Dienstag, Februar 27, 2024

20.000 Euro für Sobotkas “Plastik-Kitschblumen”

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat einen grünen Daumen. Daraus macht der leidenschaftliche Nacht-Gärtner keinen Hehl. Dem Parlament kam seine florale Hingabe nun allerdings teuer.

Wien | Was braucht man, wenn man genüsslich im österreichischen Parlament auf einem Bösendorfer Flügel musiziert? Richtig, Blumen. Zumindest nach der Meinung von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Denn der streitbare ÖVP-Mann sorgte für eine florale Auflockerung rund um den vergoldeten Flügel. Für die monatliche Miete von 3.000 Euro für den Flügel kassierte Sobotka harsche Kritik. Nun dürfte laut „heute“ erneut Tadel am Nationalratspräsident laut werden.

“Vier Vasen mit Plastik-Kitschblumen” für 20.000 Euro

Denn die Blumen, die Sobotka im Alleingang bestellte, sind nicht gerade günstig. War am Montag noch die Rede, dass für – Zitat „heute“ – „Vier Vasen mit Plastik-Kitschblumen“ rund 12.500 Euro ausgegeben werde, stieg die Zahl am Dienstag noch einmal ordentlich. Die wahren Kosten sind höher: Es kommen für Magnolien rund um den Bösendorfer-Flügel 4.200 Euro dazu. Gesamt soll das „Gesamtkonzept für die florale Gestaltung“ des Parlamentsgebäudes, vom Chef eines deutschen Blumenhauses“ 20.000 Euro kosten.

Dass Sobotka einen Hang zu Blumen hat ist indes kein Geheimnis. Der Nationalratspräsident gartelt leidenschaftlich auch spät nachts mit Stirnlampe im Beet.

Titelbild: ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com

Benedikt Faast
Benedikt Faast
Redakteur für Innenpolitik. Verfolgt so gut wie jedes Interview in der österreichischen Politlandschaft.
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19 Kommentare

  1. Eine besondere Blume in der Kategorie der wuchernden Unkräuter ist der sogenannte “Wolfgangus Sobotkakkus”. Die Pflanze ist unausrottbar, verschlingt Unsummen an Geld, ist grundsätzlich giftig und ungenießbar. Das Aussehen ist mit ihren roten Rändern markant. Andere Pflanzen im Umkreis trocknen schnell aus und sterben ab. 🌱

    Trotz ihrer unglaublichen Unbeliebtheit bleibt sie eine der hartnäckigsten Unkräuter im österreichischen Alpenraum. Am liebsten klebt sich die Pflanze an Sesseln fest. Man munkelt dass man sich das Unkraut einmal einfängt und niemals wieder loswird… den Staat kostet es jedes Jahr ein Vermögen.

  2. Ich möchte diesen unsympathischen, narzisstischen, politischen “Persönlichkeiten” keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Euer System bricht vor unseren Augen zusammen, eure Lügen werden aufgedeckt, bis der letzte Stein fällt. Ich wünsche uns gute Unterhaltung.

  3. Habe mir jetzt das Video angeschaut und muss feststellen dass selbst ein Fleischmann von Sobotka lernen kann, wie PR geht. Ein im Umgang mit Pflanzen Tätiger kann doch kein schlechter Mensch sein, vielleicht können die Beitragstäter deshalb so gut mit ihm. Spätestens wenn Sobotka aber von Lupinien faselt wird klar, dass es eine aufgesetzte Schmierenkomödie und selbiger nicht wirklich oft im Garten tätig ist. Auch nicht ohne sein euphemistischer Hinweis auf ausländisch eingeschleppte Pflanzenarten, die die heimischen bedrohen und verdrängen.
    Ein Schelm wer da Böses denkt…

    Es muss immer heller werden!

  4. Der Wasserschaden plätschert weiter vor sich hin und weit und breit kein Installateur in Sicht…

    Es muss dringend heller werden!

  5. Höre zum erstenmal, dass es Plastikblumen in dieser Preisklasse gibt. Oder wäre es denkbar, dass da mehr auf der Rechnung steht als bezahlt wurde und die Differenz ….. ??

  6. Wusste gar nicht, dass der Mann so einen Gösser hat. Sieht man so gar nicht, meistens hockt er ja auf irgend einem Sessel. Außerdem heißt es Lupinen und nicht Lupinien. Anscheinend gibt es so etwas wie “Pflanzenrassismus” bei der ÖVP, Stichwort “pflanzliche Neophyten”. Wäre der Soberl wirklich ein Gärtner müsste er wissen, dass er Großteil der Zierpflanzen in unseren Gärten nicht aus Europa kommt.

    • “.. so einen Gösser”, =)) Manchmal haben’s an originellen Humor, baer.

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