Montag, Februar 26, 2024

Tempo 100 für das Klima – Kommt jetzt Volksbefragung?

Solange eine Temporeduktion nicht beschlossene Sache ist, wird weiter geklebt. Das betonen die Klima-Aktivisten immer wieder. Der ÖAMTC will jetzt das Volk dazu befragen.

Wien | Die zweiwöchige Blockadewelle der „Letzten Generation“ ist in vollem Gange. Am Donnerstag klebten sich die Aktivisten am stark befahrenen Wiener Margaretengürtel fest, so auch Lorenz in einer Videobotschaft. „Es kann nicht sein, dass wir um 30 km/h ewig herumdiskutieren, wenn unser Überleben auf dem Spiel steht“, ist er überzeugt. Neben ihm klebt Dietmar: „Ich bin im zivilen Widerstand, damit die Politik sich nicht länger um die einfachsten Maßnahmen wie Tempo 100 drücken kann.“

Die Temporeduktion ist den Klima-Klebern ein besonderes Anliegen. Niedrigere Limits würden Sprit sparen, Straßen sicherer machen und weniger Lärm und Abgase verursachen. Eine “sinnvolle Maßnahme”, die die Regierung schnell und einfach umsetzen könne. Kritiker sprechen bei der Forderung jedoch von “Schikane”.

ÖAMTC will Volksbefragung

Am Donnerstag ließ der ÖAMTC mit einer Forderung nach einer Volksbefragung zu dem Thema aufhorchen. “Wir können uns gut vorstellen, die Österreicherinnen und Österreicher zu befragen, ob sie eine weitere Einschränkung der gesetzlichen Höchstgeschwindigkeit befürworten oder nicht”, teilte Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC Interessenvertretung, in einer Aussendung mit. Denn nur, wenn niedrigere Tempolimits von der Mehrheit mitgetragen werden, würden diese auch Sinn machen. Man könne schließlich nicht “hunderttausende Kilometer Straße permanent von der Polizei überwachen” lassen.

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  • Mir egal, ich fahre nicht mit dem Auto 3%, 110 votes
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Abstimmungen insgesamt: 4028
16.2.2023
Die Umfrage wurde geschlossen

Ein Tempolimit sieht man beim ÖAMTC dennoch kritisch, der Mobilitätsclub will die Diskussion über die Reduktion von CO2 breiter führen. Es gebe eine Vielzahl an Maßnahmen, die niemanden einschränken würden und sogar effizienter seien. Als “echten Gamechanger” nennt Wiesinger etwa den verstärkten Einsatz von nachhaltigen Kraftstoffen auf biogener Basis. Laut einer Studie der Österreichischen Energie-Agentur könne man damit dreimal so viel CO2 einsparen wie mit Tempo 100. Auch Rufbusse oder die Förderung des Mitfahrens sollen dazu beitragen.

BOKU-Experte: Diskussion um Klimaziele wird falsch geführt

Das Umweltbundesamt rechnet derweilen vor: Der individuelle Spritverbrauch und damit auch die CO2-Emissionen würden sich bei einer Reduktion von 30 km/h um knapp ein Viertel reduzieren. So verbrauche ein Pkw bei Tempo 100 im Schnitt 5,4 Liter Treibstoff pro 100 km, bei Tempo 130 seien es sieben Liter.

Auch für den renommierten Klimaexperten und Professor an der Wiener Universität für Bodenkultur, Reinhard Steurer, führt kein Weg an Tempo 100 vorbei. In einem Interview mit dem “Standard” vergangene Woche betonte er, dass Österreichs Klimaziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, eine “Märchenerzählung” bleiben werde, sollten nicht umgehend effektive Maßnahmen umgesetzt werden.

Seine Meinung teilen auch viele andere Verkehrsexperten, etwa von der TU Wien oder der Uni Innsbruck, die sich Anfang Februar in einem offenen Brief an die Politik wandten. Steurer kritisiert zudem schon länger, dass klimapolitische Diskussionen falsch geführt würden. Mit Parteien wie der ÖVP sei es sowieso schwer, Klimapolitik zu machen, weil diese sich bei dem Thema auf Umfragen verlasse, um keine Wählerstimmen zu verlieren.

Erst im Juni vergangenen Jahres ergab eine Umfrage des “profil”, dass nur ein Viertel der Befragten Tempo 100 begrüßen würden. Das wundert Steurer kaum: “Das Problem dieser Umfragen ist natürlich, dass einfach gefragt wird: Sind Sie für oder gegen Tempo 100? Ohne Alternative. Dabei müsste die Frage lauten: Sind Sie für Tempo 100 oder einen deutlich höheren CO2-Preis, der uns hilft, die Verkehrsemissionen bis 2030 zu halbieren?”, so der Wissenschaftler zum “Standard”.

Keine Mehrheit für Tempo 100 im Nationalrat

ÖAMTC, Wissenschaftler und Aktivisten sehen jetzt die Politik am Zug. Klimaschutz- und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hatte niedrigeren Tempolimits bereits mehrfach eine Absage erteilt, hält diese jedoch für sinnvoll: “Geringes Tempo führt zu weniger Verkehrstoten, verursacht weniger klimaschädliche Emissionen und spart durch den geringeren Treibstoffverbrauch auch Geld.”

Für eine gesetzliche Änderung der Höchstgeschwindigkeiten gibt es im Nationalrat aber keine Mehrheit. ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS haben sich dagegen ausgesprochen, beklagt das Ministerium. Das sei in einer Demokratie jedoch “zu akzeptieren”. Die Klima-Kleber wollen das jedenfalls nicht. Solange der 100er auf der Autobahn nicht beschlossene Sache ist, werde man weiter Staus verursachen, verspricht die Aktivistengruppe.

Titelbild: Letzte Generation

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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63 Kommentare

  1. Unsinn. Wir werden uns noch zu Tode regeln. Solange dem LKW-Verkehr keine Grenzen gesetzt werden, die schwertransportlawine auf der Straße dahinrollt, sich die Laster über Kilometer Überholschlachten liefern, denke ich nicht an weitere Einschränkungen für die PKW-Fahrer. Und jeden Klimakleber würd ich wegen Nötigung klagen.

    • Geht es nach den Plänen der grünen Sekte, wird es bald sowieso keinen Verkehr mehr geben, weder mit PKW noch LKW. Da kommt dann die Milch mit dem Ochsenkarren in den Supermarkt. Ohne Kühlung natürlich, weil es dafür auch keine Energie mehr hat. Obwohl, Milch kommt ja von Kühen, die Methan furzen, also Milch und Käse auch weg. Die Landwirtschaft ist das nächste Ziel, weil die ebenfalls klimaschädlich ist. Dann Pflügen wir wieder mit der Hand, die Erträge gehen gegen Null und es wird eine ziemlich hungrige Zeit anbrechen. Wir werden nichts besitzen und glücklich hungern.

        • Wie stand auf den gesprengten Georgia Guidestones: “MAINTAIN HUMANITY UNDER 500,000,000 IN PERPETUAL BALANCE WITH NATURE”. Vielleicht werden ja deshalb jetzt sämtliche “Impfungen” in mRNA-Experimente umgewandelt. Nur müsste man ja nicht bei Europa beginnen, dessen Bevölkerung ohne Zuwanderung sowieso rückläufig wäre. Allein Nigeria wird Europa noch vor 2100 überholt haben und dort werden alle Autos (=Verbrenner) wollen und sich dank asiatischer Investitionen wohl auch bald leisten können.

          • Solange die Geo-Politik der Grossmächte, allen voran die USA, über dem Klimaschutz steht und weiterhin das Bevölkerungswachstums als wesentliche Komponente der Umweltbelastung negiert wird, solange empfinde ich den aktuellen Aktionismus nur als Belästigung der Bevölkerung.

  2. Immer mehr Menschen bedingen immer mehr Einschränkungen.
    Es wird demonstriert für immer mehr Menschen – es wird demonstriert für immer mehr Einschränkungen
    Was kommt als nächstes? – Maximal 0,5 Liter Wasser für die Klospülung?
    Das Ergebnis wird sein, der Pöbel bekommt alles was die Demonstranten wollen, in ihrem Ghetto – und die Reichen leben ihr Leben weiter wie bisher.

    • So ist es. Die Klimareligion ist nichts als ein weiterer Anlauf die Masse zu verarmen, ihr alles zu verbieten und die Elite reicher zu machen – sowas wie Scientology für Orientierungslose. Die kleinen fanatischen Stiefeltruppen mit Superkleber und ihre Apologeten haben es nur einfach nicht kapiert.

      • Bruhaha, genau wir sollen alle verarmen, machen wir eh, aber vor allem geistig, wenn ich mir hier so manche Kommentare anschaue.

        • Auch das stimmt, allerdings hat sich während der großen “C-Krise” gezeigt, dass auch scheinbar Hochgebildete auf die Lügen der Politik, TV-“Experten” und der gekauften Medien herein fallen.

    • Was wäre dagegen einzuwenden, wenn die Spülung mit einem halben Liter Wasser alles entsorgt?
      Würden sie dann auf ein Recht von Wasserverschwendung klagen?

    • Tempo 100 ist eine Einschränkung wie der Sicherheitsgurt oder eine rote Ampel. Was haben Sie für großartige Argumente dagegen? Bitteschön. Legen Sie los.

      • Ganz einfach – dass weder der Sicherheits- noch der Umweltaspekt im Verhältnis zur Einschränkung stehen. Wenn Sie aber ein Fan der grünen Einschränkungs- und Kontrollpolitik sind, werden wir da nicht zusammenkommen. Ich plädiere für wirkungsvollere Umweltmassnahmen, aber auch für die maximale Freiheit der Bürger.

        • Diese Behauptung stellen Sie einfach so auf. Das ist kein Argument. Maximale Freiheit der Bürger? Bedeutet im Umkehrschluss ich habe die Freiheit meinen Nachbarn einfach zu erschießen?

          Das Gesetz ist Verhältnismäßig und macht genau so Sinn wie viele andere Einschränkungen. Wissen Sie wie viele Verkehrstote es jedes Jahr gibt?

          • Kennen Sie das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens? – Das Ziel werden wir nie erreichen, aber jeder weitere Schritt in Richtung Ziel wird teurer, bis es absurd wird.

            Die ansonsten vernünftige grüne Politik zeichnet sich dadurch aus, dass sie regelmässig die Grenze zum Absurden überschreitet, ohne Rücksicht und zum Schaden der Bevölkerung.

  3. Wie wäre wohl diese Umfrage ausgegangen:

    “Soll ein Sicherheitsgurt im Auto verpflichtend angelegt werden müssen um die Sicherheit zwangsweise zu erhöhen ODER soll jeder die Freiheit haben sich und seine Kinder nach eigenem Belieben anzuschnallen oder nicht?”

    Ich glaube wirklich jeder weiß was dabei rausgekommen wäre, bevor der Sicherheitsgurt im Auto verpflichtend wurde. Wer es sich nicht vorstellen kann muss nur ein wenig dazu googeln. Besonders die Meinung der Wähler der Freiheitlichen Partei kann man sich wohl denken.

    In so einer Frage macht eine Volksbefragung einfach keinen Sinn. Gesetze werden nicht vom Volk geschrieben. Dafür haben wir ein Parlament bzw. eine Regierung. Leider sind dort die absolut falschen Leute (in der Mehrheit).

    Die wurden vom Volk gewählt. Traurigerweise, mit korrupten Methoden belogen und getäuscht. Sonst würde alles anders aussehen.

  4. mein rat an die gegner von tempo 100 – einfach einmal ausprobieren. also ich habs ausprobiert.
    von wien auf der A2 bis seebenstein und dann über den semmering bis zeltweg.
    ist natürlich ein bissl mühsam, wenn rundherum schneller gefahren wird.
    aber – ich war nur unwesentlich langsamer als bei 130 und selbst unter einbeziehung erheblicher überschreitungen des tempolimits wär ich vielleicht nur um 15 bis 20 min schneller gewesen.

    aber ich habe wirklich erheblich sprit gespart.
    statt 6 1/2 bis 7 liter wie üblich (ich fahr diese strecke alle 1-2 monate einmal) hab ich knapp unter 5 l verbraucht.

    https://www.hagerhard.at/blog/2023/01/klimaterroristen/

    • Das entscheidende ist das in der 3. Zeile genannte Argument: So lange man alleine mit 100 unterwegs ist und deshalb sogar von LKWs überholt wird, gibt man es bald wieder auf. Wenn es alle betrifft, fällt es einem nach kurzer Eingewöhnungszeit gar nicht mehr auf.

    • Jeder der mal auf der deutschen Autobahn unterwegs war weiß wie gefährlich keine Geschwindigkeitsbegrenzungen sind. Es ist zum Fürchten, wenn man nicht gerade einen AUDI A irgendwas hat.

      Jede Regel hat im Normfall ihren Sinn. Tempo 100 macht aus jedem Blickwinkel sinn. Die mühsame Diskussion über die Sinnhaftigkeit ist nur Ablenkung und Zeitschinden.

      • War beim Rauchen auch nicht anderes. Heute sind die meisten, auch die ehemaligen Raucher, froh das es nicht mehr überall stinkt. 😉
        Dort war es ebenfalls sehr kostenintensiv das Verbot sinnlos um einige Jahre hinauszuziehen.
        Also es ist eine Frage der Zeit und nicht des OB.

  5. Das könnte sogar durchgehen., weil die Österreicher derzeit mit wenig Nachdenken immer dem lautesten Schreier hinterherlaufen. Die Gegner des Aktions-Hunderter werden zwar stark in der Mehrheit sein, man wird sie aber nicht zur Abstimmung mobilisieren können.

  6. Müssen wir wirklich über so einen Schwachsinn abstimmen weil die Politik zu feige ist hier eine Entscheidung zu treffen?

  7. Völliger Blödsinn …

    *geschrieben auf einem iPhone, unangeschnallt bei Tempo 192, einen Lkw links überholend, in eine Flasche urinierend, mit erhobenem Mittelfinger*

    • Hab mal einen gekannt, der hat am Morgen seinen Brand gelöscht und die Flaschen im Auto verwechselt…😬

  8. Tempo 100 ist natürlich ganz dringend notwendig, die postiven Auswirkungen sind allen bekannt! Es muss endlich etwas passieren, ohne ein dummes schielen auf irgendwelche Umfragen ☢️

  9. Als “Klimaexperten” sollte man Physiker und Meteorologen bezeichnen, die sich damit auskennen, nicht irgendwelche dahergelaufenen Politwissenschaftler, die sich hauptsächlich damit beschäftigen, wie man den Menschen aggressiv Panik machen kann und die Politik beeinflusst.

    • Aber sie kennen sich natürlich bestens aus. Der nächste Märchenerzähler. Erzählen Sie Ihre Geschichten wem anderen.

      • Sie glauben wohl jedem Kaspar, dem irgendein Schreiberling ein Experten-PostIt aufs Kopferl klebt. So kommts dann auch, dass die Energie in Gigabyte gemessen wird und ein paar Studienabbrecher CO2 sehen können.

        • Die haben es zumindest bis zur Studienreife geschafft….sie dagegen taugen nur als Büttel der blauen Hetzkampagnen…

        • Ich beschäftige mich schon seit langem mit diesem Thema. Jedem mit Verstand ist bekannt dass Tempo 100 eine extrem effiziente Methode ist CO2 zu sparen und den Verkehr viel viel sicherer zu machen.

          Dazu muss man kein Experte sein, dafür braucht man nur ein Hirn und eine halbwegs intakte Wahrnehmung.

          • Was wir damit einsparen bläst China in weniger als einem Tag raus. Das ist echte Effizienz. Es ist eine Lösung für kleingeistige, neidige Blasenbewohner, die aufgrund mangelnder Bildung und daraus folgender, wirtschaftlicher Nutzlosigkeit nie Eigentum besitzen werden.

          • Das dümmste Argument überhaupt, wir blasen es im Moment genauso wie die Chinesen raus, hören wir damit auf und die Chinesen machen weiter, ist immer noch weniger CO2 in der Luft, wie wenn wir nicht aufhören würden.

          • Kaum, weil wenn wir in der Steinzeit sitzen, werden immer noch neue Kohlekraftwerke gebaut. Auch wenn unsere Erziehungsmedien anderes träumen.

    • Suchen sie neuerdings die Experten aus, oder wie? Was bitte befähigt sie dazu? Und sagen sie jetzt nicht der “Hausverstand”, weil sogar den sucht man bei ihnen vergeblich. Warum sagen sie nicht ehrlich wie es ist. Die FPÖ hat gesagt, dass ein Tempolimit Unsinn ist und sie plappern das eben nach……weil sie eine frustriete Existenz sind.

    • Klassische Themenverfehlung. Hier geht es um Tempo 100 auf Autobahnen. Hat dass ihr Hirn schon berechnet?

      Die Fakten liegen alle auf dem Tisch. Jedes Kleinkind begreift dass das ausschließlich positive Aspekte bringt. Nur die alte Generation scheisst auf die Jugend von heute!

      So einfach ist das, das Überleben der nächsten Generation, der Zustand des Planeten, all das ist den alten Automobilgreisen die in der Vergangenheit fest stecken einfach komplett egal. Hauptsache 5 Minuten früher zum Abendessen ankommen. Schnitzel am Tisch, SUV in der Garage.

      Es ist zum Kotzen! 🔥

      • Im Gegensatz zu Ihnen hat mein Hirn schon mitgerechnet. Stellen Sie sich vor, es gibt auch junge Leute, die Auto fahren. Bei den nächtlichen Autorennen war noch kein Greis dabei. Ganz neben bei bin ich zu Fuß am Weg und hab keinen SUV in der Garage.
        Aber so in Schwarz-Weiß denken ist die Welt halt für einfach Gestrickte halt leichter zu bewältigen.

        • Frag mich an der Stelle schon, wer hier einfach gestrickt ist. Haben sie noch immer nicht behirnt, dass ein Tempolimit die einfachste Methode ist rasch sehr viel Co2 einzusparen????? Warum nur geht das nicht in ihren Schädel? So ignorant kann doch kein intelligenter, denkender Mensch sein.

          • 100% Zustimmung. Die Forderungen der Letzten Generation sind extrem effektiv und einfach umzusetzen.

        • Das ist rein rationales Denken und hat nichts mit Schwarz-Weiß Denken zu tun. Leider verstehen Sie diese Unterschiede nicht. Eine Diskussion mit Ihnen ist sinnlos.

          Tempo 100 ist die einzig effektive, realistische Maßnahme sehr schnell CO2 zu senken. Alles andere ist Ablenkung und Zukunftsmärchen.

          Noch dazu macht es die Straßen sicherer. Wie verblendet muss man sein so eine Maßnahme abzulehnen?

          • Der Energieverbrauchsunterschied bei Autos zwischen 100 und 130 km/h hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Gewicht des Autos, dem Motor, der Aerodynamik und der Reifengröße.

            Generell gilt, dass je schneller man fährt, desto höher ist der Luftwiderstand und somit der Energieverbrauch. Ein großer Unterschied im Verbrauch ist vor allem bei älteren Autos mit einem höheren Luftwiderstand zu erwarten.

            Laut einer Studie des ADAC/ÖAMTC liegt der Mehrverbrauch bei einer Fahrt von 100 km/h auf 130 km/h je nach Auto und Strecke zwischen 20 und 30 Prozent. Das bedeutet, dass ein Auto, das bei 100 km/h einen Verbrauch von 6 Litern auf 100 km hat, bei 130 km/h einen Verbrauch von 7,2 bis 7,8 Litern auf 100 km haben kann.

            Es ist daher empfehlenswert, eine moderate Geschwindigkeit zu wählen, um den Verbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Eine gleichmäßige und vorausschauende Fahrweise kann ebenfalls dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken.

            Diese Zusammenhänge haben mit weitreichende Folgen:
            https://mfe.webhop.me/forschung-wissenschaft/wissenschaft/klima-kippelemente-ueber-den-halben-globus-hinweg-gekoppelt/

          • Sie haben vollkommen Recht. Kann Ihnen nur zustimmen.
            Nur was mich stört, ist die übertriebene Aufmerksamkeit auf die Verkehrsteilnehmer. Nur so zum Beispiel. Arbeitsplatz Fahrten.
            Ein Containerschiff verbraucht an einem Tag mehr Schweröl und hat mehr CO2 Ausstoß als ich und meine Familie je in unserem Leben produzieren können.
            Man dreht an der kleinen Schraube.

          • … es nützt nicht wenn man die Verantwortung hin und her schiebt, alle sind verantwortlich.
            Ein Containerschiff hat einen Umweltfußabdruck wie 16.000 Autos, es gibt aber Milliarden Autos und nur ein paar hundert der Schiffe.

          • Keine Frage, jeder ist verantwortlich für seinen Fußabdruck und ich versuche ihn zu leben, ich fahre ca. 10 oookm im Jahr sind ca. 1000 Liter . Ein Containerschiff verbraucht am Tag 300 000 Liter Schweröl laut Wiki.
            Irgendwie habe ich oder Sie einen Rechenfehler. Auch bezüglich Anzahl der Containerschiffe. Lasse mich aber jederzeit belehren.

          • richtig, dafür transportiert es Waren für die bis zu 24.000 LKW nötig wären. Die größten, Ever Alot/24.004, HMM Algeciras/23.964, MSC Gülsün/23.756….., die fahren auch nicht mehr mit Schweröl.
            Was meinen Sie was die LKW für die entsprechende Strecke verbrauchen würden?

          • Wie viele Containerschiffe täglich fahren weiß ich nicht, weiß auch nicht wie viele damit mit Schweröl fahren, was mich anzipft, daß man auf den Autofahrer losgeht. Ja viele fahren unnötig, die meisten jedoch nur zur Arbeit.
            Ich bin z.B. für einen Warenverkehr über die Ozeane mit Windsegler.
            DIe Diskussion darüber ist wohl unendlich.
            Ich und meine Familie versuchen täglich unseren CO2 Abdruck so gering wie möglich zu halten, nur etwas Freude, mit 100kmh will ich mir nicht nehmen lassen.

          • Mal eine kleine Übersicht zu den Globalen CO2 Emissionen des Verkehrs Weltweit:

            45,1% – Personenverkehr auf der Straße
            29,4% – Frachtverkehr auf der Straße
            11,6% – Flugverkehr, Fracht/Passagiere
            10,6% – Schiffsverkehr, Fracht/Passagiere
            1% – Bahnverkehr, Fracht/Passagiere
            2% – Andere (Transport von diversen Medien über Pipelines)

            Wo würden Sie beginnen?

          • Bei denen die in die Arbeit fahren. Ich hatte 80km pro Schicht zu fahren, ohne Möglichkeit auf Öffis ohne auswärts Übernachten zu müssen.
            Ist jedoch auch etwas ironisch gemeint.
            Bei den Lebensmitteltransporten über die Ozeane und den LKW leer Fahrten.

      • Das Überleben der nächsten Generation hängt vor allem von ihrer Bildung ab. Deshalb heißen die ja auch “letzte Generation”. Die Zukunft liegt in Asien und Afrika und die halten sich die vor Lachen schmerzenden Bäuche, weil sich Europa nun entgültig in die Steinzeit schießt. Die bauen und fahren Verbrenner, essen Burger aus gigantischen Viehfabriken (außer die Inder) und bauen Atom- und Kohlekraftwerke im Akkord. Die Abschaltung unserer Wirtschaft wird weder am CO2-Ausstoß noch am Klimawandel etwas ändern, weil niemand so dämlich ist und Wohlstand bzw. das Streben danach aufgeben wird, außer die Europäer und da ja auch nur eine verschwindende, narzisstische Minderheit mit moralisch erhobenen Zeigefinger.

        • Das ist Unsinn. Europa hat den höchsten Ausstoß an Co2 pro Kopf. Auch wenns ihnen nicht passt. Da können sie schwadronieren so viel sie wollen. Das ist eine Tatsache, genauso wie es eine Tatsache ist, dass der Klimawandel beinhart zuschlagen wird. Auch sie werden darunter schwer zu leiden haben, da hilft ihnen der ganze Wohlstand nichts.

          • Sie schreiben wieder einmal nur Blödsinn. Das erste Land Europas beim pro Kopf Ausstoß ist Deutschland und das liegt weltweit an 10. Stelle und wird spätestens heuer von China überholt. Die Klimahölle ist übrigens von der evidenzbasierten Wissenschaft (=Messung) längst abgesagt, deshalb ist sie ja auch zum Dogma geworden.

          • Ja, sogar ganze Studien, aber das ist für Klimaträumer zu kompliziert. Außerdem sind die Methoden bekannt, wenn man keine Argumente hat, dann denunziert man die Autoren. Das ist mir hier zu lächerlich.

    • U.a. auch “ein offenbar bewährtes Tool” zur gesteuerten Berichterstattung:

      Eine israelische Firma hat nach Angaben von Investigativ-Reportern gegen Bezahlung weltweit Wahlen manipuliert. Nach internationalen Recherchen hat das sogenannte “Team Jorge” Kunden aus Wirtschaft und Politik. Um ihre Ziele zu erreichen, setzen die ehemaligen Militärs und Agenten der Investigativredaktion Forbidden Stories zufolge gezielt Fake News und Hacking-Methoden ein. Die Berichte basieren auf sechs Stunden heimlich aufgenommener Gespräche, in denen der Firmenchef Tal Hanan und sein Team ihren Service vorstellen.

      Das Team habe sich bisher in 33 nationale Wahlkämpfe und Abstimmungen eingemischt, unter anderem in Kenia und Nigeria, heißt es. 27 der Einsätze seien erfolgreich gewesen, hört man Tal Hanan in der Aufnahme sagen. Für die Manipulation auf sozialen Medien habe das Team eine eigene Plattform namens Aims entwickelt, mit der man verifizierte Nutzerkonten schaffen könne. Allerdings konnten nicht alle Behauptungen unabhängig überprüft werden.

      “Schickt uns einen Kandidaten – und Geld. Den Rest machen dann wir…” (O-Ton in einer ntv-Doku)

      Anm: “ChatGPT” (Der Prototyp eines Chatbots, also eines textbasierten Dialogsystems als Benutzerschnittstelle, der auf maschinellem Lernen beruht, den das US-amerikanische Unternehmen OpenAI entwickelte, und ihn im November 2022 veröffentlichte.) und natürlich auch “Deep Fake” (realistisch wirkende Medieninhalte, die durch Techniken der künstlichen Intelligenz abgeändert und verfälscht worden sind) sind erst der Beginn dieser destabilisierenden FakeNews-Misere…

      • Ja, das mit chatGPD ging mir auch durch den Kopf…. Schon beunruhigend, und am beunruhigensten find ich das Schweigen von vielen Medien…. U. A. Pilz und zackzack.

        Das rückt auch das NÖ Wahlergebnis in ein neues Licht….

        • ChatGPT ist ein künstlicher Intelligenz-Chatbot, der von OpenAI entwickelt wurde. Es verwendet eine fortschrittliche Technologie namens “Generative Pre-trained Transformer 3” oder kurz GPT-3, um menschenähnliche Antworten auf Fragen oder Anfragen zu geben.

          GPT-3 ist ein sogenanntes “neuronales Netzwerk”, das trainiert wurde, um natürliche Sprache zu verstehen und zu produzieren. Es hat eine enorme Fähigkeit, menschenähnliche Antworten zu generieren, indem es auf eine riesige Menge an Daten trainiert wird, die aus dem gesamten Internet gesammelt wurden.

      • Der Klubobmann der NEOS in der Steiermark, Niko Swatek, hat bei einer Sitzung des Landtags eine Rede gehalten, die von einer künstlichen Intelligenz (ChatGPT) erstellt worden war. Obwohl Swatek die Herkunft der Rede nicht offenbart hatte, bemerkten die anderen Abgeordneten nichts Auffälliges und stimmten Swateks Meinungen zum Thema Schulstraßen zu. Sogar Vertreter anderer Parteien, wie Armin Forstner von der ÖVP und Helga Ahrer von der SPÖ, unterstützten seine vermeintlichen Gedanken.

        Weiteres zu dem Tool:
        https://mfe.webhop.me/technik-digitales/informatik/chatgpt-das-sprachgewaltige-plappermaul/
        https://mfe.webhop.me/forschung-wissenschaft/forschung/chatgpt-kann-auch-wissenschaft/

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