Samstag, Mai 18, 2024

Kickl kann Journalismus noch nicht

FPÖ-Chef Herbert Kickl fühlte sich im ORF Sommergespräch offenkundig nicht ganz wohl. Doch das muss er auch nicht. Denn journalistisch hart geführte Fernsehinterviews sind eine demokratische Grundsäule und keine stimmungsvolle Inszenierung, so Fritz Hausjell.

„Vielleicht verschlägt’s mich ja dann am Ende dann auch in die journalistische Ecke. Und da kann es ja auch einmal sein, dass ich Sie zu einem Interview einlade“, meinte Herbert Kickl am Beginn des ORF-Sommergesprächs zur Interviewerin Susanne Schnabl. Vorerst bleibe er aber in der Politik, versprach der FPÖ-Chef. Das ist gut so, denn sein Verständnis von Journalismus ist doch wenig entwickelt, auch wenn er vor sehr vielen Jahren einmal bei mir am Wiener Publizistik-Institut studiert hat, wie er mir vor einigen Jahren versichert hatte.

Holpriger Start im „Verhörzimmer“

Der Tonfall beim Sommergespräch ist ruhig. Doch mit der architekturkritischen Bemerkung zur angeblich unpassenden Lokalitätswahl des ORF bläst Kickl zum ersten heftigen Angriff, den er mit Lämmchenstimme vorträgt: „ Aber es hat natürlich auch a bissal – ich formulier’s vielleicht jetzt etwas direkt, wie es meine Art ist – den herben Charme eines Stasi-Verhörzimmers.“

Schnabl darauf freundlich: „Waren Sie schon einmal in einem? Ich nämlich nicht.“

Kickl: „Nein. Ich hab‘ gegoogelt und da gibt es Bilder davon. Aber Sie können mir glauben, das schaut wirklich so ähnlich aus.“

Schnabl: „Naja. Im Parlament. Wenn Sie es sagen.“

Stille. Kickl greift zum Wasserglas. Nippt. Dreht seinen Kopf nach links, blickt direkt in die Kamera und sagt dann: „Des schneiden’s jetzt aber net aussa, gell!“

Kein Wohlfühlambiente

Der Vorwurf Kickls, der ORF könnte aus dem voraufgezeichneten „Sommergespräch“ ihm wichtige Passagen herausschneiden, kommt im nachfolgenden Interview noch mehrmals. Was das Publikum am Montagabend auf ORF 2 zu sehen bekam, war einmal mehr ORF-Bashing (der ist nicht einmal in der Lage, eine passende Location für die „Sommergespräche“ zu finden). Das hat davor schon Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger nach dem Gespräch auf Instagram kritisiert: “Ein bisschen düster und schräg ausgeleuchtet. Wie bei einem Verhör in einem Spionagethriller.”

„Spionagethriller? Pah!“, könnte Kickl im Freundeskreis darauf gemeint haben. „Stasi-Verhörzimmer“, das pfeife wirklich. Da schwingt politischer Druck von „Links“ im DDR-Stil mit.

Es stellt sich die Frage, ob die politischen Eliten in der medialen Ausleuchtung ein wenig zu verwöhnt sind. Wenn wir Inhalte quasi „natur pur“ bekommen wollen, dann schadet es gar nicht, wenn die Bilder von den handelnden politischen Akteur*innen realitätsnäher rüberkommen. Die Fokussierung auf die Gesprächspartner ist übrigens eine erfreuliche journalistische Gegenstrategie zur Ambiente-Inszenierung, die nicht nur die Politik, sondern auch viele Medien gerne haben. Die karge Bühne wird fernsehjournalistisch gerade (wieder)entdeckt. Der ORF hat das diesen Jänner beispielsweise mit der Blackbox in der Präsidentschaftskanzlei beim Interview zum Antritt der zweiten Amtsperiode von Alexander Van der Bellen gemacht.

Freiwilligkeit

Weil auch mancher Journalist das Wording der Politik distanzlos übernimmt, vielleicht eine kleine Anmerkung, warum der Begriff “Verhör” derart unpassend ist, selbst für härtest geführte Interviews. Herr Kickl sowie alle Interviewgäste können jederzeit ein Gespräch mit Journalist*innen beenden. Bei einem Verhör können Sie indes nicht jederzeit aufstehen und gehen. Das konnte man weder bei der Stasi, noch bei der Gestapo. Nicht einmal bei der österreichischen Staatspolizei, wenn ich mich an eine Rechercheerfahrung als junger Journalist im Jahr 1980 richtig erinnere, wo ich wegen Verdachts der „Erspähung eines Staatsgeheimnisses zu Spionagezwecken“ verhört wurde. Ich hatte damals auf der Kärntner Koralm das gerade in Bau befindliche Luftraumüberwachungssystem „Goldhaube“ erkundet.

Nazi-Vergleiche

Ende April 2019, kurz vor Veröffentlichung des Ibiza-Videos, regierte Türkis-Blau. Die FPÖ agierte selbstbewusst und massiv gegen kritischen Journalismus, wenn er Verhältnisse in ihren Reihen ausleuchtete. Im Zuge des EU-Wahlkampfes konfrontierte Armin Wolf in der „ZIB 2“ FPÖ-EU-Kandidat Harald Vilimsky mit verschiedenen Sachverhalten. Vilimskys FPÖ-Kollegin Ursula Stenzel, damals nichtamtsführende Wiener Stadträtin (und ehemals ZiB-Moderatorin), verglich Wolfs Fragen mit dem Volksgerichtshof der Nazis. Norbert Steger, für die FPÖ im ORF-Stiftungsrat damals dessen Vorsitzender, sekundierte: „Dass sich ein ORF- Moderator zu so einem staatsanwaltlichen Verhörton hinreißen lässt – der kann ja in einem Volksgerichtshof auftreten.“ Er legte Wolf „Auszeit“ nahe. Etliche Politiker*innen forderten Konsequenzen für den inhaltlich dummen und geschmacklosen Vergleich. Doch Stenzel blieb, Steger zog ebenso keine Konsequenzen.

Der “Heute Journal”-Anchor Claus Kleber von der ARD hatte einige Wochen davor, im Februar 2019, in einer Laudatio über Armin Wolf und seine Interviews folgendes gesagt:
“Man hat Armin Wolf den Vorwurf gemacht, seine Interviews fühlten sich wie Verhöre an. Wissen Sie was: Da ist was dran. Es sind höfliche Verhöre, wenn es sowas gibt, mit Einstecktuch sozusagen. Aber Verhöre. Nur muss einer, der sich anschickt, die Politik eines Landes zu bestimmen, das schon aushalten. Das ist dann auch nicht Abendunterhaltung, auch wenn es sehr unterhaltend werden kann. Das ist eine Säule demokratischer Ordnung.”

Demokratische Reife

Ein Politiker wie Herbert Kickl, der stolz darauf ist, direkt zu formulieren und den starken Mann zu mimen, sollte mit hart geführten Interviews eigentlich eine Freude haben, weil sie auf Augenhöhe stattfinden. Politiker*innen, die weinerlich Journalismus als Stasi- und Volksgerichtshof-Verhöre denunzieren, haben – milde gesagt – wenig demokratische Reife, weil sie die Bedeutung des Journalismus in der liberalen Demokratie nicht ausreichend verstanden haben. Will Kickl einst in den Journalismus wechseln, hat er jedenfalls noch viele Lektionen vor sich.

Titelbild: Screenshot Twitter ORF Sommergespräch

Fritz Hausjell
Fritz Hausjell
Fritz Hausjell lehrt Publizistik an der Uni Wien. Als Präsident der „Reporter ohne Grenzen“ verteidigt er die bedrohte Pressefreiheit.
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94 Kommentare

  1. Wie Herr Samui schon bemerkte, ohne dazu aber dem Inhalt nach selber Stellung zu beziehen (ausser starker Abwertung), habe ich den nachfolgenden Artikel schon zweimal (wenngleich auch vergeblich) hier einkopiert:
    https://www.tabularasamagazin.de/johannes-schuetz-wie-desinformation-funktioniert-am-beispiel-der-wiener-stadtzeitung-falter/

    So hätte ich mir erwartet, dass Herr Hausjell nach so langer Zeit nach seinem ersten Eintrag hier bei ZZ nun dazu Stellung beziehen würde und alles zumindest aus seine Sicht restlos aufklären würde?
    Entweder wird, und wenn es so wäre, muss hier Herr Dozent Schütz für mögliche Fake News zur Verantwortung gezogen werden, oder Herr Hausjell und die weiter hier involvierten Dritten auch entsprechend verantwortlich gemacht werden?

    Auf alle Fälle geht es hier auch um Grund- und Menschenrechtsverletzungen, aber haben die Menschen in diesem Land wie auch ich, welcher das nun schon seit vielen Monaten verfolgt ein Recht darauf, endlich zu wissen und zu erfahren was hier wirklich Sache war und weiter ist!

    • Es geht um Menschenrechtsverletzungen, Dealer, das ist so. Hier im Forum und bei ZZ in der Redaktion interessieren Menschenrechte nicht besonders, beim Falter sowieso nicht, wie du am Beispiel der Alexandra Bader demonstriert hast. Die letzten drei Jahre haben uns viel über das Bewusstsein über Menschrechte gelehrt. Wer hat alles geschluckt an Einschränkungen aufgrund von medial und pseudowissenschaftlich verbreiteter Panik und manipulierter angeblicher Solidarität? Wer hat jede noch so blöde Regierungsverordnung und Anordnung mitgetragen und wer hat sich dagegen gewehrt? Nach meinen Beobachtungen und meiner Teilnahme an einigen Demonstrationen gegen die Massnahmen würde ich sagen, geschätzt ein Drittel der Bevölkerung hat eine gewisses Bewusstsein und verteidigt die Grundrechte für alle, etwa zwei Drittel der Bevölkerung schätzen Menschenrechte nicht prinzipiell und überlassen es den Autoritäten, wieviel diese den Menschen erlauben oder verbieten.
      Von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen, attac oder anderen brauchst du dir keine Hilfe für solche Anliegen erwarten. Die gehören alle samt und sonders zum Establishment, haben sich dort gut eingerichtet und werden vom Establishment alimentiert.

      • @PV

        Jö…. mir kommen fast die Tränen was Du alles schlucken und mittragen musstest.
        Musstest???
        Kein Mensch hat Dich gezwungen Ivermectin zu schlucken und mit Nazis zu demonstrieren.
        Was bist Du doch für ein erbärmlichen Wesen…..

      • @Putinversteher 16:35

        Danke für dieses für mich sehr wichtige Feedback zu diesem Thema.
        Ja das Bewußtsein der Menschen fehlt hierfür, aber wissen die Wenigsten überhaupt davon, dass es solche Fälle überhaupt gibt, da eben die angeblichen Qualitätsmedien dazu auch weiterhin nicht berichten und so wie hier am Fall des Falter dokumeniert, auch bei einer schriftlichen Aufforderung nicht und die hier zusständig geglaubten Organisationen wie Reporter ohne Grenzen ebenso nicht. (Da könnte ich selber sogar noch einige Beispiele mehr dazu bringen…)
        Somit ist dieser hier dokumentierte Fall aber ein erdrückender Beweis, dass die Medien in diesem Lande auch noch immer nicht funktionieren wie sie müssten und das trotz dem schon dazu Bekantgewordenen, aber noch schlimmer, auch solche Organisationen wie Reporter ohne Grenzen nicht?
        Aber auch ZZ wird hier in seiner Glaubwürdigkeit bei weiterem Totschweigen stark mit unter Druck kommen werden…

  2. Diese Szene hat Schnabl mit ihrem Minimalismus extrem souverän gemeistert. Kickl war völlig hilflos, weil er keine Interaktion auf Bassena-Nivau zustande bekam. Auf sich allein gestellt hat er auch körpersprachlich seine ganze Armseligkeit offenbart.
    Wer es noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich zumindest diese Passage ab 5:10:
    https://tvthek.orf.at/profile/Sommergespraeche-2023/13895414/Sommergespraeche-2023-Susanne-Schnabl-im-Gespraech-mit-Herbert-Kickl-FPOe/14190697
    Leider hat Schnabl im weiteren Interviewverlauf oft und unnötig unterbrochen und ist auch an ihren Fragen (FPÖ-Konzept gegen Klimawandel) nicht drangeblieben.

    • Kickl war voll locker und souverän. Das Stasi- Separee im Dorfpuff- Look ist ja schon zum zuschauen eine Folter. Noch schlimmer war es mit Süffl drinnen. Nicht umsonst gingen letzte Woche sogar hartgesottene in die Knie. Nicht einmal ich vermochte mir das ganze Gespräch anzusehen. Das war nicht nur eine Zumutung sondern schon Körperverletzung.
      Schnabl war halt wie immer lästig und unprofessionell. Gibt es überhaupt einen anderen Sender im deutschsprachigen Raum, der eine dermaßen hohe Anzahl an talentbefreiten Moderatoren und Mitarbeiter beschäftigt wie der ORF? Den Babler werde ich mir vielleicht noch antun aber dann ist Schluss.

        • @wolfi
          Hiiiilfeeee…was ist denn das für ein Müllsender? Das ist ja schrecklich. Wie kann man sich bloß freiwillig so etwas antun?
          Und wenn man erst googelt kommt ja das noch schlimmere Erwachen: Grünversifft, Fördergelder zweckentfremdet, usw… Um Himmels Willen da kann Ludwig aber bloß noch beten, danken und froh sein dass der diese Brüne Brut los ist. Was für ein Skandal dieser Sender.

  3. Gut dass Kickl der nächste Kanzler wird. VdB hat ihn anzugeloben ob das ihm nun passt oder nicht. Er hat sich an die Gepflogenheiten hier in Österreich endlich zu gewöhnen. Wir sind hier nicht in seiner geliebten UdSSR. Nicht umsonst sollte man Flüchtlinge die von den Nazis Asyl bekamen, rückwirkend abschieben können. Auch deren Anhang.

      • @Sumsi
        Mir gehts immer, danke der Nachfrage. Heute ist’s jetzt nicht sooo warm, von dem her gehts ganz gut.
        Wie ich schockiert feststellen musste sind Sie zZt total begeistert, ja geradezu verliebt, in das hofburger Wirtschaftswunder.
        Erleben Sie etwa einen zweiten Frühling heuer?

        • @Chicken Wogler
          Ja ich mag VDB. Du nicht?
          Tja Pech gehabt.
          Ich glaub der Kickl mag ihn auch nicht.

          Zu Deiner Info: VDB muss gar nix. Der wird süffisant lächeln und den kleinen Redenschreiber nach Hause schicken . Und das ist gut so.😃

          • @Sumsi
            Den VdB mag ich jetzt halt nicht sooo gern weil er viel Mist baut und Blödsinn erzählt.
            Nicht umsonst erfreut sich der hier viel umjubelte und äusserst beliebte VdB vollster Zustimmung. Auch Sobotka liebt ihn wie einen Partner die durch dick und dünn gehen. Zum beneiden sind die beiden ja schon, denn immerhin hatten die das Glück einen lieben und vor allem ehrlichen Adoptivsohn an sich zu nehmen -den lieben Buben Messias.
            VdB hat genau das zu machen was man ihm sagt und sonst wird er halt völlig demokratisch aus der Hofburg getreten und Per Oneway- Ticket nach Russland zu seinem demokratischen Freund Putin verfrachtet. So einfach ist das. Nur gut dass Kickl dann darauf achten wird dass der ja nicht mehr als Illegaler hier einreisen kann. Vielleicht sollte man VdB in ein sogenanntes Regenbogen- und Toleranzland schicken wie Afghanistan, Syrien oder den Iran. Die freuen sich bestimmt über ihn. Immerhin freute sich das Wirtschaftswunder derartig über die voll demokratische Wiederwahl des iranischen Mullahs, dass er ihm jauchzend und frohlockend gratulierte.
            VdB wäre im Iran einfach besser aufgehoben als hier im prutal rechten Österreich.

    • Der Super-Kleber fand statt …. der Sack ist in Rente gegangen, dem Himmel sei Dank.

      • Aber der Hinweis auf das ZDF stimmt natürlich, da hat er wieder schlampig gearbeitet, der Professor.

  4. Die moralische und soziale Verwüstung in diesem Land und wohl schon auf der ganzen Welt schreitet weiter voran und wo das hinführen wird, ist noch immer nicht absehbar. Aber vermutlich ist dieser dritte Weltkrieg der schlimmste den es bisher gab und wird hoffentlich nicht noch viel schlimmer, vor allem aber kennen wir seine Ende noch immer nicht?
    Solche Poster wie Herr Samuie aber haben damit anscheinend kein Problem?- Wichtig ist nur wenn die ideologische Brille gut sitzt und weiter sitzen darf?

    • Einstein sagte einmal, der vierte Weltkrieg wird dann wieder mit Holzkeulen ausgetragen. ist’s denn wirklich so schade um die Menschheit?

      • Vermutlich werden nicht mehr so viele Menschen einen solchen wenn überhaupt noch erleben, wenn es noch viele Jahre so weitergeht…

  5. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Kickl mit hoher Wahrscheinlichkeit die nächste Wahl gewinnen wird.
    Dann beginnt bei einigen Foristen hier das grosse Schwitzen.
    Tatsächlich ist das aber für das Weltgeschehen völlig unbedeutend.
    Bedeutender ist der Zustand der völlig korrupten EU.
    Bedeutender ist der Klimawandel und noch viel mehr WIE damit umgegangen wird.
    Bedeutender ist die Möglichkeit eines Atomkrieges in Europa und in Ostasien.
    Angst macht das letzte grosse Interview mit Warren Buffett, in dem er neue grosse Pandemien voraussagt und eine weitere Konzentration des Kapitals in wenigen Händen.
    Inzwischen hat Elon Musk den Bill Gates übertrumpft und bietet nun schon kommerziell durchgedacht einen Chip zum Implantieren ins Gehirn an. (neurolink). Sechs Jahre hat seine Firma daran gearbeitet und jetzt ist der Chip anwendungsreif.
    Währenddessen die neue Firma von Gates breakthrough das Klima-Geschäft übernehmen will und dazu schon 400 Mio. von der Eu (VdL wieder höchstpersönlich) lukriert.
    Aber wie eingangs gesagt: Kickl wird die nächste Wahl in Österreich gewinnen.
    Das beschäftigt hier die Menschen, in Wirklichkeit ist es völlig wurscht, was der tut und was der gewinnt oder verliert. Das ist Unterhaltung für die Kurzsichtigen.

  6. Wo wird Kickl dereinst als “Journalist” unterkommen? FPÖTV? DosenTV? Wird er auch recherchieren? Wird er investigativ vorgehen? All das kann ich mir nicht vorstellen. Kann man sich vorstellen, dass er die unsichtbare Arbeit des Journalisten ermessen kann? Ich denke nein.

    Um einen Text, einen Bildbeitrag, einen Wortbeitrag zusammenzustellen, das benötigt oft das 10fache der Zeit, die dann “gesendet” wird. Wenn recherchiert werden muss, dann kann auch das 100fache an Zeit notwendig sein. Wer im Radio einen Beitrag zusammenstellt, braucht etwa 5x so viel Zeit als im TV. Die Bilder überdecken halt vieles. Im Wortbeitrag aber steckt viel mehr Zeit dahinter, um tatsächlich auf die Sendeminuten zu kommen, man kann ja keine Almen zeigen. Ein Text ist ein Text ist ein Text. Aber ein journalistischer Text muss der Wahrheit verpflichtet sein. Schrift ist ein dukumentarisches Medium. Um schriftlich etwas Neues hervorzubringen, braucht es Zeit. 1 A4 Siete schriebt sich in 30 Minuten voll: Das Schreiben ist die geringste Arbeit. Alle Poster:innen wissen das. Man kann auch gedankenlos, reflexartrig schreiben, ohne an den Mehrwert für die Leser:innen einen Gedanken zu verwenden.

    Kickl sagte in dem Interview, sowweit ich nachgelesen habe (denn angehört hab ich mir das nicht), dass er den Lead einer zukünftigen Regierung übernehmen wolle. Dass er Kanzler werden wolle, sagte er nicht.. So hab ich mir das auch gedacht. Die ÖVP wird mit der FPÖ nur dann zusammengehen, wenn sie den Kanzler stellen darf. Und eine andere Variante hat die FPÖ nicht. Den Lead übernehmen kann also als Angebot an die ÖVP gewertet werden. Die ÖVP DARF dann Kanzler von Kickls Gnaden. Diese Rolle ist Kickl auf den Leib geschneidert.

    Liebe alle, das war die Ansage, dass wir uns noch wundern werden, was alles möglich ist. Dass der Rechtsstaat mit seinen Verfahren schneller sein wird, dafür besteht keine Hoffnung.

    • Journalismus als eine Art Plackerei würde ich nicht machen wollen.
      Mit viel Freude und einem Flowzustand zeitgeschichtliche relevante gut dokumentierte Historie erzeugen, aber wäre wahrscheinlich sehr erfüllend. Wenn man damit dann auch noch seine Existenz sichern und damit Einnahmen erzielen kann, wäre es vermutlich das Tüpfelchen auf dem “i” und auch eine große Erweiterung des eigenen Bewußtseins?

        • Ich bezog mich hier vor allem auf ihren ersten Absatz und möchte mich entschuligen hier nicht auf diesen Kontext hingewiesen zu haben.
          (Sie unterstellen hier aus meiner Sicht Herrn Kickl, dass er kein begnadeter Journalist sein könnte und auch gar nicht weiß, um wie viel härter dieser Job ist als Politiker zu sein, so als ob sie das ganz genau wissen würden?)

  7. Die Aufregung Kickl Kanzler ja oder nein kann ich hier nicht nachvollziehen. Was ist denn mit der Zukunftshoffnung der Cannabisler? Schon vergessen? Ein Stern der den Namen Andi trägt wurde mit viel Pomp und Trara aufgebaut und soll als Senkrechtstarter direkt ins Kanzleramt kommen. Ist das noch aktuell? Wenn ja (Genaues weiß man nicht) kann sich Kickl sowieso brausen gehen und das Thema ist erledigt.

      • Sonst fällt diese Bemerkung niemandem auf? Was ist denn hier los? Danke dass wenigstens Sie eine problematische Aussage ansprechen. Bei der Bezeichnung Volk einer Foristin war das Gegenteil der Fall. http://www.moment.at bietet eine gute Zusammenfassung. Was halten Sie eigentlich von der Verunstaltung von Namen? Das nächste Thema…

          • @Pu Nein, keine Sorge. Hab mich abgemeldet weil mir da einiges auf den Nerv geht. Wenn diverse Spezialisten hier Foristen zb Putlinger oder Putler nennen fällt das genau in den Bereich, gegen den diese Spezialisten vorgeben zu schreiben. Eine Diskrepanz die offensichtlich niemanden stört. Mich schon. Ebenso Einteilung von Menschen in Gutmenschen und Schlechtmenschen. Daher erst vom Club weg und jetzt – aber wirklich – auch vom Forum.

  8. @soschautsaus
    Man stelle sich vor Hofer wäre BP.
    Da wäre ein bisschen würgen noch harmlos…..

    Der Volkskanzler muss verhindert werden!

    • Samui 22.8.2023 Um 17:42

      das möchte ich mir in meinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen.

      Wir können nur hoffen, daß es doch noch genug vernünftige Menschen gibt, die wissen, daß dieser Volkskanzler verhindert werden muß. Und ZZ ist da kein Maßstab, hier tümmeln sich eben ein paar Küchentischschreiberlinge, die muß man nicht ernst nehmen, Problem ist nur, daß sich dank dem Kurzen und seinen Getreuen, viele mit Grauen von der Politik verabschiedet haben und sagen, ich bleib bei der nächsten Wahl daheim, weil es ist schon alles ausgemacht. Diese Menschen wieder zurück zu gewinnen, wird sehr schwer werden, aber wer weiß, was noch passiert bis zur Wahl. Abgerechnet wird am Wahlabend.

      • @soschautsaus
        Meine Hoffnung ist VDB.
        Die Staatskrise wäre meiner Meinung nach wenn der kleine Redenschreiber Volkskanzler werden würde.
        Ich glaube da würde ich auf meine alten Tage noch demonstrieren gehn.
        Und ich wäre ganz sicher nicht der Einzige.

        • Samui 22.8.2023 Um 18:30

          Da sind wir uns einig, VDB ist unsere Hoffnung, aber ich hoffe auch, daß viele Menschen doch noch kapieren, wohin uns der kleine Mann, bringen würde.

          Aber ganz sicher, würde ich da demonstrieren gehen, hab zwar immer gedacht, in meinem Alter, genug Demos, sollen die Jungen ran, aber in dem Fall, müssen eben wir Alten wieder mal ran, und dann werden sie kapieren müssen, leg dich nicht mit den Alten an, wir haben nichts mehr zu verlieren.

          Also Du bist da sicher nicht der Einzige, wenn wir Alten aufstehen, und das werden wir, dann sind wir viele, sehr viele sogar.

    • Das wär eigentlich nicht schwierig. Es bräuchte nur eine integre Person als Alternative anstelle eines Zero-Covid-Fanatikers, der Kinder in die Spritze treibt.

  9. Ein typischer Hausjell-Artikel: Bashing, Gehässiger Ton, inhaltlich nichts vorgebracht. Leeres blablabla.

  10. Ich glaube wir können uns auf VDB verlassen.
    Einen Volkskanzler Kickl darf es nicht geben.

    • @PV 5:17
      Du als Nichtwähler und in Asien lebend solltest ganz einfach Dein saudummes Maul halten.
      Nicht wählen gehn aber hier auf wichtig machen und andere Leute maßregeln.

      • Jetzt hab ich dich aber ordentlich erwischt. Es ist bei dir halt so, früher hiess es Heil Adolf und jetzt halt Heil Alex.
        Du brauchst einen Führer, selber denken liegt dir nicht.
        Das Leben ist ungerecht und hart, dein Trost kann nur sein, dass es nicht ewig dauert.

    • wer er?
      Kickl? – nun das ist klar, konzeptlos, ohne lösungsansätze, einfach nur heisse luft die er zu sagen hat
      hausjell? – ebenfalls klar, kickl ( und die ganze FPÖ ) kanns nicht – wie sie ja ohnehin schon mehrfach in der BR bewiesen hat.

      So und jetzt los liebe F-Trolle hier im Forum, schiesst mit euren Beleidigungen herum, denn mehr habt ihr ohnehin nicht drauf

      • @ bmt du bist mir schon ein lustiger genosse – in einer antwort auf eine frage des dealers schreibst du als erster beleidigende worte in richtung forum und forderst im gleichen satz angebliche trolle dazu auf mit beleidigungen herumzuschiessen, weil die ja nicht mehr drauf hätten. du wirfst anderen etwas vor, das du im gleichen moment praktizierst. wie nennt man das in der psychologie?

        • lustig JA – genosse NEIN
          aber wie war das letztens von dir noch mal? ein paar provokante worte reichen und schon springen sie an. tja, ist mir gelungen

          • Dir gelingt doch alles, oder nicht? Dann bist du also kein Genosse, ein gross geschriebenes Nein sogar. Bist du am Ende gar ein Grüner ?

    • @Dealer
      Gar nichts. Er hat keine Lösungen. Er will unsere Mitbürger aufhetzen gegen die da oben. Die Eliten.
      Zu denen er aber gehört. Ausser in der Politik hat dieser Typ noch nie gearbeitet .
      Leider sind ca. 30% der Österreicher so unzufrieden mit der Situation, die sie selbst nicht lösen können, daß sie denken die Fpö könnte dabei helfen.
      Der typische FPÖ Wähler ist zornig.
      Auf was auch immer.
      Ausländer…die da oben….den ORF….
      In Wahrheit sind diese Menschen, die, warum auch immer, unfähig sind ihre Probleme selbst zu lösen, die Ersten die von den Blauen fallen gelassen werden.
      Wenn jemand ” Volkskanzler ” werden will, packt mich ein bisschen die Angst.
      Google mal Volkskanzler………

      • Ich hatte nicht Kickel damit gemeint, sondern Herrn Hausjell

        Du scheinst auf jeden Fall voll auch weiterhin schwer begeistert für das System in diesem Lande zu sein, aber willst gleichzeitig, dass sie etwas ändert und für alles was die nicht passt, wilst Du den Kickel verantwortlich machen?
        – Ich dachte mir eigentlich die aktuelle Regierung wäre GRÜN/SCHWARZ?

          • VdL, VdB, das System usw. können also weiter tun und vor allem auch unterlassen was sie nur wollen, aber das “blaubraune Xsindl” muss mit allen fairen und unfaieren Mitteln bekämpft werden, auch ohne konkrete Begründungen dafür, hauptsache das System bleibt weiter unangetastet?

            Irgendwie passt das zumindest aus meiner Sicht nicht mehr ganz zusammen und frage ich mich, wie weit ZZ hier noch weiter von der Philosophie bei ihrer Gründung abrücken will?
            Wenn ohnehin alles weiter so bleiben kann, oder besser bleiben muss wie es war, was soll das alles dann noch überhaupt?

        • Dein Posting lest sich komisch. Bist Du betrunken?
          Nur zur Info: Der Typ heisst Kickl…. Kickel kenne ich nicht. Wer ist das?

          • Samui 22.8.2023 Um 18:39

            da. war wohl grad wieder die Katze der Küchentischfraktion an der Tastatur 🙂 musst verstehen, bei dem Andrang in der Küche, will einfach jeder mal ran, auch die Katze von denen 🙂

          • @Dealer 20:09

            Und jetzt erzähl uns bitte noch ganz treuherzig Du seist ein Mann der Mitte.😃😃😃

          • @Samui 22:20

            Ja das bin und bleibe ich vermutlich mein Leben lang.

            Aber die Gräben driften immer noch weiter auseinander, die Wasserschäden werden unreparierbarer immer noch größer und die Mitte scheint bald in diesen Gräben untergehend verschunden?

            Dich kann ich auch immer schlechter sehen…
            So bin ich sehr gespannt, wenn wir vielleicht wieder aus dieser Zeit erwachen werden, ob es dann die Mitte wieder, oder überhaupt nochnmal einmal geben wird?

            Noch wäre es meiner Meinung nach noch nicht zu spät, aber vermutlich sehr bald…

          • Wegen einem kleinen Schreibfehler beleidigst du den Dealer, einen grundsätzlich höflichen Foristen ? Fragst, ob er betrunken sei ? Würde man z. B. bei dir gleich vorgehen und bei jedem Schreibfehler einen Rausch unterstellen, würde man dich wohl im Dauerkoma vermuten.

    • Inhaltlich hat er eben genau nichts gesagt. Aber genau das wäre wichtig. Sich inhaltlich auseinanderzusetzen statt blabla.

  11. FPÖ Opfermythos und ORF bashing….konstruktive Lösungsvorschläge dagegen Fehlanzeige, alles wie immer bei Kickl. Es ist Zeitverschwendung sich das überhaupt anzusehen. Frau Schnabl ist ein Vollprofi, stellt gezielte Fragen und lässt Kickl damit keine Zeit für seine übliche pseudointellektuelle Nabelschau. Damit ist das ganze Interview nicht einmal mehr belustigend sondern macht einem nur schmerzlich bewusst, was für ein Blender dieser Herbert Kickl doch ist.

  12. Das süffisante Lächeln von Frau Schnabl und die Frage , warum er Angst hätte, waren gut.
    Der Rest war Kickl….planlos geifernd… Träume vom Volkskanzler…. Anschluss an die NGO der Identitären… und immer wieder ängstliche Blicke im Raum herum.
    Ich denke Haimbuchner und Svazek werden ihm schon zeigen wie es gehen sollte.
    Die Angst, das etwas geschnitten werden könnte, sah man ihm an.😃
    Ein kleiner Redenschreiber………..
    VDB hat sicher gelächelt…….

    • Mein lieber Samui,
      nicht nur VDB hat gelächelt, ich konnte es mir auch ein paar Mal nicht verkneifen, aber ich hab auch würgen müssen bei manchen Ansagen, VDB vermutlich auch.

        • Dafür wird die Rentner-Gastgarten-Mafia wieder stärker. Bewaffnet euch! Jedem einen Gehstock zum Rollator! Und einen Pfefferspray mit gross aufgemaltem Richtungspfeil, damit man nicht versehentlich ….

      • Ich glaub, noch lieber würd er mit dem Teichtmeister am Sofa sitzen und Filmchen anschauen.

        • @PV
          Wie der Schelm denkt….
          Du bist ein widerlicher Schmutzfink.
          Jetzt weiß ich was Du in Asien machst…..

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