Freitag, April 12, 2024

Herzzerreißend: Tierschützer zeigen, wie Hunde durch die Hölle gehen

Der Verein gegen Tierfabriken will in Vorarlberg drei Hundebesitzer wegen illegaler Haltung anzeigen. Die Tiere müssen teilweise angekettet oder in eiskalten Zwingern leben, wie auf Bildern zu sehen ist.

Dornbirn/Lustenau/Lauterach | Drei Fälle von mittelalterlicher Hundehaltung haben Tierschützer des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) in Vorarlberg aufgedeckt.

Angekettet, frierend, weggesperrt

Veröffentlichte Bilder zeigen die katastrophalen Umstände, unter denen die Hunde leben müssen. Ein Vierbeiner in Dornbirn wird etwa an einer Kette gehalten. Auch in Lauterach machten die Tierschützer eine grausame Entdeckung. Dort muss ein Hund die Nächte in einem eisigen Zwinger verbringen. Seine Fressnäpfe sind total verschmutzt, ein Blick in die Augen des Tieres reicht, um zu bemerken, dass es verzweifelt ist.

Arme Hunde ohne Auslauf und Witterungsschutz (Bilder: VGT.at)

Ein dritter Fall in Lustenau: Auch hier lebt ein Hund an einem Auto angekettet, nachts würde ihm laut VGT ein ähnliches Schicksal ereilen, wie dem Tier in Lauterach: eingesperrt in einem dunklen Verschlag.

(Bild: VGT)

“Hunde brauchen dringend Sozialkontakt”

Es seien Bedingungen, die schon lange nicht mehr tiergerecht, gar illegal, seien, erklärt VGT-Tierschützerin Sandy P. Peng in einer Aussendung am Mittwoch. “Diese Hunde sind so liebesbedürftig, brauchen dringend Sozialkontakt und menschliche Wärme. Stattdessen müssen manche in der Nacht bei Minusgraden ohne Kälteschutz ausharren. In den Näpfen gefrorenes Wasser!”, so Peng.

Die Haltung von Hunden an der Kette oder Seilen ist in Österreich verboten. Für die Haltung von Hunden in Zwingern gelten strenge Vorschriften. Grundsätzlich ist der Platz für Hunde beim Menschen, sie müssen aus Sicht des Tierschutzes im menschlichen Wohnbereich übernachten können, heißt es in der Aussendung des VGT außerdem. Ein Grund, warum der Verein nun Anzeigen gegen alle drei Besitzer vorbereitet.

Titelbild: VGT.at

Markus Steurer
Markus Steurer
Hat eine Leidenschaft für Reportagen. Mit der Kamera ist er meistens dort, wo die spannendsten Geschichten geschrieben werden – draußen bei den Menschen.
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9 Kommentare

  1. “Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt danach beurteilt werden können, wie sie ihre Tiere behandelt”. Gandhi

  2. Diese Missstände gehören sofort abgestellt und die armen gequälten Wesen diesen Unmenschen abgenommen. Wann bequemt sich die Politik endlich Lebewesen als solche im Strafrecht auch zu definieren?
    Es muss hier dringend heller werden!

    • Das würde vielen, häufig ÖVP nahen “Unternehmern”, welche irgend eine form von Tierzucht betreiben, das Geschäftsmodell in Frage stellen und die Gewinne deutlich schmälern……
      Das geht doch nicht bei der korrupten Regierung . Reichtum vermehren ist die Devise. Darum werden Tiere weiter als “Sache ” behandelt……

      • Liebe accurate_pineapple, traurig aber wahr. Zum Glück gibt es einen Herrn Balluch, selbiger sollte jede erdenkliche Unterstützung erhalten – meine jedenfalls hat er…

        Es muss dringend heller werden!

  3. Warum halten diese grausamen Menschen überhaupt Tiere?
    Warum gelten Tiere 2023 rechtlich immer noch als Sache?

    • Der Meldung aus Tirol machts auch nicht besser.
      Vor tausende von Jahre als wir Wolf domestizierten, bei jagt geholfen hat, muss er jetzt weg, alle! Ohne aber oder beteubungspritze und umsiedeln. Diese Faschisten waren nie gut mit zusammen und gemeinsam leben.

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