter/Jugend aber nichts zu tun. Hier steht jemand, der kein Blender wie Kurz, aber ein Ausblender des eigenen Versagens ist. Bei Schnabl kann ich zudem keine ehrliche politische Bestandaufnahme seines Wirkens erkennen, kein Eingestehen von Fehlern, keinen Enthusiasmus es in Zukunft besser machen zu wollen und vor allem zu KÖNNEN, keine Begeisterung für Erneuerung sowohl für das Land NÖ als auch für die SPÖNÖ, keine Selbstreinigungstendenz. Treten Sie bitte zurück. Gruss aus Wien.

  11. Schnabel kenn ich als als Landespolitiker nicht.
    Aber Deutsch gestern und Leichtfried heute, ich bin kein unhöflicher Mensch aber sind die beiden eingraucht ?

    • Ja, auch Deutsch. Den Gong nicht gehört. Politikersprech wie in den 80iger Jahren. Vollkommen an der Realität vorbei.

  12. Ich bin ja grundsätzlich gegen diesen Selbstinszenierungs-fetischismus in der Politik, aber man muss echt nicht das schlechteste als Spitzenkandidat hinstellen, so mager kann es doch nicht ausschauen in der SPÖ. Die SPÖ täte gut darin auf eine andere Inszenierung zu setzen, so wie ein Häupl, nicht aalglatt sondern authentisch menschlich mit bisschen Witz, nur fehlt sowas anscheinend auch.

    • Der Häupl ist auch erst hineingewachsen, hatte aber immer schon einen guten Schmäh wie auch gesunde Prisen an fehlender Disziplin und angenehmer Selbstironie. Aber solche Typen gibts meistens nur einen oder zwei in der Klasse. Da fehlts halt an kompetenter Auslese, diese herauszufinden aus dem Politnachwuchs. Meist werden die was hinterfragen und anecken aber gleich mal geschast und blockiert beim hochkommen. Glaub dass dies bei der SPÖ auch in zu hohen Maße geschieht,
      Leider!

  13. Was für eine bemerkenswert bescheuerte Inszenierung einer “roten Personalkrise”. Was für eine idiotische Diskussion!

      • Ja wozu sollen sie denn Leuchtreklame sein…. Sie sind OK. Leute, die SPÖ hinkt wegen der türkisgelb blauen Dauerpropaganda…. Das ist der Grund.

        • Damit man sieht, dass sie in betrieb sind, u nicht wie pam, in wahlkampfzeiten in st tropez, in den inlokalen herumpennt.
          Oder gibts dort eine österreichenklave, wie in miami?

  14. Die Nebenwohnsitzler durften nicht wählen dieses mal.
    Wieso?
    Weil es die ÖVP mit der Absoluten so entschieden hat.

    In NÖ gibt es unheimlich viele Nebenwohnsitzler, und die meisten von ihnen kommen aus Wien. Aus dem roten Wien.

    Das ist demomratiepolitisch ein Supergau…. Aber was kratzt das unsere Arsch*och-Medien….

    • Laut Wählerstromanalyse haben die Zweitwohnsitzler vorallem ÖVP gewählt. Das kann also kein Argument sein

        • Menschen mit einem Zweitwohnsitz sind idR finanziell besser Gestellte. Warum sollte diese Bevölkerungsgruppe öfter oder mehrfach wählen dürfen ? Damit sie an zwei oder sogar mehr Orten mitbestimmen können im Gegensatz zum einfachen Staatsbürger?

  15. Schnabl sieht keinen Grund für Konsequenzen , Leichtfried in der PK auch nicht für den Bund……chapeau….die SPÖ ist und bleibt eine Kaderpartei…..

  16. Bitte für Oberösterreich auch eine Personalrochade. Mir fällt jetzt nicht einmal der Name des OÖ SPÖ Landesparteivorsitzenden ein, so unauffällig ist der. 🤷‍♀️

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