Samstag, Juni 15, 2024

Schiffskatastrophe vor Griechenland: Gab es Pushbacks?

Es gibt Vorwürfe, dass das Boot mit hunderten Geflüchteten vor Griechenland wegen Pushbacks der griechischen Küstenwache gesunken ist. Auch Europol ermittelt nun.

Athen/Wien | Nach dem Bootsunglück vor Griechenland mit hunderten Toten wurden am Wochenende schwere Vorwürfe gegen die griechische Küstenwache laut, das Unglück verursacht zu haben. Die Rede ist von so genannten Push-Backs. Der Begriff bezeichnet Maßnahmen, mit denen flüchtende Menschen daran gehindert werden, die Grenze zu übertreten und einen Asylantrag zu stellen. Dem steht allerdings eindeutig die EU-Grundrechte-Charta, die das Recht auf Asyl gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention garantiert, entgegen.

Drei Pushbacks laut Überlebenden

Mehrere Überlebende schilderten gegenüber Journalisten des deutschen “WDR”, die griechische Küstenwache habe das Boot, auf dem sich bis zu 800 Menschen befunden haben sollen, zumindest dreimal zurückgezogen. Dabei sei das Schiff ins Wanken geraten und in weiterer Konsequenz gesunken. Im Raum steht damit auch der Vorwurf, dass versucht worden sei, das Schiff in italienische Gewässer zu ziehen, um es aus der Zuständigkeit Griechenlands zu bekommen. Die Küstenwache weist laut Medienberichten den Vorwurf von Push-Backs zurück. Inzwischen ermittelt auch Europol.

Titelbild: AFP / picturedesk.com

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