Mittwoch, Juli 24, 2024

„Gabalier-Fleischlaberl“ – Fake-FPÖ-Briefe zu Wirthausprämie im Umlauf

Gabalier-Fleischlaberl oder Andreas-Hofer-Schnitzel? Niederösterreichische Gastwirtschaften werden derzeit von einem Fake-Schreiben heimgesucht. Die FPÖ überlegen eine Anzeige, da kuriose Briefe mit Speisekarten-Tipps im Namen der Blauen versandt werden.

Wien/ St.Pölten | Viel Wirbel herrschte nach dem Überarbeitsübereinkommen von ÖVP und FPÖ in Niederösterreich. Einer der kritisierten Punkte des Programms war auch die sogenannte Wirthausprämie. Der “Kurier” berichtete am Dienstag von einem kuriosen Brief, der zu diesem Thema derzeit in niederösterreichischen Gasthäusern im Umlauf sein soll.

“Mittelrohe Fleischschnitte statt medium-rare Steak”

Dabei handelt es sich um ein angebliches FPÖ-Schreiben zu Tipps, wie man die Wirtshausprämie erhält. Etwa: Man “spricht Deutsch“ und soll auf „ausländische Begriffe wie Codon Bleu, Ragout oder Palatschinken“ verzichten. Statt einem medium-rare Steak soll man stattdessen „mittelrohe Fleischschnitte“ anbieten. Zweiter Ratschlag: Eine Panierquote. Sowie: Eine „rot-weiß-rote Kinderkarte“ mit „Andreas-Hofer-Schnitzel“ oder „Gabalier-Fleischlaberl“. „Heimatverbundene Erziehung beginnt bei den Kleinsten. Auf Ihrer Kinderkarte finden sich eine Pinocchio-Pasta oder Arielle-Fischstäbchen? Probieren Sie es doch mal mit dem Andreas-Hofer-Schnitzel oder dem Gabalier-Fleischlaberl.“

Zudem wird im Brief vor nicht-österreichischem Essen gewarnt: „Einerseits von den ins Land strömenden fremden Kulturen, die etwa Kebab oder Gyros salonfähig machen. Andererseits aber auch von immer mehr werdenden Wienern, die sich als Zweitwohnsitzer im unserem schönen Bundesland ansiedeln und die Nachfrage nach anglikanischen Trend’Speisen’ wie Tofu erhöhen.”

FPÖ überlegt Anzeige

Die FPÖ überlegt nun eine Anzeige wegen der Wirtshauspost, die ein Gastronom aus dem Bezirk Lilienfeld dem „Kurier“ zusandte. Auf dem Schreiben sei das Logo der FPÖ Niederösterreich missbräuchlich verwendet worden. “Zudem stellt sich die Frage, woher der Absender bestimmte Daten bekommen hat. Das sind schon echte Silberstein-Methoden”, wird FPÖ-Sprecher Alexander Murlasits zitiert.

Titelbild: HANS PUNZ / APA / picturedesk.com / Pixabay / Montage

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